Google SERPs & Mobile SERPs: Warum sich das Design laufend ändert

Google verpasst den SERPs immer wieder ein neues Gesicht! Herold verrät, was das für die organische Suche und für Google Ads bedeutet. Bild: © Herold; Quelle: deagreez

Google verändert ständig den Algorithmus und die Rankingfaktoren, aber auch das Design der Google SERPs. In diesem Beitrag beleuchten wir die Auswirkungen dieser Design-Änderungen auf die Google-Ergebnisliste und die Mobile SERPs.

Was sind Google SERPs?

SERP ist die Abkürzung für Search Engine Result Page. Im deutschen Sprachgebrauch wird auch gerne von den Ergebnislisten oder Ergebnisseiten gesprochen. Es handelt sich also um die Ergebnisse, die dir angezeigt werden, wenn du bei Google einen Suchbegriff eingibst.

Bei diesen SERPs werden die relevantesten Ergebnisse zum jeweiligen Suchbegriff untereinander aufgelistet. Je nach Themenbereich umfassen die SERPs einige wenige Einträge bis hin zu weit über 100 Ergebnissen.

Wann & warum ändern sich die Google SERPs?

Bei den Google SERPs gibt zwei Gründe der Veränderung:

  1. Die Reihenfolge der Ergebnisse ändert sich.
  2. Das Design der Ergebnisliste wird verändert.

Während sich die Reihenfolge der Ergebnisse bereits nach jeder Suchanfrage neu formieren kann, sind grundlegende Design-Änderungen der Google SERPs eher selten. Dennoch wird auch an der Optik der Ergebnisseiten laufend gearbeitet – und zwar um das Nutzererlebnis stetig zu verbessern.

Die User Experience & das Google SERPs Redesign

Die User Experience, also das Erlebnis, das Nutzer und Nutzerinnen mit etwas haben, kann also auch bei den Suchergebnisseiten ein Grund für Design-Änderungen sein.

Bei den letzten größeren Design-Anpassungen ging es der Suchmaschine vor allem darum, den Suchenden in Zeiten von Fake News ein sicheres Gefühl zu geben. Aus diesem Grund rückte Google die Link-Quelle (Domain) in den Vordergrund.

Der Name der Website wurde nicht mehr, wie bisher, in kleinerer Schriftart unterhalb des Links, sondern gut sichtbar direkt darüber angezeigt. Auf diese Weise fällt es den Suchenden leichter, zwischen vertrauenswürdigen und nicht vertrauenswürdigen Quellen zu unterscheiden.

Auch die früher noch nicht vorhandene Anzeige des Favicons (=kleines Logo ganz links neben der URL in den Suchergebnissen) in den mobilen Suchergebnissen dient diesem Zweck.

Das kleine Logo ist meist das Firmen-Logo, dient dem Branding und hilft den Usern dabei, die Quelle der Suchergebnisse schneller zu identifizieren. Websites mit hoher Autorität, die von Google bevorzugt ausgespielt werden und dementsprechend auch einen hohen Wiedererkennungswert bei Usern haben, profitieren hier natürlich zusätzlich.

So hat sich das Design der Google SERPs verändert

Die Google SERPs haben sich seit Bestehen laufend weiterentwickelt. Nachdem die Google Ergebnislisten anfangs (Ende der 1990er Jahre) noch schlicht Snippets zum Linkziel, also eine Vorschau der Website-Inhalte, angezeigt hatten, bestehen sie heute teilweise auch aus Infoboxen (=Knowledge Graphen), Featured Snippets, Google Business Profilen u. v. m.

Wie Google die SERPs konkret zusammenstellt, hängt von der Suchanfrage und der Suchintention (informational, transaktional etc.) ab. Deshalb ist es auch so wichtig, dass Werbetreibende ihre Anzeigen an diese beiden Dinge anpassen, wenn sie wollen, dass ihre Werbeanzeige rankt.

Screenshots der Google SERPs von 2002
So sahen Suchtreffer in den Google SERPs vor 20 Jahren aus. Foto: Screenshot aus dem Jahr 2002

Desktop SERPs vs. mobile SERPs

Zunächst muss man wissen, dass es grundlegend zwei unterschiedliche Darstellungsformen der Google SERPs gibt: Jene für Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets und jene für Desktop-Versionen bei Standcomputern und Notebooks. Diese beiden Darstellungsformen weisen gewisse Unterschiede auf, die in der Vergangenheit zum Teil sehr erheblich waren, aktuell aber relativ gering ausfallen.

Ende 2021 wurde für die mobile Suche beispielsweise das Continuous Scrolling eingeführt, das es mittlerweile aber auch bei der Desktop-Version gibt. Auch Favicons sind mittlerweile sowohl bei den Mobile SERPs als auch bei den Google SERPs üblich, es ist also nicht mehr nur den mobilen Suchergebnisseiten vorbehalten.

