Buchenholz | Eigenschaften und Preise - HEROLD.at

Buchenholz: Das Industrieholz für Möbelstücke und Fußböden

Buchenholz ist das universell einsetzbare Hartholz der Rotbuche. Foto: Adobe Stock; (c) eugenesergeev

Die Buche zählt in Österreichs Wäldern zu den hiesigen Bäumen und hat eine dementsprechend große Bedeutung für die heimische Holzindustrie. Holztreppen, Fußböden, Betten oder Tische werden beispielsweise aus Buchenholz gefertigt. In unserem Beitrag klären wir dich nicht nur über die Vor- und Nachteile von Buchenholz auf, sondern nennen dir sämtliche Anwendungsgebiete und werfen außerdem einen ausführlichen Blick auf die geläufigen Buchenholz Preise.

Buchenholz: Das harte Holz der Rotbuche

Die Buche, genau genommen die Rotbuche, ist mit einem Anteil von 9 % der am häufigsten vorkommende Laubbaum in Österreich. Aufgrund dessen ist es hierzulande auch eines der bedeutendsten Laubhölzer für die Gewinnung von Nutz- und Industrieholz. Auch als Brennholz leistet das Holz der Buche gute Dienste, da es über einen hohen Heizwert verfügt. Das Holz der Rotbuche ist sehr hart und eignet sich daher besonders gut für stark beanspruchte Möbel.

Aussehen, Farbe und Maserung

Das Holz der Rotbuche ist von Natur aus nicht rot – wie der Name vermuten lassen würde – sondern weißlich-grau bis blassgelb. Rotfärbungen treten erst auf, nachdem das Holz gedämpft wurde. Die Farbe des Splint- und Kernholzes ist von ein und dem selben Baum nahezu gleich und kaum zu unterscheiden. Die Maserung ist aufgrund der feinen Poren sehr unregelmäßig und fein. Die sogenannten Holzstrahlen sind in allen Schnittrichtungen sichtbar und prägen die Optik des geschnittenen Holzes.

Eigenschaften von Buchenholz

Buchenholz ist im Allgemeinen ein sehr dichtes und hartes Holz. Des Weiteren ist es verglichen mit anderen Hölzern recht zäh und schwer. Direkt im Anschluss an die sogenannte Dämpfung ist Buchenholz nicht sehr formstabil und lässt sich daher hervorragend biegen. Davor und danach ist es allerdings wieder wenig elastisch. Unbehandeltes Buchenholz ist überhaupt nicht wetterfest und außerdem enorm anfällig für Pilzbefall. Auch für Insektenbefall (z.B. für den Holzwurm) sind unbehandelte Buchenhölzer gefährdet.

Elastomechanische Eigenschaften

Messwertbeschreibung Werte*
Rohdichte 0,45–0,91 g/cm³
Biegefestigkeit 105–122 N/mm²
Druckfestigkeit 53–62 N/mm²

*Da Holz ein Naturprodukt ist, unterliegen die Werte großen Schwankungen.

Anwendungsgebiete von Buchenholz

Buchenholz wird gerne als Furnierholz (zum Beispiel auch für Tischtennisschläger) verwendet. Es eignet sich aber auch zur Sperrholzerzeugung. Das Holz der Rotbuche findet des Weiteren Anwendung im Treppenbau und als Fußboden (Parkett). Auch für diverse Werkzeuge, Küchenutensilien (Nudelwalker, Schneidbretter) und für Holzspielwaren ist das Holz der Buche häufig die erste Wahl. Mit Teeröl imprägnierte Buchenholzbretter werden seit jeher für Bahnschwellen verwendet.

Anwendung als Bau- und Möbelholz

Der wichtigste Einsatzbereich für Buchenholz ist die Möbelproduktion. Dort wird es sowohl als Massivholz wie auch als Sperrholz, Formschichtholz und Formsperrholz verwendet. Da gedämpftes Buchenholz sehr biegsam ist, wird er auch zur Herstellung von geschwungenen und gebogenen Teilen von Sitzmöbeln (Thonet-Stuhl) verwendet. Auch Tische und Betten werden häufig aus dem Holz der Rotbuche gefertigt. Last but not least wird es auch gerne zur Vertäfelung von Decken und Wänden genutzt.

Thonet Stuhl aus Buchenholz

Gedämpftes Buchenholz wird unter anderem zur Herstellung der bekannten Thonet-Stühle verwendet. Foto: Adobe Stock; (c) MAXSHOT

Verwendung als Brennholz

Kaminbesitzer haben bestimmt schon einmal mit Buchenholz geheizt. Es ist nämlich eines der beliebtesten Kaminhölzer, da es ausgesprochen lange brennt. Mit 2.100 kWh Wärmeenergie pro Raummeter ist es der Spitzenreiter unter den heimischen Holzarten. Die dabei entstehende sehr heiße Glut eignet sich auch ideal zur Beheizung von Kachelöfen sowie als Brennmaterial für deine nächste Grillparty. Als wichtiger Ausgangsstoff für Holzkohle beweist die Rotbuche auch ihren enormen industriellen Wert.

Buchenholz Preise

Die Preise für Buchenholz können sich je nach Verwendungszweck gewaltig unterscheiden. Es macht beispielsweise einen Unterschied, ob das Holz gedämpft oder ungedämpft ist. Auch Herkunftsort und Holzqualität sind für den Preis von Bedeutung. Bei gedämpftem Schnittholz kann man mit Preisen zwischen 500 und 800 Euro pro m³ rechnen. Wichtig ist immer auf die Mengenangabe zu achten. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob das Holz in Raummetern (auch Ster genannt), Schüttraummeitern, Festmetern oder Erntefestmetern angeboten wird.

| 1 srm = 0,65 rm | | 1 rm = 0,70 fm | | 1 fm = 2 srm |

Buchenstammholz aus der Holzwirtschaft kostet beispielsweise rund 70 € pro Erntefestmeter, kann bei sehr hoher Qualität aber auch bis zu 110 € pro Erntefestmeter betragen. Brennholz ist tendenziell ein wenig günstiger als Schnittholz, wobei auch hier die Qualität des Holzes der entscheidende Faktor für den Preis ist.

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