Garten gestalten | Spannende Ideen und DIY-Tipps - HEROLD.at

Garten gestalten: Tipps & Ideen für 2019

Garten anlegen, Garten gestalten

Garten gestalten leicht gemacht: Wir zeigen dir wie du 2019 einen neuen Garten anlegen oder umgestalten kannst. Foto: Adobe Stock, (c) zlikovec

Du träumst von einem beschaulichen Rückzugsort zwischen Lavendel und Bambus? Oder möchtest du vielleicht einen Garten für deine Kinder anlegen, in dem sie stundenlang Verstecken spielen können? Wir haben ein paar Tipps, wie du den Garten gestalten könntest und für welche Wünsche du auf die Hilfe eines professionellen Gartenbauers zurückgreifen solltest. Unser Ratgeber informiert dich über Gartenplanung, Pflanzenauswahl und geeignete Materialien für Terrasse, Gartenweg und Fischteich.

Garten gestalten – aber sinnvoll!

Es gibt zwei Arten von Menschen: Die einen kaufen ein Haus mit altem Baumbestand und hoffen, dass sie sich die nächsten zehn Jahre um nichts kümmern müssen. Die anderen juckt es beim Anblick eines brachliegenden Gartens im grünen Daumen und sie schwingen sich sofort ins Auto, um im nächsten Gartencenter spitzblättrige Oleanderbüsche, Lampionblumen und kleine Terracottatöpfe mit duftenden Kräutern zu kaufen.

Gegen Enthusiasmus bei der Gartengestaltung ist kein Kraut gewachsen. Doch wer pflanzt, sollte es mit Sinn und Ziel tun. Anderenfalls kann es passieren, dass man nicht nur viel Geld verliert, sondern im Frühling und Sommer vergeblich auf die bunten Blumenmeere wartet. Bevor der erste Spatenstich erfolgt, muss also eine sorgfältige Gartenplanung her.

1. Erst Garten planen, dann Garten gestalten

Vor der Gartengestaltung steht die Bestandsaufnahme

Du kannst erst dann richtig planen, wenn du weißt, womit du arbeitest. Bevor es an den kreativen Teil geht, solltest du also einen möglichst genauen Plan deines Gartens entwerfen. Ein Maßstab, mit dem sich gut arbeiten lässt, ist 1:50. Wichtig ist, dass du auf deinem Plan nur jene Elemente verzeichnest, die gegenwärtig in deinem Garten vorhanden sind. Die konkrete Planung deiner Umgestaltung erfolgt erst im nächsten Schritt.

Wunschliste für deinen Garten

Grundsätzlich ist jetzt alles möglich: Beete lassen sich, genau wie Terrassen, beliebig verschieben, vergrößern oder verkleinern. Du kannst neue Gartenwege planen, den alten Gartenteich umgestalten oder eine neue Sitzecke einplanen. Du solltest dir bereits jetzt darüber im Klaren sein, welche Teile der alten Bepflanzung du übernehmen möchtest und welche nicht. Um deine Ideen zum Leben zu erwecken, kannst du sie jetzt auf Transparentpapier in deinen Garten zeichnen und die verschiedenen Elemente nach Herzenslust hin- und herschieben. Diese Methode hat mehrere Vorteile:

  • Überblick: Du siehst genau, was bereits da ist, und was dir noch fehlt.
  • Fläche: Du siehst sehr schnell, was sich realisieren lässt, und von welchen Wünschen du dich wegen Platzmangel verabschieden musst.
  • Anordnung: Da du die einzelnen Elemente wie Puzzleteile auf deinem Plan verschieben kannst, merkst du rasch, was zusammenpasst und was weniger gut harmoniert.
Tipp: Wenn du dir nicht sicher bist, ob der alte Baumbestand gesund ist, solltest du lieber einen Gärtner zurate ziehen. Dieser kann die Bäume auf Holzfäule prüfen und gegebenenfalls Rettungsmaßnahmen einleiten bzw. Schadensbegrenzung betreiben. Außerdem weiß der Profi ganz genau, in welchen Fällen du gesetzlich zu einer Ersatzpflanzung verpflichtet bist.

Garten gestalten online: das Tool für Hobbygärtner

Wem die Version mit Stift und Zettel nicht gefällt, kann sich für die virtuelle Gartenplanung entscheiden. Tools wie gardena.com geben ihren Usern die Möglichkeit, ein virtuelles Modell ihres Gartens anzulegen und die verschiedenen Elemente nach und nach einzufügen. Bei vielen Tools ist außerdem ein Kostenrechner enthalten, der dir einen ersten Überblick darüber geben kann, mit welchen Kosten du für die Neugestaltung deines Gartens rechnen musst.

