Corona Virus: aktuelle Lage in Österreich (21.4.2021)

Corona Maßnahmen in Österreich

Corona-Virus: HEROLD informiert über die aktuelle Lage und die wichtigsten Telefonnummern. Adobe Stock, (c) promesaartstudio

In Österreich sind bisher 596.913 Infizierungen (inklusive bereits Genesener und Verstorbener; am Vortag: 594.449 Infizierungen) mit dem Coronavirus oder COVID-19 bestätigt worden. Die meisten Fälle sind in Wien verzeichnet worden. Dort gibt es derzeit 128.831 Menschen, die mit dem Erreger SARS-CoV-2 infiziert sind bzw. waren. Die Zahl der bestätigten Todesfälle durch COVID-19 liegt aktuell bei 9.959. Von Corona genesen sind im ganzen Land aktuell bereits 560.492 Menschen.

HEROLD hat alle wichtigen Informationen über die Ausbreitung des Corona Virus in Österreich zusammengefasst und informiert dich über Anlaufstellen, Notfall-Hotlines und Infektionsschutz. Stand: 21.04.2021

Inhalte

Aktuell: regionale Corona Maßnahmen ab 1. April

Um eine Überlastung der Intensivstationen in Österreich zu vermeiden, wurde ein neuerlicher Lockdown („Osterruhe“) für die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland beschlossen. Die drei Bundesländer haben angekündigt, die Maßnahmen aufgrund der Belastung der Intensivstationen zu verlängern. Der Lockdown in der Ostregion gilt damit vom 1. April bis 2. Mai (Ausnahme: Burgenland bis 18. April). Folgende Regelungen treten mit der 4. COVID-19-Notmaßnahmenverordnung in Kraft:

  • Handel und körpernahe Dienstleistungen geschlossen (Ausnahmen: Güter des täglichen Bedarfs)
  • ganztägige Ausgangsbeschränkungen (mit üblichen Ausnahmen)
  • bei Zusammenkünften: 1+1 Regel (z.B.: ein Haushalt + maximal eine Person)
  • betriebliche Testungen (wöchentlich) oder Home Office
  • Distance-Learning in Schulen (bis 26. April)
  • Freizeit- und Kultureinrichtungen geschlossen
  • verstärkte Kontrollen des Pendlerverkehrs
  • FFP2-Maskenpflicht: in geschlossenen Räumen (z.B. im Büro)
  • FFP2-Maskenpflicht: bei Menschenansammlungen

Per Novelle wurde der Lockdown in Wien und Niederösterreich bis 2. Mai verlängert. In Wien gilt zusätzlich ab 1. April an belebten Plätzen (auch beim Spaziergang) eine FFP2-Maskenpflicht:

  • Donaukanal zwischen Friedensbrücke und Franzensbrücke
  • Stephansplatz/Stock-im-Eisen-Platz
  • Karlsplatz/Resselpark
  • Schwedenplatz/Morzinplatz
  • Maria-Theresien-Platz/Museumsplatz am Burgring

Einen Überblick aller bundesweit geltenden Maßnahmen findest du auf der Website corona-ampel.gv.at.

Corona Virus

Hier findest du alle Informationen zu aktuellen behördlichen Maßnahmen. Foto: Adobe Stock, (c) Mike Fouque

Corona Maßnahmen ab 8. Februar

Die Bundesregierung gab auf der Pressekonferenz am 1. Februar erste Lockerungen des 3. Lockdowns bekannt. Aufgrund der Corona-Mutationen (B117) aus England und Südafrika wurden die Corona-Regeln zuvor verschärft. Die neuen Maßnahmen treten ab Montag, 8. Februar, in Kraft und umfassen folgende Punkte:

  • ab 8.2.: nächtliche Ausgangsbeschränkungen von 20:00 bis 6:00
  • Treffen von zwei Haushalten (max. 4 Erwachsene) erlaubt
  • Handel mit strengeren Maßnahmen wird wieder geöffnet
  • Verhalten beim Einkauf: FFP2-Masken-Pflicht, ein Kunde pro 20m² Verkaufsfläche
  • Präsenzunterricht an Schulen (nach den Semesterferien)*
  • Körpernahe Dienstleistungen erlaubt (verpflichtend: negativer Corona-Test)**
  • Gastronomie und Hotels bleiben vorerst noch geschlossen
  • Museen und Bibliotheken wieder geöffnet
  • Verschärfte Reisebeschränkungen
  • Höhere Strafen bei Verstoß gegen Maskenpflicht

(*) Vollständiger Präsenzunterricht an Volksschulen, Schichtbetrieb in Unter- oder Oberstufe. SchülerInnen werden alle zwei Tage getestet.

(**) Körpernahe Dienstleistungen, wie zum Beispiel der Besuch beim Friseur, sind ab 8. Februar wieder erlaubt. Kunden müssen jedoch einen negativen Corona-Test („Eintrittstests“) vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Auf der Pressekonferenz am 17. Jänner gab die Bundesregierung zuvor verschärfte Corona-Regeln bekannt, da Experten aufgrund der Corona-Mutation (B117) aus England und Südafrika vor einer frühzeitigen Öffnung warnten. Die verschärften Maßnahmen traten anschließend ab 25. Jänner in Kraft.

