Corona Virus: aktuelle Lage in Österreich (24.10.2020)

Junge Frau mit Atemschutzmaske, im Hintergrund eine Weltkarte mit Corona-Gebiet.

Das Corona-Virus breitet sich weiter aus. HEROLD informiert über die aktuelle Lage und die wichtigsten Telefonnummern. Adobe Stock, (c) shintartanya

In Österreich sind bisher 78.937 Infizierungen (inklusive bereits Genesener und Verstorbener) mit dem Coronavirus oder COVID-19 bestätigt worden. Die meisten Fälle sind in Wien verzeichnet worden. Dort gibt es derzeit 26.678 Menschen, die mit dem Erreger SARS-CoV-2 infiziert sind bzw. waren. Die Zahl der bestätigten Todesfälle durch COVID-19 liegt aktuell bei 954. Von Corona genesen sind im ganzen Land aktuell bereits 53.970 Menschen.

HEROLD hat alle wichtigen Informationen über die Ausbreitung des Corona Virus in Österreich zusammengefasst und informiert dich über Anlaufstellen, Notfall-Hotlines und Infektionsschutz. Stand: 24.10.2020

Inhalte

Coronavirus – die zweite Welle ist da

Die Mitte März im Rahmen des COVID-19-Maßnahmengesetzes erlassenen Beschränkungen hatten die gewünschte Wirkung: Die Kurve flachte ab. Aus diesem Grund folgten nach den ersten vorsichtigen Lockerungen Mitte April sowie der Aufhebung der Ausgangssperre und den Geschäftsöffnungen im Mai immer weitere Corona-Lockerungen im ganzen Land. Neben dem Ende der Maskenpflicht im Supermarkt zählten zu diesen Lockerungen auch das Ende der Beschränkungen in der Gastronomie und die Rückkehr des Tourismus nach Österreich.

Im Zuge dieser Lockerungen sind immer wieder Stimmen laut geworden, dass es für eine so weitreichende Öffnung des Landes noch zu früh sei, und Experten warnten vor einem erneuten Anstieg der Infektionen. Insbesondere das Ende der Maskenpflicht stand von Anfang an im Mittelpunkt der Diskussionen um eine mögliche zweite Corona-Welle in Österreich. Gegenwärtig steigen die Zahlen der Neuinfektionen erneut an, weshalb die Bundesregierung verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung des Virus beschlossen hat.

Neue Corona-Maßnahmen ab 23. Oktober

Ab 23. Oktober 2020 gelten aufgrund der exponentiell steigenden Infektionszahlen weitere verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung der zweiten Corona-Welle. Die Maßnahmen betreffen die Anzahl der Personen bei Zusammenkünften im Indoor-Bereich (ID) und Outdoor-Bereich (OD) auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens. Hierbei wurde auf der Pressekonferenz verlautbart, dass maximal 6 Personen im Indoor-Bereich und maximal 12 Personen im Outdoor-Bereich bei Zusammenkünften gestattet sind. Ausgenommen von der Regelungen sind Beerdigungen und berufliche Meetings.

Auch die Teilnehmerzahl bei Großveranstaltungen (Oper, Fußballspiele) wurde reduziert: ID (1000), OD (1500).

Hinsichtlich einer Sperrstunde für gastronomische Betriebe liegt die Verantwortung weiterhin bei den Bundesländern. Dies gilt auch für Schulschließungen und andere Maßnahmen, die je nach Situation auf regionaler Ebene beschlossen werden.

Weiterhin gilt für jeden einzelnen Menschen: 1) Abstand halten 2) Maske tragen 3) soziale Kontakte reduzieren (ID6/OD12)

Corona-Maßnahmen ab 21. September

Ab Montag, dem 21. September 2020, muss der Mund-Nasen-Schutz österreichweit verpflichtend in folgenden Bereichen getragen werden:

  • im Handel
  • in allen Betrieben des Dienstleistungssektors
  • auf Märkten und Messen
  • im medizinischen Bereich
  • in Öffis
  • bei Behörden
  • in der Gastronomie (außer am Sitzplatz)

Weiters gelten folgende Maßnahmen für die Gastronomie: Die Konsumation (Essen und Trinken) erfolgt nur am Tisch beziehungsweise an dafür vorgesehenen Plätzen. Pro Tisch dürfen maximal 10 Personen zusammenkommen. Außerdem darf kein Barbetrieb stattfinden.

In Bezug auf private Zusammenkünfte gilt: Im Indoor-Bereich dürfen sich maximal 10 Personen und im Outdoor-Bereich maximal 100 Personen gleichzeitig aufhalten. Die Regelung betrifft nicht den privaten Wohnbereich.

Corona-Maßnahmen ab 14. September

Ab Montag, dem 14. September 2020, gelten in Österreich wieder verschärfte Maßnahmen gegen eine neuerliche Ausbreitung des Corona-Virus. In Bezug auf das Tragen von Schutzmasken gilt ab sofort: In allen geschlossenen Räumen (Handel, Dienstleistungsbereich und Behörde) muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. In Lokalen gilt dies für Kellnerinnen und Kellner. In Schulen gilt die Maskenpflicht außerhalb des Klassenzimmers. Weiterhin gilt die Maskenpflicht in Geschäften, Apotheken, öffentlichen Verkehrsmitteln, Banken, Museen, Bibliotheken sowie in allen öffentlichen Einrichtungen. Die erweiterten Schutzmaßnahmen sollen einen neuerlichen Lock-Down verhindern.

