Last Updated on: 12th Mai 2021, 09:48 am

Essen gehen während Corona: Welche Richtlinien gelten?

Corona Restaurant Regeln: Bis auf weiteres dürfen Lokale nur Speisen zum Mitnehmen oder per Lieferung anbieten. Foto: Adobe Stock, (c) Alessandro Biascoli

Mit Februar 2021 haben in Österreich erste Lockerungen für Handel und Wirtschaft begonnen, die mit entsprechenden Schutzmaßnahmen verbunden wurden (z.B. Pflicht zur FFP2-Maske, negativer Test vor körpernahen Dienstleistungen). Auch für Gastronomie und Hotellerie gibt es nun konkrete Pläne: ab dem 19. Mai können Restaurants wieder öffnen und vor Ort Gäste bewirten.

Details zu den Sicherheitsvorkehrungen und der geplanten Öffnung findest du in unserer Übersicht. Bis dahin ist die Bewirtung von Gästen im Lokal nicht gestattet. Lediglich die Abholung und Lieferung von Speisen ist aktuell erlaubt. Eine Ausnahme von dieser Regelung bildet Vorarlberg: Aufgrund einer niedrigen 7-Tage-Inzidenz können Restaurants hier bereits seit dem 15. März wieder Gäste bewirten.

Diese Einschränkungen gelten vorläufig bis inklusive 18. Mai 2021. Die Maßnahmen werden in regelmäßigen Abständen neu begutachtet. Unser Beitrag wird laufend aktualisiert und bietet dir die neuesten Informationen (Stand: 12.05.2021). Mehr Details zur aktuellen Lage in Österreich findest du in unserem Corona-Überblick.

Essen gehen während Corona: Aktuelle Maßnahmen

Ab wann haben Restaurants wieder geöffnet?

Laut der Ankündigung der Bundesregierung soll es ab dem 19. Mai zu weiteren Öffnungen in Österreich kommen. Von diesen geplanten Lockerungen sind auch Gastronomie, Tourismus und der Kulturbetrieb betroffen. Restaurants müssen sich bei der Bewirtung von Gästen an Sicherheitsvorkehrungen halten. Die geplanten Einschränkungen im Überblick:

  • 2 Meter Abstand zwischen Gästen bzw. Tischen
  • Pro Tisch maximal 4 Erwachsene aus bis zu zwei Haushalten (im Außenbereich bis zu 10 Personen)
  • FFP2-Maske innerhalb des Restaurants
  • Registrierungspflicht für Gäste
  • Verpflichtender Eintrittstest: Antigentest nicht älter als 48 Stunden (72 Stunden bei PCR-Test)
  • Sperrstunde um 22:00 Uhr

Veranstaltungen sollen im Außenbereich mit bis zu 3.000 Personen, im Innenbereich mit bis zu 1.500 Personen möglich sein. Voraussetzung sind dabei fest zugewiesene Sitzplätze. An Events ohne Sitzplatzvergabe können maximal 50 Personen teilnehmen. Auch hier soll eine Sperrstunde von 10 Uhr abends gelten, zudem ist die Bewirtung von Gästen nicht erlaubt.

Registrierungspflicht für Gäste

Mit der geplanten Öffnung der Gastronomie tritt auch eine Registrierungspflicht in Kraft, die die Kontaktverfolgung im Falle einer Infektion erleichtern soll (das sogenannte Contact Tracing). Davon betroffen sind Restaurants, Hotels, Freizeitbetriebe und Veranstaltungen, bei denen sich Gäste länger als 15 Minuten aufhalten. Take-Away bzw. die Abholung von Speisen ist also ohne Registrierung möglich. Weitere Ausnahmen sind Orte mit Aufenthalt im Freien, wie etwa öffentliche Bäder oder Tierparks. Details zur Registrierung für Gäste:

  • Lokale müssen den Namen, die Telefonnummer und optional auch die E-Mail-Adresse von Gästen erheben.
  • Die Daten von Gästen werden 28 Tage lang gespeichert und dann gelöscht.
  • Handel und Take-Away sind von der Registierungspflicht ausgenommen.

