Was sind Google Core Updates?

Google nimmt in regelmäßigen Abständen Core Updates am Algorithmus vor. Foto: Adobe Stock; (c) Piscine26; Bearbeitung: (c) Herold

Um seinen Usern stets das beste Ergebnis präsentieren zu können, passt Google seinen Algorithmus laufend an. Bereits kleine Änderungen am Kern-Algorithmus können gravierende Folgen haben. Bei Eingriffen am Kern-Algorithmus spricht man von einem sogenannten Core Update. Du willst wissen was Core Updates sind, welchen Zweck sie haben, wann das nächste Google Core Update (= Helpful Content Update) kommt und worin sie sich von Data Refreshes unterscheiden? Herold hat die Antworten. (Stand 11. Oktober 2022)

Was ist ein Google Core Update?

Bei Core Updates handelt es sich um Eingriffe am Google Kern-Algorithmus. Der Google Algorithmus wiederum ist für die Rankings in den Google Suchergebnissen (kurz SERPs genannt) verantwortlich. Für SEO-Experten ist ein Core Update immer mit einer gewissen Spannung verbunden. Denn nahezu immer gibt es spürbare Auswirkungen auf die Rankings der eigenen Website. Bei jedem Update gibt es Gewinner und Verlierer. Zu welcher Gruppe die eigene Website zählt, ist vorab nur schwer einzuschätzen.

Unterschied zwischen Core Update und Data Refresh

Im Gegensatz zu einem Core Update, werden dem Algorithmus bei einem Data Refresh keine neuen Funktionen hinzugefügt. Ein Data Refresh ist lediglich eine Aktualisierung der Datenbasis, das heißt die Gewichtung der einzelnen Funktionen wird leicht adaptiert. Bei einem Core Update hingegen, wird dem Algorithmus eine komplett neue Funktion hinzugefügt, die er davor noch nicht hatte.

Webmaster versuchen Trends zu erkennen
Webmaster versuchen Trends zu erkennen und die Website gezielt Updates vorzubereiten. Das nächste Google Core Update (Helpful Content Update) erscheint Ende August 2022. Foto: (c) gustavofrazao

Wie bereitet man sich auf Google Core Updates vor?

Ob ein Core Update zu Rankingverlusten führt, oder ein schlechtes Google Ranking verbessert, ist zum Teil Glück, hängt in vielen Fällen aber auch vom Gespür und Weitblick des jeweiligen SEO-Experten bzw. Webmasters ab. Gelingt es einem SEO-Manager Trends und Entwicklungen richtig zu erkennen, ist ein Core Update oftmals sogar die ideale Chance, um die eigene Website in Google nach oben zu bringen.

Welche Trends und Entwicklungen sind in Bezug auf Core Updates zu erwarten?

Mit jedem Core Update gewichtet Google seine Google Rankingfaktoren neu oder fügt neue Faktoren hinzu. Kein SEO-Manager der Welt weiß ganz genau, in welche Richtung sich Google in den kommenden Jahren entwickeln wird. Und falls doch, werden gewiefte SEO-Manager diese Vorahnungen tunlichst für sich behalten.

In den vergangenen Jahren betrafen Cora Updates zumeist die sogenannten E-E-A-T Faktoren: Expertise, Experience, Authority und Trustworthiness. In diese Richtung wird Google mit Sicherheit auch künftig denken. Andere Trends die sich deutlich abzeichnen sind:

Wer sein Hauptaugenmerk auf diese vier Bereiche legt, macht definitiv nichts verkehrt. Natürlich darf man aber auch andere Entwicklungen nicht völlig außer Acht lassen, wenn man online besser gefunden werden möchte.

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Wann steht das nächste Google Core Update bevor?

Wann das nächste Google Core Update ausgerollt wird, steht derzeit noch in den Sternen. Allerdings warten wir im deutschsprachigen Raum noch darauf, dass das letzte größere Update, das sogenannte Helpful Content Update, auch für andere Sprachen ausgerollt wird. Bisher wurde das Helpful Content Update nämlich nur für englischsprachige Suchanfragen ausgerollt.

Mit dem Helpful Content Update möchte Google erwirken, dass Webinhalte künftig ausschließlich für User geschrieben werden und nicht mehr nur auf Suchmaschinen zugeschnitten sind. Ein ambitioniertes Vorhaben, das Google eigentlich schon seit einigen Jahren gezielt verfolgt.

Ob es Google mit diesem Update gelingen wird, die Userbedürfnisse noch stärker in den Fokus zu rücken, steht derzeit in den Sternen. Einige SEO-Experten prophezeien allerdings größere Ranking-Verschiebungen. Olaf Kopp vermutet beispielsweise auf Linkedin, dass es sich beim Helpful Content Update um das größte und bedeutendste Google Core Update seit sehr langer Zeit handeln könnte.

Wann das Helpful Content Update auch für deutschsprachige Suchanfragen ausgerollt wird, ist derzeit nicht bekannt. Das Continuous Scrolling für die mobile Suche wurde beispielsweise erst 10 Monate später für deutschsprachige Suchanfragen ausgerollt.

Was war das letzte größere Google Core Update?

Das letzte größere Google Core Update wurde im Juli 2021 ausgerollt. Es handelte sich dabei um den zweiten Teil des Core Web Vitals Updates, das in zwei Etappen (Juni & Juli 2021) ausgerollt wurde. Das Web Vitals Update war das größte Google Core Update seit mehreren Jahren. Es war ursprünglich für Mai 2021 vorgesehen, wurde dann aber mehrmals verschoben. Google bestätigte zudem, dass es bis Ende August dauern werde, das Update vollständig auszurollen. Auch diesmal werden wieder enorme Verschiebungen im Ranking der Google SERPs erwartet.

