Direct Marketing: Was kosten persönlich adressierte Direct Mailings?

Was kostet Direct Marketing per Direct Mailing? Bild: © Herold; Quelle: dizain

Direct Marketing ist genau das, wonach es sich anhört: Die direkte Kontaktaufnahme mit einem potenziellen Kunden per Schriftstück (z. B. Brief oder Postkarte). Das konkrete Ziel von Direct Marketing ist, den Adressaten zum Kauf deines Produkts oder deiner Dienstleistung zu animieren. In diesem Beitrag beleuchten wir, welche Formen von Direktwerbung es gibt und was Direct Marketing in Form von postalischen Direct Mailings kostet.

Direct Marketing: Persönlich adressierte Werbung wird positiv aufgenommen

Laut des aktuellsten Dialog Marketing Reports der österreichischen Post AG, wird persönlich adressierte Werbung von Konsumenten größtenteils positiv aufgenommen. Satte 91% der Empfänger lesen persönlich adressierte Werbesendungen. Dabei ist es nebensächlich, über welchen Kanal die persönliche Werbung ausgespielt wird.

Welche Kanäle für Direct Marketing gibt es?

Grob kann man Direct Marketing in fünf Kanäle untergliedern:

  1. postalische Werbung (adressiert oder unadressiert)
  2. telefonische Werbung
  3. Werbung per Fax
  4. E-Mail-Marketing
  5. Werbung per SMS oder Messengerdiensten

Für die Akquise von Neukunden sollte Direktwerbung aus rechtlichen Gründen allerdings nur per Postzusendung erfolgen. Denn laut Telekommunikationsgesetz benötigen sowohl werbliche Anrufe als auch Faxe, E-Mails und SMS, vorab eine ausdrücklich erteilte Zustimmung der Empfangsperson. Diese Einwilligung sollte ebenfalls per Postzusendung eingeholt werden, denn bereits das Einholen der Einwilligung per Telefon, Telefax oder elektronischer Post ist laut österreichischem Telekommunikationsgesetz unzulässig.

Was kosten postalische Direct Mailings?

Die Gesamtkosten für Direct Mailings richten sich nach der Höhe der einzelnen Posten. Zu diesen Posten zählen etwa Druckkosten, Versandkosten und Adresskosten. Hier ein Rechenbeispiel anhand einer Sendung von 2.500 Postzusendungen:

  • Briefpaper (80g Volumenpapier) inkl. Druck: € 90,-
  • Design: € 150,-
  • Versandkosten (österr. Post): € 1.750,-
  • Kosten für Adressdaten (MD Online Select): € 1.125,-
  • Gesamtkosten: € 3.115,-

In Summe musst du bei einer Aussendung von 2.500 persönlich adressierten Direct Mailings also mit Kosten von rund € 3.115,- rechnen. Was sich für manche möglicherweise nach hohen Investitionskosten anhört, ist in Wahrheit aber eine höchst preiswerte Investition. Denn selbst wenn nur 10% der persönlich kontaktierten Personen auf die Werbung reagieren und anschließend beispielsweise € 20,- bei dir ausgeben, machst du damit bereits € 5.000,- Umsatz. Eine Response-Rate von rund 10% ist für Direct Mailing Kampagnen nicht unüblich, kann aber – je nachdem wie lukrativ dein Werbeangebot ist – auch noch deutlich höher ausfallen.

5 Tipps für erfolgreiche Direct Mailings

1) Konkretes Direct Marketing Konzept ausarbeiten

Bevor du wild drauflos versendest, solltest du dir ein konkretes Konzept mit konkreten Zielen für deine Direct Marketing Kampagne überlegen. Überlege dir, was die Direct Mailings bezwecken sollen.

Anschließend solltest du dir überlegen, wie die Zielgruppe für dein Werbeangebot konkret aussieht. Definieren deine Zielgruppe möglichst eng, damit du unnötige Ausgaben vermeidest. Anhand der Größe der Zielgruppe, kannst du anschließend auch einen genauen Budget-Plan für die Direct Marketing Kampagne festlegen.

2) Brieftext und Briefdesign entwerfen

Der zweite wesentliche Schritt ist die inhaltliche Konzeptionierung des Briefs. Dazu zählt sowohl der Text, als auch das Design. Eine aufmerksamkeitserregende Überschrift kann helfen, das Interesse der Empfangsperson zu triggern. Kurze und einfache Sätze sind ebenso zu empfehlen, wie inhaltliche Zusatzangebote um die Rücklaufquote zu erhöhen.

Wichtig: Wenn die Adressdaten von einer externen Quelle zugekauft wurden, solltest du die Datenquelle in der Fußnote anführen.

3) Vorgefertigten Antwortschein beilegen

Um die Response-Quote möglichst hoch zu halten, solltest du einen vordefinierten Antwortschein anfertigen, auf dem alle gewünschten Rücklaufkanäle (z. B. Telefon, E-Mail, Postadresse) angegeben sind. Bei Interesse kann der Empfänger dann über den von ihm bevorzugten Kanal Kontakt aufnehmen.

4) Adressen selektieren

Du kannst die Direct Mailings selbstverständlich auch an Bestandskunden aussenden. Achte in diesem Fall darauf, ob die Bestandskunden auch zur vorab definierten Zielgruppe zählen.

Wenn du mit den Mailings Neukunden gewinnen willst, musst du allerdings auf Fremdadressen zurückgreifen. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass es sich um datenschutzkonforme Adressen handelt, die aus einer vertrauenswürdigen und zuverlässigen Datenbanken stammen.

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5) Drip-Marketing-Effekt nutzen

Beim Drip-Marketing wird die potenzielle Kundschaft in regelmäßigen Abständen „tröpfchenweise“ kontaktiert. Studien belegen, dass die Rücklaufquoten mit der Zeit steigen, je häufiger die gleichen Empfangspersonen mit Werbeangeboten kontaktiert werden. Drip-Marketing kann auch per E-Mail-Marketing stattfinden, allerdings benötigst du dazu zunächst das Einverständnis der Empfangsperson.

SEO Yoda SEO Guru
Dominik Knapp

Dominik Knapp

Redakteur & SEO Experte