Teppich verlegen: So kommst du zum neuen Teppichboden

Teppich verlegen: Eine Auswahl verschiedener Teppichböden.

Diesmal in unserem Ratgeber zu Bauen, Wohnen und Garten: Teppich verlegen samt Anleitung und Kosten. Foto: Adobe Stock, (c) Dreadlock

Ein Teppichboden verleiht Räumen Gemütlichkeit und verleiht Räumen eine zusätzliche Schalldämmung. In unserer Anleitung erklären wir, wie du ihn ganz einfach selbst verlegen kannst und was du dabei beachten musst. Außerdem: Was das Verlegen vom Teppich durch einen Profi kostet und beliebte Anbieter in Wien.

Teppich verlegen: Anleitung & Werkzeug

Kurz und knapp: Wenn du einen Teppich verlegen möchtest, entfernst du zunächst den alten Teppich und sämtliche Kleberreste. Gleiche Unebenheiten mit Spachtelmasse aus und reinige den Untergrund gründlich. Anschließend legst du die Teppichbahnen testweise aus und schneidest ihn grob zurecht.

Bevor es ans endgültige Teppich Verlegen geht, trägst du mit einer Zahnspachtel den Kleber am Boden auf. Anschließend verlegst du die Bahnen ordentlich und schneidest die Überstände an Ecken und Kanten noch einmal präzise zurecht. Den Abschluss bildet die Montage von Teppichleisten oder Sockelleisten.

Materialien und Werkzeug:

  • Teppichboden (Verschnitt einberechnen)
  • scharfes Messer zum Schneiden (Teppichmesser)
  • Zahnspachtel und Teppichkleber
  • alternativ: Doppelseitiges Klebeband
  • Walze
  • Sockelleiste / Teppichleiste (Kettelleiste)
    • Passende Schrauben und Bohrmaschine
  • Zollstock
  • Türschwellenlineal (auch Schneidekante oder Beschneidelineal)
  • wenn möglich: einen Assistenten oder eine Assistentin

Falls das zu schnell war, haben wir jetzt noch einmal eine genaue Anleitung für dich.

Schritt 1: alten Teppichboden entfernen

Bevor du den neuen Teppich verlegen kannst, muss der alte Bodenbelag erstmal weichen. Einen Teppichboden zerteilst du dabei am besten mit einem Teppichmesser in einzelne Teile. So lässt er sich besser ablösen. Ein Elektroschaber hilft dabei, besonders hartnäckige Teppichreste zu entfernen. Anschließend befreist du den Untergrund gründlich von Schmutz und Klebspuren.

Mögliche Unebenheiten, Risse oder Löcher solltest du mit Spachtelmasse ausbessern. Überschüsse der Spachtelmasse schleifst du anschließend mit etwas Schleifpapier glatt. So liegt der Teppich später optimal auf und schlägt keine Wellen. Bevor du den neuen Teppichboden verlegen kannst, sollte der Boden sauber und vollkommen trocken sein.

Alle Werkzeuge zum Teppich Verlegen auf einem Blick: Teppichboden, Teppichmesser, doppelseitiges Klebeband, Spachtel, Lineal und Teppichleiste

Was du zum Verlegen brauchst? Teppichmesser, Spachtel und etwas Geschickt. Foto: Adobe Stock, (c) Astrid Gast

Teppichboden auf Fliesen verlegen

Fliesen musst du nicht unbedingt entfernen, wenn du darüber einen Teppichboden verlegen möchtest. Breite Fugen solltest du dann jedoch erst mit Spachtelmasse kitten. Auch die Wahl des richtigen Klebebandes ist entscheiden. Nicht jedes doppelseitige Klebeband haftet auf allen Fliesenarten gleich gut. Darüber hinaus solltest du erst prüfen, ob sich vorhandene Türen nach dem Teppich Verlegen noch öffnen lassen. Eine Tür aus Holz kannst du gegebenenfalls an der Unterseite abschleifen.

Teppichboden auf Laminat, PVC und Holzboden

Auch auf Laminat, PVC und Parkettboden kannst du einen Teppich verlegen. Wähle auch hierzu einen geeigneten Kleber. Größere Fugen und Spalten, z. B. bei einem Holzdielenboden, solltest du zuerst zuspachteln.

Schritt 2: Teppich auslegen und zuschneiden

Rolle den neuen Teppich zunächst im Raum aus und lass ihn dort einige Zeit liegen, sodass er sich an den Kanten nicht mehr einrollt. Dieser Schritt ist nicht nur wichtig, um zu sehen, wo und wie der Teppichboden liegen soll. Er kann sich währenddessen auch an das Raumklima anpassen. Denn viele Materialien dehnen sich in einer entsprechenden Umgebung noch etwas aus oder ziehen sich zusammen.

