Trockenestrich verlegen in 5 Schritten

Trockenestrich

Trockenestrich verlegen einfach erklärt. Foto: Adobe Stock, (c) Sabine Katzenberger

Wenn es schnell und unkompliziert gehen sollen: Trockenestrich. Dieser eignet sich als Alternative zum Nassestrich vor allem für rasche Umbauarbeiten. In diesem Beitrag erklären wir dir in wenigen Schritten, wie du Trockenestrich verlegst und wie teuer der Quadratmeter ist. Ein Video mit praktischer Anleitung findest du hier ebenfalls.

Was ist Trockenestrich?

Trockenestrich besteht aus vorgefertigten Platten, die meistens entweder aus Gipsfaser, Rigipsplatten oder Leichtbeton bestehen. Trockenestrich wird auch als Fertigteilestrich oder Trockenunterboden bezeichnet. Verwendet wird Trockenestrich hauptsächlich, um Unebenheiten im Boden auszugleichen. Während die Trockenzeit bei Nassestrich bis zu drei Wochen dauern kann, sind die geklebten Trockenestrichplatten bereits nach wenigen Stunden voll belastbar. Aus diesem Grund eignet sich Trockenestrich vor allem dann, wenn Umbau- und Sanierungsarbeiten ohne allzu großen Aufwand erfolgen sollen.

Wie verlege ich Trockenestrich: 5 Schritte

Bevor du dich an die eigentliche Arbeit machst, solltest du den Raum exakt vermessen und dir überlegen, wie hoch die Aufbauhöhe sein soll. Denn erst jetzt kannst du berechnen, wie viel Material für die Ausgleichsschüttung benötigt wird. Deine Skizze mit den Ausmessungen nimmst du am besten mit in einen gut sortierten Baumarkt, wo du auch Gipsfaser- oder Leichtbetonplatten bekommst.

Faustregel: Ausgleichsschüttungen sollen mindestens 1 cm hoch sein.

Schritt 1: Fußboden vorbereiten

Zunächst musst du den Fußboden gründlich reinigen und kleine Unebenheiten beseitigen. Danach legst du eine wasserdampfunduchlässige Folie (Dampfsperre) gegen Schimmelbildung aus. Bei Holzdielen solltest du zusätzlich einen Rieselschutz auslegen. Dieser verhindert nämlich das Durchrieseln von Schüttmasse in die Spalten der Dielen. Optional kannst du noch Randdämmstreifen für einen verbesserten Schallschutz anbringen.

Schritt 2: Ausgleichsschüttung

Der Boden wird nun anschließend in Parzellen mit jeweils 20 cm Breite aufgeteilt. Zur Begrenzung der Parzellen verwendest du am besten Dachlatten beziehungsweise Kantholz. Geschickte Handwerker können auch auf alternative Verfahren zurückgreifen (siehe Video). Die Parzellierung mit Holzlatten ist nicht zwingend notwendig, empfiehlt sich aber bei unerfahrenen Handwerkern.

 

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Schritt 3: Ausgleichsmasse nivellieren

Die gleichmäßig aufgetragene Ausgleichssschüttung glättest du nach und nach mit einer Abziehplatte. Den geglätteten Bereich kontrollierst du außerdem laufend mit einer Wasserwaage. Diesem Arbeitsschritt solltest du besondere Aufmerksamkeit schenken. Je planer der Untergrund für den Trockenestrich, desto besser. Die Ausgleichsschüttung sollte mindestens 1 cm hoch sein. Sind alle Parzellen geglättet, kannst du die Dachlatten entfernen und die Rillen auffüllen. Nachdem die Schüttmasse gleichmäßig im ganzen Raum verteilt ist, überprüfst du ein weiteres Mal mit deiner Wasserwaage, ob alles im Lot ist.

Schritt 4: Trockenestrichplatten verlegen

Jetzt beginnt die Verlegung der Estrichplatten. Eventuell musst du ein paar Platten mithilfe einer Handkreissäge oder einer Stichsäge zurechtschneiden. Idealerweise hast du eine Tauchsäge, denn die kannst du auf Plattendicke einstellen. Beim Schneiden der Estrichplatten solltest du unbedingt einen Staubschutz tragen.

Du beginnst mit dem Verlegen an der Wandseite, die der Tür gegenüber liegt. Die Estrichplatten sollten möglichst knapp aneinander liegen. Wenn die erste Reihe ausgelegt ist, kannst du die Elemente über die Stufenfalz mit einem Estrichkleber miteinander verkleben. Mit dem Akkuschrauber fixierst du die Platten zusätzlich entlang der Falz mit Schnellbauschrauben. Alternativ kannst du für die Montage auch Spezial-Spreizklammern verwenden.

Schritt 5: Bodenbelag verlegen

Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, lässt du den Estrichkleber mehrere Stunden trocknen. Hervorstehende Klebstoffreste solltest du mit einem Spachtel entfernen. Anschließend kannst du den gewünschten Bodenbelag auf dem Trockenestrich verlegen. Im folgenden Anleitungsvideo zeigen dir Profis, wie du Trockenestrich ohne Dachlatten verlegen kannst:

Was du zum Verlegen der Estrichplatten benötigst:

  • Estrichelemente
  • Ausgleichsschüttung
  • Randdämmstreifen
  • Dampfsperre
  • Kleber und Akkuschrauber
  • Dachlatten
  • Abziehlatte
  • Spachtel
  • Wasserwaage
  • Maßband
  • eventuell Handkreissäge

Was kostet Trockenestrich pro qm?

Generell lässt sich sagen: Trockenestrich ist in der Anschaffung circa doppelt so teuer wie Nassestrich. Der Preis für Trockenestrich (inklusive Gipsplatten) beläuft sich auf circa € 20 – 25/Quadratmeter. Variieren kann der Preis abhängig von der Höhe der Aufschüttung, des verwendeten Materials der Platten und der Bodenfläche. Ein 100-Liter Sack Ausgleichsschüttung kostet dich je nach Qualität zwischen € 10 – 30. Wenn du die Arbeit lieber Profis überlässt, wirst du für einen Raum von 20 – 30 Quadratmeter mit Kosten zwischen € 300 – 500 für den Handwerker rechnen müssen.

Wie belastbar ist Trockenestrich?

Trockenestrichplatten werden entlang der Falz mit Estrichkleber verklebt. Je nachdem, wie schnell der Kleber härtet, kannst du spätestens nach 24 Stunden den Fußboden verlegen. Ab diesem Zeitpunkt ist der Trockenestrich voll belastbar.

Hier findest du professionelle Firmen zur Estrich-Verlegung in deiner Nähe:



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