Die barrierefreie Website – und was sie für Unternehmen bedeutet

Eine barrierefreie Website ermöglicht Menschen mit Behinderung die Teilnahme am digitalen gesellschaftlichen Leben. Bild: Adobe Stock, © Herold

Über die Barrierefreiheit einer Website macht man sich oft erst Gedanken, wenn man selbst betroffen ist. Ob als Gehörlose:r oder als Angehörige:r einer sehbehinderten Person – fest steht: eine barrierefreie Website ermöglicht Menschen mit Behinderung die gleichberechtige Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Gerade angesichts der zunehmenden Digitalisierung aller Lebensbereiche ein wichtiges Thema. In diesem Beitrag erfährst du alles, was du für dein Unternehmen über die digitale Barrierefreiheit wissen musst!

Das Wichtigste rund um die digitale Barrierefreiheit

Was genau ist eigentlich gemeint, wenn man von der Barrierefreiheit bei Websites spricht? Was spricht dafür, dass Firmen eine barrierefreie Unternehmenswebsite haben? Und sind Website-Betreibende eigentlich per Gesetz gar dazu verpflichtet, ihren Internetauftritt barrierefrei zu gestalten? Damit du einen guten Überblick über das Thema kriegst, beantworten wir dir erst einmal die wichtigsten Fragen.

Was bedeutet Barrierefreiheit bei Websites?

Der Ausgangspunkt beim Thema Barrierefreiheit von Websites ist die folgende Tatsache: Es gibt unzählige Menschen, die beim Sehen, Hören, Bewegen oder auch beim Denken gewisse Beeinträchtigungen aufweisen, die ihnen die Nutzung des Internets erschweren oder eben unmöglich machen.

Allerdings hat das Internet über die letzten Jahre immer mehr an Bedeutung gewonnen. Ob Einkauf oder Behördengang, bei vielen alltäglichen Erledigungen, haben diejenigen einen klaren Vorteil, die vom Internet Gebrauch machen können. Diese Abhängigkeit vom Internet hat uns die Corona-Pandemie noch einmal besonders vor Augen geführt:

Plötzlich mussten Menschen mit Behinderungen von einen Tag auf den nächsten ihren Arbeitsplatz ins Homeoffice verlegen. Oder 85-jährige Senior:innen sollten plötzlich in der Lage sein, sich eigenständig einen (überlebenswichtigen) Impftermin über Online-Portale im Internet zu buchen. Nur diejenigen, die das Internet im ausreichenden Maße nutzen konnten, waren allerdings in der Lage, diesen Schritt in Richtung Digitalisierung mitzugehen. Alle anderen fühlten sich aus gutem Grund zurückgelassen.

Genau an dieser Stelle kommt die digitale Barrierefreiheit ins Spiel. Hier geht es darum, die Perspektive derjenigen einzunehmen, die aufgrund körperlicher oder geistiger Beeinträchtigungen nicht in der Lage sind, das konventionelle Internet mit dem dort üblichen Webdesign (z.B. kleine Buchstaben, viel schriftlicher Text, wenige hörbare Elemente etc.) zu nutzen.

Kurz gesagt💡: Eine barrierefreie Website berücksichtigt Hürden, die Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen die Nutzung der Website erschweren könnten. Durch entsprechende Anpassungen, also ein barrierefreies Webdesign, werden diese Hürden weitestgehend minimiert, um möglichst vielen Menschen den Zugang zur Website zu ermöglichen.

Auch die altersgerechte Gestaltung einer Website fällt in den Bereich Barrierefreiheit. Bild: © Adobe Stock

Warum benötige ich eine barrierefreie Website für mein Unternehmen?

Eine barrierefreie Website ist Ausdruck einer demokratischen, offenen sowie inklusiven Gesellschaft. Doch sie ist sehr wohl mehr als das. Auch aus betriebswirtschaftlicher Perspektive gibt es viele Vorteile, weshalb Unternehmen von der Barrierefreiheit ihrer Website eigentlich nur profitieren können.

Du erreichst eine größere Zielgruppe

Laut Österreichischem Behindertenrat leben in Österreich ca. 1,4 Millionen Menschen mit einer Behinderung. Bei vielen von ihnen führt die Beeinträchtigung dazu, dass sie die digitalen Kommunikationsmedien nicht auf die übliche Art nutzen können.

