Haartransplantation Wien: Was kostet es, was bringt es? - HEROLD.at

Haartransplantation in Wien: Was kostet es, was bringt es?

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Bei der Haartransplantation werden Haarwurzeln aus der Kopfhaut entnommen und an den schütteren Stellen neu eingepflanzt. Adobe Stock, (c) goodluz

Wenn der Blick in den Spiegel zur Tortur wird: Rund 80 % aller Männer in Mitteleuropa leiden unter erblich bedingtem Haarausfall, der sogenannten Alopezie. Hierbei handelt es sich um einen Haarverlust MIT Wurzel. Einmal ausgefallen wachsen die Haare also nicht mehr nach. Die Haartransplantation verspricht Hilfe gegen die drohende Glatze. Wir haben recherchiert, wer Haarverpflanzungen in Wien durchführt und was dich die neue Haarpracht kostet.

Was versteht man unter einer Haartransplantation?

Bei der Haartransplantation werden Wurzeln des Eigenhaares aus der Kopfhaut entnommen, aufbereitet und an den lichten bzw. kahlen Stellen neu verpflanzt. Aus diesem Grund spricht man auch von Haarverpflanzung. Vor dem Eingriff werden sämtliche Haare auf etwa 1 bis 4 mm gekürzt. Der Eingriff selbst findet unter lokaler Betäubung statt und ist daher weitgehend schmerzfrei. Die modernste Methode, die heute in fast allen Kliniken für Haartransplantationen angewandt wird, ist die sog. FUE-Methode.

FUE-Methode: Follicular Unit Extraction

Bei der FUE-Methode werden die Haare in ihrer natürlichen Gruppierung von ein bis vier Haaren verpflanzt. Diese follikulären Einheiten nennt man auch Grafts. Hierfür entnimmt der Experte die Haarwurzeln aus dem Spenderbereich mithilfe einer speziellen Hohlnadel und lagert sie anschließend in einer Nährlösung. In den lichten oder kahlen Bereichen werden winzige Löcher gesetzt und die aufbereiteten Wurzeln anschließend als follikulare Einheiten eingepflanzt. Diese Methode hat den Vorteil, dass sie sowohl im Spender- als auch im transplantierten Bereich ein sehr natürliches Ergebnis erzielt.

Haartransplantation: Wo werden die Haare entnommen?

Bei der Haarverpflanzung werden die Haarwurzeln normalerweise aus dem Nackenbereich, dem sogenannten Haarkranz entnommen. Die Haare im Nackenbereich haben nämlich den Vorteil, dass sie genetisch darauf programmiert sind, ein Leben lang zu wachsen. Das ist auch der Grund für das spezifische Erscheinungsbild beginnender Glatzen: Die Geheimratsecken „rutschen“ immer weiter nach hinten, während der Haarkranz in der Regel voll bleibt.

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Der optimale Spenderbereich ist der Haarkranz. Hier wachsen die Haare selbst im hohen Alter noch. Foto: Adobe Stock, (c) Sabimm

 

Wie lange dauert es, bis Haare wachsen?

Bevor an den kahlen Stellen neue Haare wachsen, musst du erst einmal die Heilung abwarten. Unmittelbar nach der Transplantation zeigen sich kleine rote Punkte auf den behandelten Stellen, die nach ein paar Tagen aber von selbst verschwinden. In den ersten Wochen werfen die transplantierten Follikel das mit ihnen transplantierte Haar zunächst aus. Das ist Teil des natürlichen Heilungsprozesses und kein Grund zur Sorge. Nach einer Ruhephase von etwa vier bis fünf Monaten wachsen die ersten neuen Haare. Das Endergebnis der Haarverpflanzung zeigt sich nach etwa acht bis 12 Monaten.

Risiken der Haartransplantation: Was kann schief gehen?

Die Haarverpflanzung ist ein ästhetischer Eingriff mit sehr geringem Risiko. Bei empfindlicher Kopfhaut oder starker körperlicher Betätigung (z.B. Sport) nur wenige Tage nach dem Eingriff kann es allerdings zu Entzündungen kommen, die schlimmstenfalls ein perfektes Anwachsen der Follikel verhindern. Außerdem treten manchmal allergische Reaktionen auf das lokale Anästhetikum auf. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, im Zuge des Vorgesprächs sämtliche Unverträglichkeiten anzugeben.

 

Wer darf Haartransplantationen durchführen?

Haartransplantationen sind Teil der ästhetisch-plastischen Chirurgie und werden daher ausschließlich von professionellen Ärzten durchgeführt, die auf entsprechende Methoden spezialisiert sind. Eine Haartransplantation beim Friseur ist daher nicht möglich. Wenn du unsicher bist, wo du deine Haarverpflanzung durchführen lassen sollst, empfiehlt es sich, Beratungsgespräche mit mehreren Anbietern zu vereinbaren. Lass dich eingehend über die verschiedenen Methoden informieren und bitte jeweils um einen Kostenvoranschlag.
Tipp: Normalerweise ist es schon bei der Erstanalyse möglich, eine Aussage über die Anzahl der benötigen Grafts (= follikuläre Einheiten) zu machen. Außerdem kann der Arzt dir direkt sagen, an welcher Stelle die Haarwurzeln wahrscheinlich entnommen werden und welche Erwartungen realistisch sind.

Haartransplantation: Was ist möglich?

Eines vorweg: Wer mit schütterem Haar ein Institut für Haartransplantationen aufsucht, wird es nicht mit Wallemähne verlassen. Allerdings sind die Methoden mittlerweile so ausgereift und können so individuell auf den jeweiligen Fall zugeschnitten werden, dass es durchaus möglich ist, kahle Stellen zu beseitigen, Geheimratsecken „aufzufüllen“ und die Haarlinie wieder nach vorne zu verlegen.