Gastro-Öffnung in Vorarlberg

Aufgrund niedriger Infektionszahlen nimmt das Bundesland Vorarlberg eine Vorreiterrolle bei den geplanten Öffnungsschritten ein, auf die der Rest von Österreich aktuell noch warten muss: Seit dem 15. März 2021 können Restaurants wieder vor Ort Speisen und Getränke servieren. Auch Veranstaltungen mit maximal 100 Personen sind hier bereits möglich. Für die Gastronomie gelten dabei die bekannten Sicherheitsmaßnahmen. Die Sperrstunde liegt aufgrund der bestehenden Ausgangsbeschränkung aktuell bei 20:00 Uhr.

Die Bundesregierung sprach im Zusammenhang mit dieser Lockerung von der Erkenntnisregion Vorarlberg. Es handelt sich dabei gewissermaßen um einen Test für die Tauglichkeit von weiteren Öffnungen in den restlichen Bundesländern. Die Entwicklung wird dabei laufend beobachtet. Trotz steigender Infektionszahlen und Verschärfungen in einigen Gemeinden hält die Landesregierung zur Zeit jedoch an den Öffnungen fest.

Oster-Lockdown in Ostregionen

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen im Osten von Österreich kam es über die Oster-Feiertage zu regional verschärften Maßnahmen: Wien, Niederösterreich und das Burgenland haben sich zunächst auf einen gemeinsamen Lockdown vom 1. bis 18. April geeinigt. Dieser wurde in Wien und Niederösterreich zusätzlich bis zum 2. Mai verlängert. Mit Ende dieser Frist kehren die Bundesländer zu den normalen Regelungen des „weichen Lockdown“ zurück.

Während des Oster-Lockdowns wurden Handel und Dienstleistungen erneut geschlossen und eine Ausgangsbeschränkung von 0 bis 24 Uhr verhängt. Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und weitere Geschäfte des täglichen Bedarfs waren weiterhin geöffnet. Auch die Abholung von Speisen ist möglich (Takeaway), da die Deckung der Grundbedürfnisse von der Ausgangssperre ausgenommen ist.

Corona Regeln für Restaurants

Neben der Kultur- und Freizeitbranche ist die Gastronomie wohl am stärksten von den Einschränkungen der Regierung betroffen. Gastronomie und Hotellerie dürfen zum Schutz vor Infektionen aktuell keine Speisen und Getränke vor Ort servieren. Diese Richtlinie ist mit leichten Veränderungen seit November 2020 in Kraft. Das bedeutet, dass wir seit dem 3.11. nicht mehr auswärts essen gehen dürfen und uns auch nicht mehr in Cafés oder Gastgärten treffen können. Die Lieferung und Abholung von Speisen ist weiterhin erlaubt, natürlich mit den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen wie Maskenpflicht und Sicherheitsabstand.

Restaurants können ihren Lieferservice dabei im Prinzip rund um die Uhr betreiben. Das Abholen von Speisen ist nur in der Zeit zwischen 6 und 19 Uhr gestattet. Diese Richtlinie ersetzt auch die Vorverlegung der Sperrstunde, die zuvor in einigen Bundesländern vorgeschrieben war und orientiert sich an der allgemeinen Ausgangssperre von 20 bis 6 Uhr. Details zu zusätzlichen, individuellen Maßnahmen in deinem Bundesland findest du auch weiterhin auf der Website der Corona-Ampel. Zusätzlich hat die WKO die Info-Seite www.sichere-gastfreundschaft.at ins Leben gerufen. Dort kannst du ganz genau nachlesen, welche Verhaltensregeln wo gelten und was du tun kannst, um zum maximalen Schutz für dich und deine Mitmenschen beizutragen.

