Schreibaby: Was kann man tun gegen endloses Gebrüll?

Schreibaby

Ein Schreibaby benötigt eine besondere Fürsorge und Pflege. Foto: Adobe Stock, (c) LIGHTFIELD STUDIOS

Babys weinen immer wieder mal. Das ist ganz natürlich. Wie sollen die Kleinen sich denn sonst mitteilen? Wie kundtun, dass sie dies und das brauchen oder ihnen irgendwas missfällt? Doch wenn das Gebrüll ständig andauert, ohne dass Eltern dafür einen Grund ausmachen können, liegen deren Nerven bald blank. Und Verzweiflung macht sich breit. Dann ist fachkundige Hilfe gefragt, bevor es zu Kurzschlusshandlungen kommt. In Schreibabyambulanzen und ähnlichen Einrichtungen erfahren sie, welche Art besonderer Fürsorge und Pflege ein Schreibaby benötigt. Vor allem aber bekommen die Eltern dort Halt und Unterstützung. Und das brauchen sie genauso wie ihr Nachwuchs unbedingt, um die anstrengende Zeit unbeschadet durchzustehen.

Neue Welt – neue Bedingungen

Herrschen in puncto Bedürfnisbefriedigung im Mutterleib für Ungeborene noch nahezu paradiesische Zustände, ändert sich mit der Geburt vieles radikal: keine konstante Regelung der Körpertemperatur mehr, keine automatische Zufuhr von Nährstoffen und auch die Geräusche in der Umgebung klingen nicht mehr so angenehm gedämpft wie früher. Stattdessen macht sich ein Ausscheidungsdrang bemerkbar, fordert die Schwerkraft ihren Tribut und sieht sich der Säugling Licht und Lärm ausgesetzt.

Vor allem aber: Wenn das Kind etwas benötigt oder Unangenehmes durchlebt, ist es auf die Unterstützung von anderen angewiesen, in der Regel hauptsächlich von seinen Eltern. Die weiß zwar mit der Zeit oft, was ihr kleiner Liebling gerade braucht, doch so manches Mal muss das Baby erst mitteilen, dass jetzt eine bestimmte Art von Zuwendung (z.B. Füttern, Wickeln, Aufmerksamkeit) gefragt ist oder ihm sein Zustand (z.B. Koliken) nicht behagt. Das tut es, indem es weint.

Besondere Herausforderung: die erste Zeit

Speziell die ersten Wochen sind für ein Neugeborenes also mit heftigen Umstellungen verbunden. Aber auch für seine Eltern! Denn zu Glück und Freude über den Nachwuchs gesellen sich bald besondere Anstrengungen. Alle  –  das Baby, die Eltern und auch eventuelle Geschwister oder andere Betreuungspersonen –  müssen einander erst kennen lernen und sich auf die neue Situation einstellen.

Zum Herauszufinden, welches Bedürfnis das Kleine gerade hat, gehört, sein Schreien unterscheiden zu lernen, was oft gar nicht so einfach ist. Auch wenn sich einige Grundbedürfnisse wie etwa gehalten, gefüttert oder trockengelegt zu werden, bei allen kleinen Erdenbürgern gleichen.

Dazu braucht es auf Seiten der Eltern viel Geduld. Mit dem Säugling, aber auch mit sich selbst. Denn das schreiende Baby erzeugt in ihnen nur schwer auszuhaltenden, enormen Stress. Dann ist es schwierig, ruhig zu bleiben. Trotzdem: ein Säugling hat nur dieses eine Mittel zur Verfügung, um unerträglichen, allein noch nicht verarbeitbaren Gefühlszuständen Ausdruck zu geben.

Normalerweise überlassen ihn seine Bezugspersonen nicht seinem Elend und reagieren auf sein Weinen mit Handlungen (z.B. Trösten, Tragen, Kosen, Stillen, Wickeln…), die Abhilfe schaffen wollen. Passiert die Erfahrung, dass Unterstützung da ist, wenn sie benötigt wird und Kummer geteilt werden kann, oft genug, lernt das Baby, sich auch selbst einigermaßen regulieren zu können. Somit gerät es weniger außer sich beim Schreien bzw. beruhigt sich schneller wieder.

