Küchenplanung: In 8 Schritten zur Traumküche - HEROLD.at

Küchenplanung: Wie du in 8 Schritten deine Traumküche planst

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Die Anschaffung einer neuen Küche bedeutet eine hohe Investition und sollte daher auch gut durchdacht sein. Professionelle Küchenstudios unterstützen bei der Küchenplanung, können dir jedoch wesentliche Entscheidungen nicht abnehmen. Hier findest du die wichtigsten Informationen und Planungsschritte, die dich bei der Wahl der richtigen Küche unterstützen sollen:

Planungsschritt 1: Grundriss als Basis für die optimale Küche

Basis jeder Küchenplanung ist der Grundriss der Küche in möglichst detaillierter Form, um Wünsche hinsichtlich der neuen Küche mit den realen Gegebenheiten abzustimmen. Es lohnt sich, bereits zu Beginn der Küchenplanung nachfolgende Punkte zu berücksichtigen, um die konkrete Planung zu erleichtern. Viele professionelle Küchenplaner bieten übrigens auch ein kostenloses Service vor Ort zur Ausmessung der Küche an.

  • Wandhöhen, Länge und Breite des Raumes
  • Winkel der Wände (vor allem in Altbauten!)
  • Nischen und Vorsprünge
  • Tür- und Fensteröffnungen im Raum sowie deren Höhen und Breiten
  • Lage der vorhandenen Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser sowie der Abluftöffnung für die Dunstabzugshaube
  • Heizkörper mit Regler
  • Therme (falls in der Küche installiert)
  • Vorhandene Steckdosen, Schalter, Lichtauslässe, etc.

Tipp: Online Küchenplaner

Zahlreiche Küchenanbieter bieten Onlineplaner an, die bei deiner Küchenplanung sehr hilfreich sein können. Du kannst dir einen Grundriss anlegen, verschiedene Varianten ausprobieren und viele Ideen und Inspirationen holen. Hier einige Vorschläge:

Planungsschritt 2: Küchenform

Je nach den räumlichen Gegebenheiten hast du verschiedene Möglichkeiten deine Küche zu gestalten. Einfache Küchenformen sind die einzeiligen, zweizeiligen und L-förmigen Küchen. Die G-förmige, U-förmige und die Insel-Küche sind komplexere Küchenformen, die mehr Möglichkeiten bieten. Aus ergonomischer Sicht betrachtet ist die U-Form am besten geeignet, gefolgt von der Insel-Küche. Die einzeiligen und L-förmigen Küchen sind ergonomisch weniger vorteilhaft.

1. Einzeilige Küche

Die einzeilige Küche eignet sich für kleinere Wohnungen. Die Maße der Küchenmöbel liegen in der Regel zwischen 180 cm und 300 cm. Eine einzeilige Küche mit Kühlschrank, Spüle, Geschirrspüler, Herd und Arbeitsfläche benötigt allerdings mindestens 300 cm.

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2. Zweizeilige Küche

Die zweiteilige Küche empfiehlt sich, wenn die Küche aufgrund von Fenstern, Türen oder Heizkörpern nicht an der schmalen Küchenseite eingebaut werden kann. Grundvoraussetzung für eine zweizeilige Küche ist eine Mindestbreite von 240 cm (2 x 60 cm Tiefe der Küchenmöbel + 120 cm Bewegungsbereich).

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3. L-förmige Küche

Die L-Küche ist besonders ergonomisch und eignet sich auch sehr gut für einen Esstisch. Für einen größeren Tisch sollten etwa 210 bis 260 cm eingeplant werden, bei einem kleineren Tisch etwa 80 bis 130 cm.

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4. U-förmige Küche

U-förmige Küchen sind ergonomisch und bieten zusätzlichen Stauraum. Die minimale Breite sollte bei 240 cm liegen, die längeren Seiten 250 bis 300 cm lang sein. Entsprechend der Raumgegebenheiten können die längeren Seiten auch asymmetrisch gestaltet werden.