So brauchen Menschen mit einer Sehbehinderung beispielsweise einen Zugang, bei dem das Visuelle (also das über die Augen Wahrnehmbare) keine bzw. nur eine untergeordnete Rolle spielt. Und Menschen mit einer motorischen Beeinträchtigung der Hände benötigen entsprechend die Möglichkeit, ihr Smartphone (oder Laptop) ohne den Gebrauch ihrer Hände nutzen zu können. In beiden Fällen kann durch die Sprachsteuerung per Stimme Barrierefreiheit hergestellt werden.

Indem du deine Website barrierefrei gestaltest, gibst du genau denjenigen, die deine Website ohne Barrierefreiheit nicht nutzen könnten, die Möglichkeit, zu deiner Kundschaft zu werden. Du vergrößerst deine potenzielle Zielgruppe somit um 1,4 Millionen Österreicher:innen!

Betroffene werden zu loyaler Kundschaft

Grundsätzlich hat Österreich in puncto Barrierefreiheit noch erheblichen Nachholbedarf. Die Anzahl der barrierefreien Websites ist hier zu Lande noch gering. Aus diesem Grund bleiben viele Menschen mit Beeinträchtigung, wenn sie einen qualitativen Anbieter mit barrierefreiem Internetauftritt gefunden haben, diesem über einen langen Zeitraum treu.

Die Investition in eine Website, die für (fast) alle zugänglich ist, ist folglich immer auch eine Investition in langjährige Geschäftsbeziehungen – und somit in loyale Kundschaft.

Google bevorzugt deine Website

Okay, ganz so einfach läuft es leider nicht. Denn Barrierefreiheit stellt für Google keinen direkten Rankingfaktor dar. D.h. nur weil eine Website barrierefrei ist, erhält sie nicht automatisch eine bessere Platzierung in den Google-Suchergebnissen. Allerdings räumt John Müller, Googles Sprachrohr für alle SEO-Belange, ein, dass sich dies durchaus ändern könnte.

Wie dem auch sei. Bereits jetzt gilt, dass ein barrierefreies Webdesign die Benutzererfahrungen von Menschen mit Beeinträchtigung ungemein verbessert. Dies führt nicht zuletzt dazu, dass diese länger auf deiner Website verweilen, sie häufiger besuchen und sie gegenüber Freunden und Bekannten weiterempfehlen. Und all dies wird sich in Summe tatsächlich positiv auf dein Google Ranking auswirken. Barrierefreiheit kann somit als indirekter Google Rankingfaktor gewertet werden.

Du willst mehr erfahren? In diesem Beitrag erfährst du, wie deine Website bei Google nach oben kommt!

Du verbesserst die User Experience (UX)

Ein weiterer Vorteil des barrierefreien Webdesigns, der keineswegs unterschätzt werden sollte: Die Barrierefreiheit von Websites führt ganz allgemein zu einer besseren Usability, also zu einer größeren Benutzerfreundlichkeit. Unabhängig davon, ob eine Beeinträchtigung vorliegt oder nicht, wird somit die Benutzererfahrung aller User verbessert. Ein echte Win-win-Situation!

So profitieren z. B. auch Menschen, die oft lange am Computer arbeiten. Die Kontraste, Farben oder Effekte, die zwar mit dem Ziel gewählt wurden, Barrierefreiheit herzustellen, führen letztlich nämlich dazu, dass die jeweilige Website für alle User angenehmer und somit leichter zu bedienen ist.

Du hältst gesetzliche Vorgaben ein

In Österreich wurde 2016 ein Inklusionspaket verabschiedet, welches Teil des sogenannten Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes (BGStG) ist. Ziel des Gesetzes ist, der Diskriminierung im täglichen Leben entgegenzuwirken.

Seit der Verabschiedung des Pakets ist es nun unter gewissen Umständen möglich, Klagen auf Unterlassung und Beseitigung von Diskriminierung einzubringen. Dieses Recht bezieht sich ebenso auf das Internet, weshalb Website-Betreibende von Usern, die sich auf der Website der Diskriminierung ausgesetzt sehen, geklagt werden können.

Ist die digitale Barrierefreiheit Pflicht?