Warum schreien Babys?

Normalerweise weinen Babys in den ersten Monaten rund zwei bis drei Stunden täglich. Manche mehr, andere weniger. Oft kommt es in der sechsten Woche zu einem “Schreigipfel“, danach klingt das übermäßige Weinen immer mehr ab. Vermutlich, weil zu diesem Zeitpunkt die Kinder häufig einen großen Entwicklungsschub erleben. Das bedeutet, das zentrale Nervensystem macht einen enormen Reifeprozess durch, der auch die Regulationsfähigkeit der Babys fördert.

Wenn ein Kind schreit, heißt das nicht automatisch, die Bezugspersonen hätten etwas falsch gemacht. Es bedeutet im Normalfall nur, dass es etwas braucht. Meistens sagt das Weinen aus, dass der Säugling

  • Hunger hat.
  • eine volle Windel hat.
  • nicht einschlafen kann.
  • getröstet und/oder getragen werden möchte.
  • unter Kälte oder Hitze leidet.
  • sich von Reizen (z.B. Geräusche, laute Musik) in der Umgebung überfordert und somit nicht mehr sicher fühlt.
  • Sehnsucht nach Nähe verspürt.
Schreibaby

Schreibaby: Wenn Eltern überfordert sind, kann es für Babys unter Umständen auch gefährlich werden. Foto: Adobe Stock, (c) foto ARts

Was sind Schreibabys?

Heftiges Schreien findet man bei rund 10 bis 30 Prozent aller gesunden Neugeborenen in den ersten Lebenswochen. Als Schreibaby (Definition laut dem amerikanischen Kinderarzt Morris Wessel) bezeichnet man jedoch einen Säugling (ab einem Alter von 6 Wochen), der mindestens drei Stunden täglich brüllt. – und das an mehr als drei Tagen in der Woche. Wobei das Ganze länger als drei Wochen anhält (“Dreier-Regel“).

Bei diesen übermäßigen und schrillen, meist um die zweite Lebenswoche herum beginnenden und bis zur sechsten Lebenswoche zunehmenden Schreiattacken, die durch den ganzen Körper des Säuglings gehen, zieht dieser seine Beine an und ballt seine Hände zu Fäusten. Sein Gesicht ist hochrot, sein Rücken überstreckt. Der Bauch kann hart und gebläht sein. Er kommt tagsüber nur schwer zur Ruhe, kann meist nicht länger als 30 Minuten am Stück schlafen. Und er weint – ohne erkennbaren Grund – vor allem in den Nachmittags- bis Abendstunden, lässt sich durch nichts (z.B. Herumtragen, Schaukeln, Babymassage) beruhigen und schlummert insgesamt weniger als seine Altersgenossen. Häufig endet die ewige Brüllerei mit Erreichen des Alters von 4 Monaten, doch kann sie auch bis zum 6. Monat oder darüber hinaus andauern.

Ursachen: warum wird ein Kind zum Schreibaby?

Lange Zeit galten als Auslöser der heftigen Schreiattacken von Säuglingen die sogenannten Dreimonatskoliken. Also Bauchschmerzen und Blähungen durch einen noch unreifen Magen-Darm-Trakt, der sich erst auf die Ernährung umstellen muss. Sie verschwinden nach einiger Zeit von selbst. Wobei das starke Schreien selbst zur Entstehung der Beschwerden beiträgt, weil das Baby dabei viel Luft schluckt. Doch inzwischen haben Forscher geklärt, dass die Koliken nicht schuld sind am exzessiven Brüllen. Zudem zeigt sich, dass Schreibabys nur eher selten Verdauungsprobleme – etwa aufgrund einer Kuhmilcheiweißunverträglichkeit – aufweisen.

Vielmehr sind Experten derzeit geneigt, das permanente Schreien auf Regulationsstörungen zurückzuführen. Auf Probleme des Säuglings, sich an die vielen neuen Eindrücke und Veränderungen (z.B. Temperaturwechsel), die auf ihn einstürmen und die er dank seiner Empfindlichkeit rasch wahrnimmt, anzupassen. Anscheinend besitzen Schreibabys eine hohe Empfänglichkeit gegenüber visuellen Reizen, suchen unentwegt danach und wollen ständig stimuliert werden. Selbst dann, wenn sie schon völlig übermüdet sind. Lässt der Reiz (z.B. hingehaltene Rassel) nach, was meist schnell der Fall ist, beginnt sofort wieder das Geschrei.