Üblicherweise findest du hierzu genauere Informationen in den Herstellerangaben zu deinem Teppich. Falls nicht, rechne mit etwa 24 Stunden.

Teppich verlegen: Ein Mann rollt einen Teppichboden aus.

Teppichboden verlegen für Heimwerker: Vor dem Fixieren musst du den Stoff 24 h am Boden liegen lassen. Foto: Adobe Stock, (c) Andrey Popov

Hat sich der Teppichboden akklimatisiert, solltest du ihn zunächst grob mit einem Teppichmesser in die gewünschte Größe schneiden. Lass dabei 10-15 Zentimeter zusätzlichen Anschnitt stehen.

Wenn du den Teppich in Bahnen verlegst, lege diese mit etwa 3-5 Zentimeter Überlappung aus und hefte sie provisorisch mit Klebeband aneinander. Man spricht dann übrigens von sogenannten Teppichstößen. Bei einem gemusterten Stoff solltest du zusätzlich Acht geben, dass die Muster und Laufrichtungen der einzelnen Bahnen zusammenpassen und sich nicht ungünstig überschneiden.

Etwa 24 Stunden lang sollte der Teppich erst einmal im Raum liegen, ehe du ihn festklebst. In dieser Zeit akklimatisiert sich das Material. Manche Materialien dehnen sich dabei aus, andere binden Luftfeuchtigkeit und ziehen sich zusammen.

Schritt 3: Teppichboden verkleben

Und schon geht es ans Fixieren des Teppichbodens. Du kannst den Teppich entweder stellenweise festkleben oder den Teppichkleber großflächig auftragen. Wenn du den Teppichboden nur an ausgewählten Punkten fixierst, ist es hinterher leichter, ihn wieder zu entfernen.

Ein ganzflächig verklebter Teppich hält Belastungen hingegen besser stand. Als Bodenbelag im Kinderzimmer eignet sich also besser eine großflächige Verklebung. In einem Schlafzimmer reicht es, den Stoff punktuell zu verkleben.

Teppichboden verlegen: Ein kleines Mädchen spielt mit einem Welpen auf einem Teppichboden.

Im Kinderzimmer Teppich verlegen? Dann solltest du den Teppichboden vollflächig am Boden fixieren. Foto: Adobe Stock, (c) nuzza11

Zum Kleben eignet sich spezieller Teppichkleber, den du mit einer Zahnspachtel aufträgst. Auch der Einsatz von doppelseitigem Klebeband ist möglich, sofern es an Untergrund und Teppich haftet. Das ist vor allem bei Teppichen aus Naturfaser oder einer Unterseite aus Vlies der Fall. Man spricht dann davon, dass der Teppichboden lose verlegt wird. Besonders in einer Mietwohnung ist das Verlegen mit Klebeband eine gute Alternative zu Teppichkleber.

  • Teppich lose verlegen mit Klebeband: einfacheres Anbringen, leichteres Teppich Entfernen, weniger gute Belastbarkeit
  • Teppich vollflächig verkleben mit Teppichkleber: Teppichboden entfernen ist später schwieriger, Teppich kann stärker beansprucht werden ohne sich zu lösen

Schritt 4: Teppichboden verlegen

Jetzt geht’s ans Eingemachte: Warte etwa 10 Minuten, bis der Kleber leicht antrocknet. Dann kannst du die Bahnen verlegen und sie dabei fest auf den Boden drücken. Arbeite dich dabei Schritt für Schritt vor, sodass keine Wellen oder Blasen entstehen. Ein bisschen so, als würdest du eine Schutzfolie auf dein Handy-Display kleben. 😉

Falls es doch mal zu Unebenheiten kommt, ziehe den Teppich vom Untergrund ab und klebe ihn dann noch einmal richtig auf. Dabei ist eine flinke Hand gefragt – leichter geht es natürlich zu zweit. Wenn du eine Walze einsetzt, geht das faltenfreie Auslegen noch einfacher. Achte beim Verlegen vor allem an den Ecken und Kanten darauf, dass der Teppich gut am Untergrund klebt.

Tipp: Wenn du den Teppichboden fixierst, ist eine Walze hilfreich, um ihn gründlich festzudrücken. Alternativ kannst du aber auch einen großen, flachen Gegenstand nutzen.

Wenn du den Teppich in mehreren Bahnen verklebst, solltest du die sich überlappenden Stellen (Stöße) gleichzeitig mit dem Teppichmesser schneiden. Anschließend entfernst du die abgeschnittenen Überstände. So erhältst du einen nahtlosen Übergang.

