Swimmingpool: Was kostet er und welche Bauarten gibt es? - HEROLD.at

Swimmingpool: Was kostet er und welche Bauarten gibt es?

Swimmingpool

Wer einen Swimmingpool kaufen möchte, hat die Qual der Wahl. Wir geben dir einen Überblick. Foto: Adobe Stock, (c) Dirk Bösel

Ein eigener Swimmingpool ist der Traum vieler Gartenbesitzer. Die Auswahl ist riesig – das Angebot reicht von kostengünstigen Folienpools bis hin zu luxuriösen Naturstein- und Edelstahlpools. Das Wichtigste zum Thema hier in einem kompakten Überblick.

Was kostet ein Swimmingpool?

Die Frage nach dem Preis eines Pools ist ein bisschen wie die Frage „Wieviel kostet ein Haus“? Es gibt dafür keine einfache Antwort. Die Kosten eines Pools sind abhängig von vielen verschiedenen Faktoren. Es ist daher am sinnvollsten, sich von einem Fachhändler für Swimmingpools ein Angebot erstellen zu lassen. Über den Daumen gepeilt muss man für einen Pool guter Qualität einschließlich Zusatzausstattung mit rund 25.000 Euro rechnen.

Grundsätzlich wird der Preis eines Pools von vier wesentlichen Einflussfaktoren bestimmt:

  • Größe und Tiefe: Die Größe und Tiefe des Pools ist einer der wesentlichen Kosteneinflussfaktoren. Fertigpools werden in Standardgrößen und -formen angeboten, bei gemauerten Pools hat man hingegen hohen Gestaltungsspielraum hinsichtlich Größe, Tiefe und Form.
  • Material: Folienpools sind die günstigste Variante und eignen sich auch für den Eigeneinbau, womit Kosten gespart werden können. Natursteinpools, Edelstahlpools und hochwertige Kunststoffpools (Ceramic- und Fiberglaspools) sind im oberen Preissegment zu finden.
  • Art der Reinigung: Je nach der angewandter Technik zur Reinigung des Pools unterscheidet man zwischen Skimmerpools und Überlaufpools. Letztere sind etwa um 50 Prozent teurer in der Anschaffung.
  • Extras: Diverse Zusatzausstattungen machen einen erheblichen Anteil des Kaufpreises aus und können diesen sogar übersteigen. Man sollte daher bei der Recherche für einen geeigneten Pool immer auch im Auge behalten, welche Zusatzausstattungen im Kaufpreis enthalten sind.

Mögliche Upgrades für deinen Swimmingpool

  • Wärmepumpen, Solarerwärmung
  • Gegenschwimmanlagen
  • Whirlpool
  • Einstiegshilfen (Leitern, Treppen)
  • Sitzbänke
  • Sprungbretter, Wasserfälle, Schwallduschen
  • Beleuchtung (Unterwasserbeleuchtung, Poolbeleuchtung)
  • Wasseraufbereitung (Chlor, Salzwasser)
  • Bodensauger (Poolroboter)
  • Poolabdeckung (Überdachung, Abdeckplanen)
  • (Solar)Duschen

Der Unterschied zwischen Skimmer- und Überlaufpools

1. Skimmerpool

Skimmerpools verfügen über einen mechanischen Schmutzfänger (Skimmer), der mittels Filterpumpe das Poolwasser ansaugt und durch die Filteranlage wieder gereinigt über die Einstromdüsen retour ins Pool leitet. Swimming-Pools mit Skimmer sind die preislich günstigere Variante für private Pools.

  • geringer technischer Aufwand
  • kurze Bauzeit
  • geringe Anschaffungskosten

2. Überlaufpool

Bei Überlaufpools läuft das Wasser über die Überlaufrinne zum Laubabscheider, wo Blätter und größere Schmutzpartikel zurückgehalten werden. Vom Laubabscheider aus fließt das Wasser in den Ausgleichstank und wird dort von der Filterpumpe angesaugt. Durch die Filteranlage gelangt das Poolwasser wieder gereinigt über die Einstromdüsen ins Pool zurück. Moderne Überlaufpools verfügen außerdem über eine intelligente Steuerung zur Senkung der Heizkosten: Ist die Lufttemperatur höher als die Wassertemperatur, überläuft das Schwimmbecken. Ist die Lufttemperatur hingegen tiefer, wird das Wasser über den Bodenablauf abgezogen.

