Web Vitals: Was sind Google Core Updates?

Google Core Update Web Vitals
Im Mai 2021 steht das nächste große Google Core Update bevor: Das Core Web Vitals. Foto: Adobe Stock; (c) Piscine

Um seinen Usern stets das beste Ergebnis präsentieren zu können, passt Google seinen Algorithmus laufend an. Bereits kleine Änderungen am Kern-Algorithmus können gravierende Folgen haben. Bei Eingriffen am Kern-Algorithmus spricht man von einem sogenannten Core Update. Sie wollen wissen was Core Updates sind, welchen Zweck sie haben, wann das nächste Google Core Update kommt und worin sie sich von Data Refreshes unterscheiden? HEROLD hat die Antworten. (Stand 8. April 2021)

Was ist ein Google Core Update?

Bei Core Updates handelt es sich um Eingriffe am Google Kern-Algorithmus. Der Google Algorithmus wiederum ist für die Rankings in den Google Suchergebnissen (kurz SERPs genannt) verantwortlich. Für SEO-Experten ist ein Core Update immer mit einer gewissen Spannung verbunden. Denn nahezu immer gibt es spürbare Auswirkungen auf die Rankings der eigenen Website. Bei jedem Update gibt es Gewinner und Verlierer. Zu welcher Gruppe die eigene Website zählt, ist vorab nur schwer einzuschätzen.

Unterschied zwischen Core Update und Data Refresh

Im Gegensatz zu einem Core Update, werden dem Algorithmus bei einem Data Refresh keine neuen Funktionen hinzugefügt. Ein Data Refresh ist lediglich eine Aktualisierung der Datenbasis, das heißt die Gewichtung der einzelnen Funktionen wird leicht adaptiert. Bei einem Core Update hingegen, wird dem Algorithmus eine komplett neue Funktion hinzugefügt, die er davor noch nicht hatte.

Webmaster versuchen Trends zu erkennen
Webmaster versuchen Trends zu erkennen und die Website gezielt auf Google Updates vorzubereiten. Das nächste Google Update erscheint im Mai 2021. Foto: (c) gustavofrazao

Wie bereitet man sich auf Core Updates vor?

Ob ein Core Update zu Rankingverlusten führt, oder ein schlechtes Google Ranking verbessert, ist zum Teil Glück, hängt in vielen Fällen aber auch vom Gespür und Weitblick des jeweiligen SEO-Experten bzw. Webmasters ab. Gelingt es einem SEO-Manager Trends und Entwicklungen richtig zu erkennen, ist ein Core Update oftmals sogar die ideale Chance, um die eigene Website in Google nach oben zu bringen.

Welche Trends und Entwicklungen sind in Bezug auf Core Updates zu erwarten?

Mit jedem Core Update gewichtet Google seine Google Rankingfaktoren neu oder fügt neue Faktoren hinzu. Kein SEO-Manager der Welt weiß ganz genau, in welche Richtung sich Google in den kommenden Jahren entwickeln wird. Und falls doch, werden gewiefte SEO-Manager diese Vorahnungen tunlichst für sich behalten.

In den vergangenen Jahren betrafen Cora Updates zumeist die sogenannten E-A-T Faktoren: Expertise, Authority und Trustworthiness. In diese Richtung wird Google mit Sicherheit auch künftig denken. Andere Trends die sich deutlich abzeichnen sind:

Wer sein Hauptaugenmerk auf diese vier Bereiche legt, macht definitiv nichts verkehrt. Natürlich darf man aber auch andere Entwicklungen nicht völlig außer Acht lassen.

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Wann steht das nächste Google Core Update bevor?

Das nächste Google Core Update steht mit dem sogenannten Core Web Vitals Update im Mai 2021 unmittelbar bevor. Auch diesmal werden wieder enorme Verschiebungen im Ranking der Google SERPs erwartet.

Was sind die Core Web Vitals?