Haartransplantation

Die Haartransplantation kann keine Wunder bewirken. Aber sie kann dein Erscheinungsbild erheblich verbessern. Adobe Stock, (c) Africa Studio

Kosten: Wie teuer ist eine Haartransplantation?

Wie teuer die Haartransplantation ist, hängt immer davon ab, wie viele Grafts (= follikuläre Einheiten) für ein optimales Ergebnis entnommen und verpflanzt werden müssen. In Österreich zahlst du pro Graft derzeit bis zu 5 €. Haartransplantationen in Geheimratsecken und entlang der Haarlinie kommen in der Regel mit 1000 bis 1500 Grafts aus (= 5.000 bis 7.500 €). Für Haarverpflanzungen auf Halbglatzen können bis zu 3000 Grafts notwendig sein (= 15.000 €). Im österreichischen Durchschnitt kostet die Haartransplantation ab 4.000 €.

Ist die Haartransplantation im Ausland günstiger?

Grundsätzlich sind Haarverpflanzungen im Ausland günstiger. Zum Vergleich: Während der Graft in Österreich um die 5 € kostet, kostet er in der Türkei (Istanbul) zwischen 2,50 € und 3,50 €. Je nach Bedarf werden pro Transplantation etwa 500 bis 3500 Haarwurzeln benötigt, sodass sich die Gesamtkosten auch im Ausland auf mindestens 1.250 € belaufen. Leichte Geheimratsecken können im Ausland schon für 1250 bis 2500 €, in Österreich zahlst du dafür rund 5.000 €.

Achtung: Die niedrigen Kosten für Haartransplantation im Ausland sind zwar verlockend, aber dafür kann es sein, dass du auf andere Weise zahlst. Da die ausländischen Kliniken ihren Umsatz nicht durch Qualität, sondern durch Massenabfertigung machen, ist hier das Risiko für Komplikationen deutlich höher. Werden die Grafts bei der Entnahme beschädigt, falsch gelagert oder transplantiert, kann es passieren, dass sie nicht richtig anwachsen oder das Endergebnis nicht natürlich aussieht.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

Haartransplantationen gelten als ästhetische Eingriffe, die medizinisch nicht erforderlich sind. Aus diesem Grund werden die Kosten von der Krankenkasse normalerweise nicht getragen. Ausnahmen sind solche Fälle, in denen der Haarschwund eine enorme psychische Belastung für den Patient/die Patientin darstellt. Diese psychische Belastung muss allerdings durch einen Psychotherapeuten diagnostiziert und bescheinigt werden. Ein entsprechender Antrag bei deiner Krankenkasse lohnt sich also nur dann, wenn du entsprechende Nachweise erbringen kannst.

Haartransplantation: Tipps zur Vorbereitung

Die Haarverpflanzung ist zwar kein großer Eingriff, aber trotzdem ist es sinnvoll, sich auf die Behandlung vorzubereiten. Mit folgenden Tipps stellst du sicher, dass du den Eingriff und die Phase der Heilung gut überstehst:

  • Muss ich Urlaub nehmen? Die Transplantation wird in der Klinik durchgeführt und du darfst anschließend direkt nach Hause. Urlaub zu nehmen ist also nicht notwendig. Nach ca. drei Tagen sind auch die leichten rötlichen Schwellungen auf den behandelten Bereichen verschwunden.
  • Welche Kleidung sollte ich tragen? Idealerweise trägst du lockere, bequeme Kleidung, die du nicht über den Kopf ziehen musst.
  • Darf ich Alkohol trinken? Alkohol ist mind. zwei Wochen vor der Behandlung absolut tabu.
  • Darf ich Medikamente nehmen? Sämtliche blutverdünnende (z.B. Aspirin) oder Blutgerinnungsmittel sind mind. zwei Wochen vor dem Eingriff abzusetzen (es sei denn, die Einnahme wurde mit dem Arzt abgesprochen). Gleiches gilt für minoxidilhaltige Mittel, die das Haarwachstum fördern.
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Nach rund einem Jahr liegt die neue Wachstumsrate bei fast 100% und du kannst deine transplantierten Haare zum ersten Mal schneiden lassen. Foto: Adobe Stock, (c) Ivan Dragiev

Wie lange dauert die Heilung?

Rechne nach dem Eingriff mit leichten Schwellungen im Bereich der Stirn. Diese sind normal und verschwinden nach einigen Tagen wieder. Entscheidest du dich für die FUT-Methode, ist es wichtig, mindestens 14 Tage nach der Behandlung keinen Sport zu treiben oder andere belastende Tätigkeiten auszuüben. Vermeide es auch, schwimmen zu gehen. Dies gilt vor allem dann, wenn das Wasser mit Chlor angereichert wurde. Nach zirka fünf Monaten sind die transplantierten Follikel vollständig geheilt und das Haarwachstum setzt ein.

Wien: Wer führt Haartransplantationen durch?

Zu den Instituten bzw. Kliniken, wo du in Wien Haartransplantationen durchführen lassen kannst, zählen u.a. die Moser Medical Group in Hietzing und das Kuzbari Zentrum für Ästhetische Medizindie ProHAARKlinik und Dermacare in der Inneren Stadt. In Tirol freut sich Dr. med. Christian Rainer (Innsbruck) über eine sehr gute Kundenzufriedenheit und Oberösterreich setzt in Sachen Haartransplantationen auf Dr. med. Alexander Siegl (Linz).



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