Seit dem 17. Dezember 2020 gilt die von der Bundesregierung beschlossene 3. COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung. Aufgrund der Infektionszahlen trat ab dem 26. Dezember (2. COVID-Notmaßnahmenverordnung) ein dritter Lockdown in Kraft, der die bis dahin geltenden Regelungen ergänzte.

Um Insolvenzen und Liquiditätsengpässe zu vermeiden, stellt die Bundesregierungen verschiedenene finanzielle Hilfspakete zur Verfügung. Näheres hierzu erfährst du auch in unserem Beitrag Corona: Hilfspakete für Unternehmen.

FFP2 Maskenpflicht

Die FFP2-Maskenpflicht gilt ab dem 14. Lebensjahr. Foto: Adobe Stock, (c) PixelboxStockFootage

Handel & Dienstleistungen

Ab dem 8. Februar dürfen Geschäfte, Museen, Bibliotheken und Zoos unter Einhaltung bestimmter Regeln (verpflichtend: FFP2-Maske) wieder öffnen. Für körpernahe Dienstleistungen (z.B. Friseure) gilt: Kunden müssen einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Für Kinder unter 10 Jahren genügt das Testergebnis eines Erziehungsberechtigten. Personen, die in den vergangen 6 Monaten nachweislich mit Corona infiziert waren, müssen keinen zusätzlichen Test vorweisen.

Informationen zur FFP2-Maskenpflicht

Ein Maske der Schutzklasse FFP2 (oder höherwertiger; FFP3) muss ab 25. Jänner in folgenden Bereichen verpflichtend getragen werden:

  • öffentliche Verkehrsmittel
  • Handel und Märkte
  • Parteienverkehr in Behörden
  • Ordinationen
  • Gastronomie (bsw. bei Abholung der Speise)

Die FFP2-Maskenpflicht gilt für alle ab dem Alter von 14 Jahren. Ein Verstoß gegen die Verordnung wird mit € 25 Verwaltungsgebühr bestraft.

Corona: Ausgangsbeschränkungen

Gelten Ausgangsbeschränkungen, darf die eigene Wohnung nur in folgenden Ausnahmefällen verlassen werden:

  • Abwehr einer Gefahr (Leib, Leben, Eigentum)
  • Betreuung von Menschen, die Hilfe brauchen
  • Grundversorgung (Lebensmittel einkaufen)
  • Wichtige Bezugspersonen (z.B.: Kontakt mit dem nicht im gemeinsamen Haushalt lebenden Lebenspartner oder mit nahen Angehörigen)
  • berufliche Tätigkeiten
  • Ausbildungszwecke
  • religiöse Grundbedürfnisse
  • behördliche Termine
  • physische und psychische Erholung (Individualsport, Spaziergänge)

Oberstes Ziel neben dem Erhalt der Gesundheit und der Vermeidung einer Überlastung der Intensivmedizin ist es, die Wirtschaft des Landes weiterhin am Laufen zu halten. Aus diesem Grund sind Industrie, Produktion und Dienstleistungen vorerst nicht von den Maßnahmen betroffen. Wo es jedoch möglich und sinnvoll erscheint, sollen Betriebe auf Home-Office umschalten.

Corona Impfung Österreich

Mit der Impfung soll zunächst die vulnerabelste Gruppe geschützt werden. Foto: Adobe Stock, (c) Rido

Corona: Impfung in Österreich

Im Dezember 2020 wurde in Österreich die erste Schutzimpfung gegen Corona an der MedUni Wien am AKH verabreicht. Die Impfung erhalten zunächst Menschen in Alters- und Pflegeheimen, Personen der Hochrisikogruppen sowie Angestellte des Gesundheitssystems. Nach und nach wird auch breiten Teilen der Bevölkerung die Schutzimpfung zugänglich gemacht. Zu diesem Zweck importiert Österreich verschiedene zugelassene Impfstoffe.

Info: Der Impfstoff hat strenge Zulassungsverfahren und Großstudien hinter sich, weshalb er aus medizinischer und pharmazeutischer Sicht als besonders sicher gilt. Es handelt sich dabei um einen ganzheitlichen Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf, wodurch auch gesundheitliche Nachfolgen einer Corona-Erkrankung vermieden werden können.

Die Schutzimpfung erfolgt in zwei Teilimpfungen. Die Bevölkerung wird dazu aufgerufen, sich bei Interesse für eine Impfung auf der Website österreich-impft.at anzumelden. Weitere Informationen zu den Schutzimpfungen gegen Corona findest du auch auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziales.

