Gut und günstig essen in Wien

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Osso Bucco im MIR, Foto (c) Claudia Busser – HEROLD.at

Wo kann man in Wien gut und günstig auswärts essen? Gute Frage! Der HEROLD verrät dir, wo du in unserer schönen Bundeshauptstadt mittags oder abends vernünftiges, warmes Essen in bester Qualität zu kleinen Preisen bekommst. Mehrere Hauptspeisen unter zehn Euro auf der Karte waren für die Aufnahme in diese Liste eine Voraussetzung. Es gibt Lokale mit Wiener Küche oder Ethnoküche, einige Szenelokale und auch ein paar chice, neue Kantinen. Weder Fastfood, noch Würstelstand, das war die Devise, sondern gut und günstig essen in Wien.

Gut und günstig essen in Wien?

Ja, das geht tatsächlich. Wobei man sagen muss, dass das kulinarische Angebot Wiens im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen nicht nur unheimlich vielfältig und von teils phantastischer Qualität ist, sondern großteils auch ein annehmbares bis wunderbares Preis-Leistungs-Verhältnis aufweist. Das ist ein großes Glück, ich sag’s nur. Trotzdem, manchmal darf es auch ‚mal günstig sein. Ein Tipp vom HEROLD dazu: Beim Trinken aufpassen! Auf der einen oder anderen Karte wurden schon Preise für ein Achterl österreichischen Weines gesichtet, die hart an der Zehn-Euro-Marke schrammten, aber das ist eine andere Geschichte …

1. Mittags ist ein heißer Tipp: das günstige Menü des Tages!

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Café Engländer , Bild (c) Claudia Busser – HEROLD.at

Wer es schafft seinen größten Hunger im Tagesverlauf mittags zu haben, ist im Vorteil. Viele Lokale bieten für die Mittagspause Menüs aus zwei bis drei Gängen zu moderaten Preisen an. Da kann man dann sogar Restaurants testen, die abends eventuell unerschwinglich sind und speist dort um etwa 30 Euro puren Luxus. Ich sage nur Park Hyatt oder Clementine im Glashaus im Palais Coburg. Aber wir halten uns an die magische Zehn-Euro-Marke. Kaffeehäuser und Bioläden mit Konsumationsbereich bieten was wir suchen. Laut der Tageszeitung Der Standard essen rund zwei Millionen Menschen unter der Woche zu Mittag außer Haus. HEROLD Tipp: Vielleicht gibt es in deinem abendlichen Lieblingslokal mittags dieses Angebot – fragen kostet nichts! Und dann kannst du auch gleich reservieren. Hier ein paar Möglichkeiten zur Inspiration dazu in zufälliger Reihenfolge:

2. Mief war gestern, hip ist heute: Kantinen

Da hat sich im letzten Jahr, also 2017 eindeutig ein starker Trend herausgebildet. Viele Firmenkantinen öffnen sich dem öffentlichen Publikum. Sie wollen wohl alles Verstaubte abstreifen und orientieren sich in Küche und Ausstattung eindeutig in Richtung Zeitgeist. Ist vermutlich auch günstig für’s Firmenimage. Natürlich darf man auch all die Mensen nicht vergessen! Vielleicht musst du deine Schwellenangst überwinden oder ein wenig suchen so wie zum Beispiel beim „Soho“. Das ist die Kantine im Souterrain der Nationalbibliothek: Der Eingang ist durch den Burggarten zu finden, am Palmen- und Schmetterlingshaus vorbei, ganz hinten links durch das kleine Tor. Alles klar?

3. Das Beisl ums Eck: leistbare Wiener Wirtshauskultur

Gut und günstig essen in Wien kann man schon seit es die segensreiche Institution des Wiener Beisls gibt. Wer Schnitzel, überhaupt Gebackenes, Gulasch und Palatschinken mag, findet oft ganz in der Nähe solide Hausmannskost inklusive einer gehörigen Portion Wiener Schmäh. Aber Achtung: Viele der Gasthäuser sind kein Geheimtipp mehr und tauchen in internationalen Reiseführern auf. Also reservieren – oder schneller sein! Abgesehen vom kulinarischen Vergnügen kann man in solchen Lokalen Wiener Alltagskultur, Skurriles und Unterhaltsames erleben. Eine Nahrungsaufnahme mit Mehrwert sozusagen.