Junge Frau mit Maske wegen Coronavirus.

Gib der zweiten Welle keine Chance: Durch Hygienemaßnahmen und das Tragen einer Maske schützt du dich selbst und andere. Adobe Stock, (c) Maridav

Corona Ampel überwiegend gelb

Wissenschaftler des Complexity Science Hub (CSH) Vienna haben die sogenannte Corona Ampel geschaffen, damit Maßnahmen zukünftig auf regionale Cluster beschränkt werden können. Angezeigt werden die positiv getesteten Fälle pro 10.000 Einwohner innerhalb der letzten 14 Tage – und zwar nach dem Prinzip der Lawinenwarnungen: grüne, gelbe, orange und rote Färbungen zeigen an, wie viele Infektionen in diesem Bezirk aktuell nachgewiesen wurden.

Wichtig! Aktuell ist die Corona Ampel für Österreich großteils gelb (=mittleres Risiko).

Die Idee dahinter: Die Bevölkerung soll besser einschätzen können, wie hoch die Ansteckungsgefahr in welchen Bereichen von Österreich ist. Die Bundesregierung hat außerdem angekündigt, dass die Strenge der Schutzmaßnahmen sich künftig an der Corona Ampel orientieren könne: Je mehr Fälle es gibt, desto strenger werden die Maßnahmen sein.

Die Bedeutung der Corona-Ampel:

  • ROT: sehr hohes Risiko, unkontrollierte Verbreitung
  • ORANGE: hohes Risiko, Infektionen sind nicht bestimmten Clustern zuordenbar
  • GELB: mittleres Risiko, Infektionen sind Clustern zuordenbar
  • GRÜN: geringes Risiko, vereinzelte Infektionen
Corona Ampel

Die österreichische Corona-Ampel beziehungsweise COVID-19-Anzeige. Foto: Adobe Stock, (c) imaginer.at

Die zweite Corona Welle – ist sie schon da?

Laut der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) ist der alles entscheidende Wert in der Corona-Pandemie die effektive Replikationszahl oder R(eff)Mit einem baldigen Abklingen der Epidemie ist laut Experten nur dann zu rechnen, wenn der R(eff)-Wert kleiner als eins ist. Ist er größer, verbreitet sich COVID-19 schneller als unser Gesundheitssystem es bewältigen kann.

Vor Beginn der Maßnahmen am 16. März lag der Replikationsfaktor in Österreich bei 3,3, Ende März war er bereits auf 1,7 gefallen. Die niedrigste R(eff) wurde Ende April mit 0,6 gemessen. Zwischen den Lockerungen in der Gastronomie und dem Ende der allgemeinen Maskenpflicht ist der Wert mehrfach angestiegen und wieder gefallen, aber nicht über 1,1 geklettert. Den neuen höchsten Wert haben wir Anfang Juli mit einem Replikationsfaktor von 1,4 erreicht. Mittlerweile ist er aber wieder auf 1,1 gefallen.

Laut Experten ist es wichtig, die effektive Reproduktionszahl immer in Zusammenhang mit dem Niveau der Fallzahlen zu betrachten. So habe die Entdeckung neuer Cluster (z.B. in Oberösterreich) zwar zu einer Erhöhung der Fallzahlen geführt, es sei jedoch nicht zu einem exponentiellen Wachstum gekommen. Weitere Informationen und umfangreiche Daten zur Corona-Entwicklung in Österreich findest du hier.

Wo muss ich Maske tragen?

Aufgrund der steigenden Neuinfizierungen mit COVID-19 hat die Bundesregierung am 21.07. eine Ausweitung der Maskenpflicht beschlossen. Damit ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in ganz Österreich wieder in folgenden Bereichen verpflichtend:

  • sämtliche Supermärkte
  • Banken u. Postfilialen
  • öffentliche Verkehrsmittel, Taxis, Reisebusse etc.
  • Gesundheitsbereich (Apotheken, Wartezimmer von Ärzten, Spitäler)
  • Dienstleistungsbereiche, wo der Mindestabstand aufgrund der Natur der Dienstleistung nicht eingehalten werden kann (z.B. Friseure, Massagestudios, Nagelstudios usw.)
  • Demonstrationen

Lockerungen in der Gastronomie

Am 27. April hatte die Bundesregierung verkündet, dass die Restaurants ab dem 15. Mai wieder öffnen dürfen. Für den Betrieb galten zu diesem Zeitpunkt bestimmte Sicherheitsvorkehrungen, die du in unserem Artikel Essen gehen nach Corona! Regeln im Restaurant nachlesen kannst. Ab Montag, 15. Juni, werden diese Maßnahmen folgendermaßen gelockert:

  • Verlängerung der Sperrstunde von 23 auf 1 Uhr
  • keine Maskenpflicht mehr beim Betreten des Restaurants
  • keine Beschränkung der Gäste-Anzahl am Tisch

Weiterhin gültig ist das Abstandsgebot zwischen den einzelnen Tischen und bei der Bewegung im Restaurant selbst (z.B. beim Gang aufs WC). Gastronomie-Angestellte müssen außerdem weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie Gäste bewirten. Am 14. September beschloss die Regierung außerdem eine weitere Verschärfung der Maßnahmen für die Gastronomie: Essen und Trinken sollen nur noch an dafür vorgesehenen „Verabreichungsplätzen“ stattfinden. Dadurch soll verhindert werden, dass Gäste im geschlossenen Bereich (z.B. an der Bar) zu eng zusammenstehen.