Der wohl größte noch bestehende Unterschied ist, dass der Website-Titel in der Desktop-Version nur einzeilig ist, in der Mobilversion jedoch zweizeilig.

Wann gab es die letzte größere Optik-Änderung in den SERPs?

Die SERP-Design-Revolution im Jahr 2019 war eine der größeren Änderungen der Google SERPs. Im Jahr 2022 hat Google außerdem teilweise auch Bilder in die organischen Suchergebnisse mit aufgenommen. Das bedeutet, dass bei einem Ergebnis nicht mehr nur URL, Titel und Metabeschreibung zu sehen sind, sondern auch Bilder. So sieht das aus:

Screenshots der Google SERPs von 2002 und 2024
SERPs damals vs. heute. Bild: © Herold

Seither testet Google immer wieder neue Features in den Ergebnislisten (vorwiegend in den englischsprachigen), um die User Experience immer weiter zu steigern. Manche dieser Test-Features verschwinden wieder, manche werden flächendeckend ausgerollt. Beispiele für solche Features sind:

  • „About this result“ Feature: Klickt man in den Suchergebnissen auf die drei Punkte rechts neben einem Ergebnis, erhält man mehr Informationen zu ebendiesem (z. B. Quellenangaben)
  • Web Stories: Ähnlich wie „Stories“ auf Instagram, nur bei Google.
  • „Learn something new“ Feature
  • Neue Optik von Sitelinks
  • Perspectives: Soll Erfahrungen von echten Menschen zwischen KI-Inhalten und SEO-Inhalten ohne Mehrwert auffindbarer machen
  • Interaktive Knowledge Panels: Knowledge Panels sind Zusatzinfos, die du rechts neben den Suchergebnissen findest. Diese sollen interaktiver werden und auch schon während des Tippens auftauchen.
  • etc.

Design Änderungen haben keinen direkten Einfluss auf Rankings

Nun noch eine Entwarnung für alle, die ihre guten Rankings schwinden sehen: Design-Updates der Google SERPs haben keine direkte Auswirkung auf die Google Rankings. Denn es handelt sich um rein optische Anpassungen und nicht um Änderungen in den Algorithmen (= Google Core Updates).

Der indirekte Einfluss auf das Google-Ranking

Einen direkten Einfluss auf das Ranking hatten die optischen Anpassungen noch nie. Einen indirekten Einfluss hatte besonders das letzte Redesign aber dennoch.

Denn optische Anpassungen haben immer auch einen Einfluss auf das Klickverhalten und die Klickrate. Bekannte und vertrauenswürdige Marken sind seit dem letzten Redesign leichter zu erkennen und werden mit großer Wahrscheinlichkeit auch häufiger angeklickt. Unbekannte Marken oder Websites, die gar kein Favicon besitzen, sind die großen Verlierer. Denn eine niedrigere Klickrate führt nach und nach zu Rankingverlusten.

Da es bekanntlich ein mühsames Unterfangen ist, mit Suchmaschinenoptimierung ein schlechtes Google Ranking zu verbessern, sollte man es idealerweise gar nicht erst dazu kommen lassen.

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Was bedeuten die Änderungen für Google Ads?

Auch die Google Textanzeigen wurden im Zuge des Redesigns neu gestaltet. An die Stelle des kleinen grünen „Ad“-Kastens, der die Textanzeigen früher als bezahlte Anzeigen auswies, ist danach eine grau gefettete Kennzeichnung über dem Titel getreten. Außerdem wird auch hier, wie bei den organischen Suchergebnissen, die Quelle (Link) nun über dem Titel und nicht mehr darunter angezeigt.

3 verschieden alte Ads im Vergleich. Aussehen wie im Abschnitt vorher beschrieben
Veränderung der Optik von Ads. Bild: © Herold
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Fazit: Google SERPs werden nutzerfreundlicher

Die letzten Redesigns der Google Suchergebnisseiten waren ein weiterer Schritt auf dem Weg zur optimalen Google User Experience. Die Ergebnislisten nähern sich immer mehr einem Newsfeed an, der die jeweiligen Informationsquellen deutlicher hervorhebt denn je.

Auf diese Weise fällt es den Nutzer:innen leichter, zwischen vertrauenswürdigen und nicht vertrauenswürdigen Quellen zu unterscheiden. Die User werden bereits auf der Ergebnisliste optimal über das Linkziel informiert.

Die Design-Änderungen der Google SERPs haben zwar keinen direkten Einfluss auf das Ranking, Unternehmen sollten jedoch darauf achten, dass sie ihre Suchmaschinenoptimierung laufend im Blick haben, um dauerhaft auf den obersten Rängen mitzuspielen. Deine Seite sollte in den SERPs außerdem u.a. ein Favicon besitzen, da sich das (Nicht-)Vorhandensein dessen auf das Klickverhalten auswirken kann.

Angst vor Rankingverlusten? Das muss nicht sein!
HEROLD Blog Team 2021

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