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5. G-förmige oder Halbinsel-Küche

Für fließende Übergänge zwischen Wohn- und Essbereich sind Halbinselküchen eine sehr gute Lösung, da die Halbinsel dabei als optischer Raumteiler eingeplant werden kann. Wie die Halbinsel genutzt wird – ob zum Kochen, Spülen oder als Essbereich – richtet sich nach deinen ganz persönlichen Wünschen. Den Platzbedarf sollte man bei der Küchenplanung mit 300 bis 350 x 350 bis 400 cm einkalkulieren.

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6. Inselförmige Küche

Die Insel-Küchen sind ideale Lösungen für „offene” Räume. Sie sind nicht nur ein optischer Blickfang, sondern schaffen auch viel Raum für Kommunikation zwischen den Familienmitgliedern.  Für eine Insel-Küche benötigt man eine möglichst quadratische Grundfläche und Raumfläche von mindestens 16 m2.

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Planungsschritt 3: Küchenzonen

Küchenzonen helfen, die Arbeitsbereiche in der Küche zu strukturieren. Entsprechend deiner persönlichen Nutzungsgewohnheiten soll letztendlich jeder Schrank, jedes Gerät und jedes Küchenutensil zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Grundsätzlich unterscheidet man fünf Küchenzonen, die anhand ihrer Funktionen zusammengefasst werden.

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1. Die fünf Küchenzonen

  • Bevorraten: Unter „Bevorraten“ sind sämtliche Lebensmittel zu verstehen, die direkt zum Kochen und Backen benötigt werden. Auch Lebensmittel, die laufend verbraucht werden, sind dieser Zone zuzuordnen. Dazu gehören z.B. Brot, Frühstücksutensilien, gekühlte Lebensmittel im Kühlschrank, Getränke, Dosen, Reis, Kartoffeln, Mehl, Zucker. Als Singlehaushalt wirst du im Vergleich zu einer Großfamilie wesentlich weniger Platz für die Bevorratung einplanen müssen.
  • Aufbewahren: Etwa ein Drittel einer durchschnittlichen Küche wird für das Aufbewahren von Gebrauchsgütern benötigt: Geschirr, Essbesteck, Töpfe, Pfannen Schüsseln, Tupperware, Allesschneider, Eierkocher, selten verwendete Elektrogeräte, Kleinteile/Krims-Krams etc. Selten benutzte Teile sollten weit oben in den Hängeschränken aufbewahrt werden, häufig benutztes Geschirr ist besser in Vollauszügen nahe der Küchenzone „Spülen“ untergebracht, um die Wege kurz zu halten.
  • Reinigen & Entsorgen: In dieser Küchenzone ist alles unterzubringen, das mit Reinigen und Entsorgen in Zusammenhang steht: Geschirrspüler, Spüle, Mülleimer, Putzutensilien, Reinigungsmittel.
  • Vorbereiten: Die Küchenzone „Vorbereiten“ ist der Hauptarbeitsbereich in der Küche. Der Platz sollte daher großzügig bemessen sein. Neben Arbeitsbesteck, Küchenhelfern, Küchenwaage, Messern, Schneidbrettern, Folien, Beuteln, Arbeitsschüsseln und Sieben, sind in diesem Bereich auch offene Zutaten wie Gewürze, Essig und Öl. Unterschränke mit Vollauszug haben sich für diese Arbeitsbereiche sehr gut bewährt.
  • Zubereiten: Töpfe, Pfannen und Hilfsmittel wie Kochbesteck und Backutensilien finden sich zusammen mit Backofen, Herd, Mikrowelle und Dunstabzugshaube als Mittelpunkt der Küchenzonen wieder. Zu beiden Seiten des Herds sollte ausreichend Platz für Zutaten oder Töpfe eingeplant werden.