Essensbestellung mit Lieferung nach Hause. Corona Regeln für Restaurants.
Essen zu liefern ist weiterhin rund um die Uhr möglich. Im Idealfall findet die Übergabe dabei kontaktlos statt. Foto: Adobe Stock, (c) irissca

Was muss ich bei der Abholung im Restaurant beachten?

Während des Lockdowns dürfen wir zwar nicht essen gehen, Lokale können aber weiterhin Speisen zum Mitnehmen anbieten. Das Abholen von Essen ist während der Zeit zwischen 6 und 19 Uhr erlaubt. Wer ein Restaurant betritt, um eine Bestellung abzuholen, muss dabei nach neuester Verordnung eine FFP2-Maske tragen und einen Abstand von 2 m zu anderen Gästen und zum Personal einhalten. Damit ein entsprechender Sicherheitsabstand möglich ist, liegt es am Restaurant festzulegen, wie viele Gäste das Lokal auf einmal betreten dürfen. Im Handel gilt etwa eine Richtlinie von 20 m² pro Kunde.

Ob Restaurants Essen zum Mitnehmen anbieten und ob du dafür telefonisch oder online bestellen musst, ist von Lokal zu Lokal verschieden. Ein Coffee-to-go ist eben etwas anderes als eine Pizza oder ein ordentliches Steak. Informier dich also immer im Vorfeld, wie das Restaurant deiner Wahl mit der Essensabholung umgeht.

Was muss ich beim Essen bestellen beachten?

Trotz der Ausgangssperre während des Lockdowns können Lokale Essen rund um die Uhr liefern. Der Lieferservice ist also weiterhin eine tolle Alternative, falls du Kontakte unterwegs vermeiden möchtest oder einfach spätabends Hunger hast. Dazu sollte die Lieferung aber auch mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand erfolgen. Lieferdienste wie Mjam oder Foodora haben sich inzwischen an die Situation angepasst und bieten kontaktlose Lieferung an: Der Fahrer stellt dein Essen ab und tritt dann zurück, damit du es nehmen kannst.

Tipp: Vergiss bei so viel Abstand bitte nicht auf das Trinkgeld! Lockdown und Quarantäne bedeuten auch für die Kuriere des Lieferservice eine große Belastung. Damit du dem Fahrer nichts in die Hand drücken musst, kannst du entweder bereits bei der Online-Bestellung Trinkgeld geben oder du legst es im Vorfeld an einen neutralen Platz.

Wie lange bleibt die Gastronomie geschlossen?

Da sich die Situation rund um das Coronavirus laufend ändert, reagiert die Bundesregierung in regelmäßigen Abständen mit neuen Maßnahmen, über die du dich in den öffentlichen Medien und auf der Website des Gesundheitsministeriums informieren kannst. Entscheidend für eine Rückkehr zur Normalität ist dabei vor allem die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner über die letzten sieben Tage. Als Ziel wurde hier zuletzt ein Wert unter 50 angekündigt.

Sollten die Infektionszahlen diesen Wert erreichen und auch die Coronavirus-Impfung wie geplant voranschreiten, darf die Gastronomie auf Öffnungen hoffen. Es dürfte sich dabei jedenfalls um schrittweise Lockerungen handeln, also eine langsame Rückkehr zum öffentlichen Leben, wie sie auch im April und Mai 2020 nach dem ersten Lockdown stattgefunden hat.

Für Gastronomiebetriebe bedeutet ein Ende des Lockdowns aller Wahrscheinlichkeit nach eine Rückkehr zu den alten Sicherheitsvorkehrungen, die wir bereits aus den vergangenen Monaten kennen: Maskenpflicht innerhalb des Lokals, Sicherheitsabstand zum Personal und zu anderen Gästen, Einschränkungen von Gästezahl und Gruppengröße. Zudem soll in Restaurants ähnlich wie bei körpernahen Dienstleistungen (Friseur, Massage, etc.) ein negativer Test innerhalb der letzten 48 Stunden verpflichtend sein.

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HEROLD Blog Team