Terrassenüberdachung: Materialien, Preise & Anbieter

Terrassenüberdachung

Eine Terrassenüberdachung aus Holz wirkt natürlich und passt zu jedem Baustil. Foto: Adobe Stock, (c) JRP Studio

Du würdest gerne Zeit auf deiner Terrasse verbringen, doch es regnet oder die Hitze macht es unerträglich? Eine Terrassenüberdachung schützt vor Regen, liefert Schatten und ermöglicht es dir, bei jedem Wetter deine Terrasse zu benutzen. Hier erfährst du, welches die besten Materialien für Terrassenüberdachungen sind, wie viel eine Überdachung kostet und wer Terrassenüberdachungen anbietet.

Welche Vorteile bietet eine Terrassenüberdachung?

Eine Terrassenüberdachung wird entweder an ein bestehendes Gebäude montiert oder freistehend aufgestellt. Die Überdachung setzt sich aus einer Bedachung und einem Tragwerk, also zwei oder mehr Stützpfosten zusammen. Eine Überdachung der Terrasse lohnt sich in vielerlei Hinsicht und überzeugt mit folgenden Vorteilen:

  • Regenschutz: Eine Terrassenüberdachung schützt vor Niederschlag, was den großen Vorteil bietet, auch bei Regen die Terrasse benutzen zu können. Aber auch die Terrassenmöbel und Terrassendielen bleiben vom Regen verschont, welche du daher wesentlich seltener pflegen oder erneuern musst.
  • Schutz vor UV-Strahlen: Terrassenüberdachungen liefern Schatten und machen die Terrasse auch an heißen Sommertagen zu einem erträglichen Ort.
  • Sichtschutz: Zusätzlich bietet eine Überdachung einen Sichtschutz vor neugierigen Blicken der Nachbarn, die von oben auf deine Terrasse hinabblicken können.
  • einfache Montage: Terrassenüberdachungen können in den meisten Fällen unkompliziert an das Haus montiert werden, ohne gröbere bauliche Veränderungen vornehmen zu müssen. Da Überdachungen als vorgefertigte Bausätze bestellt werden können, verläuft die Montage schnell und unkompliziert.

Terrassenüberdachung: Welche Materialien eignen sich am besten?

Terrassenüberdachungen sind in verschiedenen Materialien erhältlich, wobei Holz, Aluminium, Glas und Kunststoff am häufigsten verwendet werden. Die ersten zwei Materialien, Holz und Aluminium werden für die Bauträger eingesetzt, während Glas und Kunststoff sich als Überdachung bewährt haben. Je nachdem, welche Wünsche du hast und welche Zwecke die Überdachung erfüllen soll, bieten sich unterschiedliche Materialien für die Terrassenüberdachung an. Im Folgenden erfährst du die Vorteile und Nachteile der am häufigsten verwendeten Materialien für Terrassenüberdachungen:

Terrassenüberdachung aus Holz

Terrassenüberdachung aus Holz mit Markisen

Terrassenüberdachungen können von innen mit Markisen ausgestattet werden – für optimalen Sonnenschutz. Foto: Adobe Stock, (c) Rangzen

Überdachungen aus Holz sind besonders beliebt, da sie kostengünstig, robust und optisch ansprechend sind. Holz Terrassenüberdachungen passen zu jedem Haus, sei es ein moderner Baustil oder ein Haus mit einer traditionellen Fassade. Sehr schlichte Holz-Überdachungen in hellem Holz passen wunderbar zu modernen Bauten, während geschwungene oder abgerundete Holzelemente traditionelle Häuser wunderbar ergänzen.

Wenn du dich für ein Dach aus Holz entscheidest, kannst du zwischen zwei Materialien wählen:

  • Leimholz: Dieses Material besteht aus mehreren Holzschichten, die mit einer Leimverbindung verklebt wurden. Aus diesem Grund gilt Leimholz als besonders robust und Pfosten aus Leimholz weisen eine besonders hohe Tragfähigkeit auf.
  • Vollholz: Diese Variante ist etwas kostengünstiger als Leimholz, bringt aber auch einige Nachteile mit sich. Vollholz ist pflegebedürftiger als Leimholz und benötigt regelmäßig neue Anstriche. Außerdem kann Vollholz mit der Zeit Risse bilden, wodurch sich die Tragfähigkeit des Holzes verringert. Dennoch ist Vollholz ein ziemlich robustes und langlebiges Material. Terrassenüberdachungen aus Vollholz sind außerdem kesseldruckimprägniert, sodass das Holz vor Insektenbefall, Fäule und Wasser geschützt ist.