Tipp Zonenplaner: Mit dem Blum Online Zonenplaner kannst du auf sehr einfache Weise deine Küchenzonen planen und dir gleichzeitig viele Ideen zur Gestaltung deiner Schrank- und Ladensysteme holen.

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2. Die optimale Anordnung der Küchenzonen

Die Anordnung der Küchenzonen bzw. Arbeitsbereiche ist ein wichtiger Teil der Küchenplanung, um einen reibungslosen Arbeitsablauf sicherzustellen. Welche Variante für dich ideal ist, hängt vor allem von der Größe und der Form deiner Küche ab. Bei ein- und zweizeiligen Küchen ist eine lineare Anordnung praktisch, bei allen anderen Formen ist die Anordnung über Eck oft die bessere Wahl.

3. Die optimale Arbeitsrichtung

Bei der Küchenplanung solltest du unbedingt miteinbeziehen, ob du Links- oder Rechtshänder bist. Denn als Rechtshänder arbeitest du von links nach rechts, als Linkshänder umgekehrt. Das heißt, dass die Anordnung für einen Linkshänder gespiegelt werden muss.

4. Das „magische Dreieck“

Bei der Küchenplanung ist die Berücksichtigung des sogenannten „magischen Dreiecks“ hilfreich. Dementsprechend sollten die Wege zwischen Herd, Spülbecken oder Geschirrspüler und Kühl-Gefrier-Kombination so kurz wie möglich sein, um einen flüssigen Arbeitsablauf zu gewährleisten. Insgesamt sollten auch nicht mehr als acht Meter zwischen allen Bereichen liegen.

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Planungsschritt 4: Ergonomie

Sind die Küchenzonen einmal festgelegt, geht es in einem nächsten Schritt darum, die einzelnen Arbeitsbereiche auch ergonomisch zu planen:

  • Elektrische Geräte wie Backofen, Geschirrspüler und Mikrowelle auf bequemer Greifhöhe installieren
  • Unterschiedliche Arbeitshöhen für die Küchenzonen Vorbereiten, Zubereiten und Reinigen & Entsorgen einplanen
  • Unterschränke mit Vollauszügen ausstatten
  • Oberschränke mit Lift-/Klappenlösungen umsetzen (anstelle klassischer Türen)
  • Lebensmittel und Kochgeschirr nach Häufigkeit der Verwendung aufbewahren
  • Selten benutzte Utensilien und Lebensmittel weit oben in den Hängeschränken
  • Häufig benutztes Geschirr in Vollauszügen in direkter Nähe zu der Küchenzone „Reinigen & Entsorgen“, um die Wege kurz zu halten.

Um die Küchenzonen ergonomisch einzurichten, muss die Arbeitshöhe der Tätigkeit angepasst werden, die in der jeweiligen Küchenzone ausgeführt wird. Daraus ergeben sich idealerweise drei unterschiedliche Arbeitshöhen in einer Küche:

  1. Die optimale Arbeitshöhe der Arbeitsplatte („Vorbereiten“)
  2. Der Bereich am Herd bzw. Kochfeld ist abgesenkt („Zubereiten“)
  3. Der Spülbereich ist erhöht („Reinigen“)

Für die Bestimmung der ergonomisch optimalen Arbeitshöhe wird heute die Ellbogenhöhe, nicht jedoch die Körpergröße als Maßstab verwendet. Gemessen wird immer bei jener Person, die am häufigsten die Küche nutzt. Die Ellenbogenhöhe wird ganz einfach ermittelt, indem die Differenz zwischen Boden und angewinkelten Armen gemessen wird. Dieser Wert wird um 10 bis 15 Zentimeter reduziert und ergibt dann die optimale Arbeitshöhe für die Arbeitsplatte. Der Kochbereich wird dann ausgehend davon abgesenkt, der Spülbereich erhöht.