Schutzmaske, auf der COVID-19 steht. Helfen Masken gegen Corona?

Am 16. Juni fiel die Maskenpflicht in Österreich in vielen Bereichen. Jetzt wird sie möglicherweise wieder eingeführt. Adobe Stock, (c) AA+W

Mehrwertsteuersenkung

Um gastronomische Betriebe zu entlasten, hat die Bundesregierung zusätzlich eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen (ursprünglich 10 Prozent) und Getränke (ursprünglich 20 Prozent) auf fünf Prozent beschlossen. Gültig wird die Mehrwertsteuersenkung am 01. Juli und ist vorläufig bis Jahresende befristet. Die Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen und Getränke gilt natürlich auch in Hotels.

Wann sind Konzerte und Events wieder erlaubt?

Hinsichtlich der erlaubten Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen hat die Regierung aufgrund der derzeitigen Lage neuerliche Reduzierungen beschlossen. Seit dem 14. September sind Konzerte sowie Events ohne zugewiesene Sitzplätze mit über 50 Personen in geschlossenen Räumen beziehungsweise über 100 Personen im Outdoor-Bereich untersagt. Mit zugewiesenen Plätzen ist im Indoor-Bereich eine Teilnehmerzahl bis zu 1500 Personen und im Freiluftbereich bis zu 3000 Personen möglich. Der Mund-Nasen-Schutz darf bei zugewiesenen Plätzen abgelegt werden.

Wann öffnen Kinos?

Mitte Mai wurde beschlossen, dass die Kinos in Wien und Österreich ab dem 01. Juli wieder öffnen dürfen. Unter Berücksichtigung der seit Juli wieder leicht steigenden Fallzahlen haben die meisten großen Ketten (z.B. Cineplexx) die Wiedereröffnung jedoch auf Anfang August verschoben. Unter welchen Voraussetzungen die Öffnungen dann stattfinden werden, und auf welche Weise die Sicherheitsabstände im Kinosaal gewährleistet werden, ist bisher noch nicht bekannt.

Wann öffnen Discos?

Wann Clubs und Diskotheken wieder öffnen dürfen, ist bisher noch nicht bekannt. Der Minister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Rudolf Anschober, hat Mitte Mai jedoch bereits verlauten lassen, dass es eine „Disco im klassischen Sinne“ vorerst vermutlich nicht mehr geben werde, weil es nicht möglich sei, in einem solchen Setting die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten.

Corona Impfung in Österreich?

Seit Beginn der Pandemie arbeiten alle Nationen der Welt daran, einen Impfstoff gegen COVID-19 zu entwickeln. Eine US-amerikanische Pharmafirma namens Moderna hat Mitte Mai bereits erste Testversuche an Menschen durchgeführt und anschließend gemeldet, dass der von ihnen produzierte Impfstoff tatsächlich eine Immunantwort und die Testpersonen entsprechende Antikörper produzierten.

Obwohl noch unklar ist, ob es sich hierbei um die Antwort handelt, nach der Experten auf der ganzen Welt seit Wochen suchen, und, falls ja, wann der Corona-Impfstoff in Produktion gehen kann, sind in Österreich bereits Fragen rund um eine mögliche Corona-Impfpflicht laut geworden. Bundeskanzler Kurz hat nun jedoch öffentlich bekannt gegeben, dass es in Österreiche KEINE Impfpflicht gegen Corona geben wird.

COVID-19: Verhängt Österreich Ausgangssperre?

Das Wichtigste zuerst: Niemand wird daran gehindert, seine Wohnung zu verlassen, um lebensnotwendige Besorgungen zu machen. Die Verkehrsbeschränkung, die am 15.03. per COVID-19- Maßnahmengesetz verordnet wurde, ruft Österreicherinnen und Österreicher dazu auf, sich daheim zu isolieren, und lediglich in folgenden Fällen vor die Tür zu gehen:

  • Berufliche Tätigkeit, die sich nicht ins Teleworking verlegen lassen (gilt insbesondere für ArbeitnehmerInnen im Pflege- und Gesundheitsbereich)
  • Besorgungen zur Deckung der Grundbedürfnisse (z.B.: Lebensmitteleinkauf, Gang zur Apotheke oder zum Geldautomat, Arztbesuch, medizinische Behandlungen, Therapie, Versorgung von Tieren)
  • Betreuung/Hilfeleistung von unterstützungsbedürftigen Personen
Bewegung im Freien (z.B. Spazieren oder Laufen gehen) ist in allen Bundesländern, die gegenwärtig nicht unter Quarantäne stehen, nach wie vor erlaubt, sofern du alleine oder mit Menschen zusammen bist, die in deinem Haushalt leben.

Was bedeutet Quarantäne?

Steht eine Region unter Quarantäne, bedeutet das folgendes: Niemand darf die gesperrten Gebiete betreten oder verlassen. Ausnahmen gelten nur zur Deckung der Grundversorgung, für die Daseinsvorsorge und für den Arbeitsweg. Bewegungen im Freien, die nicht durch einen dieser drei Gründe gedeckt sind, sind untersagt und können bei Zuwiderhandlung mit einem Bußgeld geahndet werden. Mehr Informationen zu diesem Thema.