Was sind die Core Web Vitals?

Die Core Web Vitals sind drei neue Parameter, die die Nutzererfahrung (= User Experience) noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Bereits heute hat Google seinen Fokus auf vier Bereiche der Nutzererfahrung gelegt:

  1. Die Optimierung für Mobilgeräte (Mobile Friendly)
  2. Die Sicherheit beim Internetsurfen insgesamt
  3. Die sichere Datenübertragung mittels SSL-Zertifikats
  4. Bannerwerbungsfreie Webseiten

Nun wird der Google-Algorithmus um drei weitere Parameter der Nutzerfreundlichkeit erweitert:

  1. Die Ladedauer für den gesamten Ladevorgang (= Largest Contentful Paint)
  2. Die Zeit bis zur Interaktivität (= First Input Delay)
  3. Die Visuelle Stabilität (= Cumulative Layout Shift)

LCP, FID und CLS, wie diese drei Parameter abgekürzt werden, sind harte und ganz eindeutig messbare Kennzahlen. Der Algorithmus benötigt also keine Form der Interpretation, sondern kann diese drei Parameter in wenigen Sekunden ablesen und damit die Nutzererfahrung eindeutig bewerten.

Wie verbessert man die Web Vitals?

Zunächst muss man wissen, dass großartiger Content weiterhin der wichtigste Rankingfaktor bleiben wird. Großartiger Inhalt mit einer schlechten Seitenerfahrung wird weiterhin bessere Rankings erzielen als schlechter Inhalt mit guten Web Vitals Parametern. Diese Tatsache hat auch Google-Mitarbeiter Gary Illyes in einem Statement zu den Google Web Vitals (GWV) noch einmal ausdrücklich betont.

Um die Core Web Vitals der eigenen Seite zu verbessern, muss man zunächst verstehen was sie sind und wie sie berechnet werden.

Bei den drei neuen Parametern LCP, FID, CLS der Web Vitals dreht sich alles um die Ladezeit.
Bei den drei neuen Parametern LCP, FID & CLS (Web Vitals) dreht sich alles um Ladezeit sowie Geschwindigkeit und Stabilität der Website. Foto: Adobe Stock; (c) Oleksii

LCP: Largest Contentful Paint

Beim Parameter LCP wird die Zeit gemessen, in der das größte Element im sichtbaren Bereich gerendert wird. Diese Kennzahl gibt also darüber Auskunft, wann dein Hauptcontent vollständig geladen ist. Der Page-Speed wird von Google künftig in drei neue Kategorien unterteilt:

  1. Schnell: < 2,5 Sekunden Ladezeit
  2. Ausbaufähig: bis 4 Sekunden Ladezeit
  3. Langsam: > 4 Sekunden Ladezeit

Als mögliche Gründe für einen langsamen LCP kommen beispielsweise lange Antwortzeiten des Webservers, langsam ladende Ressourcen wie Bilder oder Videos sowie diverse Probleme beim Rendering in Frage.

Lösungsansatz: Verwende AMP um deine Website zu beschleunigen. AMP-Seiten werden nahezu immer schnell geladen. Du könntest dir alternativ dazu auch eine komplett neue Website erstellen lassen, und zwar von einer professionellen Website-Agentur. Professionelle Agenturen achten darauf, dass die Website schnell geladen wird.

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FID: First Input Delay

Beim Parameter FID misst Google die Zeit zwischen einer Nutzeraktivität auf deiner Seite und der Reaktion des Browsers. Wenn also ein User einen Link auf der Website anklickt, misst Google die Zeit bis zur Ausführung des Links. Auch hier unterteilt Google in drei Kategorien:

  1. Schnell: < 100 Millisekunden (= 0,1 Sekunden)
  2. Ausbaufähig: bis 300 Millisekunden
  3. Langsam: > 300 Millisekunden (= 0,3 Sekunden)

Ein langsamer FID könnte beispielsweise mit einer langen JavaScript Ausführungszeit zusammenhängen.

Lösungsansatz: Verwende einen Web Worker. Web Worker ermöglichen die Ausführung von JavaScript in einem Hintergrund-Thread.

CLS: Cumulative Layout Shift

Beim Parameter CLS misst Google die visuelle Stabilität einer Webseite. Wenn sich Elemente wie Buttons, Bilder oder Textblöcke während des Ladens stark verschieben, oder lange benötigen um endlich an der korrekten Position zu sein, wird dies von Google negativ bewertet. Auch für diesen Parameter hat Google konkrete Ladezeiten vorgegeben:

  1. Schnell: < 100 Millisekunden
  2. Ausbaufähig: 100-250 Millisekunden
  3. Langsam: > 250 Millisekunden

Falls du Probleme beim CLS Parameter hast, solltest du für Bilder, Videos, Werbebanner und Leerräume feste Größen im Code definieren.

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Wo kann ich meine Google Web Vitals messen?

Es gibt eine Reihe an Möglichkeiten um die Google Web Vitals zu messen. Die sicherste Variante ist direkt über die von Google bereitgestellte Google Search Console. Andere Alternativen sind:

SEO Text Guru
Dominik Knapp

Dominik Knapp

Redakteur & SEO Experte

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