Planungsschritt 5: Designkonzept

Ein wesentlicher Punkt bei der Küchenplanung ist die Entwicklung eines stimmigen Designkonzepts, das Material, Farbe und Design harmonisch vereint. Auch die Gestaltung des Bodens, der Wände und der Decke sind in das Konzept miteinzubeziehen.

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Foto: Adobe Stock, (c) arsdigital

1. Welcher Küchenstil gefällt dir am besten?

Es gibt unzählige Gestaltungsvarianten, die eine Auswahl nicht gerade einfach machen. Jedenfalls sollte das Küchendesign zum Einrichtungsstil der restlichen Wohnung passen.

  • klassisch-traditionell
  • jugendlich-farbenfroh
  • modern-hochglänzend
  • designorientiert

2. Welche Farbtöne gefallen dir am besten?

Von klassischen Naturtönen, Weiß, Schwarz oder aktuellen Trendfarben stehen dir eine Vielzahl an Möglichkeiten offen. Wer sich nicht entscheiden kann, ist mit klassischem Weiß immer gut beraten. Weiß passt in jede Küche, sieht mit jedem Stil gut aus und ist einfach mit anderen Farben (Decke, Boden, Wände) kombinierbar.

  • Helle Farben vergrößern den Raum optisch und eignen sich daher besonders gut für kleine Küchen (z.B. zartes Gelb, Apricot, lichtes Blau). Je heller der Ton, desto luftiger und moderner wirkt die Küche.
  • Dunkle Farben können in großen, luftigen Küchen eingesetzt werden (dunkelgrau, schwarz)
  • Weiß, Schwarz und Grau sind Nichtfarben und eignen sich besonders für die Kombination mit intensiven Farbtönen, um Kontraste zu setzen oder diese zu neutralisieren.
  • Braun sollte sparsam eingesetzt werden, da es in dunklen Tönen erdrückend wirken kann (vor allem in kleinen Küchen). In Kombination mit anderen Farben kann die Wirkung jedoch verändert werden. So erzeugt eine Verbindung mit Creme eine warme Ausstrahlung, mit Grau wird es modern.
  • Orange hat eine stimulierende Wirkung, die gleichzeitig für Wärme und Gemütlichkeit sorgt
  • Rot ist eine aktivierende Farbe, die munter macht und sehr anregend wirkt.
  • Grün strahlt Ausgleich, Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit aus.
  • Blau verbreitet Harmonie, Klarheit und Ausgeglichenheit.
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Foto: Adobe Stock, (c) poligonchik

3. Welches Frontmaterial sagt dir am meisten zu?

Ein weiterer Punkt, der im Rahmen der Küchenplanung eine wichtige Rolle spielt, ist die Optik bzw. das Material der Fronten und Arbeitsplatten. Auch hier steht ein breites Angebot zur Auswahl.

FRONTEN

  • Dekorfronten: Dekorfronten gibt es in allen möglichen Farben und Holznachbildungen, von matt bis hochglänzend. Bei dieser Variante wird eine Dekorspanplatte verwendet, die mit einer etwa 2 mm Hartkunststoffkante belegt ist.
  • Schichtstoffbelegte Fronten: Optisch sind diese Fronten von Dekorfronten nicht zu unterscheiden. Sie sind lediglich widerstandsfähiger, da die Spanplatte beidseitig mit einer Schichtstoffplatte (0,6 bis 1 mm) belegt wird. Schichtstoffplatten werden auch für Arbeitsplatten verwendet.
  • Folienfronten bombiert: Hier wird eine MDF (Mitteldichte Faserplatte) mit einer Folie überzogen. Die Fronten sind auch mit Rillen bzw. Ausfräsungen in der Fläche erhältlich. Folienfronten gibt es ebenfalls in zahlreichen Farben und Holznachbildungen.
  • Echtholz furniert: Bei dieser Frontvariante wird eine Platte (Span-, Tischler- oder mitteldichte Faserplatte) mit einem Furnier belegt.
  • Holzrahmenfronten: Diese Fronten bestehen aus einem massiven (Massivholz) Rahmen und einer Füllung, die glatt furniert, bombiert furniert bzw. ebenfalls in Massivholz ausgeführt sein kann.
  • Massivholz glatt: Glatte Massivholzfronten werden aus Dreischichtplatten gefertigt, wobei die mittlere Schicht quer zu den beiden Deckschichten verläuft. Auf diese Weise wird verhindert, dass sich die Front verzieht.
  • Acrylfronten: Hier sind zwei Varianten erhältlich. Es wird entweder auf eine mitteldichte Faserplatte (MDF) beidseitig eine Acrylplatte (1 mm) aufgebracht oder aber die gesamte Front besteht aus einer Acrylplatte.
  • Lackfronten: Bei dieser Frontvariante wird eine mitteldichte Faserplatte (MDF) deckend lackiert. Die Lackoberfläche wird von seidenmatt bis hochglänzend produziert.