2. Garten gestalten mit Motto

Du weißt nun, was dir für deinen Traumgarten noch fehlt. Es ist also an der Zeit für die Detailplanung. Hier legst du unter anderem das Motto deiner Gartengestaltung fest. Adenauer zum Beispiel gestaltete seine Grünflächen mit Brunnen, kleinen Mäuerchen und Skulpturen im Stile einer norditalienischen Landschaft. Aber vielleicht bist du mehr der Typ für einen Natur- oder Feng-Shui-Garten? Hand in Hand mit dem Motto geht auch das Farbkonzept: Liebst du es bunt oder ziehst du dezente Farbverläufe vor?

Neben Gartenstil und Farbkonzept geht es jetzt auch um die Materialfrage: Möchtest du den Sichtschutz zur Nachbarsfamilie mit Rankelementen ausstatten, deine Terrasse mit einer Pergola schmücken und die neuen Gartenwege aus Naturstein pflastern? Soll ein Wasserspiel Harmonie in deinen Garten bringen oder planst du Rosenbögen aus Eisen, um eine romantische Note zu setzen?

Garten gestalten, Garten anlegen

Der Garten kann verspielt oder modern gestaltet werden. Kreative können ihren Ideen freien Lauf lassen! Foto: Adobe Stock, (c) Halfpoint

3. Terrasse planen, Spielecke u. Gartenhaus

Du weißt nun, in welchem Stil du deinen Garten gestalten möchtest, welche Pflanzen ins Konzept passen und welche Elemente welchen Platz bekommen. Jetzt geht es an die abschließende Planung. Immerhin kannst du erst dann mit dem Pflanzen und Säen beginnen, wenn du genau weißt, wie viel Platz die Terrasse einnehmen wird, wie die Gartenwege verlaufen, wo du deine Beete anlegen möchtest, und wo du deinen Rasenmäher lagern wirst.

Wie lege ich eine Terrasse an?

Die Terrasse ist der Ort, an dem ihr laue Sommerabende genießen und mit Freunden und Familie bis in die frühen Morgenstunden plaudern könnt. Vielen Familien dient sie während der warmen Jahreszeit als eine Art zweites Wohnzimmer. Die Terrasse sollte folgende Kriterien erfüllen:

  • Sonnenschutz: Die Terrasse sollte so gelegen sein, dass ausreichend Schutz vor Sonne und Wind gegeben ist. Sollte dies baulich nicht möglich sein, kann ein Sonnensegel Abhilfe schaffen.
  • Sichtschutz: Die meisten Menschen fühlen sich wohler, wenn die Nachbarn nicht beim Sonnenbaden zuschauen können. 😉
  • Materialwahl: Da die Terrasse normalerweise direkt ans Haus anschließt, sollte sie im gleichen Stil und mit den gleichen Materialien gestaltet sein.
  • Größe: Je nach Verwendungszweck kannst du deine Terrasse klein oder großzügig planen. Bei großen Grundstücken bietet es sich an, die Terrasse mit direktem Übergang in den Garten anzulegen.
  • Accessoires: Stilvolle Ergänzungen wie Kübelpflanzen und Kräutertöpfe machen die Terrasse erst richtig wohnlich. Auch hierfür sollte Platz sein.
Garten gestalten, Garten anlegen

Garten anlegen mit Weitsicht: Wozu möchtest du deine Terrasse nutzen? Foto: Adobe Stock, (c) stefanfister

Wie lege ich einen Gartenweg an?

Gartenwege, Treppen oder kleine Brücken sind ideal, um den Garten optisch zu gliedern. Hier sollte die Wegführung am Beginn deiner Überlegungen stehen. Erst, wenn du weißt, auf welchen Routen du dich später über dein Grundstück bewegen möchtest, geht es an Materialwahl und Bepflanzung. Im Blogbeitrag „Gartenweg anlegen wie der Profi“ findest du sämtliche Informationen bezüglich Kostenkalkulation und Arbeitsaufwand sowie verschiedene Gestaltungsideen.

Wie baue ich ein Gartenhaus?

Ein Gartenhaus kann so vieles sein: Spielplatz für deinen Nachwuchs, zusätzliche Schlafgelegenheit oder formschöner Gerätestellplatz. Ob ein einfaches Modell ausreicht oder du lieber in einen luxuriösen Pavillon investieren möchtest, hängt ganz von deinen Nutzungsabsichten ab. Im HEROLD-Ratgeber Gartenhaus: Planung und Montage findest du eine detaillierte Checkliste. Wenn du dir ein großes Gartenhaus mit Fundament wünschst, kannst du dich dort über deine Möglichkeiten informieren.

Wie gestalte ich einen Garten für Kinder?