Corona Informationen

Im Bundeskanzleramt werden bei Pressekonferenzen neue Maßnahmen verkündet. Foto: Bundeskanzleramt (c) Andy Wenzel

Corona: Kindergarten, Schule und Universität

Kindergärten bleiben in kleinen Gruppen vorerst geöffnet, um berufstätige Eltern zu entlasten und ein fortlaufendes Arbeitsleben zu ermöglichen. Ein Fernbleiben von Kindergartenkindern ist allerdings gestattet. Volksschule und Unterstufe stellen ihren Betrieb zeitweise auf Distance-Learning um, wobei Ersatzbetriebe mit Kleingruppen und Lernstationen vorgesehen sind. Der Betrieb in Oberstufe und Universitäten wechselt je nach Infektionslage zwischen Distance-Learning und Präsenzunterricht umgestellt. Weiterführende Informationen zu diesem Thema findest du in unserem Artikel Corona Lockdown 2: Situation in Schule und Kindergarten in Österreich.

Verordnungen für die Gastronomie

Für die gesamte Gastronomie und Hotellerie ist vorerst keine Öffnung vorgesehen. Die Abholung von Speisen ist jedoch weiterhin in der Zeit von 6:00 bis 19:00 möglich. Für Lieferungen von Speisen gibt es keine zeitlichen Beschränkungen. Details findest du in unserem Beitrag zu Corona-Regeln für Restaurants.

Lockdown 2.0: Gastronomische Betriebe erhalten bis zu 80% des Umsatzes aus dem Vergleichszeitraum des Vorjahres refundiert, so die Regierungsvertreter. Auch die Regelungen zur Kurzarbeit werden angepasst: Unternehmen, die von dem Lockdown betroffen sind, können erneut Kurzarbeit beantragen. Dabei ist kurzfristig eine Reduktion auf 0% Arbeitszeit möglich, insgesamt können auch die Schranken von 30% bzw. 10% Arbeitsleistung unterschritten werden. Nähere Informationen zu allen staatlichen Hilfsmaßnahmen für Unternehmen und Selbständige findest du auch in unserem Beitrag Corona: Hilfspakete für Unternehmen.

Branchen, die von den Maßnahmen betroffen sind, bekommen bis Jahresende einen Umsatzersatz von bis zu 50% des Vorjahres. Ab 31. Dezember gibt es einen Fixkostenzuschuss für betroffene Unternehmen in Gastronomie und Tourismus.

Junge Frau mit Maske wegen Coronavirus.

Durch Hygienemaßnahmen und das Tragen einer Maske schützt du dich selbst und andere. Adobe Stock, (c) Maridav

Corona Ampel: Rot

Wissenschaftler des Complexity Science Hub (CSH) Vienna haben die sogenannte Corona Ampel geschaffen, damit Maßnahmen zukünftig auf regionale Cluster beschränkt werden können. Angezeigt werden die positiv getesteten Fälle pro 10.000 Einwohner innerhalb der letzten 14 Tage – und zwar nach dem Prinzip der Lawinenwarnungen: grüne, gelbe, orange und rote Färbungen zeigen an, wie viele Infektionen in diesem Bezirk aktuell nachgewiesen wurden.

Wichtig! Aktuell ist die Corona Ampel für Österreich rot (= sehr hohes Risiko).

Die Idee dahinter: Die Bevölkerung soll besser einschätzen können, wie hoch die Ansteckungsgefahr in welchen Bereichen von Österreich ist. Die Bundesregierung hat außerdem angekündigt, dass die Strenge der Schutzmaßnahmen sich künftig an der Corona Ampel orientieren könne: Je mehr Fälle es gibt, desto strenger werden die Maßnahmen sein.

Corona Ampel

Die österreichische Corona-Ampel beziehungsweise COVID-19-Anzeige. Foto: Adobe Stock, (c) imaginer.at

Die Bedeutung der Corona-Ampel:

  • ROT: sehr hohes Risiko, unkontrollierte Verbreitung
  • ORANGE: hohes Risiko, Infektionen sind nicht bestimmten Clustern zuordenbar
  • GELB: mittleres Risiko, Infektionen sind Clustern zuordenbar
  • GRÜN: geringes Risiko, vereinzelte Infektionen

Wo muss ich eine Maske tragen?

Aufgrund der steigenden Neuinfizierungen mit COVID-19 hat die Bundesregierung am 21.07. eine Ausweitung der Maskenpflicht beschlossen. Derzeit herrscht in folgenden öffentlichen Bereichen eine FFP2-Maskenpflicht:

  • sämtliche Supermärkte
  • Banken und Postfilialen
  • öffentliche Verkehrsmittel, Taxis, Reisebusse etc.
  • Gesundheitsbereich (Apotheken, Wartezimmer von Ärzten, Spitäler)
  • Dienstleistungsbereiche, wo der Mindestabstand aufgrund der Natur der Dienstleistung nicht eingehalten werden kann (z.B. Friseure, Massagestudios, Nagelstudios sofern geöffnet)
  • Demonstrationen

Weitere Informationen, wie du dich und andere schützen kannst, kannst du in unserem Beitrag Masken gegen Corona: Wo der Mund-Nasen-Schutz verpflichtet ist nachlesen. Eine ausführliche Darstellung, welche Rolle Aerosole bei der Übertragung des Virus spielen, findest du hier in einem englischsprachigen Beitrag für die spanische Tageszeitung El País.

Schutzmaske, auf der COVID-19 steht. Helfen Masken gegen Corona?

Am 16. Juni fiel die Maskenpflicht in Österreich in vielen Bereichen. Jetzt wurde sie wieder eingeführt. Adobe Stock, (c) AA+W

Was bedeutet Quarantäne?

