Tierpension: Urlaubsbetreuung für das Haustier - HEROLD.at

Tierpension: Wenn Herrchen und Frauchen auf Urlaub fahren

Wir verraten dir, wie du die richtige Tierbetreuung für dein Haustier findest. Foto: Adobe Stock, (c) fotos4u

Wenn Haustierbesitzer auf Urlaub fahren, dann müssen manchmal auch Hund, Katze oder Sittich für kurze Zeit verreisen. Tierpension, Katzenhotel oder Hundepension sind eine gute Alternative, wenn man das Haustier während des Urlaubs nicht direkt zuhause oder bei Freunden versorgen lassen kann. Die Unterbringung muss aber gut gewählt sein, damit sich das Tier auch wirklich wohlfühlt. Woran erkennt man eine gute Tierpension, mit welchen Kosten ist zu rechnen und was ist zu beachten?

Welche Unterbringungsarten für Tiere gibt es?

Nicht jedes Tier ist für jede Unterbringung geeignet. Prinzipiell werden drei verschiedene Konzepte angeboten:

  1. Käfig- bzw. Zwingerhaltung: Das ist die preiswerteste Art der Unterbringung. Allerdings – mit Ausnahme von Vögeln und Kleintieren – nicht wirklich die beste Wahl  für Hunde und Katzen, da sie die meiste Zeit des Tages alleine und häufig auch gestresst sind. Vor allem für Familienhunde ist die Zwingerhaltung nicht zu empfehlen.
  2. Zimmerhaltung (einzeln oder in kleinen Gruppen): Diese Form der Unterbringung bietet sich vor allem bei problematischen Hunden und Katzen an. Die Tiere sind auch hier teilweise alleine, allerdings nur stundenweise. Zum Teil werden sie auch in kleinen Gruppen zusammengestellt und haben dann tagsüber Gesellschaft mit ihresgleichen. Die Preise variieren in diesem Segment in Abhängigkeit von der Intensität der Betreuung und dem gebotenen Komfort.
  3. Gruppenhaltung mit Familienanschluss: Die beste und auch kostenintensivste Möglichkeit – insbesondere für Hunde – ist die Unterbringung in Familien, die ihr Leben nach den Tieren ausrichten. Die Tiere sind dann in die Familie eingebunden und wenig bis gar nicht alleine. Die Gruppengröße ist sehr unterschiedlich und kann von zwei bis zu zehn und mehr Tieren umfassen.

Vor allem für Hunde, die im Gegensatz zu Katzen Gesellschaft meist sehr genießen, kann die Unterbringung in Gruppen ein echtes Vergnügen sein – denn wann hat ein Hund schon die Möglichkeit, mit so vielen Artgenossen zu spielen und herumzutollen?

Woran erkennt man eine gute Tierpension?

Die Auswahl an Tierpensionen ist mittlerweile so groß, dass es kein Problem sein sollte, eine geeignete Pension im näheren Umfeld zu finden. Im Internet findet man diesbezüglich eine Fülle an Informationen, eine sehr gute Orientierungsmöglichkeit bei der Auswahl bieten die Online-Bewertungen von Tierpensionen bei Herold.at. Neben Hundepension und Katzenhotel, gibt es auch Tierpensionen, die Kleintiere und Vögel aufnehmen. Allerdings solltest du mit der Suche rechtzeitig beginnen, um dir einen umfassenden Überblick zu verschaffen und in Frage kommende Pensionen vor Ort zu besichtigen. Hinzu kommt, dass gute Tierpensionen oft schon Monate vor den klassischen Urlaubszeiten ausgebucht sind.

Tierpension für Hunde

Hunde freuen sich über die Gesellschaft in einer Tierpension. Foto: Adobe Stock, (c) otsphoto

Ein Besuch der Tierpension ist ein absolutes Muss!