Corona Virus: die wichtigsten Telefonnummern

Wann? Hotline
Verdacht auf Corona-Infektion Kontakt: 14 50
Allgemeine Informationen Kontakt: 0800 555 621
Reiserechtliche Fragen  Kontakt: 0800 201 211

COVID-19: Anlaufstellen in den Bundesländern

Welches Bundesland? Kontakt
Wien www.wien.gv.at/gesundheit-soziales/
Burgenland www.burgenland.at/themen/gesundheit/
Kärnten www.ktn.gv.at/Verwaltung/Amt-der-Kaerntner-Landesregierung/Abteilung
Niederösterreich www.noe.gv.at/noe/Gesundheitseinrichtungen/Gesundheitseinrichtungen
Oberösterreich www.land-oberoesterreich.gv.at/141.htm
Salzburg www.salzburg.gv.at/themen/gesundheit
Steiermark www.gesundheit.steiermark.at/
Tirol www.tirol.gv.at/gesundheit-vorsorge/
 Vorarlberg https://vorarlberg.at/web/land-vorarlberg/

Corona Virus Live Ticker

HEROLD hat das Ziel, dich zeitnahe über alle neuen Entwicklungen in Wien und Österreich zu informieren, die das Corona Virus betreffen. Dazu gehören neben der Anzahl an Neuinfektionen natürlich auch die aktuellen Empfehlungen des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz. Das BMSGPK stellt außerdem täglich aktualisierte Zahlen über die Anzahl der Testungen und bestätigten Fälle in Österreich bereit.

Wenn du wissen möchtest, wie die Situation weltweit ist, empfehlen wir dir den Corona Virus Live Ticker. Dabei handelt es sich um eine interaktive Karte, auf der du verfolgen kannst, in wie vielen Ländern das Virus bisher nachgewiesen wurde, wie viele Infektionen es weltweit gibt, und wie viele Todesfälle bisher durch SARS-CoV-2 verursacht wurden.

Coronavirus Drive-in-Teststellen in Österreich

Um Krankenhäuser und mobile Teams zu entlasten, wurden österreichweit Corona-Drive-in-Teststellen eingerichtet (mehr Informationen). Die Maßnahme soll dafür sorgen, dass Infizierungen auch bei geringem Verdacht schneller entdeckt und entsprechende Schritte zum Schutz der Allgemeinheit eingeleitet werden können.

Nachfolgend einige Corona-Drive-in-Teststellen, an die sich Menschen, die keine Symptome einer Infizierung aufweisen, wenden können:

Wichtig! Menschen, die befürchten, infiziert zu sein, dürfen den Drive-in NICHT eigenmächtig anfahren! Das Verfahren bei Verdacht auf Erkrankung bleibt gleich: Zunächst ist Kontakt mit dem Hausarzt und/oder der Gesundheitsberatung unter 1450 aufzunehmen. Erhärtet sich der Verdacht, wird die betreffende Person einer Teststelle zugewiesen. Vor Ort führt die Polizei Zutrittskontrollen durch.

Wie kann ich mich vor Corona schützen? Vorbeugung

Vor einer Infektion mit dem neuen SARS-CoV-2-Erreger schützt du dich grundsätzlich genauso, wie du dich vor der normalen Grippe schützt. An erster Stelle steht eine gute und konsequente Handhygiene. Übrigens sind Wasser und Seife vollkommen ausreichend. Wer sich dadurch sicherer fühlt, der kann seine Handhygiene natürlich trotzdem durch alkoholhaltiges Desinfektionsmittel ergänzen. Viele österreichische Apotheken stellen dieses mittlerweile schon selbst her, da es in ganz Europa zu Lieferengpässen kommt.

Darüber hinaus ist es sehr wichtig, dass du den direkten Kontakt mit kranken bzw. krankheitsverdächtigen Personen meidest und einen Mindestabstand von 1 bis 2 Metern einhältst. Weitere wichtige Maßnahmen, um dich selbst und deine Mitmenschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, sind:

  • Hände waschen: Mehrmals täglich mit Wasser und Seife Hände waschen.
  • korrekt Husten: NICHT in die Hände, sondern in die Armbeuge husten.
  • korrekt Niesen: Mund und Nase mit Papiertaschentuch bedecken und dieses nach Gebrauch umgehend entsorgen; Hände desinfizieren.
  • Oberflächen desinfizieren: Haushaltsgegenstände und Oberflächen, die du häufig berührst, regelmäßig desinfizieren.
  • Lebensmittel: Fleisch und Eier gründlich abkochen.

Wie schütze ich mich und andere vor einer Ansteckung?

Vor  SARS-CoV-2 schützt du dich genauso, wie du dich vor der Ansteckung mit Erregern anderer respiratorischer Infektionen schützt: durch eine gute Handhygiene und eine korrekte Hustenetikette. Außerdem solltest du zu Personen, bei denen du nicht weißt, ob sie infiziert sind oder nicht, einen Mindestabstand zwischen ein und zwei Metern einhalten. Im Video unten siehst du, wie du dich bei Husten und/oder Schnupfen verhalten solltest, um deine Mitmenschen nicht anzustecken.

Für wen ist das Coronavirus gefährlich?