Schwangerschaftsprobleme als Auslöser?

Neuankömmlinge müssen nämlich ganz viel lernen, viele Reize verarbeiten und erst einen Rhythmus finden zwischen Wachen und Schlafen. Ein Prozess, den Fachleute als Selbstregulation bezeichnen. Aufmerksam zu sein, wenn sie wach sind, und abzuschalten oder gar sich selbst zu beruhigen (z.B. durch Nuckeln an den Fingern), wenn zu viel auf sie einstürmt, das gelingt einigen Kindern sehr gut. Andere, die übermäßig schreien, schaffen das nicht so ohne Weiteres. Sie sind häufig überreizt, schlafen schlecht ein, reagieren sehr empfindlich bis schnell überfordert auf Umweltreize, wozu schon banale Alltagshandlungen wie z.B. das Wickeln zählen können. Ohne dass die Wissenschaft weiß, warum. Warum das so ist?

Vermutet wird ein Zusammenhang mit der Schwangerschaft. Denn anscheinend neigen Säuglinge vermehrt zu übermäßigem Schreien, wenn ihre Mütter während der Schwangerschaft argen seelischen Belastungen ausgesetzt waren, sagen deutsche und niederländische Forscher. Letztere beobachteten zudem, dass Mütter von Schreikindern eher unter Depressionen und Ängsten in Bezug auf ihre Schwangerschaft litten sowie unter starkem beruflichem Druck standen.

Überforderte Eltern – gefährdete Babys

Die Eltern und da vor allem meist die Mütter von Schreibabys befinden sich üblicherweise rund um die Uhr im Einsatz, nur um ihr Kind ruhigzustellen. Aber egal was sie tun, das Baby erweckt pausenlos den Eindruck, unzufrieden zu sein. Das stresst. Auch den Säugling, der penibel die Nervosität seiner Bezugspersonen registriert. Und mit einer erhöhten Reizbarkeit reagiert. So schließt sich der unselige Kreis.

In besonders belastenden Situationen können Betreuern der kleinen Schreihälse schließlich die Nerven so sehr durchgehen, dass sie Kurzschlusshandlungen setzen. Etwa das brüllende Baby aus Verzweiflung schütteln, was lebensgefährlich für das Kind ist. Oder sie begehen andere Misshandlungen an dem Kleinen.

Ausweg: Schreiambulanz

Stellt ein Elternteil oder auch eine andere Betreuungsperson fest, dass er wütend auf das unentwegt schreiende Baby wird, ist es ratsam, das Kleine abzulegen, womöglich auch den Raum zu verlassen, um erst einmal selbst zur Ruhe zu kommen. Schuldgefühle sind deswegen nicht angebracht. Denn wenn man derart gefordert wird, ist etwas Wut legitim, sofern man sich dieses Gefühl zwar zugesteht, aber nicht so handelt, dass das Baby sie zu spüren bekommt. Dann bleibt zwar das Kind eine Weile sich selbst überlassen, doch das ist allemal besser als es erfährt irgendwelche Grobheiten.

Merkt die Eltern aber, dass die Beziehung zum Kind kippt, dass sie an ihrer Belastungsgrenze angekommen und schwer erschöpft ist und/oder hält das untröstliche Weinen länger als 3 Monate an, wird es Zeit, sich professionelle Hilfe zu holen. Etwa in einer speziellen Schreiambulanz, wie sie in vielen Kinderspitälern und Beratungsstellen zu finden ist. Diese Ambulanzen bieten zunächst eine umfassende medizinische Untersuchung, um etwaige gesundheitliche Gründe für das übermäßige Schreien aufzufinden bzw. auszuschließen.

Dann folgen zahlreiche Maßnahmen, die darauf abzielen, die Bedürfnisse des Babys besser zu verstehen und die Eltern emotional zu entlasten.