ARBEITSPLATTEN

  • Arbeitsplatten aus Edelstahl:
    • Vorteil: hygienisch, leicht zu reinigen, stoßfest und gegen Wärme sowie Kälte unempfindlich
    • Nachteil: wirken kühl, anfällig für Fingerabdrücke und Kratzer
  • Arbeitsplatten aus Stein (meist Granit und Mamor):
    • Vorteil: unverwüstlich, große Farbauswahl, fugenloser Einbau möglich
    • Nachteil: Erweiterungen sind mit der Arbeitsplatte nicht möglich, da jeder Stein individuell ist
  • Arbeitsplatten aus Glas:
    • Vorteil: belastbar, hygienisch
    • Nachteil: Erweiterungen nur bedingt möglich, wenn das einheitliche Gesamtbild der Arbeitsplatte nicht gestört werden soll
  • Arbeitsplatten aus Holz:
    • Vorteil: schaffen warmes Raumklima, können bei Bedarf abgeschliffen und erneuert werden
    • Nachteil: Oberfläche ist empfindlich (Flecken, Kratzer, Feuchtigkeit)
  • Arbeitsplatten aus Laminat/Verbundstoffen:
    • Vorteil: hygienisch, kostengünstig, wartungsarm, widerstehen Fett und Flecken.
    • Nachteil: anfällig für Beschädigungen durch scharfe Messer und heiße Pfannen
  • Arbeitsplatten aus Solid Surface Material:
    • Vorteil: Kratzer und Flecken können leicht poliert werden, sehr stabil (freitragend).
    • Nachteil: können leicht durch scharfe Messer beschädigt werden, heiße Töpfe und Pfannen können bleibende Verfärbungen verursachen
  • Arbeitsplatten aus keramischen Fliesen:
    • Vorteil: hitzebeständig, hygienisch, kratzfest
    • Nachteil: Gefahr von Bakterienbefall durch Flecken oder Essensreste in den Fugen, Fliesen können splittern oder brechen, Putzmittel mit Schleifmittel kann den Hochglanzschliff beeinträchtigen.

Planungsschritt 6: Lichtkonzept

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Foto: Adobe Stock, (c) Julia Vadi

Ohne die richtige Beleuchtung kann das Arbeiten in der Küche recht mühsam werden. Besonders im Bereich der Arbeitsfläche solltest du daher auf eine gute Beleuchtung achten. Berücksichtige auch hier, dass bei Rechtshändern der Lichtstrahl immer von links und bei Linkshändern von rechts kommen sollte. Grundsätzlich sollten folgende Bereiche abgedeckt sein:

  • Grundbeleuchtung
  • Esstisch
  • Arbeitsflächen
  • Arbeitsflächen unter Hängeschränken
  • Herd
  • Spüle
  • Hängeschrank
  • Regal
  • Vitrine

Beleuchtungssysteme für Küchen werden in einer riesigen Vielfalt angeboten. Es lohnt sich daher, sich in einem Küchenstudio diesbezüglich näher beraten zu lassen.