  • geringe Verschmutzung der Oberfläche durch Insekten, Laub, etc.
  • kein sichtbarer Beckenrand, daher auch keine Schmutzablagerungen an den Beckenwänden des Pools
  • geringer Reinigungsaufwand
  • optimale Wasserumwälzung
  • ruhigeres Wasser durch geringere Wellenbewegungen
  • erheblich teurer im Vergleich zu Skimmerpools (bis zu 30 Prozent)
Swimmingpool Kosten Bauart

Mit einem Überlaufpool hat man eine perfekte Oberflächenreinigung. Adobe Stock (c) dvoevnore

Welche Swimmingpool-Bauarten gibt es?

Je nach Material des Pools unterscheidet man Folienpools, Natursteinpools, Edelstahlpools sowie Kunststoffpools.

1. Folien-Pools

Das Grundgerüst eines Folienpools wird aus Stahlelementen, Schalsteinen, Styropor-Schalsteinen oder Fertigbetonelementen hergestellt und mit einer Schwimmbeckenfolie ausgekleidet.

1.1. Stahlwand-Pools

Stahlelement-Pools sind aus feuerverzinkten Stahlsegmenten gefertigt, in die gleichzeitig eine Isolierung mitverarbeitet ist. Ausgekleidet wird das Stahlmantelbecken mit einer etwa 0,8 mm dicken PVC- Schwimmbadfolie.

  • in verschiedenen Formen erhältlich (rund, oval oder achteckig)
  • glatte Flächen und keine Ecken
  • hohe Stabilität
  • korrosionsgeschützt
  • kann frei im Garten aufgestellt, teilversenkt oder komplett in die Erde eingebaut werden
  • günstiger Preis (ab ca. Euro 3.500 ohne Zusatzausstattung)
  • ideal für Heimwerker zum Selbstbauen

1.2. Gemauerte Folien-Pools

Die Grundkonstruktion gemauerter Schwimmbecken besteht aus Schalsteinen, Styropor-Schalsteinen oder Fertigbetonelementen, die auf einer Betonplatte aufgesetzt und mit Beton ausgegossen werden. Die Auskleidung des Korpus erfolgt mit einer 1,5 mm starken gewebeverstärkten PVC-Schwimmbadfolie, die vor Ort angepasst und verlegt wird.

  • zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten durch Bogensteine in verschiedenen Radien
  • viele verschiedene Folienfarben möglich
  • hochwertig und langlebig
  • gute Isolierung
  • ideal auch für Heimwerker zum kostengünstigen Selbstaufbau

1.3. Naturnahe Folien-Pools

Folien-Pools lassen sich durch eine andere Art der Betonierung auch sehr naturnahe gestalten. Boden und Seitenwände des Pools sind nicht glatt gemauert, sondern einem natürlichen Teich nachempfunden. Durch Steine und Pflanzen an den Poolrändern werden zusätzlich Akzente gesetzt.

2. Naturstein-Pool

Wer noch mehr Natur bevorzugt, ist mit Pool-Verkleidungen aus speziell behandelten Natursteinplatten gut beraten. Die Steine speichern die Wärme und sorgen während der ganzen Saison für eine angenehme Wassertemperatur von 26 bis 30°C. Chemikalien zur Reinigung des Wassers sind kaum notwendig, da sich Bakterien und Mikroorganismen auf dem Naturstein praktisch nicht vermehren können.

3. Edelstahl-Pool

Ein Edelstahlpool sollte als Überlaufpool gebaut werden, da sich der Beckenrand sehr stark aufheizen kann. Da Edelstahl ein relativ teures Material ist, liegen die Kosten des Pools etwa um 40 bis 50 Prozent höher als bei einem Kunststoff-Pool vergleichbarer Größe. Rechnet man jedoch auch die erforderliche Technik mit ein, kommt man in der Regel auf nur etwa 15 Prozent Mehrkosten.

