Staatliche Förderung auf Elektroautos 2018 in Österreich - HEROLD.at

Förderung Elektroauto 2018 in Österreich

Foerderung Elektroauto

Bis zu 6.000 Euro beträgt die Elektroauto Förderung in Österreich. Foto: Adobe Stock, (c) elektronik-zeit

Das Auto der Zukunft besitzt einen Elektroantrieb – darüber sind sich nahezu alle Experten einig. Die aktuelle E-Auto-Generation bietet Normreichweiten von 80 bis 520 km, stößt aber im Gegensatz zu Benzin- und Diesel-Fahrzeugen, weder CO2 noch Stickstoffoxide aus. In einigen Ländern ist die Elektromobilität dank des gut ausgebauten Ladenetzes längst alltagstauglich. Allerdings sind die „Stromer“ in der Anschaffung meist noch teurer als herkömmliche Fahrzeuge. Um der Technologie trotzdem zum Durchbruch zu verhelfen und die Zulassungszahlen zu steigern, bietet die österreichische Bundesregierung bis Ende 2018 eine Elektroauto-Förderung an. Bei uns erfährst du, welche Fahrzeuge diesen E-Mobilitätsbonus erhalten und was du tun musst, um ihn zu bekommen.

Was bezweckt Österreich mit der Elektroauto-Förderung?

Trotz moderner Motoren und Abgastechnik stoßen Benzin- und Dieselfahrzeuge hohe Mengen klimaschädliches CO2 aus, das zum Voranschreiten des Klimawandels beiträgt. Zudem emittieren die mit fossilen Kraftstoffen fahrenden Autos gesundheitsschädliche Stickstoffoxide. Diese sind unter anderem für das Entstehen von Lungenleiden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich. Elektroautos, die mit Strom aus regenerativen Energiequellen fahren, sind hingegen schadstofffrei. Davon profitieren Umwelt und Gesundheit.

Die Elektroauto-Förderung ist nur ein erster Schritt, um die Schadstoffemissionen durch den Verkehr zu senken. Bis zu 16.000 neue Elektroautos sollen durch das Förderpaket auf die österreichischen Straßen kommen. Das langfristige Ziel ist, dass ab 2030 nur noch Autos mit emissionsfreiem Antrieb neu zugelassen werden. Außerdem will Österreich mit den Fördergeldern den Ausbau der Ladeinfrastruktur vorantreiben. Gefördert werden sowohl öffentliche Ladesäulen als auch private Ladestationen (sogenannte Wallboxen).

Wer kann die Elektroauto Förderung beantragen?

Das Elektroauto-Förderpaket für die Jahre 2017 und 2018 gilt sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen. Darüber hinaus richtet sich die Unterstützung an öffentliche Gebietskörperschaften, Vereine und konfessionelle Einrichtungen.

Wie hoch ist die Förderung 2018 für Elektroautos in Österreich?

Die Höhe des Zuschusses hängt von der Art des Fahrzeugs und vom Wohnort ab. Denn neben den Förderungen des Bundes und der Fahrzeugimporteure erhalten Bewohner von Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark unter gewissen Voraussetzungen zusätzliche Fördergelder.
Der Zuschuss der Bundesregierung und der Autoimporteure beläuft sich zusammen auf maximal 4.000 Euro und setzt sich wie folgt zusammen:
– bis zu 1.500 Euro netto von den österreichischen Automobilimporteuren
– bis zu 2.500 Euro von BMLFUW und bmvit
Optional gibt es bis zu 200 Euro Fördergeld für die Installation einer Wallbox, über die sich das Elektroauto in der heimischen Garage aufladen lässt.

Zusätzliche Förderungen für Niederösterreich

Käufer eines elektrischen PKWs, die in Niederösterreich wohnen, können theoretisch bis zu 6.000 Euro Fördergeld einstreichen. Dieses setzt sich aus den 4.000 Euro von Bund und Autoimporteuren sowie 1.000 Euro Anschlussförderung des Landes zusammen. Hinzu kommen die optionalen 200 Euro Förderung für eine Wallbox, die Niederösterreich bei Bedarf um weitere 800 Euro aufstockt, sodass sich die Elektroauto-Förderung im besten Fall auf insgesamt 6.000 Euro beläuft.