Adressen von Schreiambulanzen

Hierzulande gibt es zahlreiche Anlaufstellen für Eltern mit Schreibabys, teilweise an Kliniken, teilweise in anderen Einrichtungen (z.B. die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie = ökids) , die sich mit der Entwicklung und Gesundheit von Kindern befassen:

Ambulanzen und Beratungsstellen in den Krankenhäusern

Wien
Baby-care-Ambulanz Kaiser-Franz-Josef-Spital 1100 Wien
Psychosomat. Ambulanz für Säuglinge, Kinder und Jugendliche Wilhelminenspital (Pav. 13) 1160 Wien
Niederösterreich
Ambulanz für Schrei- und Schlafstörungen KH Mödling 2340 Mödling
Ambulanz für Schrei- und Schlafprobleme Universitätsklinikum St. Pölten 3100 St. Pölten
Oberösterreich
MedCampus IV Kepler Universitätsklinikum Linz 4020 Linz
Schreiambulanz LKH Vöcklabruck 4840 Vöcklabruck
Salzburg
Ambulanz für Schrei-, Schlaf- und Fütterungsprobleme Univ.klinik f. Kinder- u. Jugendheilkunde 5020 Salzburg
Tirol
Psychologische Säuglings- und Kleinkindberatung (Pädiatrie I) Univ.klinik f. Kinder- u. Jugendheilkunde 6020 Innsbruck
Stillambulanz LKH Hall 6060 Hall
Stillambulanz (Abt. für Gynäkologie und Geburtshilfe) Bezirkskrankenhaus Schwaz 6130 Schwaz
Steiermark
Schreiambulanz Univ.klinik f. Kinder- u. Jugendheilkunde 8036 Graz
Stillambulanz Sanatorium St. Leonhard 8010 Graz
Vorarlberg
Pädiatrische Akutambulanz LKH Bregenz 6900 Bregenz
Allgemeine Ambulanz Kinder- und Jugendheilkunde LKH Feldkirch 6807 Feldkirch

 

Sonstige Beratungsstellen

Wien
Zentrum für Entwicklungsförderung (ZEF) 1220 Wien
ökids Beratungsstelle Wilhelm Exner Gasse 1090 Wien
ökids Beratungsstelle Penzingerstraße 1140 Wien
Institut für Erziehungshilfe 1210 Wien
Institut für Erziehungshilfe 1100 Wien
Niederösterreich
ökids Beratungsstelle Hainburg 2410 Hainburg/Donau
ökids Beratungsstelle St. Andrä Wördern 3423 Wördern
Oberösterreich
Kinderpsychosomatik-Ambulanz Wels 4600 Wels
Kinderpsychosomatik-Ambulanz Grieskirchen 4710 Grieskirchen
Tirol
ökids Beratungsstelle Innsbruck 6020 Innsbruck
Burgenland
ökids Beratungsstelle Neusiedl 7100 Neusiedl am See
Kärnten
Eltern-Kind-Zentrum Hermagor 9620 Hermagor
Frauengesundheitszentrum Kärnten 9500 Villach
Steiermark
ökids Beratungsstelle Deutschlandsberg 8530 Deutschlandsberg
Vorarlberg
Sprechstunde Schrei-, Schlaf- und Fütterstörungen 6900 Bregenz

Unterstützung für die Eltern

Die Beratung bietet Eltern etwas, das sie so nötig brauchen wie ihr Nachwuchs: nämlich Halt. Denn sind sie zu sehr mit ihren eigenen Sorgen (z.B. Partnerschaftskonflikte) beschäftigt, ohne ausreichende Unterstützung z.B. durch Familie und Freunde zu finden, können sie ihrem Baby nicht den nötigen Halt geben. Somit schreit es immer mehr, kann aber durch die Bezugspersonen immer weniger getröstet werden. Dieser Umstand kränkt und ängstigt die Eltern, stellt ihre Kompetenz in Frage, macht sie zunehmend angespannter und hilfloser, oft auch unausgeschlafen. Das lässt für einfühlsames Verhalten wenig Platz. Es kann eine nahezu unkontrollierbare Wut auf das Baby entstehen. Diese ruft  wiederum Schuldgefühle hervor, was die Situation zusätzlich verschärft und zu Misshandlungen führen kann.