Bislang liegen keine Informationen vor, dass COVID-2019 gefährlicher ist als eine Influenza (normale Grippe). Über den Krankheitsverlauf entscheidet laut WHO vor allem die Konstitution des oder der Erkrankten. Junge Menschen und Menschen mittleren Alters ohne Vorerkrankungen haben daher die besten Aussichten auf einen milden Krankheitsverlauf und eine vollständige Genesung. Menschen, die in der aktuellen Situation besonders stark geschützt werden sollten, sind:

  • ältere, v.a. auch mobil eingeschränkte Personen mit geschwächtem Immunsystem
  • Menschen mit Vorerkrankungen, die das Immunsystem schwächen (z.B. chronische Lungen- oder Nierenkrankheiten sowie manche Krebserkrankungen)
  • Menschen mit transplantierten Organen, die Immunsuppressiva einnehmen
Übrigens: Ursprünglich wurde angenommen, dass Kinder ebenfalls eine Risikogruppe für SARS-CoV-2 seien. Dies hat sich bisher nicht bestätigt, da es zum aktuellen Zeitpunkt kaum bestätigte schwere Verläufe bei Kindern und Jugendlichen gibt.

Corona Symptome: Wie äußert sich die Krankheit?

Die häufigsten Symptome, über die bei einer Infektion mit dem Coronavirus berichtet wird, sind Fieber, Husten, KopfschmerzenKurzatmigkeit und (leichte) Atembeschwerden. Bei sehr milden Verlaufsformen treten lediglich Symptome auf, die normalerweise für eine Erkältung typisch sind (Halsschmerzen, Husten, Schnupfen). Es gibt auch Infektionen, bei denen sich keinerlei Symptome zeigen.

Nimmt die Erkrankung durch SARS-CoV-2 einen schweren Verlauf, kann es zu massiven Atembeschwerden, Schmerzen in der Lunge und einer Lungenentzündung kommen. Unbehandelt führt die Krankheit im schlimmsten Fall zu akutem Nierenversagen, was lebensbedrohlich ist.

Wie hoch ist die Sterblichkeitsrate von COVID-19?

Aktuell geht die WHO für das Coronavirus von einer Sterblichkeit (= Letalität) von ca. 2,3 % aus. Das ist deutlich niedriger als die Sterblichkeitsrate von SARS (ca. 10 %), allerdings etwas höher als die Letalitätsrate der durch Influenzaviren verursachten Grippe (weniger als 1 Prozent).

Der Grund dafür, dass das Corona Virus durch die WHO als Virus mit besonders hohem Gefährdungspotenzial eingestuft wurde, ist nicht seine Sterblichkeitsrate, sondern die Tatsache, dass SARS-CoV-2 stark infektiös ist und sich daher deutlich schneller verbreitet als die „normale“ Grippe.

Im Video unten erhältst du detaillierte Informationen über das Gefährdungspotenzial durch das Coronavirus, präsentiert durch die Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit (AGES).

Kann das Virus durch Haustiere übertragen werden?

Nein, derzeit gibt es keinen Hinweis darauf, dass du dich bei deinem Haustier mit dem Coronavirus anstecken könntest. Auch der umgekehrte Übertragungsweg (vom Menschen auf das Haustier) ist bislang noch nicht beobachtet worden. Trotzdem ist es ratsam, den Kontakt zu deinem Haustier so gering wie möglich zu halten, wenn du befürchtest, mit SARS-CoV-2 infiziert zu sein.

Wenn deine Katze niest oder du einen anderen Grund hast, eine Infizierung deines Haustieres zu vermuten, solltest du vorsichtshalber einen Tierarzt aufsuchen. Aber keine Panik: Niesen ist ein Symptom, das bei vielen Katzenkrankheiten auftritt. Welche das sind, kannst du in unserem Artikel über die 10 häufigsten Katzenkrankheiten nachlesen.

Ich fühle mich krank. Was muss ich jetzt tun?

Zunächst einmal: Bitte ruhig bleiben. In der aktuellen Lage macht uns zwar jedes kleine Halskratzen nervös, aber Angst war noch nie ein guter Ratgeber. Die folgende Grafik zeigt dir ganz genau, wie deine nächsten Schritte aussehen sollten. Und keine Sorge: Sollte sich herausstellen, dass du ein Corona-Verdachtsfall bist oder dich tatsächlich mit dem Virus angesteckt hast, versorgen wir dich ebenfalls mit allen notwendigen Informationen.

Corona Virus Österreich aktuell

Bin ich infiziert? Das musst du tun, wenn du eine Ansteckung mit COVID-19 befürchtest. Grafik: (c) HEROLD

Reisen in Zeiten von Corona – was muss ich beachten?

Aufgrund der steigenden Zahlen von Neuinfektionen werden die Sicherheitsmaßnahmen an Österreichs Grenzen ab sofort wieder strenger gehandhabt. Ab Freitag, dem 24. Juli, dürfen Personen aus Risikogebieten nur noch mit negativem PCR-Test einreisen, der aus einem zertifizierten Labor stammen muss. Sämtliche Grenzkontrollen werden ab diesem Zeitpunkt gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden durchgeführt.

An den Flughäfen vieler Länder werden außerdem Temperaturmessungen durchgeführt, damit krankheitsverdächtige Personen sofort isoliert und getestet werden können. Die Gesundheitsbehörden behalten es sich außerdem vor, an ausgewählten Einreiserouten auch Gesundheitschecks in Zügen, Bussen und PKWs durchzuführen. Weitere Informationen zu diesem Thema.