Planungsschritt 7: Küchenschränke

Für die Küchenplanung ist die Auswahl der passenden Küchenschränke für die jeweilige Küchenzone essentiell, denn die einzelnen Arbeitsbereiche erfordern unterschiedliche Küchenschränke.

  • Bevorraten und Vorbereiten: Hier werden bevorzugt Hochschränke eingesetzt. Alles ist leicht greifbar und schnell zur Hand.
  • Aufbewahren: Aufsatzschränke und breite Unterschränke mit Vollauszug sind praktisch, um Vorräte übersichtlich zu lagern. Breite Auszugsschubladen verfügen häufig über zusätzliche Ordnungssysteme.
  • Reinigen & Entsorgen: In diesem Bereich sind in der Regel Unterschränke verbaut. Reinigungsmittel können in Auszugssystemen praktikabel untergebracht werden.
  • Zubereiten: Frische Lebensmittel, Pfannen, Töpfe, Gewürze und Kochlöffel sind am besten direkt in der Nähe von Herd und Backofen in Unterschränken mit Vollauszug untergebracht. Für Kleinteile eignen sich Küchenschränke mit Innenschubladen.

Tipp: Bedenke bei der Küchenplanung, dass herkömmliche Schranktüren die Bewegungsfähigkeit in der Küche einschränken! Wesentlich komfortabler sind Hängeschränke, deren Türen schwenken, klappen oder sich zusammenfalten.

Planungsschritt 8: Einbaugeräte & Spüle

Hinsichtlich der Einbaugeräte (Geschirrspüler, Kühlschrank, Backofen, Herd) fallen neben rein optischen Aspekten noch einige zusätzliche Fragen ins Gewicht, die du dir im Rahmen der Küchenplanung stellen solltest:

  • In welcher Küchenzone und in welcher Höhe sollen die Elektrogeräte bzw. die Spüle verbaut werden? Hier geht es um die optimale Einrichtung in Bezug auf Arbeitsabläufe und die richtige Arbeitshöhe, die ergonomisch angenehmes Arbeiten ermöglicht.
  • Welches Design passt zum Rest der Küche? Die Elektrogeräte und die Spüle sollten zu der Farbgestaltung der Fronten und Arbeitsplatten passen.
  • Aus welchem Material soll die Spüle sein und welche Funktionen soll sie erfüllen? Benötigst du ein oder zwei Spülbecken, soll sie mit oder ohne Abtropfflächen ausgestattet sein, mit versenkbarer, herausziehbarer Armatur oder klassisch ausgeführt etc.?
  • Wie laut dürfen die Küchen-Elektrogeräte sein? Besonders bei offenen Wohnküchen ist auf den Geräuschpegel von Geschirrspüler und Dunstabzugshaube zu achten.
  • Welche Energieeffizienzklasse sollten die Elektrogeräte vorweisen?

Hier findest du die besten Küchenstudios in deinem Bundesland:

Kleine Küchen planen

Eine kleine Küche zu planen ist oft herausfordernder als eine große Küche, wo wesentlich mehr Platz vorhanden ist. Nachfolgend einige Tipps, worauf man bei kleinen Küchen achten sollte.

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1. Wie wirken kleine Küchen größer?

  • Helle Farben: Nicht nur Küchenschränke, auch die Wand- und Bodenfarbe sollte in einer kleinen Küche in hellen Farbtönen gewählt werden. Dunkle Töne lassen die Küche kleiner wirken.
  • Glas-, Lack- und Hochglanzfronten: Glastüren und hochglänzende Küchenfronten lassen kleine Küchen aufgrund der Lichtspiegelung größer und offener wirken.
  • Linien auf Schrankfronten: Mit diesem Trick kann man die Küche größer wirken lassen als sie tatsächlich ist.  Vertikale Linien strecken den Raum in die Höhe, horizontale lassen die Möbel breiter erscheinen und diagonale Linien auf den Schrankfronten schaffen mehr optische Raumtiefe.
  • Geschlossene Küchenfront: Offene Regale, sind für eine kleine Küche ungeeignet. Sie nehmen Platz ein und machen das Gesamtbild unruhiger. Gerade bei kleinen Küchen wirkt eine geschlossene, schnörkellose Front ohne zusätzlicher Dekoration aufgeräumter und macht den Raum optisch größer.