Terrassenüberdachung aus Alu

Terrassenüberdachung aus Aluminium und Glas

Terrassenüberdachungen aus Aluminium wirken besonders modern und schlicht. Foto: Adobe Stock, (c) U. J. Alexander

Überdachungen aus Aluminium sind besonders pflegeleicht und sehr langlebig. Optisch passen sie mit ihrem metallischen Look besonders gut zu modernen Baustilen. Das Material Aluminium überzeugt als Dach im Außenbereich am meisten dadurch, dass es eine besonders lange Lebensdauer hat und bis zu 20 Jahre ohne gröbere Reparaturen auskommen kann. Aluminium ist im Vergleich zu Holz die teurere Variante. Bedenkt man jedoch die lange Lebensdauer, erscheint Aluminium als eine kluge Investition.

Terrassenüberdachung aus Glas

Glas bietet sich als Material für die Überdachung hervorragend an, da es besonders viel Licht durchlässt und eine hohe Lichtechtheit garantiert. Das Material passt optisch sowohl zu Holz- als auch zu Aluminiumträgern und kann daher nach Belieben mit anderen Materialien kombiniert werden. Für Sichtschutz kannst du zum Beispiel Milchglas verwenden oder Markisen auf der Innenseite montieren lassen. Glas gilt als stabiles und belastbares Material und hält Regen, Hagel und Schnee Stand. Die Anschaffungskosten von hochwertigem Sicherheitsglas sind relativ hoch. Folgende Gläser kommen für eine Terrassenüberdachung in Frage:

  • Verbundssicherheitsglas (VSG): Am häufigsten wird für die Überdachung im Außenbereich VSG verwendet. Dabei handelt es sich um zwei Glasscheiben, die mit einer Folie verbunden sind. Dank der Folie bleiben bei einem Glasbruch die Glasscherben auf der Folie kleben. Dadurch ist das Verletzungsrisiko wesentlich geringer. Einscheibensicherheitsglas (ESG) ist für Überdachungen nicht erlaubt, da die Gefahr einer Verletzung im Falle eines Bruchs zu hoch ist.
  • Mehrscheiben-Isolierglas (MIG): Dieses Glas besteht aus mindestens zwei Glasscheiben, die in der Mitte einen Hohlraum bilden, wodurch sie wärmedämmend wirken. Dieses Glas empfiehlt sich besonders, wenn du vorhast, deine Terrasse komplett zu verglasen. Dadurch verhinderst du, dass es zu einer Überhitzung im Raum kommt.

Terrassenüberdachung aus Kunststoff

Terrassenüberdachung aus Holz und Kunststoff

Eine Überdachung aus Kunststoff ist kostengünstig und pflegeleicht. Foto: Adobe Stock, (c) pixeldeus

Kunststoffplatten zeichnen sich durch eine besonders hohe Schlagfestigkeit aus und gelten als so gut wie unzerstörbar. Außerdem sind sie schmutzabweisend und daher sehr pflegeleicht. In den meisten Fällen werden für die Überdachung Stegplatten verwendet, welche aus zwei oder mehreren Kunststoffplatten bestehen, die übereinander gelegt sind und kleine Hohlräume bilden. Dadurch entsteht eine Wärmeisolierung.

Terrassenüberdachungen gibt es am häufigsten in zwei Kunststoffen:

Polycarbonat: Stegplatten aus Polycarbonat sind zu 85 Prozent lichtdurchlässig und zerstreuen das eintretende Licht. Polycarbonat-Platten sind nicht zur Gänze UV-lichtbeständig, wodurch sie nach einiger Zeit matt werden können. Es gibt jedoch auch Platten mit einer UV-Schutzbeschichtung, die dieses Problem löst.

Acrylglas: Der Kunststoff Polymethylmethacrylat (PMMA) wird umgangssprachlich Acrylglas genannt. Er ist besonders bei Terrassenüberdachungen beliebt, da er besonders lichtdurchlässig ist und optisch wie echtes Glas aussieht. Zudem ist Acrylglas UV abweisend, wodurch man auch bei starker Sonneneinstrahlung vor UV-Strahlen geschützt ist. Acrylglas ist im Gegensatz zu Polycarbonat-Platten etwas teurer.

Tipp: Du möchtest deine Terrasse auch an kälteren Tagen benutzen können? Dann solltest du dir überlegen, zusätzlich seitliche Glaswände bei der Terrassenüberdachung zu installieren. Diese halten die Terrasse länger warm und schützen vor starkem Wind, ähnlich wie bei einem kalten Wintergarten. Bei Schönwetter kann man die Glaswände einfach zur Seite schieben. Im Artikel über Balkonverglasungen erfährst du mehr zu dem Thema.

Brauche ich eine Baugenehmigung für eine Terrassenüberdachung?

Für die Montage einer Terrassenüberdachung ist in den meisten Fällen eine Baugenehmigung erforderlich. Denn dabei handelt es sich um eine Umbaumaßnahme, die das bestehende Gebäude verändert. Aus diesem Grund solltest du unbedingt vor dem Umbau beim zuständigen Bauamt nachfragen.