Schritt 5: Teppich schneiden und Teppichleiste anbringen

Nun musst du die Überstände mit einem scharfen Teppichmesser und einem Türschwellenlineal (auch Schneidekante oder Beschneidelineal genannt) abschneiden. Lass dir dabei Zeit und arbeite besonders ordentlich. Brich die Spitze des Teppichmessers ab, sobald du merkst, dass es abstumpft.

Zum Abschluss solltest du Teppichleisten (auch: Kettelleiste) oder Sockelleisten am Übergang zwischen Boden und Wand anbringen. Viele Hersteller bieten passende Teppichleisten zu den jeweiligen Teppichböden an. Ansonsten kannst du auf eine farblich passende Kunststoffleiste aus dem Baumarkt zurückgreifen. Oft kannst du Teppiche im Möbelhaus auch extra ketteln, also säumen, lassen.

Oft verfügen diese über einen Klebestreifen auf der Rückseite, sodass du die Teppichleiste kleben kannst. Bei anderen Kunststoffleisten ist es gegebenenfalls nötig, dass du sie mit Schrauben und einer Bohrmaschine festschraubst. Nach der Montage schiebst du zurechtgeschnittene Streifen in die Leisten.

Wie viel Verschnitt hat man beim Teppich Verlegen?

Damit du beim Verlegen möglichst wenig unnötigen Verschnitt hast, solltest du den Raum zunächst ordentlich ausmessen. Verlasse dich dabei nicht auf die Angaben im Bauplan, da diese fast nie der realen Größe eines Zimmers entsprechen. Oft ist ein Raum nicht über die gesamte Länge hin gleich lang oder breit.

Lege deinen Zollstock also an verschiedenen Stellen an und notiere dir dann die breitesten Stellen als Maß für den Teppichboden. Meist gibt es Teppichboden übrigens in den Standardbreiten 4 m und 5 m zu kaufen. Bei einigen Anbietern kannst du den Teppich auch genau auf Maß schneiden lassen. Vergiss nicht mindestens 10-15 Zentimeter Verschnitt an allen Seiten sowie ausreichend Stoffstreifen für die Teppichleisten einzurechnen.

Teppich verlegen: Kosten für Kleber & Teppichboden

Herkömmlicher Teppichboden kostet – je nach Ausführung und Qualität – meist zwischen 5 und 25 Euro pro Quadratmeter. Designerware und besonders edle Stoffe können aber auch bis zu 200 € kosten.

Für den Kleber bei der vollflächig verklebten Verlegung musst du mit 5-7 € pro Quadratmeter rechnen.

Teppich verlegen lassen: Kosten & Anbieter

Mit ein bisschen Geschick und Mühe kannst du gerade einfärbige Teppiche in kleinen Räumen gut selbst verlegen. Kniffliger wird es hingegen bei gemusterten Teppichen, beim Verlegen in Bahnen und bei großen Räumen. Denn dann musst du oft mitten im Zimmer einen langen Schnitt (Naht) durch sich überlappende Teppichbahnen ziehen.

Teppich verlegen: Ein Mann schneidet den Teppichboden zurecht.

Profis fixieren Teppiche fehlerlos und schneller als Heimwerker am Boden. Foto: Adobe Stock, (c) Andrey Popov

Ein perfektes Ergebnis lässt sich dabei ohne ausreichend Erfahrung kaum erzielen. Auch das Verlegen von hochwertigen, dicken und starren Teppichen ist schwierig. Besonders, wenn du einen teureren Teppich verlegen möchtest, und deinen Handwerkskünsten nicht 100% vertraust, lohnt sich der Gang zu professionellen Teppicherverlegern.

Die Vorteile beim Verlegen durch den Profi:

  • Spart Zeit und Arbeit: Erfahrene Verleger erledigen die Arbeit in kürzerer Zeit als Heimwerker – ohne Falten und Fehler.
  • Muster: Bahnen bei gemustertem Teppich passen später zusammen.
  • Erfahrung: Starrer und dicker Teppichboden lässt sich als Anfänger kaum selbst verlegen.
  • Weniger Verschnitt: Profis wissen genau, wie sie am wenigsten Verschnitt produzieren und verschwenden weniger Stoff als Laien.

Was kostet Teppich verlegen lassen?

Wenn du den Teppichboden verlegen lassen möchtest, hängt der Preis neben der Größe des Raums auch von der gewählten Art der Montage ab. Vollflächiges Verlegen ist in der Regel etwas teurer, als eine lose Verlegung, da hierbei noch Kosten für den Teppichkleber und eine längere Arbeitszeit anfallen.