Zusätzliche Förderungen für die Steiermark

Auch die Landesregierung der Steiermark fördert die Anschaffung eines E-PKWs zusätzlich. Neben den 4.000 Euro lassen sich von Bewohnern des Bundeslandes weitere 1.000 Euro Förderung abrufen. Bei gleichzeitigem Kauf einer Wallbox sind es sogar bis zu 1.200 Euro Elektroauto-Förderung, sodass sich die Fördersumme auf bis zu 5.200 Euro erhöht.

Zusätzliche Förderungen für Oberösterreich

In Oberösterreich können sich Käufer eines Elektroautos ebenfalls einen Zuschuss für die Installation einer Wallbox sichern. Die Landesregierung fördert die Anschaffung des Ladesystems mit bis zu 600 Euro, zusätzlich zur Elektroauto-Förderung des Bundes. Die Aktion ist nicht auf 2018 begrenzt.

Elektroauto Förderung

Förderung Elektroauto 2018 Österreich: Auch eine private Wallbox zum Tanken wird gefördert. Foto: Adobe Stock; (c) wellphoto

Welche Fahrzeugtypen erhalten die Elektroauto-Förderung?

Grundsätzlich fördert die österreichische Bundesregierung alle Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Darunter fallen:

  • Autos mit reinem Elektroantrieb (BEV = „Battery Electric Vehicle“),
  • Autos mit Brennstoffzelle (FCEV = „Fuel Cell Electric Vehicle“),
  • Plug-In Hybridfahrzeuge (PHEV = „Plug-In Hybrid Electric Vehicle“),
  • Elektroautos mit Range-Extender (REEV = „Range Extender Electric Vehicle“, REX = „Range Extender“) sowie
  • Elektro-Mopeds (L1e) und Elektro-Motorräder (L3e) (ausgeschlossen sind PHEV, REEV beziehungsweise REX mit Dieselantrieb)

Weitere Voraussetzungen für die Förderung sind, dass

  • das Fahrzeug mit 100 % Strom aus erneuerbaren Energien betrieben wird,
  • sich seine rein elektrische Reichweite auf mindestens 40 Kilometer beläuft,
  • der Brutto-Listenpreis (ohne Sonderausstattung) nicht höher als 50.000 Euro ist,
  • der Antrag spätestens sechs Monate nach Rechnungslegung gestellt wird,
  • das Rechnungsdatum nicht vor dem 01.01.2017 liegt.

Außerdem muss der Fahrzeughändler den E-Mobilitätsbonus von – je nach Fahrzeugtyp – 1.500 Euro, 750 Euro oder 350 Euro (jeweils netto) auf der Fahrzeugrechnung ausweisen. Die folgende Liste gibt Aufschluss darüber, welche konkreten Fahrzeugmodelle für die Elektroauto-Förderung infrage kommen.

BEV/FCEV –Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb, Brennstoffzellenfahrzeuge

BMW i3 60 AH Elektrofahrzeug (Klassifizierung M1)

BMW i3 94 AH Elektrofahrzeug (Klassifizierung M1)

Citroën Berlingo Electric (Klassifizierung N1)

Citroën C-Zero (Klassifizierung M1)

Hyundai IONIQ Elektro (Klassifizierung M1)

Kia Soul (Klassifizierung M1)

Kia Soul ab MJ 2018 (Klassifizierung M1)

Mercedes-Benz B 250 e (Klassifizierung M1)

Mitsubishi i-MiEV (Klassifizierung M1)

NISSAN e-NV200 EVALIA (Klassifizierung M1)

NISSAN e-NV200 Kastenwagen (Klassifizierung N1)

NISSAN e-NV200 Kombi (Klassifizierung M1)

NISSAN LEAF 24kWh (Klassifizierung M1)

NISSAN LEAF 30kWh (Klassifizierung M1)

Peugeot iOn (Klassifizierung M1)

Peugeot Partner Electric (Klassifizierung N1)

Renault Kangoo Z.E. 2-Sitzer (Batteriemiete – Klassifizierung N1)

Renault Kangoo Z.E. COMPLETE 2-Sitzer (Batteriekauf – Klassifizierung N1)

Renault Kangoo Z.E. Maxi 2-Sitzer (Batteriemiete – Klassifizierung N1)

Renault Kangoo Z.E. Maxi 5-Sitzer (Batteriemiete – Klassifizierung N1)