Was kostet eine Terrassenüberdachung?

Die Preise einer Terrassenüberdachung variieren ziemlich stark, da sie von mehreren Faktoren wie zum Beispiel Größe und Material abhängen. Folgende Faktoren wirken sich auf die Kosten aus:

  • Material: Während Vollholz ein eher kostengünstiger Werkstoff ist, sind die Anschaffungskosten für eine Überdachung aus Aluminium höher.
  • Größe: Je größer die Überdachung, desto höher der Anschaffungspreis.
  • Bausatz: Solltest du einen fertigen Bausatz bestellen und montieren lassen, wird es um einiges günstiger sein, als eine Überdachung individuell anfertigen zu lassen.
  • Zusatzfunktionen: Brauchst du zusätzlichen Sichtschutz oder Sonnenschutz? Dieser wirkt sich zusätzlich auf den Preis aus.
  • Montagekosten: Je komplizierter und langwieriger die Installation ist, desto teurer sind die Montagekosten.

Einfache Terrassenüberdachungen aus Vollholz mit einer Breite von etwa vier Metern beginnen bei einem Preis ab € 1.500. Alu-Modelle mit Glas-Überdachungen gibt es ab einem Preis von ca. € 2.500. Individuell angefertigte Terrassenüberdachungen aus hochwertigem Aluminium und Glas können schon bis zu € 10.000 kosten. Am besten lässt du von mehreren Unternehmen mehrere Kostenvoranschläge machen und vergleichst diese.

freistehende Terrassenüberdachung

Freistehende Terrassenüberdachungen können überall im Garten platziert werden.  Foto: Adobe Stock, (c) brunobarillari

Wer liefert und montiert Terrassenüberdachungen?

Deine Ansprechpartner für qualitativ hochwertige Terrassenüberdachungen sind in erster Linie Unternehmen, die sich auf Sonnenschutzanlagen spezialisiert haben. Aber auch Spenglereien, Schlossereien und manche Glasereien bieten die Planung, Lieferung und Montage von Überdachungen im Außenbereich an.

Anbieter von Terrassenüberdachungen in Österreich

SONN-EX Sonnenschutztechnik

Das Unternehmen SONN-EX im 22. Wiener Bezirk hat sich auf Produkte rund um Sonnenschutz im Innen- und Außenbereich spezialisiert. Sie achten besonders auf die Qualität und haben ausschließlich Produkte zertifizierter Hersteller im Angebot. Bei SONN-EX wirst du von Beginn bis zur Fertigstellung betreut und begleitet. Für die Gestaltung der Terrassenüberdachung hast du hier unzählige Möglichkeiten. Die tragenden Elemente können aus Holz als auch aus Aluminium in verschiedensten Farben sein. Zusätzlich zur Überdachung kannst du dir auch seitliche Glaswände installieren lassen, um so die Terrasse auch in kälteren Jahreszeiten nutzen zu können.

KontaktSONN-EX Sonnenschutztechnik, 1220 Wien

Schwaighofer Sonnenschutz Dolenz

Auch die Firma Schwaighofer in Oberösterreich hat ihren Fokus auf den Verkauf und die Montage von Sonnenschutzprodukten wie Markisen, Rolläden, Jalousien und Terrassendächern mit Sonnenschutz gelegt. Für Kunden wird hier die Planung bis zur Montage übernommen. Aber auch nach der Montage steht dir die Firma noch zur Seite und führt Wartungen und Reparaturen durch.

KontaktSchwaighofer Sonnenschutz Dolenz, 4612 Scharten, OÖ

Sonnenschutz Huemer

Das Unternehmen Huemer Sonnenschutz mit Sitz im Bezirk Vöcklabruck in Oberösterreich hat alles rund um Sonnenschutz und Insektenschutz im Angebot. Das Sortiment umfasst Rolläden, Raffstores, Terrassenüberdachungen sowie Innenbeschattungen. Für die Terrassenüberdachung kannst du dir die Größe, Form und Farbe individuell aussuchen, sodass die Überdachung zum Stil deines Hauses passt. Zusätzlich kannst du dir auch Senkrechtmarkisen für einen optimalen Sicht- und Windschutz installieren lassen.

KontaktSonnenschutz Huemer, 4861 Schörfling am Attersee, OÖ

SAP Metallbau

Die Firma SAP Metallbau mit Sitz im Burgenland bezeichnet sich selbst als Spezialist für Vordächer und Terrassenüberdachungen. Hier bekommst du Terrassenüberdachungen aus Aluminium in verschiedensten Farben. Für das Dach wird sicheres VSG Glas eingesetzt. Die Überdachungen werden individuell angefertigt und bereits fest verglast geliefert. Dadurch steht einer schnellen und sauberen Montage nichts mehr im Weg.

KontaktSAP Metallbau, 7372 Draßmarkt, BGLD

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