Die Entlastung beginnt oft schon damit, dass stressgeplagte Bezugspersonen von Schreibabys endlich einmal aussprechen können, was sie bewegt. Dass sie Gelegenheit erhalten, sich ihren Kummer von der Seele zu reden, ohne Unverständnis oder gar Vorwürfe fürchten zu müssen. Denn ihr soziales Umfeld versteht nicht immer, warum sie “nicht mit ihrem Baby fertig werden“. Zudem werden mögliche Hilfen für das Kind und die Eltern besprochen.

In einer Schreiambulanz helfen Therapeutinnen den Eltern zudem, die Zeichen ihres Kindes besser zu verstehen. Beispielsweise, wie es zeigt, dass es müde oder überreizt ist. So gähnen etwa Schreibabys oft nicht und reiben sich auch nicht die Augen, wenn sie müde sind, sondern reißen sie weit auf, was gern als Wunsch nach Kontaktaufnahme fehlinterpretiert wird.

Und die Eltern erfahren, wie sie die Wachphasen ihres Sprösslings nutzen können, um mit ihm zu kommunizieren und zu spielen.

Schreibaby

Medikamente wie z.B. Beruhigungsmittel sollten bei einem Schreibaby nicht zur Anwendung kommen. Foto: Adobe Stock, (c) polkadot

Hilfe für das Schreibaby

Gleich vorweg: Was es leider trotz aller Forschungen und Bemühungen nicht gibt, ist ein Patentrezept dafür, wie man ein brüllendes Kind beruhigt. Jedenfalls sollten Medikamente wie z.B. Beruhigungsmittel nicht zur Anwendung kommen, denn sie schaden dem Kleinen. Um wirksame Maßnahmen finden zu können, ist es zunächst sinnvoll, wenn Eltern gewisse Gewohnheiten ihres Kindes protokollieren, wie etwa, wann es schläft, wann es schreit, wann es am liebsten spielt und wann es gestillt wird. Ziel ist, etwaige Stör- oder Stressfaktoren zu erkennen.

Doch haben sich einige Tipps bewährt, die dem Schreibaby helfen, sich in der Welt zurechtzufinden wie etwa

  • einen geregelten Tagesablauf mit einer regelmäßigen Abfolge, d.h. festen Zeiten zum Füttern, Spielen, Spazierengehen und regelmäßigen Schlafphasen einführen. Ziel ist es, einen Rhythmus zu installieren, auf den sich das Baby einstellt.
  • das Kind nicht zu viele Reizen aussetzen bzw. den Geräuschpegel und/oder visuelle Reize, die es ablenken oder irritieren, reduzieren.
  • ruhig und gelassen bleiben, auch wenn es schwerfällt.
  • sich vom Partner, von Freunden und Verwandten bei der Kinderbetreuung helfen lassen, um sich wenigstens zwischendurch ausruhen zu können.
  • dem Kleinen beim in den Schlaf finden helfen durch bestimmte, gleichbleibende Rituale (z.B. Schlaflied), die ihm signalisieren, dass Schlafenszeit ist. Und Vorrichtungen (z.B. spezielle Verdunkelungsrollos, lichtundurchlässige Vorhänge, Pucken = fest in eine Decke wickeln) zur Schaffung einer geschützten Atmosphäre.
  • Schreiphasen mit z.B. einer Spazierfahrt im Kinderwagen, einem Spaziergang im Tragetuch oder einer Autofahrt überbrücken.
  • sich in ruhigen Wachphasen liebevoll und ausgiebig mit dem Baby beschäftigen, z.B. in Form von Spaziergängen, Kuscheleinheiten, sanftem Wiegen, dem Vorsingen von Liedern. Also Aktivitäten, die eine positive Bindung zwischen Elternteil und Kind fördern und bei beiden zur Entspannung beitragen.
  • das Kind nicht durch zu viel Engagement in puncto Frühförderung (Babyschwimmen, Krabbelgruppe und, und, und…) überfordern.
  • an sich selbst als Betreuungsperson keinen Anspruch auf Perfektion zu stellen.


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