Steht eine Region unter Quarantäne, bedeutet das folgendes: Niemand darf die gesperrten Gebiete betreten oder verlassen. Ausnahmen gelten nur zur Deckung der Grundversorgung, für die Daseinsvorsorge und für den Arbeitsweg. Bewegungen im Freien, die nicht durch einen dieser drei Gründe gedeckt sind, sind untersagt. Mehr Informationen zu diesem Thema.

Corona Virus: die wichtigsten Telefonnummern

Wann? Hotline
Verdacht auf Corona-Infektion Kontakt: 14 50
Allgemeine Informationen Kontakt: 0800 555 621
Reiserechtliche Fragen  Kontakt: 0800 201 211

COVID-19: Anlaufstellen in den Bundesländern

Welches Bundesland? Kontakt
Wien www.wien.gv.at/gesundheit-soziales/
Burgenland www.burgenland.at/themen/gesundheit/
Kärnten www.ktn.gv.at/Verwaltung/Amt-der-Kaerntner-Landesregierung/Abteilung
Niederösterreich www.noe.gv.at/noe/Gesundheitseinrichtungen/Gesundheitseinrichtungen
Oberösterreich www.land-oberoesterreich.gv.at/141.htm
Salzburg www.salzburg.gv.at/themen/gesundheit
Steiermark www.gesundheit.steiermark.at/
Tirol www.tirol.gv.at/gesundheit-vorsorge/
 Vorarlberg https://vorarlberg.at/web/land-vorarlberg/

Corona Virus Live Ticker

HEROLD hat das Ziel, dich zeitnah über alle neuen Entwicklungen in Wien und Österreich zu informieren, die das Corona Virus betreffen. Dazu gehören neben der Anzahl an Neuinfektionen natürlich auch die aktuellen Empfehlungen des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz. Das BMSGPK stellt außerdem täglich aktualisierte Zahlen über die Anzahl der Testungen und bestätigten Fälle in Österreich bereit.

Wenn du wissen möchtest, wie die Situation weltweit ist, empfehlen wir dir den Corona Virus Live Ticker. Dabei handelt es sich um eine interaktive Karte, auf der du verfolgen kannst, in wie vielen Ländern das Virus bisher nachgewiesen wurde, wie viele Infektionen es weltweit gibt, und wie viele Todesfälle bisher durch SARS-CoV-2 verursacht wurden.

Coronavirus und Replikationszahl

Laut der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) ist der alles entscheidende Wert in der Corona-Pandemie die effektive Replikationszahl oder R(eff)Mit einem baldigen Abklingen der Epidemie ist laut Experten nur dann zu rechnen, wenn der R(eff)-Wert kleiner als eins ist. Ist er größer, verbreitet sich COVID-19 schneller als unser Gesundheitssystem es mit der zeitlichen Entwicklung bewältigen kann.

Laut Experten ist es wichtig, die effektive Reproduktionszahl immer in Zusammenhang mit dem Niveau der Fallzahlen zu betrachten. Gegenwärtig ist Österreich mit einem exponentiellen Wachstum der Infektionszahlen konfrontiert. Weitere Informationen und umfangreiche Daten zur Corona-Entwicklung in Österreich findest du hier.

Coronavirus Teststraßen in Wien

Um Krankenhäuser und mobile Teams zu entlasten, wurden österreichweit gratis Corona-Teststraßen eingerichtet. Die Maßnahme soll dafür sorgen, dass Infizierungen auch bei geringem Verdacht schneller entdeckt und entsprechende Schritte zum Schutz der Allgemeinheit eingeleitet werden können.

Zur Auswahl stehen Teststraßen für Pkws (Drive-In) und Teststraßen, die man zu Fuß durchgehen kann (Walk-In). Um das Angebot zu nützen, ist eine Voranmeldung nötig: Alle Informationen sowie Voranmeldung.

Nachfolgend einige Corona-Teststraßen in Wien, an die sich Menschen ohne Symptome wenden können:

In folgenden Corona-Teststraßen können sich außerdem Menschen mit Symptomen (nur Drive-In) testen lassen:

Wie kann ich mich vor Corona schützen? Vorbeugung

Vor einer Infektion mit dem neuen SARS-CoV-2-Erreger schützt du dich grundsätzlich genauso, wie du dich vor der normalen Grippe schützt. An erster Stelle steht eine gute und konsequente Handhygiene. Übrigens sind Wasser und Seife vollkommen ausreichend. Wer sich dadurch sicherer fühlt, der kann seine Handhygiene natürlich trotzdem durch alkoholhaltiges Desinfektionsmittel ergänzen.

Darüber hinaus ist es sehr wichtig, dass du den direkten Kontakt mit kranken Personen meidest und einen Mindestabstand von 1 bis 2 Metern einhältst. Weitere wichtige Maßnahmen, um dich selbst und deine Mitmenschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, sind:

  • Hände waschen: Mehrmals täglich mit Wasser und Seife Hände waschen.
  • korrekt Husten: NICHT in die Hände, sondern in die Armbeuge husten.
  • korrekt Niesen: Mund und Nase mit Papiertaschentuch bedecken und dieses nach Gebrauch umgehend entsorgen; Hände desinfizieren.
  • Oberflächen desinfizieren: Haushaltsgegenstände und Oberflächen, die du häufig berührst, regelmäßig desinfizieren.
  • Regelmäßiges Lüften geschlossener Innenräume!