Mit einem Preis von 12-30 € pro Quadratmeter solltest du bei der vollflächigen Verklebung rechnen. Die Kosten für die lose Verlegung liegen bei 10-25 €. Hinzu kommen noch Kosten für das Montieren der Teppichleisten. Auch zusätzliche Arbeiten wie das Entfernen eines alten Teppichs und das Vorbereiten des Bodens kosten extra. Sparen kannst du, wenn du das bereits selbst erledigst, wie in Schritt 1 beschrieben.

Teppich verlegen lassen: Kosten

  • vollflächige Verklebung: 12-30 € pro m²
  • lose Verlegung: 10-25 € pro m²
Rotwein, Kaffee, Kugelschreiber: Während sich Bodenbeläge wie Fliesen leicht reinigen lassen, können Flecken auf dem Teppich schon mal so richtig für Frust sorgen. Wie du Rotweinflecken los wirst und warum Natron, Essig und Zitronensäure deine besten Freunde sind, erfährst du hier.

Empfohlene Anbieter in Wien

Viele Maler und Lackierer, aber auch Tapezierer und Betriebe, die auf Bodenbeläge spezialisiert sind, bieten die Teppichverlegung an. Auf HEROLD.at sehr gut bewertet wurden dabei die folgenden Betriebe in Wien. Prädikat: Empfehlenswert.

1. Bugkel Bodenverlegung in 1170 Wien

Die Bugkel GesmbH in Wien Hernals ist ein Familienunternehmen mit langer Tradition. Bereits seit 1878 besteht der Betrieb. Neben Malerarbeiten kümmern sich die Mitarbeiter auch um Wasser- und Brandschäden, Schimmelbefall in der Wohnung und die Verlegung von verschiedensten Bodenbelägen.

Bei 22 Bewertungen erhält der Betrieb von seinen Kunden eine Gesamtnote von 4,8 Sternen auf HEROLD.at. Über die Website der Bugkel GesmbH kannst du dir übrigens unverbindlich ein Angebot die Verlegung deines Teppichbodens erstellen lassen.

Bugkel GesmbH Bodenverlegung in 1170 Wien

Christian Syrovatka Bodenleger – Maler – Tapezierer in 1200 Wien

In Wien Brigittenau findest du Christian Syrovatkas Betrieb, der Böden verlegt, Maler- und Tapezierarbeiten verrichtet. Hier sind sowohl Privathaushalte als auch Gewerbe in guten Händen. Der Meisterbetrieb für Bodenverlegung legt neben Teppichböden auch Vinylböden sowie Fliesen und Platten aus.

„Toller Schauraum, Top Beratung, Zuverlässige und freundliche Mitarbeiter. Ich hatte schon viele Dienstleister bei mir zu Hause. Aber diese Firma ist eine Klasse für sich. Hier lebt man noch die Wünsche des Kunden und hält sich exakt an die Vorgaben und Vereinbarungen!“, freut sich ein Kunde des Unternehmens. We like!

Christian Syrovatka Bodenleger – Maler – Tapezierer in 1200 Wien

Teppich verlegen: Eine Auswahl verschiedener Teppichboden Muster

In diesen Einrichtungshäusern findest du den perfekten Teppichboden für dich. Foto: Adobe Stock, (c) nd700

3. Firma Dietl in 1190 Wien

Matratzen, Vorhänge, Tapeten, Frescen, Markiesen: In Sachen Innenausstattung lässt Firma Dietl in Wien Döbling kaum einen Wunsch offen. Auch Bodenbeläge wie Teppichboden gehört zum Repertoire des Traditionsunternehmen, das bereits seit 1893 besteht.

Eine Kundin streut dem Betrieb Rosen: „Bei in Zukunft anstehenden Renovierungsarbeiten werden wir uns wieder an Sie wenden. Ein Werbespruch für Ihre Firma könnte lauten: „Einmal Dietl, immer Dietl“ 😉 “ Neben höchster Qualität wird bei Dietl auch Wert auf eine sorgfältige Ausbildung gelegt. Als bisher einziger Tapezierer Österreichs darf sich der Betrieb mit dem Titel Staatlich ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb schmücken.

Firma Dietl in 1190 Wien

4. HASSLER GmbH in 1170 Wien

Ein Besuch bei HASSLER  in Wien Hernals lohnt sich, wenn du eine große Auswahl schätzt. Hier findest du Teppichböden in verschiedenen Farben, Designs und Materialien – von klassisch bis modern. Ab einer Fläche von 100 m² erhältst du dort zudem Sonderdesigns ganz nach deinem Geschmack.

Ein zufriedener Kunde lobt: „Sehr professionelle Beratung und Ausführung. Die Fa. Hassler hat Teppichboden in meiner Wohnung verlegt und ich kann die Firma nur weiterempfehlen. Pünktlich, genau und schnell. Bin absolut begeistert.“

HASSLER GmbH in 1170 Wien

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