Weltkarte mit unterschiedlich farbigen Pins. Corona Virus aktuelle Lage in Österreich.

Die Welt ist wunderschön! Solange du die alle Vorsichtsmaßnahmen einhältst, steht deinen Urlaubsplänen nichts im Weg. Adobe Stock, (c) Tryfonov

Ob für dein geplantes Urlaubsziel eine Reisewarnung vorliegt, kannst du auf der Website des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten überprüfen. Grundsätzlich gilt: Das Reisen mit dem Flugzeug, dem Zug, Bussen oder dem PKW ist nach wie vor möglich.

Kann ich aus Österreich nach Deutschland einreisen?

Deutschland hat in der vergangenen Woche Einreiseverbote erlassen. Aktuell werden die Einreisenden an den Übergängen zur Schweiz, zu Luxemburg, Frankreich, Dänemark und Österreich kontrolliert. Wer hier keinen „triftigen Grund“ (z.B. unaufschiebbare berufliche Gründe, ein Begräbnis o.Ä.) für seine Einreise nennen kann, wird abgewiesen. Entwarnung gibt es aber für deutsche Staatsangehörige: Deutsche, die nur in Österreich leben, können nach wie vor ohne Beschränkung einreisen.

Corona Virus Test: Wie läuft das ab?

Kann ich mich auf eigenen Wunsch testen lassen?

Nein. Aktuell ist es NICHT möglich, auf eigenen Wunsch einen Corona-Virus-Test durchführen zu lassen. Einzig und allein medizinisches Fachpersonal kann entscheiden, ob jemand auf das neuartige SARS-CoV-2 Virus getestet wird. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder dein Hausarzt ordnet den Test direkt an (Achtung: Immer zuerst in der Ordination anrufen und fragen, ob du kommen darfst!) oder du schilderst deine Symptome über die Hotline 1450

Wo kann ich mich auf Corona testen lassen?

Wenn das medizinische Fachpersonal einen Test für notwendig hält, erklärt man dir ganz genau, wie du dich zu verhalten hast, und welche Institutionen in deiner Nähe den Test durchführen. Je nachdem, wie hoch der medizinische Dienst das Gefährdungspotenzial in deinem Fall einschätzt, ist es auch möglich, dass der Test bei dir zuhause durchgeführt wird.

Wie funktioniert der Corona Test?

Die derzeit beste Möglichkeit, eine Infizierung mit dem Coronavirus nachzuweisen, ist ein Abstrich aus dem Nasen- und Rachenraum. Im Labor wird dann das Erbgut der Viren nachgewiesen. Bei einem positiven Ergebnis wird der Test noch mit anderen Bruchstücken des Virusgenoms wiederholt. Auf diese Weise stellen die Experten sicher, dass das Ergebnis stimmt. Der Corona Virus Test ist mit einer Trefferquote von über 99 Prozent sehr sicher.

Wann und wie bekomme ich das Ergebnis?

Sobald die Probe im Labor ist, dauert es etwa vier Stunden, bis klar ist, ob du mit dem Coronavirus infiziert bist oder nicht. Natürlich kann es entsprechend länger dauern, wenn sehr viele Proben zeitgleich eingeschickt werden. Aus diesem Grund werden die Laborkapazitäten derzeit im ganzen Land erweitert. Das Testergebnis wird dir von der für dich zuständigen Gesundheitsbehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistratsabteilung) mitgeteilt.

Muss ich den Corona Test selbst zahlen?

Nein. Dein Arzt bzw. die zuständigen Fachstellen ordnen einen Test auf SARS-Cov-2 nur dann an, wenn ein begründeter Verdacht besteht. Und bei begründetem Verdacht werden die Kosten für den Test von der Österreichischen Gesundheitskasse übernommen.

Wichtig! Ein begründeter Verdacht auf eine Infizierung mit dem Coronavirus besteht nur, wenn du Symptome einer akuten Atemwegserkrankung hast UND in den 14 Tagen vor dem Auftreten der Symptome Kontakt mit einem bestätigten SARS-CoV2-Fall hattest ODER dich in einem der Risikogebiete aufgehalten hast.

Positiver Corona Test – was jetzt?

Das Vorgehen im Falle eines positiven Tests auf den COVID-2019-Erreger ist landesweit einheitlich geregelt. Um andere vor einer Ansteckung zu schützen, ist es zunächst erforderlich, dass die erkrankte Person isoliert wird. Auf welche Weise dies geschieht, entscheidet das zuständige medizinische Fachpersonal in Absprache mit der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde.

Um deine Familie und Freunde, aber auch deine Arbeitskollegen zu schützen, gibst du beim Amtsarzt (Gesundheitsbehörde) an, mit wem du in den letzten Tagen und Wochen Kontakt hattest. Die Kontaktpersonen werden informiert und je nach Situation und Gefährdungspotenzial unter Quarantäne gestellt und/oder ebenfalls auf eine Infizierung getestet.

Wie wird Corona behandelt?

Nach aktuellem Stand gibt es keinen Impfstoff gegen SARS-CoV2. Das heißt, dass die Behandlung gegenwärtig darin besteht, die Symptome zu behandeln bzw. zu mildern. Konkret bedeutet das zum Beispiel, dass infizierten Personen fiebersenkende Mittel verschrieben werden. Darüber hinaus gelten die gleichen Handlungsempfehlungen wie bei der normalen Grippe: Viel trinken, viel Schlafen und die Symptome beobachten.