Wie schütze ich mich und andere vor einer Ansteckung?

Vor  SARS-CoV-2 schützt du dich genauso, wie du dich vor der Ansteckung mit Erregern anderer respiratorischer Infektionen schützt: durch eine gute Handhygiene, korrekte Hustenetikette und regelmäßiges Lüften geschlossener Räume. Außerdem solltest du zu Personen, bei denen du nicht weißt, ob sie infiziert sind oder nicht, einen Mindestabstand zwischen ein und zwei Metern einhalten. Im Video unten siehst du, wie du dich bei Husten und/oder Schnupfen verhalten solltest, um deine Mitmenschen nicht anzustecken.

Für wen ist das Coronavirus gefährlich?

Bislang liegen keine Informationen vor, dass COVID-2019 gefährlicher ist als eine Influenza (normale Grippe). Über den Krankheitsverlauf entscheidet laut WHO vor allem die Konstitution des oder der Erkrankten. Junge Menschen und Menschen mittleren Alters ohne Vorerkrankungen haben daher die besten Aussichten auf einen milden Krankheitsverlauf und eine vollständige Genesung. Menschen, die in der aktuellen Situation besonders stark geschützt werden sollten, sind:

  • ältere, v.a. auch mobil eingeschränkte Personen mit geschwächtem Immunsystem
  • Menschen mit Vorerkrankungen, die das Immunsystem schwächen (z.B. chronische Lungen- oder Nierenkrankheiten sowie manche Krebserkrankungen)
  • Menschen mit transplantierten Organen, die Immunsuppressiva einnehmen

Corona Symptome: Wie äußert sich die Krankheit?

Die häufigsten Symptome, über die bei einer Infektion mit dem Coronavirus berichtet wird, sind Fieber, Husten, KopfschmerzenKurzatmigkeit und (leichte) Atembeschwerden. Bei sehr milden Verlaufsformen treten lediglich Symptome auf, die normalerweise für eine Erkältung typisch sind (Halsschmerzen, Husten, Schnupfen). Seltenere Symptome sind etwa Durchfall, Bindehautentzündungen oder der zeitweilige Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Es gibt auch Infektionen, bei denen sich keinerlei Symptome zeigen.

Nimmt die Erkrankung durch SARS-CoV-2 einen schweren Verlauf, kann es zu massiven Atembeschwerden, Schmerzen in der Lunge und einer Lungenentzündung kommen. Unbehandelt führt die Krankheit im schlimmsten Fall zu akutem Nierenversagen, was lebensbedrohlich ist.

Wie hoch ist die Sterblichkeitsrate von COVID-19?

Aktuell geht die WHO für das Coronavirus von einer Sterblichkeit (= Letalität) von ca. 2,3 % aus. Das ist deutlich niedriger als die Sterblichkeitsrate von SARS (ca. 10 %), allerdings etwas höher als die Letalitätsrate der durch Influenzaviren verursachten Grippe (weniger als 1 Prozent).

Der Grund dafür, dass das Corona Virus durch die WHO als Virus mit besonders hohem Gefährdungspotenzial eingestuft wurde, ist nicht seine Sterblichkeitsrate, sondern die Tatsache, dass SARS-CoV-2 stark infektiös ist und sich daher deutlich schneller verbreitet als die „normale“ Grippe.

Im Video unten erhältst du detaillierte Informationen über das Gefährdungspotenzial durch das Coronavirus, präsentiert durch die Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit (AGES).

Kann das Virus durch Haustiere übertragen werden?

Nein, es gibt keinen Hinweis darauf, dass du dich bei deinem Haustier mit dem Coronavirus anstecken könntest. Auch der umgekehrte Übertragungsweg (vom Menschen auf das Haustier) ist bislang noch nicht beobachtet worden. Trotzdem ist es ratsam, den Kontakt zu deinem Haustier so gering wie möglich zu halten, wenn du befürchtest, mit SARS-CoV-2 infiziert zu sein.

Wenn deine Katze niest oder du einen anderen Grund hast, eine Infizierung deines Haustieres zu vermuten, solltest du vorsichtshalber einen Tierarzt aufsuchen. Aber keine Panik: Niesen ist ein Symptom, das bei vielen Katzenkrankheiten auftritt. Welche das sind, kannst du in unserem Artikel über die 10 häufigsten Katzenkrankheiten nachlesen.

Ich fühle mich krank. Was muss ich jetzt tun?

Zunächst einmal: Bitte ruhig bleiben. In der aktuellen Lage macht uns zwar jedes kleine Halskratzen nervös, aber Angst war noch nie ein guter Ratgeber. Die folgende Grafik zeigt dir ganz genau, wie deine nächsten Schritte aussehen sollten. Und keine Sorge: Sollte sich herausstellen, dass du ein Corona-Verdachtsfall bist oder dich tatsächlich mit dem Virus angesteckt hast, versorgen wir dich ebenfalls mit allen notwendigen Informationen.