2. Wie richte ich kleine Küchen ein?

  • Geschlossene Küchenfront: Offene Regale, sind für eine kleine Küche ungeeignet. Sie nehmen Platz ein und machen das Gesamtbild unruhiger. Gerade bei kleinen Küchen wirkt eine geschlossene, schnörkellose Front ohne zusätzliche Dekoration aufgeräumter und macht den Raum optisch größer.
  • Raumhöhe nutzen: In einer kleinen Küche fehlt oftmals der Platz in der Breite. Gerade in Altbauwohnungen hat man vielfältige Möglichkeiten, den vorhandenen Platz in der Höhe zu nutzen. Küchenschränke, die mit der Decke des Raumes abschließen, bieten nicht nur eine Menge Stauraum, sondern vergrößern den Raum auch optisch. Auch mit Hängeregalen lassen sich insbesondere große Utensilien wie Körbe und Vorratsbehälter platzsparend unterbringen.
  • Wandflächen optimal ausnutzen: Hängeleisten, Magnettafeln, Lochplatten oder ähnliche Systeme sind eine Möglichkeit, Töpfe und Küchenutensilien platzsparend zu verstauen und zusätzlich die Wandfläche sinnvoll zu nutzen.
  • Ausziehbare Küchenschränke und Laden: Stauraum kann durch solche Systeme wesentlich besser genutzt werden, da man einen besseren und bequemeren Zugriff hat. Mühsames Suchen von Utensilien im hintersten Eck eines Schrankes entfällt damit.
  • Arbeitsbereich einplanen: Egal wie klein deine Küche ist, du solltest mindestens 60 cm für die Arbeitsfläche einplanen. Idealerweise liegt sie zwischen dem Spül- und Kochbereich.
  • Kücheninsel: Je nach Platzbedarf, kann man mit einer freistehenden oder angebauten Kücheninsel zusätzlichen Raum schaffen und eventuell auch einen Essplatz darin integrieren.
  • Mobiler Unterschrank und ausziehbare Arbeitsfläche: Ist eine Kücheninsel räumlich nicht umsetzbar, bieten Mobile Unterschränke und ausziehbare Arbeitsplatten eine Alternative, um mehr Arbeitsfläche zu schaffen.
  • Geschirrspüler einplanen: Oftmals wird bei kleinen Küchen der Fehler gemacht, den Geschirrspüler auszusparen. Steht dann auch nur ein einziges Spülbecken zur Verfügung, das vielleicht nicht einmal eine Abtropftasse hat, wird es eng beim Kochen und Spülen. Das Geschirr sammelt sich schnell und verstellt Platz für andere Tätigkeiten. Letzlich nimmt ein kleiner Geschirrspüler in Summe weniger Platz ein und erleichtert die Abläufe in der Küche erheblich.
  • Dunstabzugshaube von Decke: Statt an der Wand, wo sie wertvollen Stauraum beansprucht, kann die Dunstabzugshaube auch an der Decke montiert werden. Diese Lösung bietet sich vor allem in Kombination mit einer Kücheninsel an.
  • Sockelschubladen: In den meisten Küchen bleibt der Sockel ungenutzt. Gut verbaute Sockelschubladen sind bestens geeignet, flache Gegenstände wie Stehleitern oder Backblech zu verstauen.

Wir wünschen dir eine erfolgreiche Küchenplanung und viel Freude mit deiner Wunschküche!



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