Wenn das Fieber stärker wird (du solltest deine Temperatur zweimal am Tag kontrollieren) und/oder du feststellst, dass dir das Luft holen immer schwerer fällt, ist sofort ärztlicher Rat einzuholen (Hotline: 1450) einzuholen bzw. ärztliche Hilfe anzufordern (144).

Fieberthermometer, Tee und Zitrone bzw. Limette in der Behandlung des Corona Virus.

Zitronen- oder Limettensaft enthalten große Mengen Vitamin C, welches helfen kann, dein Immunsystem zu unterstützen. Adobe Stock, (c) pictworks

Muss Corona im Krankenhaus behandelt werden?

Bei einer Infektion mit dem Coronavirus musst du nicht zwangsläufig im Krankenhaus behandelt werden. Die stationäre Behandlung ist nach aktuellem Stand nur bei Angehörigen der Risikogruppen erforderlich. Auch in Fällen, bei denen sich bereits ein problematischer Krankheitsverlauf abzeichnet, wird zur Vorbeugung der stationäre Aufenthalt empfohlen. Letzten Endes entscheidet das medizinische Fachpersonal darüber, ob du im Krankenhaus unter Quarantäne gestellt wirst oder ob die Heimquarantäne ausreichend ist.

Wann gilt die Heimquarantäne?

Bei starkem Verdacht auf eine Infizierung mit SARS-Cov-2 kann das zuständige medizinische Fachpersonal sich für eine Heimquarantäne aussprechen. Entschieden wird dies jedoch erst durch die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde. Auch positiv auf das Coronavirus getestete Personen können unter Heimquarantäne gestellt werden, sofern sie nicht bereits in stationärer Behandlung sind und alles auf einen milden Krankheitsverlauf hindeutet.

Wie erfahre ich, ob ich mich zuhause isolieren muss?

Der Bescheid über Quarantänemaßnahmen wird dir mittels RSb-Schreiben (Rückscheinbrief) zugestellt, der aber auch durch eine Ersatzperson angenommen werden kann. In dem Schreiben befinden sich genaue Anweisungen, wie du dich während der Heimquarantäne zu verhalten hast.

Verhalten während der Heimquarantäne

Je nach Gefährungspotenzial, wie es durch das medizinische Fachpersonal festgestellt und an die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde übermittelt wird, kann die Heimquarantäne unter verschiedenen Auflagen angeordnet werden. Grundsätzlich gilt:

  • Der Kontakt zu anderen Personen ist nach Möglichkeit zu unterlassen.
  • Der Aufenthalt ist nach Möglichkeit auf die eigene Wohnung/das eigene Grundstück beschränkt.
  • Der Besuch von öffentlichen Gebäuden (z.B. Supermärkte) ist auf das Notwendigste zu reduzieren.
  • Die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist bis auf das Notwendigste zu reduzieren.

Je nach Gefährdungspotenzial kann es auch sein, dass du gar keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr nutzen und gar keine Supermärkte oder andere öffentliche Gebäude mehr betreten darfst.

Ich darf nicht mehr einkaufen. Was jetzt?

Wenn es niemanden gibt, der dich während der Heimquarantäne mit Lebensmitteln und anderen Produkten des täglichen Bedarfs versorgen kann, kannst du dich an den sozialen Dienst wenden. Informationen hierzu findest du  u.a. auf den Informationsseiten deines jeweiligen Bundeslandes. Darüber hinaus hat das Team Österreich, eine Initiative vom Rotem Kreuz und Hitradio Ö3, unter der Nummer 0800 600 600 eine Hotline eingerichtet, die kostenlos täglich von 7-19 Uhr erreichbar ist.

Gut zu wissen! Die Stadt Wien hat vor Kurzem eine Hotline eingerichtet, die ältere Menschen, die im Falle einer Infizierung besonders gefährdet sind, bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten unterstützt: 01/4000 4001.

Wer kümmert sich während der Heimquarantäne um mein Haustier?

Da das Ausgehen mit deinem Hund oder der Besuch beim Tierarzt nicht als absolut notwendig gelten, kannst du diese Pflichten nicht wahrnehmen, solange du unter Quarantäne stehst. Wenn du dein Haustier nicht anderweitig unterbringen kannst, empfehlen wir, auf die Dienste einer Tierpension zurückzugreifen.

Werde ich während der Heimquarantäne kontrolliert?

Es ist möglich, dass die Gesundheitsbehörde vor Ort kontrolliert, ob die Vorgaben aus der Verordnung über die Quarantänemaßnahmen, die du per RSb-Schreiben übermittelt bekommen hast, eingehalten werden. Werden sie nicht eingehalten, hat die zuständige Behörde das Recht, die Vorgaben mithilfe der Polizei durchzusetzen.

Wie lange gilt die Heimquarantäne?

Wer unter häuslicher Isolation steht, darf diese erst dann wieder verlassen, wenn zwei Tests mit jeweils negativem Befund im Abstand von 24 Stunden durchgeführt wurden, UND die Gesundung ärztlich bestätigt wurde. Wie lange genau du symptomfrei sein musst, damit der Arzt deine Genesung bestätigt, liegt im Ermessen des medizinischen Fachpersonals. Nach aktuellem Stand wird die Quarantäne für Verdachtsfälle für mindestens 14 Tage angeordnet.