Corona Virus Österreich aktuell

Bin ich infiziert? Das musst du tun, wenn du eine Ansteckung mit COVID-19 befürchtest. Grafik: (c) HEROLD

Reisen in Zeiten von Corona – was muss ich beachten?

Aufgrund der steigenden Zahlen von Neuinfektionen werden die Sicherheitsmaßnahmen an Österreichs Grenzen strenger gehandhabt. Sämtliche Grenzkontrollen werden gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden durchgeführt.

An den Flughäfen vieler Länder werden Temperaturmessungen durchgeführt, damit krankheitsverdächtige Personen sofort isoliert und getestet werden können. Die Gesundheitsbehörden behalten es sich außerdem vor, an ausgewählten Einreiserouten auch Gesundheitschecks in Zügen, Bussen und PKWs durchzuführen. Weitere Informationen zu diesem Thema.

Weltkarte mit unterschiedlich farbigen Pins. Corona Virus aktuelle Lage in Österreich.

Die Welt ist wunderschön! Solange du die alle Vorsichtsmaßnahmen einhältst, steht deinen Urlaubsplänen nichts im Weg. Adobe Stock, (c) Tryfonov

Ob für dein geplantes Urlaubsziel eine Reisewarnung vorliegt, kannst du auf der Website des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten überprüfen. Grundsätzlich gilt: Das Reisen mit dem Flugzeug, dem Zug, Bussen oder dem PKW ist nach wie vor möglich.

Corona Virus Test: Wie läuft das ab?

Kann ich mich auf eigenen Wunsch testen lassen?

Ja, derzeit gibt es verschiedene Möglichkeiten, auf eigenen Wunsch einen Corona-Virus-Test durchführen zu lassen. Die Stadt Wien stellt beispielsweise mehrere Teststraßen für Menschen zur Verfügung, die in Wien leben oder arbeiten. Das kostenlose Angebot richtet sich an Menschen, die keine oder nur leichte Symptome haben. Nähere Informationen findest du auch hier.

Derselbe Corona-Schnelltest kann auch auf Wunsch nach Voranmeldung in spezialisierten Apotheken durchgeführt werden. Ab März gibt es zudem die Möglichkeit, sich in Apotheken gratis testen zu lassen. Nähere Informationen hierzu findest du hier.

Außerdem kann medizinisches Fachpersonal in konkreten Fällen entscheiden, ob jemand auf SARS-CoV-2 getestet wird. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder dein Hausarzt ordnet den Test direkt an (Achtung: Immer zuerst in der Ordination anrufen und fragen, ob du kommen darfst!) oder du schilderst deine Symptome über die Hotline 1450

Wo kann ich mich auf Corona testen lassen?

Wenn das medizinische Fachpersonal einen Test für notwendig hält, erklärt man dir ganz genau, wie du dich zu verhalten hast, und welche Institutionen in deiner Nähe den Test durchführen. Je nachdem, wie hoch der medizinische Dienst das Gefährdungspotenzial in deinem Fall einschätzt, ist es auch möglich, dass der Test bei dir zuhause durchgeführt wird.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich in einer Apotheke testen zu lassen. Der Corona-Schnelltest, der derzeit in spezialisierten Apotheken für circa € 20 angeboten wird, zeigt das Ergebnis (aktueller Infektionsstatus) innerhalb von 20-30 Minuten an. Nähere Informationen sowie alle Apotheken, die in Wien einen Schnelltest anbieten, findest du in unserem Beitrag Corona Schnelltest Wien: alle Apotheken.

Wie funktioniert der Corona Test?

Die derzeit beste Möglichkeit, eine Infizierung mit dem Coronavirus nachzuweisen, ist ein Abstrich aus dem Nasen- und Rachenraum. Im Labor wird dann das Erbgut der Viren nachgewiesen. Bei einem positiven Ergebnis wird der Test noch mit anderen Bruchstücken des Virusgenoms wiederholt. Auf diese Weise stellen die Experten sicher, dass das Ergebnis stimmt. Der Corona Virus Test ist mit einer Trefferquote von über 99 Prozent sehr sicher.

Positiver Corona Test – was jetzt?

Das Vorgehen im Falle eines positiven Tests auf den COVID-2019-Erreger ist landesweit einheitlich geregelt. Um andere vor einer Ansteckung zu schützen, ist es zunächst erforderlich, dass die erkrankte Person isoliert wird. Auf welche Weise dies geschieht, entscheidet das zuständige medizinische Fachpersonal in Absprache mit der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde.

Um deine Familie und Freunde, aber auch deine Arbeitskollegen zu schützen, gibst du beim Amtsarzt (Gesundheitsbehörde) an, mit wem du in den letzten Tagen und Wochen Kontakt hattest. Die Kontaktpersonen werden informiert und je nach Situation und Gefährdungspotenzial unter Quarantäne gestellt und/oder ebenfalls auf eine Infizierung getestet.

Wie wird Corona behandelt?