Aus der Ferne ist es schwierig festzustellen, ob die Gegebenheiten vor Ort tatsächlich dem entsprechen, was versprochen wird. Falls du einen Hund in der Tierpension unterbringen möchtest, nimmst du ihn am besten zur Besichtigung gleich mit. Dann kann er sich mit der Umgebung schon ein wenig vertraut machen und gleichzeitig wird er dir auch zeigen, ob er sich in der Tierpension wohlfühlt.

Was macht eine gute Tierpension aus?

Eine gute Tierpension ist gewerblich geführt und zeichnet sich vor allem durch folgende Kriterien aus:

  • Es wird ein Betreuungsvertrag abgeschlossen, in dem alle wichtigen Informationen zum Tier und eine Notfallnummer festgehalten werden.
  • Besonderen Bedürfnissen und Wünschen des Tieres werden erfragt.
  • In der Tierpension werden Einzelunterkünfte wie auch Gruppenhaltung angeboten. Katzen sollten maximal zu zweit in einem Raum untergebracht sein.
  • Auslauf- und Beschäftigungsmöglichkeiten sind vorhanden.
  • Die Unterbringung ist artgerecht gestaltet, sauber, hell, belüftet und ausbruchsicher.
  • Die Qualität des Futters ist hochwertig und frisch.
  • Das Futter wird bei Diäten oder Futtermittelallergien entsprechend zusammengestellt.
  • Die regelmäßige Gabe von Medikamenten sollte möglich sein.
  • Es befindet sich frisches Wasser im Napf.
  • Es gibt genügend Tierbetreuer, um sich auch individuell um das Tier kümmern zu können.
  • Die Tierpension arbeitet eng mit einem Haustierarzt zusammen.
  • Es wird nach dem Tierarzt des Gasttieres gefragt, um im Ernstfall Behandlungen abzusprechen.
  • Es herrscht ein freundlicher Umgang mit den Tieren – insbesondere dann, wenn sie ängstlich sind.
  • Etwas Persönliches (Schlafdecke, Korb, Spielzeug) und Hundzubehör darf mitgenommen werden.

Wenn es nicht möglich ist, sich die Bereiche anzusehen, in denen die Tiere untergebracht sind, ist Vorsicht geboten und von einer Unterbringung dringend abzuraten.

Wie viel kostet eine Tierpension pro Tag?

Die Preise für die Unterbringung von Hunden liegen pro Tag zwischen € 18 und € 60, für Katzen zwischen € 7 und € 18 und für Kleintiere zwischen € 5 und € 10. Aufpreise werden in der Regel in folgenden Fällen verrechnet:

  • Einzelhaltung
  • Größere Hunde
  • Nicht stubenreine Tiere
  • Aggressive oder unverträgliche Tiere
  • Medikamentengabe oder sonstige besondere Fürsorge
  • Spaziergänge (Hunde)
  • Abhol- und Rückbringdienste
  • Baden und Fellpflege
  • Heizkostenzuschlag in der kalten Jahreszeit (in manchen Fällen)

Manche Tierpensionen verrechnen das Futter zusätzlich zum Tagespreis. Grundsätzlich ist daher bei der Recherche und beim Preisvergleich genau darauf zu achten, welche Leistungen der Grundpreis umfasst und wofür Zuschläge verrechnet werden.

Tierpension Kosten/ Tag  Hunde  Katzen  Kleintiere 
 Mindestens  18 €  7 €  5 €
 Durchschnitt  45 €  15 €  8 €
 Maximal  60 €  18 €  10 €

Was sind die Aufnahmebedingungen in der Tierpension?

Gute Tierpensionen nehmen meist nur Tiere in Gewahrsam, die gewisse Voraussetzungen erfüllen:

  • Ein gültiger Impfpass wird vorgelegt.
  • Eine Wurmkur und Flohprohylaxe wurde erst kürzlichdurchgeführt.
  • Es besteht eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung.

Es ist daher entsprechend Zeit im Vorfeld einzuplanen, um die richtige Tierpension zu finden und eventuell noch notwendige Vorbereitungen zu treffen: Das kann ein Tierarztbesuch oder der Abschluss einer Haftpflichtversicherung sein. In manchen Fällen wird es auch notwendig sein, eine ausreichende Menge an Medikamenten oder speziellem Futter für den Aufenthalt in der Tierpension zu kaufen.