Es kommt drauf an! Handelt es sich um öffentliche Einrichtungen, so sind Website-Betreibende in Österreich seit Juli 2019 zu einem barrierefreien Web-Auftritt verpflichtet: Gemäß des Web-Zugänglichkeits-Gesetzes (WZG) müssen behördliche Websites (auch die mobilen Versionen!) so gestaltet sein, dass sie für alle User gleichermaßen zugänglich sind.

Bei allen anderen Websites (ob von Privatpersonen oder von Unternehmen) greift das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz (BGStG). Einfach gesagt bedeutet dies: Website-Betreibende werden erst in die Pflicht genommen, wenn jemand sie aufgrund von Diskriminierung klagt. Allerdings sollte dies für Unternehmer:innen jetzt kein Grund für Panik sein. Denn Gerichte berücksichtigen in der Regel, ob der daraus resultierende Aufwand für das jeweilige Unternehmen (z. B. Kosten) zumutbar ist. D. h. kleine und mittlere Unternehmen mit überschaubarem Umsatz haben prinzipiell wenig zu befürchten.

Barrierefreiheit Website: Kriterien für eine barrierefreie Website

Nachdem du jetzt einen guten Überblick über das Thema erhalten hast, ist eine Frage allerdings noch offen: Wie sieht Barrierefreiheit von Websites denn konkret aus? Deshalb stellen wir dir nun die allgemeinen Prinzipien der Barrierefreiheit vor und zeigen dir dann anhand der entscheidenden Website-Elemente wie Farbe, Schrift oder Sprache, was Barrierefreiheit bei Websites ganz konkret bedeutet.

4 Prinzipien der Barrierefreiheit

Egal welche Änderungen man an einer Website so vornehmen kann, um Menschen mit einer Beeinträchtigung die Nutzung der Website zu erleichtern bzw. überhaupt erst zu ermöglichen. Alle Maßnahmen lassen sich immer einem der 4 Prinzipien der Barrierefreiheit zuordnen:

  • Wahrnehmbarkeit
  • Bedienbarkeit
  • Verständlichkeit
  • Robustheit

Das heißt: Jede einzelne Maßnahme trägt immer dazu bei, dass deine Website entweder besser wahrnehmbar, leichter zu bedienen, verständlicher oder robuster ist als konventionelle Websites. Was das bedeutet? Darauf gehen wir nun etwas genauer ein.

1 Wahrnehmbarkeit

Alle Informationen sowie Elemente der Benutzeroberfläche müssen so gestaltet sein, dass sie ohne Probleme wahrgenommen werden können. Folgendes kann damit gemeint sein:

  • Alternative Texte in einfacher Sprache
  • Untertitel
  • Beschreibungen von Videos
  • Farbauswahl
  • Kontraste
  • Verstellbare Größen

2 Bedienbarkeit

Die Elemente der Benutzeroberfläche, also auch in der Navigationsleiste, müssen derart gestaltet sein, dass sie von möglichst vielen Menschen bedient werden können. Konkret kann dies bedeuten:

  • Bedienbarkeit mittels Tastatur
  • ausreichend Zeit für die Bedienung
  • kein Flackern und keine Blitze
  • Reihenfolge nach Fokus
  • Skiplinks
  • Überspringen von Inhalten
  • Definition sowie passende Reihenfolge der Überschriften

3 Verständlichkeit

Sowohl die Informationen als auch die Bedienung der Benutzeroberfläche müssen so konzipiert sein, dass sie für möglichst viele User verständlich sind. Folgende Faktoren tragen unter anderen dazu bei:

  • einfache Lesbarkeit
  • kohärente Navigation
  • Fehlererkennung
  • Eingabehilfe

4 Robustheit

Unter einer robusten Website können sich die wenigsten etwas vorstellen. Gemeint ist damit, dass der Internetauftritt so beschaffen ist, dass eine Vielzahl verschiedener Benutzeragenten sie interpretieren können – allen voran die Assistenz-Technologien wie:

  • Vergrößerungssoftware
  • Screenreader (Software, die stimmlich erklärt, was auf dem Bildschirm zu sehen bzw. lesen ist)
  • Braillezeile (Tastatur mit Blindenschrift)
Die Braillezeile ermöglicht Menschen mit Sehbehinderung die Nutzung der Tastatur. Bild: © Adobe Stock

Wichtige Elemente für die barrierefreie Website

Du fragst dich nun, welche Elemente einer Website darüber entscheiden, ob ein Web-Auftritt auch für Menschen mit (unterschiedlichsten) Beeinträchtigungen zugänglich ist oder nicht? Im Großen und Ganzen lassen sich 6 Bereiche identifizieren, die sich allesamt auf die Barrierefreiheit deiner Website auswirken:

  • Schrift und Kontraste
  • Bildtexte
  • Bedienfläche
  • Sprache
  • Formulare
  • Struktur

Wie genau deine Website in diesen Bereichen gestaltet sein sollte, um barrierefrei zu sein, stellen wir dir hier nun in Kürze vor.

