Teich anlegen: Kosten & Tipps zum Gartenteich

Teich anlegen und Gartenteich planen: Ein wunderschöner Gartenteich im japanischen Stil.

Teich anlegen: Dazu braucht es nicht nur Teichfolie und Sand, sondern auch viel Erfahrung. Foto: Adobe Stock, Unique Vision

Mit einem Gartenteich sorgst du für Abwechslung in deinem grünen Wohnzimmer und schaffst gleichzeitig eine Oase für heimische Pflanzen und Tiere. Für ungeübte Heimwerker kann das Teich anlegen in Eigenregie jedoch zum kostspieligen Fiasko werden. Wir haben die wichtigsten Tipps und Kosten für Anlage und Material für dich.

Was du beim Teich anlegen beachten musst

Dein Teich sollte zum Rest des Gartens sowie der Terrasse passen. Handelt es sich beispielsweise um einen streng geometrischen Garten mit klarer Linienführung, bietet sich ein eben solcher Teich mit rechteckiger Form an. Ob dein Teich klare Linien haben oder ein romantisch-verwildertes Biotop mit quirligen Fischen werden soll, ist letzten Endes eine Frage des Geschmacks.

Wichtig ist auch, dass du deinen Gartenteich nicht zu klein planst: Bei kleinen Zierteichen ist die Gefahr groß, dass sich das Wasser nicht von selbst regeneriert. Ab einer gewissen Wassermenge stellt sich das ökologische Gleichgewicht besser ein.

Tipp: Wenn du dein grünes Wohnzimmer als Feng-Shui-Garten anlegen möchtest, ist eine sprudelnde, lebendige Wasserquelle besonders wichtig. Dort wird das sogenannte Chi, die Lebensenergie, gebündelt.

Teich gestalten: der richtige Standort

Die Wahl des Standorts ist von mehreren Faktoren abhängig und sollte wohlüberlegt sein. Ist der Standort schlecht gewählt, kann das Projekt Teich anlegen viel höhere Summen verschlingen als du im Vorfeld einkalkuliert hattest.

Von folgenden Überlegungen hängt der richtige Standort ab:

  • Biotop? Wenn du dir einen möglichst naturbelassenen Teich wünschst, der sich zum Ökosystem für die heimische Flora und Fauna entwickelt, eignet sich ein etwas abgelegener Platz auf dem Grundstück.
  • Zierteich? Wenn du deinen Gartenteich stets im Blick haben möchtest, ist es sinnvoller, ihn in der Nähe der Terrasse anzulegen.
  • Bodenbeschaffenheit? Ist dein Garten uneben, solltest du den Teich an der tiefsten Stelle anlegen.
  • Lichteinfall? Damit sich ein gesundes Ökosystem entwickeln kann, ist ein ausgewogenes Verhältnis von Licht und Schatten wichtig. Viele Wasserpflanzen brauchen eine gewisse Sonnenmenge für ein gesundes Wachstum, aber eine zu starke Erwärmung regt wiederum das Algenwachstum an.
  • Faustregel: Mehr als fünf Sonnenstunden pro Tag tun dem Gartenteich nicht gut. In einem sehr heißen Sommer sollte das Gewässer beschattet werden.
Achtung: Achte darauf, den Teich in hinreichendem Abstand zu wichtigen Leitungen anzulegen. Dazu gehören Wasser-, Abwasser-, Strom- und Gasleitungen. Beim Teichaushub, spätestens aber bei Wartungsarbeiten an den Leitungen, würden sonst Probleme entstehen, wenn du den Teich anlegst. Bedenke auch, dass für größere Teiche eventuell eine Baugenehmigung erforderlich ist.

Teich anlegen mit oder ohne Filtersystem?

Beim Teich anlegen sollte die Frage nach dem Filtersystem direkt zu Beginn gestellt werden. Je kleiner dein Teich ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er ein Filtersystem benötigt, um nicht „umzukippen“. Futterreste und Ausscheidungen der Fische führen zu einer erhöhten Konzentration von Stickstoff und

Schmutziges Wasser im Gartenteich: Eine Filteranlage reguliert dreckiges Wasser im Teich

Beim Teich gestalten solltest du rechtzeitig eine Filteranlage planen. Foto: Adobe Stock, Tunatura

Phosphat im Wasser. Dies kann bei starker Erwärmung des Gartenteichs dazu führen, dass sich Algenblüten bilden und es zu Sauerstoffmangel kommt. Eine entsprechende Teichtechnik reguliert diesen Prozess.

Bei größeren Teichen mit idealem Standort ist in der Regel kein komplexes Filtersystem erforderlich, um das ökologische Gleichgewicht aufrecht zu erhalten.

Tipp: Gartenteiche nachträglich mit Wasserfiltern auszustatten, ist sehr kostspielig. Daher ist es klüger, deinen Teich direkt mit Filtersystem anzulegen und dieses später auf ein Minimum herunterregulieren zu lassen, wenn du feststellst, dass das Wasser sich von selbst regeneriert.

Tipps zum Teich anlegen: Kosten für Arbeit und Material

Wie teuer dein Gartenteich wird, hängt von der Größe, der verwendeten Teichtechnik und dem Zubehör ab. Fertige Teichbecken (Wanne) durchschnittlicher Größe kosten zwischen 400 und 600 €.  Hinzu kommen die Kosten für den Sand, um die Grube des Teichaushubs auszukleiden (etwa 50 €).

Wenn du dich für einen mit Folie ausgekleideten Teich entscheidest, benötigst du eine ausreichende Menge an Teichfolie, die in Abhängigkeit von Stärke und Qualität zwischen 5 und 8 € pro Quadratmeter kostet. Dazu kommen Kosten für ein Teichvlies, um die Folie vor Wurzeln zu schützen. Das Vlies kostet 1 bis 2 € pro Quadratmeter. Auch beim Folienteich wird Sand für den Aushub benötigt.