Kinder lieben Naturgärten! Je mehr Kletterbäume, Verstecke und bunte Beerensträucher, desto besser! Der Garten für Kinder erfordert eigentlich nur ein bisschen Kreativität. Beim nächsten Pizza- oder Pasta-Abend kannst du deine Sprösslinge dann losschicken, um die duftenden Pflanzen aus Kräuterspirale oder Gemüsebeet zu ernten. Im Handel für Gartenbedarf findest du außerdem spezielle Samenmischungen, die dafür sorgen, dass sich Schmetterlinge, Hummeln und Bienen in deinen Blumenbeeten tummeln. Im Blogbeitrag „Garten für Kinder“ findest du alle relevanten Informationen.

Garten gestalten, Garten anlegen

Garten gestalten für Kinder: Forschen, spielen, träumen und Spaß haben zwischen Beeten und Stauden! Foto: Adobe Stock, (c) Ingo Bartussek

4. Garten anlegen mit Wasser: Teich & Co.

Manche Grundstücke verfügen über natürliche Wasserquellen, auf anderen wird das Element nachträglich hinzugefügt. Wasser belebt deinen Garten, erhöht den Wohlfühlfaktor und kann, sofern Wasserspiele, Teich & Co. fachmännisch installiert werden, sogar eine enorme Wertsteigerung für dein Grundstück bedeuten. In welcher Form du dir das Element der Bewegung in den Garten holen möchtest, bleibt dir selbst überlassen. Du findest zu jeder Möglichkeit umfassende Informationen im entsprechenden Blogbeitrag:

5. Pflanzen auswählen

Erst Rasen säen, dann Bäume pflanzen: Für die Auswahl der richtigen Pflanzen ist es wichtig, dir einen Überblick über die Lichtverhältnisse in deinem Garten zu verschaffen. Du solltest wissen, welche Bereiche viele Sonnenstunden haben, wo alte Bäume Schatten spenden, und wo definitiv kein Licht hinfällt. Versuche, die Blütezeiten so zu wählen und zu kombinieren, dass dein Garten zu keiner Jahreszeit vollkommen brachliegt.

Tipp: Für die dunklen Monate bieten sich z.B. Winterblüher und Immergrün an. Falls dir vor lauter Blütenfarben bereits der Kopf schwirrt, hier ein paar Tipps, welche Pflanzen in jeden Garten passen:
  • Rankpflanzen sind Alleskönner: Am Zaun dienen sie als zusätzlicher Sichtschutz, an der Pergola als Schattenspender und im Beet als Bodendecker. Außerdem wachsen Kletterpflanzen wie Goldregen, Wilder Wein und Clematis so schnell, dass du bereits im nächsten Sommer von ihnen profitierst.
  • Rosen sind der Klassiker: Wer Rosen und Stauden an der Hauswand oder als Umrahmung für den Sitzbereich plant, ist stilmäßig auf der sicheren Seite.
  • Sträucher sind pflegeleicht: Selbst in kleinen Gärten bietet sich das Pflanzen von Sträuchern an, da diese nicht viel Pflege benötigen.

Schutz gegen Schädlinge im Garten

Wo Pflanzen und Abfälle sind, da sind immer auch Schädlinge. In gut gedüngten Gemüsebeeten fühlen die ungebetenen Gäste sich ebenso wohl wie in der Nähe des Komposts und unter der Rinde bestimmter Bäume. In den jeweiligen Blogbeiträgen erfährst du im Detail, was du gegen Holzwürmer, Blattläuse, Wespen, Hornissen, Ratten und Tauben tun kannst und wie du deine Blumenzwiebeln am besten vor Haus- und Wühlmäusen schützt. Eine Möglichkeit, Schädlinge im Erdreich zu vermeiden, ist die Verwendung von Liapor Blähton als Substrat.

Wann sollte der Profi den Garten gestalten?

Wenn ich an Gartenarbeit denke, denke ich an meine Großmutter. Bevor sie altersbedingt einen Gang zurückschalten musste, konnte man sie während der Sommermonate schon früh am Morgen mit Spaten und Wurzelstecher im Blumenbeet finden. Im frühen Herbst gab es bei uns Stachelbeeren, Kirschen und Äpfel, im Frühjahr duftete die ganze Küche nach selbstgezogenen Kräutern und in der Adventszeit kochte sie süßen Saft aus den Holunderbeeren.

Es gibt aber auch Menschen, die keine Freude an Obstbäumen und Kräuterbeeten haben. Wenn du deine Freizeit lieber anders investierst und Geduld nicht unbedingt zu deinen Tugenden zählt, solltest du darüber nachdenken, deine Gartengestaltung in Profihände zu geben.

Tipp: Im Blogbeitrag „Warum sich die Gartengestaltung mit Profi auszahlt“ erfährst du, welchen Service ein professioneller Gartengestalter bietet, wie teuer er ist und welche (staatlichen) Fördermöglichkeiten es gibt.


Informationen zum Datenschutz einschließlich Cookie Richtlinie