Mehr Kundschaft durch eine barrierefreie Firmenwebsite?

1 Schrift und Kontraste

Damit ein Text gut lesbar ist, sollte zwischen der Farbe im Vordergrund (also die Farbe des Buchstaben) und dem Hintergrund ein ausreichend großer Kontrast bestehen. Dies ist umso wichtiger, je kleiner die Schriftgröße ist. Auch sollten Farbfehlsichtigkeiten, wie z. B. die weit verbreitete Rot-Grün-Schwäche, berücksichtigt werden. Starke Kontraste haben darüber hinaus den Vorteil, dass man bei mobilen Versionen (also beispielsweise beim Gebrauch des Smartphones) die Inhalte der Website auch draußen bei Sonneneinstrahlung gut erkennen kann.

2 Bildtexte

Vor allem für blinde Menschen ist es wichtig, dass es zu allen Bildern, die sich auf einer Website befinden, sogenannte Alt-Texte (=Alternativtexte) gibt. Screenreader, also Vorlese-Anwendungen, lesen diese Bildbeschreibungen vor, damit auch diejenigen, die nicht (oder nur wenig) sehen können, eine Vorstellung davon bekommen, was auf den Bildern zu sehen ist. Auch für Suchmaschinen wie Google haben die Bildtextierungen eine Bedeutung, insbesondere bei der Bildsuche. Oder wenn Bilder einmal aus technischen gründen nicht geladen werden können. In einem solchen Fall werden anstelle des Fotos ganz einfach die Alt-Texte ausgespielt

3 Bedienflächen

Es gibt User, die Probleme haben, Links oder sonstige Schaltflächen anzuklicken, da die zu berührende Fläche zu klein ist. Denn üblicherweise sind diese klickbaren Kontaktpunkte dafür konzipiert, mit dem (recht kleinen) Mauszeiger angeklickt zu werden. Und was mit einer Maus gut funktioniert, muss beim Bedienen mit dem Fingern nicht unbedingt mehr funktionieren. Die Bedienung mit dem Finger auf dem Smartphone oder dem Tablet kann so schnell zu einer unüberwindbaren Hürde werden.

4 Sprache

Barrierefreiheit ist keineswegs nur eine Frage des Designs oder der Technik. Auch durch die Wahl einer angemessenen Sprache wird eine Website barrierefrei. Prinzipiell solltest du also versuchen, eine leicht verständliche Sprache zu benutzen, da du so mehr Menschen erreichst. Die goldene Regel lautet hier: Einfache Satzstruktur, kurze Sätze und möglichst wenig Fremdwörter.

5 Formulare

Ein nicht weniger wichtiges Thema sind die sogenannten Formulare, also die Eingabefelder, über die Website-User z.B. mit dir in Kontakt treten oder eine Online-Bestellung aufgeben können. Ob deine Formulare barrierefrei sind, kannst du testen, indem du du die Beschriftung der Felder anklickst (z.B. das Wort „Straße“ oder „Nachname“). Sollte der Cursor (=Mauszeiger) direkt in das Eingabefeld springen, hat das jeweilige Feld das benötigte Label (=Kennzeichnung) für die Eingabe und kann dementsprechend als barrierefrei eingestuft werden.

6 Struktur

Jede Website besteht immer aus verschiedenen Elementen, die die Website in ihrem Aufbau strukturieren. Zu solchen Struktur-Elementen (auch Blöcke genannt) zählen unter anderem der Block für die Navigation oder auch der Block, der den eigentlichen Inhalt der Seite umfasst. In letzterem befinden sich Überschriften, verschiedene Fließtexte oder auch Listen. All diese Strukturen sind mit sogenannten semantischen Auszeichnungen versehen. Ziel einer solchen Auszeichnung ist es, dass auch Menschen mit einer Sehbehinderung sich auf der Seite zurecht finden können.