  • witterungs- und UV- beständig
  • 100 % wasserdicht
  • geringer Energiebedarf für Aufheizen
  • glatte, fugenfreie und sehr hygienische Oberfläche
  • sehr langlebig (praktisch unverwüstlich und mechanisch sehr robust)
  • in vielen verschiedenen Formen herstellbar
  • Oberfläche reflektiert, Wasser heizt sich daher nach dem Befüllen schneller auf
  • schnelle Reinigung
  • kurze Montagezeiten
  • Möglichkeit der Korrosion bei unsachgemäßer Wartung
  • optimal für Schwimmbadsanierung
  • kostspielige Herstellung

4. Kunststoff – Swimmingpool

Fertigbecken aus Kunststoff bieten den Vorteil, dass der Traum vom eigenen Schwimmbad in sehr kurzer Zeit verwirklicht werden kann. Die sogenannten „Einformbecken“ aus Polyester, Polypropylen, glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) oder einer Mischung aus Keramikstaub und Vinylester werden fertig geliefert und in die bereits ausgehobene Grube eingelassen. Das Becken ist mit Treppen, Auslassungen und Öffnungen für Abläufe oder Düsen versehen und bietet durch das Fehlen von Schweißnähten und Verklebungen hohe Haltbarkeit und Dichtheit. Sie sind grundsätzlich robuster als Folien-Pools.

Bei den meisten Modellen ist ein Betonfundament erforderlich, gegen einen Aufpreis verstärken manche Hersteller den Pool jedoch an einigen Stellen, sodass der Einbau auch ohne Betonfundament erfolgen kann.

Im Handel werden überwiegend glasfaserverstärkte Kunstoffbecken (GFK-Becken) und mit einem Keramikkern verstärkte Ceramic-Pools angeboten. Bei Billigbecken sollte man vorsichtig sein, da sie oft nach einigen Jahren aufgrund von Osmoseschäden (Zerstörung der Poolbeschichtung durch Wasser und Schwimmbad-Chemikalien) saniert werden müssen. Achte daher beim Kauf auf eine 10-jährige Garantie.

Ein Fertigbecken, der schnelle Traum zum eigenen Pool. Adobe Stock (c) rades

1. GFK-Becken

Glasfaserverstärkte Kunststoffbecken bzw. Fiberglasbecken bestehen aus einem Kunststoff (z.B. Epoxidharz) und Glasfasern. Die Glasfasern sorgen für hohe Festigkeit bei geringem Gewicht, das Kunstharz trägt zur chemischen Beständigkeit bei.

  • 100% Wasserdicht
  • beständig gegenüber UV, Salzwasser und Chlor
  • keine scharfen Kanten
  • rutschfest
  • Fiberglas behält langfristig seine Festigkeit
  • Algenaufbau auch an der Oberfläche erschwert (dadurch wesentlich geringerer Energieverbrauch und Reinigungsaufwand)
  • schont die Filteranlage
  • Chlorbedarf geringer

2. Ceramic-Pool

Diese Pools haben einen mehrschichtigen Aufbau und verfügen über einen Keramikkern, der die Festigkeit des Pools erhöht, ohne jedoch an Elastizität zu verlieren. Somit sind Ceramic-Pools absolut beständig gegenüber Spannungen, Temperaturschwankungen, UV-Licht sowie Osmose.

  • 100 % osmosebeständig
  • UV-beständig
  • unterschiedliche Pooloberflächen und Farbtöne erhältlich
  • Optik durch dreidimensionalen Effekt sehr ansprechend
  • für den Einsatz bei schwierigen Untergründen (Grundwasser-Druck) geeignet
  • für Salzwasseraufbereitung geeignet

Für welches Schwimmbecken du dich auch immer interessierst, im Fachhandel erhältst du kompetente Beratung und die Informationen, die du brauchst, um die für dich beste Entscheidung zu treffen. Happy Swimming!

Hier findest du Spezialisten für den Schwimmbadbau in deinem Bundesland:



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