Die Core Web Vitals sind drei neue Parameter, die die Nutzererfahrung (= User Experience) noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Bereits heute hat Google seinen Fokus auf vier Bereiche der Nutzererfahrung gelegt:

  1. Die Optimierung für Mobilgeräte (Mobile Friendly)
  2. Die Sicherheit beim Internetsurfen insgesamt
  3. Die sichere Datenübertragung mittels SSL-Zertifikats
  4. Bannerwerbungsfreie Webseiten

Nun wird der Google-Algorithmus um drei weitere Parameter der Nutzerfreundlichkeit erweitert:

  1. Die Ladedauer für den gesamten Ladevorgang (= Largest Contentful Paint)
  2. Die Zeit bis zur Interaktivität (= First Input Delay)
  3. Die Visuelle Stabilität (= Cumulative Layout Shift)

LCP, FID und CLS, wie diese drei Parameter abgekürzt werden, sind harte und ganz eindeutig messbare Kennzahlen. Der Algorithmus benötigt also keine Form der Interpretation, sondern kann diese drei Parameter in wenigen Sekunden ablesen und damit die Nutzererfahrung eindeutig bewerten.

Wie verbessert man die Web Vitals?

Zunächst muss man wissen, dass großartiger Content weiterhin der wichtigste Rankingfaktor bleiben wird. Großartiger Inhalt mit einer schlechten Seitenerfahrung wird weiterhin bessere Rankings erzielen als schlechter Inhalt mit guten Web Vitals Parametern.

Um die Core Web Vitals der eigenen Seite zu verbessern, muss man zunächst verstehen was sie sind und wie sie berechnet werden.

Bei den drei neuen Parametern LCP, FID, CLS der Web Vitals dreht sich alles um die Ladezeit.
Bei den drei neuen Parametern LCP, FID & CLS (Web Vitals) dreht sich alles um Ladezeit sowie Geschwindigkeit und Stabilität der Website. Foto: Adobe Stock; (c) Oleksii

LCP: Largest Contentful Paint

Beim Parameter LCP wird die Zeit gemessen, in der das größte Element im sichtbaren Bereich gerendert wird. Diese Kennzahl gibt also darüber Auskunft, wann Ihr Hauptcontent geladen ist. Der Page-Speed wird von Google künftig in drei neue Kategorien unterteilt:

  1. Schnell: < 2,5 Sekunden Ladezeit
  2. Ausbaufähig: bis 4 Sekunden Ladezeit
  3. Langsam: > 4 Sekunden Ladezeit

Als mögliche Gründe für einen langsamen LCP kommen beispielsweise lange Antwortzeiten des Webservers, langsam ladende Ressourcen wie Bilder oder Videos sowie diverse Probleme beim Rendering in Frage.

Lösungsansatz: Verwenden Sie AMP um Ihre Website zu beschleunigen. AMP-Seiten werden nahezu immer schnell geladen. Oder lassen Sie Ihre Website von einem professionellen Dienstleister programmieren.

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FID: First Input Delay

Beim Parameter FID misst Google die Zeit zwischen einer Nutzeraktivität auf Ihrer Seite und der Reaktion des Browsers. Wenn also ein User einen Link auf der Website anklickt, misst Google die Zeit bis zur Ausführung des Links. Auch hier unterteilt Google in drei Kategorien:

  1. Schnell: < 100 Millisekunden (= 0,1 Sekunden)
  2. Ausbaufähig: bis 300 Millisekunden
  3. Langsam: > 300 Millisekunden (= 0,3 Sekunden)

Ein langsamer FID könnte beispielsweise mit einer langen JavaScript Ausführungszeit zusammenhängen.

Lösungsansatz: Verwenden Sie einen Web Worker. Web Worker ermöglichen die Ausführung von JavaScript in einem Hintergrund-Thread.

CLS: Cumulative Layout Shift

Beim Parameter CLS misst Google die visuelle Stabilität einer Webseite. Wenn sich Elemente wie Buttons, Bilder oder Textblöcke während des Ladens stark verschieben, oder lange benötigen um endlich an der korrekten Position zu sein, wird dies von Google negativ bewertet. Auch für diesen Parameter hat Google konkrete Ladezeiten vorgegeben:

  1. Schnell: < 100 Millisekunden
  2. Ausbaufähig: 100-250 Millisekunden
  3. Langsam: > 250 Millisekunden

Falls Sie Probleme beim CLS Parameter haben, sollten Sie für Bilder, Videos, Werbebanner und Leerräume feste Größen im Code definieren.

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