Ist der Teich erst einmal fertig angelegt, kommen noch Kosten für passende Wasserpflanzen, Fische oder andere Lebewesen, die im Teich wohnen sollen, hinzu. Ebenfalls berechnen solltest du die laufenden Stromkosten für Filtersysteme und Wasserpumpen – z. B. bei einem kleinen Wasserfall.

Teich anlegen Kosten im Überblick

  • fertiges Teichbecken: 400 bis 600 €
  • Sand: ca. 50 €
  • Teichfolie: 5 bis 8 € pro Quadratmeter
  • Teichvlies: 1 bis 2 € pro Quadratmeter

Fazit: Der Preis hängt unter anderem davon ab, ob du einen Fertigteich oder einen mit Folie ausgelegten Teich planst und ob du ein Filtersystem einbauen möchtest oder nicht. Auch Pflanzen und Tiere, die in deinem Gartenteich leben sollen, lassen die Kosten steigen. Insgesamt kostet das Teich anlegen als DIY-Projekt zwischen 800 und 2.000 €.

Gartenteich selbst bauen: Nur für Erfahrene

Wenn du über handwerkliches Geschick und technisches Know-How verfügst, ist es durchaus möglich, deinen Gartenteich ohne professionelle Hilfe anzulegen. Allerdings solltest du bedenken, dass es sich bei einem Teich um ein komplexes Ökosystem handelt, das hohe Anforderungen an Gestaltung und Pflege stellt.

Werden diese Anforderungen nicht erfüllt, ist es praktisch unmöglich, dass der Gartenteich sich zu einem eigenen Ökosystem entwickelt und von selbst regeneriert. Die Folge wär ein mehr oder weniger lebendiger, möglicherweise übelriechender Tümpel mitten im Garten – von dem finanziellen Schaden ganz zu schweigen.

Teich anlegen, Gartenteich

Erst heben die Gartengestalter eine Grube aus, ehe sie diese mit Folie auskleiden. Foto: Adobe Stock, (c) Jeantrekkeur

Wenn du kein Risiko eingehen möchtest, solltest du das Teich anlegen einem Garten- und Landschaftsgestalter überlassen. Der Experte analysiert die Gegebenheiten in deinem Garten und berücksichtigt sämtliche chemischen und biologischen Ansprüche an den Teichbau. Auch hinsichtlich Form, Größe und Teichtechnik kann der Profi dich beraten, damit du möglichst lange Freude an deinem neuen Gartenteich hast und sicher sein kannst, dass das Projekt gelingt.

Welche Pflanzen für den Teich?

Bei der Bepflanzung solltest du einheimischen Pflanzenarten den Vorzug geben, da diese sich besser an die Jahreszeiten und Klimaveränderungen im Garten anpassen können. Beliebte exotische Teichpflanzen zeigen bei Temperaturveränderungen oft Probleme im Wachstum. Allgemein empfiehlt sich eine eher geringe Bepflanzung am Gartenteich. Hier hat sich eine Leitregel von zwei bis drei Pflanzen pro Quadratmeter bewährt. Achte beim Kauf vor allem auf gesunde Wurzeln. Gesunde Wurzeln haben eine helle Farbe und sehen „frisch“ aus.

Welche Fische für den Gartenteich?

Wenn du in deinem Gartenteich Fische haben möchtest, muss das Wasser wenigstens in einem Bereich des Teichs mehr als 0,8 Meter tief sein. Für größere Fischarten, etwa die beliebten japanischen Kois, sind bis zu 1,2 Meter Wassertiefe erforderlich. Ist eine solche Wassertiefe gegeben, können die Fische darin problemlos das ganze Jahr verbringen. Im Winter kannst du den Teich mit einem Eisfreihalter vor dem Einfrieren schützen.

Fische sind soziale Tiere. Sie brauchen den Kontakt mit Gleichartigen und fühlen sich ab einer gewissen Gruppengröße am wohlsten. Du solltest dich bei jeder Art also vorab darüber informieren, wie groß der Fischschwarm sein muss. Der Bitterling lebt z. B. bevorzugt in einem Schwarm von mindestens 10 Exemplaren.

Teich anlegen: Japanische Koi Karpfen in einem Gartenteich

Welche Fische für den Gartenteich? Beliebt sind Koi-Karpfen. Sie wohnen am liebsten in Gruppen. Foto: Unsplash, Jeremy Cai

Zusätzlich zu Fischen empfehlen sich die nützlichen Teichmuscheln. Diese ernähren sich von Plankton und filtern dadurch auf natürliche Weise auch das Wasser.

Am besten lässt du dich in einem Zoofachgeschäft beraten, welche Fische und Pflanzen für deinen Gartenteich am besten geeignet sind. Je nachdem, für welche Bepflanzung und welche Fischarten du dich entscheidest, können nämlich auch unterschiedliche Arten von Teichfolie notwendig sein. Der Profi kann dir ganz genau sagen, welche Folie die notwendigen Eigenschaften für deine Pläne aufweist.

Wer legt einen Gartenteich an?

Viele Landschafts- und Gartengestalter bieten nicht nur die Anlage von Gärten sondern auch das Anlegen von Teichen an. Die Profis haben nicht nur Erfahrung mit dem komplexen Ökosystem eines Teichs, sondern auch jede Menge Ideen zur Gestaltung für deinen persönlichen Traum-Teich. Wer den Service in deiner Nähe anbietet, erfährst du hier:



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