Einige Hundepensionen nehmen übrigens bestimmte Hunde grundsätzlich nicht auf. Dazu gehören vor allem läufige Hündinnen bzw. Hündinnen, die voraussichtlich während der Aufenthaltsdauer läufig werden. Ebenso Listenhunde und sehr große Hunde wie Bernhardiner, Leonberger oder Neufundländer.

Tierpension – wer haftet?

Tierpensionen halten sich in Bezug auf Schäden, die durch das Tier verursacht werden, in den meisten Fällen komplett schadenfrei. Nachzulesen sind die Haftungsbedingungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der jeweiligen Tierpension. Eine Haftung kommt nur bei grober Fahrlässigkeit der Tierpension zum Tragen. Für (Folge)Schäden, die durch das Tier verursacht werden, haftet der Tierhalter bzw. dessen Versicherung.

Was bedeutet das aber konkret für dich als Tierbesitzer, wenn du dein Tier für einige Zeit in einer Tierpension unterbringst?

  • Die Haftung der Tierpension ist ausgeschlossen, wenn das Tier ein anderes verletzt oder selbst zu Schaden kommt.
  • Die Tierpension übernimmt weiters keine Haftung für Erkrankungen, Entlaufen, Diebstahl oder Ableben des Hundes während des Aufenthalts.
  • Ebenso wird in der Regel für mitgebrachte Gegenstände die Haftung ausgeschlossen.
  • Tierarztkosten sind bei Erkrankung oder Verletzung des Tieres vom Tierbesitzer zu übernehmen.
  • Schadensersatzansprüche des Tierhalters gegenüber der Tierpension werden ausgeschlossen, soweit sie nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit der Tierpension oder ihrer Mitarbeiter beruhen.
  • Der Tierbesitzer haftet für alle Schäden, die nicht von seiner Haftpflichtversicherung übernommen werden.
Kurz gesagt: Auch wenn du keinerlei Kontrolle darüber hast, was in der Tierpension passiert, haftest du für Schäden, die dein Tier verursacht. Eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung deckt solche Schäden meist ab.

Viele Tierpensionen setzen daher vor allem bei Hunden das Bestehen einer Haftpflichtversicherung voraus, die grundsätzlich folgende Schäden abdeckt:

  • Personenschäden (z.B. Schmerzensgeld, Behandlungskosten)
  • Sachschäden (z.B. Zerstörung von Gegenständen)
  • Vermögensschäden als Folge eines Personen- oder Sachschadens (z.B. der Verdienstausfall eines verletzten Tierarztes)

Allerdings ist damit nicht garantiert, dass die Versicherung auch tatsächlich die Kosten bei Schäden im Zusammenhang mit der Unterbringung in einer Tierpension übernimmt. Denn manche Haftpflichtversicherungen wollen den Schaden nicht regulieren, weil das Tier unter „gewerblicher Aufsicht“ war.  Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, solltest du mit deiner Versicherung abklären, ob Schäden im Zuge einer Unterbringung in einer gewerblichen Tierpension gedeckt sind.

Fazit: Gute Unterbringung für einen entspannten Urlaub

Für die Suche einer geeigneten Urlaubsbetreuung sollte genügend Zeit im Vorfeld eingeplant werden. Eine Besichtigung vor Ort, am besten gemeinsam mit dem Haustier, ist unbedingt zu empfehlen. Wichtig sind auch ein gültiger Impfpass, kürzlich erfolgte Entwurmung und Flohprophylaxe und eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung. Auch sollte nicht der Preis im Vordergrund stehen, sondern die optimale Unterbringung des Tieres in einer professionell und liebevoll geführten Tierpension. Dann kannst auch du deinen Urlaub entspannt und sorgenfrei genießen!

Hier findest du die am besten bewerteten Tierpensionen in deinem Bundesland:



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