Corona Virus und Arbeitsrecht

Darf ich aus Angst vor einer Ansteckung zuhause bleiben?

Nein, die Angst vor einer Ansteckung mit SARS-Cov-2-Erregern ist kein Grund, der Arbeit fernzubleiben. Laut der Österreichischen Arbeiterkammer ist das eigenmächtige Fernbleiben des Arbeitnehmers nur dann gerechtfertigt, wenn eine objektiv nachvollziehbare Gefahr besteht, sich am Arbeitsplatz mit dem Corona Virus zu infizieren. Als objektiv nachvollziehbar gilt die Befürchtung z.B. dann, wenn es im unmittelbaren Arbeitsumfeld bereits zu Ansteckungen gekommen ist. Mehr Informationen zu diesem Thema.

Darf mein Arbeitgeber mich ins Home Office schicken?

Arbeitsrechtlich ist es nur dann zulässig, dass dein Arbeitgeber dir bis auf Weiteres die Arbeit im Home- bzw. Tele-Office vorschreibt, wenn in deinem Arbeitsvertrag bereits eine entsprechende Vereinbarung festgehalten ist. Dies kann entweder eine ausdrückliche Vereinbarung zu Telearbeit sein, oder aber eine sog. Versetzungsklausel, nach der dein Arbeitgeber dich (auch ohne Zustimmung) an einen anderen Ort versetzen kann. Darüber hinaus ist es natürlich möglich, dass die Telearbeit/das Home Office nachträglich vereinbart wird. Mehr Informationen der Arbeiterkammer zu diesem Thema.

Habe ich aufgrund von COVID-19 Anspruch auf Home Office?

Nein, auch in Zeiten von Corona besteht kein Anspruch auf Home Office/Telearbeit. Besteht am Arbeitsplatz nicht die objektiv nachvollziehbare Gefahr einer Ansteckung, beispielsweise aufgrund von bereits bestätigten Infizierungen, ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet, seinen Mitarbeitern die Arbeit von Zuhause zu ermöglichen. Ob er dies vorsorglich trotzdem ermöglicht oder den Arbeitnehmer sogar von der Arbeit freistellt, liegt im Ermessen des Arbeitgebers und ist unabhängig von behördlichen Vorschriften.

Kann mein Arbeitgeber mich in Kurzarbeit schicken?

Als Reaktion auf das COVID-19-Maßnahmengesetz, dass eine massive Einschränkung des öffentlichen Lebens zur Folge hatte und für viele Geschäftsfelder eine existenzielle Bedrohung ausgelöst hat, hat die Bundesregierung eine neue Form der Kurzarbeit, die Corona Kurzarbeit eingeführt. Hierbei handelt es sich um ein Hilfsangebot an alle Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die Kündigungen trotz der aktuellen Krisensituation vermeiden möchten.

Für Arbeitnehmer bedeutet das: Ja, dein Arbeitgeber hat das Recht, beim AMS einen Antrag auf Kurzarbeit zu stellen. Allerdings muss der Betriebsrat den jeweiligen Konditionen zustimmen. Gibt es keinen Betriebsrat, müssen Einzelvereinbarungen mit der Belegschaft getroffen werden. Wie sich dein Nettogehalt durch Kurzarbeit verändert und für welchen Zeitraum diese Maßnahmen gesetzt werden können, erfährst du im Artikel Corona Kurzarbeit 2020.

Ich stehe unter Quarantäne. Bekomme ich mein Gehalt weiterhin?

Wenn du nicht nur Arbeit kommen kannst, weil du unter Quarantäne stehst oder gegen eine andere behördliche Anordnung verstoßen würdest (z.B. Isolierung einzelner Wohngebiete), dann beziehst du natürlich trotzdem weiterhin dein Gehalt. Dein Arbeitgeber zahlt dir dein Entgelt und kann dies später von der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde zurückfordern.

Ich muss mein Kind betreuen. Darf ich zu Hause bleiben?

Wenn du Kinder in einem Alter hast, in dem Betreuung notwendig ist (dies gilt vor allem für Kinder im Kindergarten-Alter sowie die unteren Schulstufen), und du keine Möglichkeit hast, Betreuung durch Familie oder Freunde zu organisieren, darfst du der Arbeit fernbleiben. Du hast einen Anspruch auf Entgeldfortzahlung. Diese Ausnahme gilt jedoch nur im Ausmaß von bis zu einer Woche. Längere Zeiten sind mit dem Arbeitgeber individuell zu vereinbaren.

Ich kann nicht daheim bleiben. Wer kümmert sich um mein Kind?

Betreuungseinrichtungen für Kinder bis 14 Jahre (Kinderkrippen, Kindergärten, Volksschulen, Mittelschulen und Unterstufen der Gymnasien) bleiben geöffnet, um die Betreuung jener Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten, deren Eltern eine Betreuung im privaten Umfeld nicht organisieren können. Dies gilt beispielsweise für ArbeitnehmerInnen im Gesundheits- und Pflegebereich, die nicht auf Teleworking umgestellt werden können. Ziel ist es jedoch, die Frequenz in allen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen ab Mittwoch, 18.03., so gering wie möglich zu halten. Weitere Informationen zum Thema Corona und Schule.

Quellen:

https://www.sozialministerium.at/

https://www.arbeiterkammer.at/index.html

https://www.wko.at/

https://www.bundeskanzleramt.gv.at/

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