Der Impfstoff gegen SARS-CoV2 hat die letzte Testphase abgeschlossen und ist nun in Europa zugelassen worden. Mit dem Jahreswechsel beginnen die Impfungen für Personen, die in Pflege- und Altersheimen beschäftigt sind. In Österreich werden die ersten Impfungen gegen Corona in Wien und Niederösterreich noch in diesem Jahr stattfinden.

Liegt jedoch eine Infektion vor, besteht die Behandlung gegenwärtig noch darin, die Symptome zu behandeln bzw. zu mildern. Konkret bedeutet das zum Beispiel, dass infizierten Personen fiebersenkende Mittel verschrieben werden. Darüber hinaus gelten die gleichen Handlungsempfehlungen wie bei der normalen Grippe: Viel trinken, viel Schlafen und die Symptome beobachten.

Wenn das Fieber stärker wird (du solltest deine Temperatur zweimal am Tag kontrollieren) und/oder du feststellst, dass dir das Luft holen immer schwerer fällt, ist sofort ärztlicher Rat einzuholen (Hotline: 1450) einzuholen bzw. ärztliche Hilfe anzufordern (144).

Fieberthermometer, Tee und Zitrone bzw. Limette in der Behandlung des Corona Virus.

Zitronen- oder Limettensaft enthalten große Mengen Vitamin C, welches helfen kann, dein Immunsystem zu unterstützen. Adobe Stock, (c) pictworks

Muss Corona im Krankenhaus behandelt werden?

Bei einer Infektion mit dem Coronavirus musst du nicht zwangsläufig im Krankenhaus behandelt werden. Die stationäre Behandlung ist nach aktuellem Stand nur bei einem problematischen Krankheitsverlauf erforderlich. Letzten Endes entscheidet das medizinische Fachpersonal darüber, ob du im Krankenhaus unter Quarantäne gestellt wirst oder ob die Heimquarantäne ausreichend ist.

Wie erfahre ich, ob ich mich zuhause isolieren muss?

Bei Verdacht auf eine Infizierung mit SARS-Cov-2 kann das zuständige medizinische Fachpersonal sich für eine Heimquarantäne aussprechen. Der Bescheid über Quarantänemaßnahmen wird dir anschließend mittels RSb-Schreiben (Rückscheinbrief) zugestellt, der aber auch durch eine Ersatzperson angenommen werden kann. In dem Schreiben befinden sich genaue Anweisungen, wie du dich während der Heimquarantäne zu verhalten hast.

Verhalten während der Heimquarantäne

Je nach Gefährdungspotenzial, wie es durch das medizinische Fachpersonal festgestellt und an die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde übermittelt wird, kann die Heimquarantäne unter verschiedenen Auflagen angeordnet werden. Grundsätzlich gilt:

  • Der Kontakt zu anderen Personen ist nach Möglichkeit zu unterlassen.
  • Der Aufenthalt ist nach Möglichkeit auf die eigene Wohnung/das eigene Grundstück beschränkt.
  • Der Besuch von öffentlichen Gebäuden (z.B. Supermärkte) ist auf das Notwendigste zu reduzieren.
  • Die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist bis auf das Notwendigste zu reduzieren.

Je nach Gefährdungspotenzial kann es auch sein, dass du gar keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr nutzen und gar keine Supermärkte oder andere öffentliche Gebäude mehr betreten darfst.

Ich darf nicht mehr einkaufen. Was jetzt?

Wenn es niemanden gibt, der dich während der Heimquarantäne mit Lebensmitteln und anderen Produkten des täglichen Bedarfs versorgen kann, kannst du dich an den sozialen Dienst wenden. Informationen hierzu findest du u.a. auf den Informationsseiten deines jeweiligen Bundeslandes. Darüber hinaus hat das Team Österreich, eine Initiative vom Rotem Kreuz und Hitradio Ö3, unter der Nummer 0800 600 600 eine Hotline eingerichtet, die kostenlos täglich von 7-19 Uhr erreichbar ist.

Gut zu wissen! Die Stadt Wien hat vor Kurzem eine Hotline eingerichtet, die ältere Menschen, die im Falle einer Infizierung besonders gefährdet sind, bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten unterstützt: 01/4000 4001.

Wer kümmert sich während der Heimquarantäne um mein Haustier?

Da das Ausgehen mit deinem Hund oder der Besuch beim Tierarzt nicht als absolut notwendig gelten, kannst du diese Pflichten nicht wahrnehmen, solange du unter Quarantäne stehst. Wenn du dein Haustier nicht anderweitig unterbringen kannst, empfehlen wir, auf die Dienste einer Tierpension zurückzugreifen.

Werde ich während der Heimquarantäne kontrolliert?

Es ist möglich, dass die Gesundheitsbehörde vor Ort kontrolliert, ob die Vorgaben aus der Verordnung über die Quarantänemaßnahmen, die du per RSb-Schreiben übermittelt bekommen hast, eingehalten werden. Werden sie nicht eingehalten, hat die zuständige Behörde das Recht, die Vorgaben mithilfe der Polizei durchzusetzen.

Wie lange gilt die Heimquarantäne?

