Perimeterdämmung: Anleitung, Kosten & Anbieter

Perimeterdämmung

Perimeterdämmung isoliert und schützt dein Eigenheim vor Kälte und Feuchtigkeit. Foto: Adobe Stock, (c) Gina Sanders

Mit der Perimeterdämmung schützt du die Gebäudehülle unterhalb der Erdoberfläche vor Kälte und Feuchtigkeit. Besonders wichtig ist sie dann, wenn du den Keller als Wohnraum trocken und warm haben möchtest. In diesem Beitrag erfährst du, worauf bei der Perimeterdämmung zu achten ist und wie viel sie beim Bauprofi kostet.

Perimeterdämmung – was ist das?

Die Perimeterdämmung ist eine Wärmedämmung für Gebäudeteile unterhalb der Geländeoberkante. Wenn du beispielsweise einen trockenen Keller oder ein warmes Souterrain haben möchtest, benötigst du eine Perimeterdämmung. Mit dem Begriff Perimeter ist sowohl die erdberührte Außenseite des Gebäudes als auch die Dämmung unterhalb der Bodenplatte gemeint. Angebracht wird sie zwischen Erdreich und Abdichtung der Kelleraußenwand (siehe Bild unten). Zum Einsatz kommt sie sowohl bei unterkellerten als auch bei nicht unterkellerten Gebäuden zur Isolierung des Gebäudefundaments.

Perimeterdämmung

Schematische Darstellung der klassischen Perimeterdämmung. Foto: Adobe Stock, (c) thingamajiggs

Welche Perimeterdämmung?

Für die Perimeterdämmung kommen verschiedene Dämmstoffe in Frage: Als Dämmmaterial mit vielen Vorzügen haben sich XPS-Platten (Abkürzung für extrudierten Polystyrolhartschaum) bewährt. XPS-Platten sind druckfest und resistent gegen Feuchtigkeit. Aufgrund ihres geringen Gewichts sind sie relativ leicht in der Handhabung. Außerdem bekommst du sie in jedem Baumarkt zu einem günstigen Quadratmeterpreis (€ 8-10/m²). Alternativ zu den Hartschaumplatten kannst du auch Schaumglasplatten verwenden. Welche Dämmplatten du auch verwendest – sie müssen formstabil, wasserabweisend und resistent gegen Verrottung sein. Dämmplatten mit Stufenfalz vermindern außerdem die Gefahr von Wärmebrücken.

Was bringt die Perimeterdämmung?

Als Wärmedämmung sollte die Sockeldämmung prinzipiell bei jedem Neubau eingebaut werden. Zum einen hält sie nämlich den Keller trocken und wirkt so Schimmelbildung entgegen. Zum anderen können Kellerräume auch später als Hobbyraum, Gästezimmer oder beispielsweise für die Sauna genutzt werden. Ein nachträglicher Einbau ist aufwendig und kostspielig. In beheizten Kellern ohne Dämmung würde die Wärme in der kalten Jahreszeit rasch in das Erdreich abfließen. Daher ist die Perimeterdämmung heutzutage energetischer Standard: Sie entspricht einem ökologischen und ökonomischen Baukonzept, da du Energiekosten sparst und deine Umwelt schonst. Um eine optimale Wärmeisolierung zu garantieren, holst du dir am besten Unterstützung von einem Fachbetrieb.

Wie wird die Perimeterdämmung angebracht?

Der Einbau der Perimeterdämmung soll sorgfältig geplant und ausgeführt werden. Vor Baubeginn musst du darauf achten, ob der tragfähige Baugrund plan ist. Bei Unebenheiten ist ein Glattstrich aus Zementmörtel mit Haftbrücke und einer Beton- oder Kiessandschicht notwendig. Für die Nivellierung gibt es auch andere Möglichkeiten. Danach kannst du die Perimeterdämmplatten möglichst dicht aneinander auf der gesamten Fläche auslegen. Die Platten deckst du anschließend mit einer Schutzfolie ab. Hierbei handelt es sich um eine Abdichtung gegen Feuchtigkeit.

Perimeterdämmung

Die Perimeterdämmung (auch Sockeldämmung genannt) ist bei Neubauten Standard. Foto: Adobe Stock, (c) Kara

Die horizontale Perimeterdämmung unterhalb der Bodenplatte ist mit Vorarbeiten verbunden und aufwendiger in der Ausführung als die vertikale Dämmung der Kelleraußenwand. Auch die vertikale Dämmung erfordert jedoch handwerkliche Fachkenntnisse und Erfahrung, weshalb es ratsam ist, ein Bauunternehmen für Planung und Realisierung zu beauftragen.

Woraus besteht die Perimeterdämmung?

Vertikal: 

XPS Platten
Feuchtigkeitsabdichtung
Kellermauerwerk

Horizontal:

XPS Platten
Feuchtigkeitsabdichtung
Kellermauerwerk
Fundamentplatte
Feuchtigkeitsabdichtung
Trennschicht
Estrich

Perimeterdämmung

Die Perimeterdämmung empfiehlt sich für jeden Neubau. Foto: Adobe Stock, (c) Alexander & Theresia Schulz

Welcher Kleber für die Perimeterdämmung?

Um die Dämmplatten an den Kelleraußenwänden anzubringen, verwendest du einen handelsüblichen Perimeterkleber, den du in jedem Baumarkt bekommst. Der Klebeschaum wird für eine ideale Haftung ganzflächig auf die XPS-Hartschaumplatten aufgetragen und an die Kellerabdichtung (schwarze oder weiße Wanne) geklebt. Das Kleben hilft gegen Verrutschen bis zur Fertigstellung. Wenn die Baugrube mit Erdreich wieder zugeschüttet wird, wirken große Druckkräfte von außen auf die Platten, die an die Kellerwand gedrückt werden.

Wie stark sollte die Perimeterdämmung sein?

Wie dick beziehungsweise stark die Perimeterdämmung sein soll, hängt vom Lambda-Wert der Dämmplatten ab. Der Lambda-Wert kennzeichnet die Wärmeleitfähigkeit eines Materials und ist das wichtigste Kriterium für Dämmstoffe. Bei handelsüblichen XPS-Platten wird ein Durchmesser von 8-20 cm empfohlen, je nachdem, ob du deinen Keller als Wohnraum nutzen möchtest oder nicht.

Was kostet die Perimeterdämmung?

Die Materialkosten für die Perimeterdämmung (€ 8-10/m²) sind vergleichsweise gering. Für den Arbeitsaufwand durch ein Bauunternehmen kannst du mit Kosten zwischen € 40-70 pro m² rechnen. Bei einem Neubau entfallen die Kosten für Erdarbeiten, da die Baugrube bereits vorhanden ist. Bei einem nachträglichen Einbau der Perimeterdämmplatten musst du mit ungleich höheren Kosten rechnen, da hier zunächst die Erde ausgehoben und das Mauerwerk freigelegt werden muss. Preise von € 30-60 pro m³ sind hier üblich. Für einen Keller von 60 m² kannst du inklusive Erdarbeiten mit Kosten zwischen € 8.000 und € 14.000 rechnen.

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