Renault Kangoo Z.E. Maxi COMPLETE 2-Sitzer (Batteriekauf – Klassifizierung N1)

Renault Kangoo Z.E. Maxi COMPLETE 5-Sitzer (Batteriekauf – Klassifizierung N1)

Renault ZOE COMPLETE LIFE Q90 (Batteriekauf – Klassifizierung M1)

Renault ZOE COMPLETE LIFE R90 (Batteriekauf – Klassifizierung M1)

Renault ZOE COMPLETE R90 (Batteriekauf – Klassifizierung M1)

Renault ZOE LIFE Q90 (Batteriemiete- Klassifizierung M1)

Renault ZOE LIFE R90 (Batteriemiete- Klassifizierung M1)

Renault ZOE R90 (Batteriemiete- Klassifizierung M1)

Volkswagen e-Golf (Klassifizierung M1)

Volkswagen e-up! (Klassifizierung M1)

PHEV/REEV/REX–Plug-In Hybridfahrzeuge, Range Extender bzw. Reichweitenverlängerer PHEV/REEV/REX Kl

Audi A3 etron

BMW 225xe iPerformance

BMW 330e iPerformance

BMW i3 60 AH Plug-In Hybridfahrzeug

BMW i3 94 AH Plug-In Hybridfahrzeug

Kia Optima Limousine

Kia Optima Kombi (04/17)

Kia Niro (06/17)

MINI Countryman Cooper SE All 4

Mitsubishi Outlander

Toyota 1,8 VVT-i Plug-in Hybrid Lounge

Toyota 1,8 VVT-I Plug-in Hybrid Solar

Volkswagen Golf GTE

Volkswagen Passat GTE

Volkswagen Passat Variant GTE

Anmerkung: Alle Kraftfahrzeuge haben die Klassifizierung M1

Wichtig: Die Fahrzeuge des Elektroauto-Herstellers Tesla Model S und Model X, sind von der Prämie ausgenommen.

Wie kann ich die Elektroauto-Förderung beantragen?

Informiere dich vor dem Kauf eines Elektroautos, ob dieses auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge steht! Anschließend solltest du überprüfen, ob noch ausreichend Förderbudget zur Verfügung steht. Dies kann dein Händler in Erfahrung bringen. Dauert die Lieferung des E-Fahrzeugs maximal 24 Wochen, kannst du direkt mit dem 2-stufigen Förderantrag beginnen:

  1. Registriere dich auf der offiziellen Website für die Elektroauto-Förderung. Anschließend ist das Fördergeld für dich reserviert.
  2. Sobald dein Auto da ist und dir die Rechnung vorliegt, kannst du den Antrag über ein Online-Portal einreichen.
  3. Hast du alle Unterlagen eingereicht, kannst du innerhalb von acht Wochen mit der Auszahlung der E-Auto-Förderung rechnen.

Wenn du in Niederösterreich, Oberösterreich oder der Steiermark wohnst, kannst du im Anschluss noch die Landesförderungen beantragen. Das Online-Portal für Niederösterreich findest du hier. Den Zuschuss für die Wallbox in Oberösterreich kannst du hier beantragen.

Gibt es in anderen Bundesländern ebenfalls eine Förderung?

Einen Zuschuss für die Anschaffung eines elektrisch angetriebenen Autos können auch Bewohner des Burgenlandes erwarten. Hier gibt es bei vollelektrischen Pkws bis zu 30 % des Kaufpreises als Förderung, maximal jedoch 750 €. Informationen darüber, an welche Bedingungen dieser Zuschuss geknüpft ist und inwieweit er mit dem Zuschuss des Bundes kompatibel ist, liefert die offizielle Website des Burgenlandes.

In Wien gibt es eine Förderung von E-Lastenrädern im Ausmaß von 1.000 €. Die Anschaffung von Transporträdern wird generell mit bis zu € 800 gefördert. Die Länder Kärnten, Salzburg und Vorarlberg bieten derzeit keine uns bekannten zusätzlichen Fördermittel für den Kauf eines Elektroautos an. Lediglich die Installation einer Wallbox fördert Vorarlberg unter bestimmten Umständen mit 200 €.

Hier die zuverlässigsten Autohändler deines Bundeslands:

 



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