Mit diesen Tools kannst du deine Website auf Barrierefreiheit testen

Du hast bereits eine eigene Website und möchtest gern wissen, wie es um die Barrierefreiheit deiner Website bestellt ist? Genau für diesen Fall gibt es verschiedene Online-Anwendungen, die du kostenfrei nutzen kannst. Hier stellen wir dir die hilfreichsten Tools vor!

Allgemeine Barrierefreiheit von Website testen

Mit dem WAVE Web Accessibility Evaluation Tool kannst du deine Website auf Herz und Niere prüfen bzw. auf Barrierefreiheit testen. Es wurde von Wissenschaftlern der US-amerikanischen Utah State University entwickelt und zählt zu beliebtesten Tools, um eine barrierefreie Website zu erstellen.

Nachdem du dort auf der Startseite die Domain (=Internetadresse) deiner Website eingetippt hast, erhältst du eine detaillierte, aber dennoch übersichtliche Auswertung deiner Website. An allen kritischen Punkten deiner Website, werden kleine Icons angezeigt, die dir Feedback darüber geben, ob das jeweilige Element so passt oder was genau du ändern musst, um an dieser Stelle Barrierefreiheit herzustellen.

Kontrast testen

Ob dein Internetauftritt über ausreichend starke Kontraste verfügt, sodass dieser als barrierefreie Website gilt, kannst du mit dem kostenlosen Contrast Checker überprüfen.

Dort hast du die Möglichkeit, eine Vordergrundfarbe mit der jeweiligen Hintergrundfarben abzugleichen, um zu schauen, ob zwischen beiden Farben ein angemessener Kontrast entsteht. Auch kannst du dort Bilder hochladen, die dann automatisch auf Kontrast geprüft werden.

Barrierefreiheit von PDF testen

Eine Sache, die man häufig vergisst: Nicht nur die Website an sich sollte barrierefrei sein, sondern auch die Dokumente, die man den Usern dort bereitstellt. Denn was bringt eine barrierefreie Website, auf der man zwar mithilfe von Assistenz-Technologien (z.B. Screenreader) problemlos bis zu einem Dokument navigiert, der Screenreader dieses dann aber nicht entschlüsseln kann?

Mit dem PDF Accessibility Checker (PAC) kannst du deine PDF-Dokumente ganz einfach auf Barrierefreiheit prüfen. Per Drag-and-Drop-Funktion kannst du deine Unterlagen dort per Mauszeiger hineinziehen und erhältst sofort eine Auswertung mit entsprechenden Verbesserungsvorschlägen.

Digitale Barrierefreiheit am Arbeitsplatz

Bei dem Projekt Teilhabe 4.0 handelt es sich nicht um ein Tool, sondern um eine ganze Toolbox! Ziel dieses Projekts ist es, Unternehmen oder auch Behörden dabei zu unterstützen, Arbeitsplatzplätze einzurichten, die digital barrierefrei sind. Hier geht es also nicht nur um die barrierefreie Website, sondern um alle digitalen Bereiche des Arbeitsplatzes.

So findest du dort verschiedene, äußerst hilfreiche Leitfäden und Anleitungen, wie du beispielsweise am Arbeitsplatz eine barrierefreie Software einrichtest, eine barrierefreie Verwaltung einführst, barrierefreie Videokonferenzen abhältst oder auch barrierefreie eBooks entwirfst. Es ist also eine wahre Schatzkiste der digitalen Barrierefreiheit, in der alle Unternehmer:innen einmal herumgestöbert haben sollten!

Fazit: Durch eine barrierefreie Firmenwebsite ermöglichst du Menschen mit einer Behinderung die Teilnahme am digitalen gesellschaftlichen Leben. Aber auch du als Unternehmer:in profitierst davon ungemein. Du erreichst nicht nur eine größere Zielgruppe, sondern betroffene Konsument:innen werden oft auch zu loyaler Kundschaft. Darüber hinaus verbessert die Barrierefreiheit deiner Website tatsächlich auch die Nutzererfahrung aller User, bringt dir einen Vorteil bei Google-Suchen und verhindert nicht zuletzt, dass du mit dem Gesetz in Konflikt gerätst. Eine barrierefreie Website ist somit allen Unternehmen zu empfehlen.

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Florian Damien Singh

Florian Damien Singh

Online Redakteur