Wie lange genau du symptomfrei sein musst, damit der Arzt deine Genesung bestätigt, liegt im Ermessen des medizinischen Fachpersonals. Nach aktuellem Stand wird die Quarantäne für Verdachtsfälle für mindestens 10 Tage angeordnet. Einige Bundesländer, darunter Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Burgenland und Salzburg, haben sich jedoch entschlossen, die Quarantäne gemäß einer Empfehlung des Gesundheitsministeriums auf 14 Tage zu verlängern.

Corona Virus und Arbeitsrecht

Darf ich aus Angst vor einer Ansteckung zuhause bleiben?

Nein, die Angst vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2-Erregern ist kein Grund, der Arbeit fernzubleiben. Laut der Österreichischen Arbeiterkammer ist das eigenmächtige Fernbleiben des Arbeitnehmers nur dann gerechtfertigt, wenn eine objektiv nachvollziehbare Gefahr besteht, sich am Arbeitsplatz mit dem Corona Virus zu infizieren. Als objektiv nachvollziehbar gilt die Befürchtung z.B. dann, wenn es im unmittelbaren Arbeitsumfeld bereits zu Ansteckungen gekommen ist. Mehr Informationen zu diesem Thema.

Darf mein Arbeitgeber mich ins Home Office schicken?

Arbeitsrechtlich ist es nur dann zulässig, dass dein Arbeitgeber dir bis auf Weiteres die Arbeit im Home- bzw. Tele-Office vorschreibt, wenn in deinem Arbeitsvertrag bereits eine entsprechende Vereinbarung festgehalten ist. Dies kann entweder eine ausdrückliche Vereinbarung zu Telearbeit sein, oder aber eine sog. Versetzungsklausel, nach der dein Arbeitgeber dich (auch ohne Zustimmung) an einen anderen Ort versetzen kann. Darüber hinaus ist es natürlich möglich, dass die Telearbeit/das Home Office nachträglich vereinbart wird. Mehr Informationen der Arbeiterkammer zu diesem Thema.

Habe ich aufgrund von COVID-19 Anspruch auf Home Office?

Nein, auch in Zeiten von Corona besteht kein Anspruch auf Home Office/Telearbeit. Besteht am Arbeitsplatz nicht die objektiv nachvollziehbare Gefahr einer Ansteckung, beispielsweise aufgrund von bereits bestätigten Infizierungen, ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet, seinen Mitarbeitern die Arbeit von Zuhause zu ermöglichen. Ob er dies vorsorglich trotzdem ermöglicht oder den Arbeitnehmer sogar von der Arbeit freistellt, liegt im Ermessen des Arbeitgebers und ist unabhängig von behördlichen Vorschriften.

Kann mein Arbeitgeber mich in Kurzarbeit schicken?

Dein Arbeitgeber hat das Recht, beim AMS einen Antrag auf Kurzarbeit zu stellen. Allerdings muss der Betriebsrat den jeweiligen Konditionen zustimmen. Gibt es keinen Betriebsrat, müssen Einzelvereinbarungen mit der Belegschaft getroffen werden. Wie sich dein Nettogehalt durch Kurzarbeit verändert und für welchen Zeitraum diese Maßnahmen gesetzt werden können, erfährst du im Artikel Corona Kurzarbeit 2020.

Ich stehe unter Quarantäne. Bekomme ich mein Gehalt weiterhin?

Wenn du nicht nur Arbeit kommen kannst, weil du unter Quarantäne stehst oder gegen eine andere behördliche Anordnung verstoßen würdest (z.B. Isolierung einzelner Wohngebiete), dann beziehst du natürlich trotzdem weiterhin dein Gehalt. Dein Arbeitgeber zahlt dir dein Entgelt und kann dies später von der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde zurückfordern.

Ich muss mein Kind betreuen. Darf ich zu Hause bleiben?

Wenn du Kinder in einem Alter hast, in dem Betreuung notwendig ist (dies gilt vor allem für Kinder im Kindergarten-Alter sowie die unteren Schulstufen), und du keine Möglichkeit hast, Betreuung durch Familie oder Freunde zu organisieren, darfst du der Arbeit fernbleiben. Du hast einen Anspruch auf Entgeldfortzahlung. Diese Ausnahme gilt jedoch nur im Ausmaß von bis zu einer Woche. Längere Zeiten sind mit dem Arbeitgeber individuell zu vereinbaren.

Ich kann nicht daheim bleiben. Wer kümmert sich um mein Kind?

Betreuungseinrichtungen für Kinder bis 14 Jahre (Kinderkrippen, Kindergärten, Volksschulen, Mittelschulen und Unterstufen der Gymnasien) bleiben geöffnet, um die Betreuung jener Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten, deren Eltern eine Betreuung im privaten Umfeld nicht organisieren können. Dies gilt beispielsweise für ArbeitnehmerInnen im Gesundheits- und Pflegebereich, die nicht auf Teleworking umgestellt werden können. Weitere Informationen zum Thema Corona und Schule.

Quellen:

https://www.sozialministerium.at/

https://www.arbeiterkammer.at/index.html

https://www.wko.at/

https://www.bundeskanzleramt.gv.at/

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