4. Neue Konzepte und alte Szenelokale

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Mittagstisch im Süsswasser, Bild (c) Claudia Busser – HEROLD.at

Es gibt mehrere unterschiedliche Strategien, um auf dem Markt zu bestehen. Eine davon ist günstigere Preis zu bieten als die Konkurrenz, eine andere ist innovativ zu sein bzw. ein Angebot zu haben, das sonst keiner bietet. Besonders erfreulich und spannend finde ich, dass sich zwei der Lokale in der folgende Liste diesen marktwirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten entziehen. Beide Lokale gibt es schon viele Jahre lang. In beiden Lokalen bestimmt der Gast, ob und wie viel er zahlen will. Im Wiener Deewan und im Café Gagarin gilt nämlich: Pay as you wish. Das gibt einem irgendwie den Glauben an die Menschheit zurück. Geiz ist eben doch nicht geil. Super!

5. Der Bauch von Wien: Lokale auf Märkten

Gute und günstig essen in Wien, in Marktlokalen, Ballsy

Gut und günstig essen in Wien geht hervorragend rund um Märkte, zum Beispiel im Ballsy, Bild (c) Andrea Pickl

Welcher Ort ist der beste, wenn man hungrig ist? Richtig, ein Markt voll mit Lebensmitteln. In den letzten Jahren hat das gastronomische Angebot auf den Wiener Märkten teilweise dem Handel mit Lebensmitteln gegenüber einen gewissen Überhang bekommen – Stichwort: Naschmarkt – aber darüber werden wir jetzt nicht jammern. Ein Markt bietet eine breite Palette frischer Lebensmittel und den angrenzenden Lokalen mit diesen Produkten eine perfekte Infrastruktur, um Köstliches auf die Tische zu bringen. Auf den Märkten und in ihrer unmittelbaren Umgebung wird dein Hunger also sicher immer günstig gestillt.

6. Der Mensch lebt schon vom Brot allein, zumindest manchmal.

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Miznon, Streetfood aus Tel Aviv in Wien, günstig und sehr gut, Interieur, Bild (c) Andrea Pickl

Es geht um Brötchenlokale im weiteren Sinn. Wir in Österreich leben in einem Land mit einer ausgesprochen hohen Brotkultur, auch gekennzeichnet durch eine sehr breites Angebot. Aber andere Länder machen auch gutes Brot und vor allem füllen sie ihre Pitas, Sandwiches und verschiedene Teigfladen mit ungemein schmackhaften und kreativen Füllungen. Natürlich kann man ein gefülltes oder belegtes Brot auch im Gehen verschlingen und „mobiles Essen“ ist definitiv ein aktueller Foodtrend. Ich bevorzuge es nach Möglichkeit im Sitzen zu essen – auch wenn es nur für fünf Minuten sein sollte. Essen, das achtsam verzehrt wird, ist ein größerer Genuss und mit Sicherheit bekömmlicher.

7. Ethnoküche, ein sicherer Tipp um gut und günstig zu essen in Wien

gut und günstig essen in Wien, Brasserie de la Marie, Ethnoküche

gut und günstig essen in Wien, Brasserie de la Marie – HEROLD.at

Reisen kann man auch kulinarisch rund um die Welt. In den folgenden Lokalen noch dazu ohne, dass man sich ein Loch in die Brieftasche brennt: Nepal, die Türkei, Italien, Japan, Frankreich, der Libanon, die ganze Welt. Da sind einige Kuriositäten dabei wie die billigste Pizza Wiens und ein Sushilokal, dessen Preise dauerhaft um 50 Prozent gesenkt sind. Man kann also in jeder Hinsicht seinen Horizont erweitern …

8. Meine Suppe ess‘ ich schon – gut und günstig essen in Wien

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Mochi Ramen Bar, asiatische Suppen, Bild (c) Andrea Pickl für kekinwien.at

Besonders an kalten Tagen vermag einen eine warme Suppe wieder aufzurichten. Take-Away-Lokale mit ein paar wenigen Konsumationsplätzen gibt es in Wien schon länger. Dass die reich mit verschiedenen Einlagen gefüllten Suppen aus Asien zu uns herübergeschwappt sind, ist sehr erfreulich. Jeder, der schon einmal einen Altwiener Suppentopf gegessen hat, weiß, wie ergiebig so ein Gericht sein kann. Pho oder Ramen sind quasi ein schmackhaftes Äquivalent. Über die entsprechenden Lokale habe ich ja schon einmal berichtet: Die Top 10 Pho Lokale in Wien findest du hier bitte! Und die Top 5 Ramen Restaurants bitte hier! Dass der Suppenkaspar ein Trottel ist, habe ich mir als Kind schon gedacht.

In diesem Sinne: Es gibt immer mehr Möglichkeiten als man glaubt – auch für gut und günstig essen in Wien.
Mahlzeit!

Essen am Sonntag in Wien



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