Content Update: Nicht nur im Lockdown ratsam

Warum die Aktualisierung von Texten und Bildern Ihrer Firmenwebsite möglichst fortlaufend erfolgen sollte. Foto: Adobe Stock, (c) hakinmhan

Warum Content-Updates das ganze Jahr über ratsam sind und wie man das auch mit beschränktem Zeitbudget hinbekommt, erfährst du hier. Denn: Nicht alle Unterseiten bzw. Bereiche einer Firmen-Website eignen sich gleichermaßen für laufende Aktualisierungen.

Content Update auf der Firmenwebsite: Warum ist das wichtig?

Aktuelle Covid-Situation im eigenen Betrieb auf einen Blick sichtbar machen

In Zeiten, wo sich Regelungen in unregelmäßigen Abständen ändern, ist es wichtig, der Kundschaft einen tagesaktuellen Überblick über dein Unternehmen zu bieten.

Welche Beeinträchtigungen sind durch Covid-Maßnahmen zu erwarten? Wie viele Leute dürfen gleichzeitig in dein Geschäft? Wann ist der Laden geöffnet oder muss er gar komplett geschlossen bleiben? Haben sich die Öffnungszeiten geändert oder ist ohnehin alles beim Alten geblieben?

Website-Besucher:innen halten nach wie vor genau nach solchen Infos Ausschau, wenn Sie nach deinem Unternehmen suchen. Doch leider haben zu viele Unternehmen überhaupt keine Angaben dazu im Web. Mindestens genauso schlimm: Falsche bzw. überholte Informationen, die auf diversen Plattformen oder in Branchenportalen herumgeistern.

Aktualisierung der Website: Kunden stehen verwirrt vor geschlossenem Geschäft.
Halte deine Kundschaft auch während Lockdown & Co. über aktuelle Öffnungszeiten auf dem Laufenden. Grafik: Adobe Stock, (c) TarikVision

Mit Content-Updates Sicherheit und Vertrauen schaffen

In Zeiten einer Pandemie ist es folglich auch ratsam, deinen Besucher:innen ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln, damit diese dich – trotz allem – ohne Bedenken aufsuchen.

Was wird getan, um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten? Gibt es Reservierungspflicht? Wie oft werden Arbeitsgegenstände desinfiziert? Werden MitarbeiterInnen regelmäßig getestet? Um hier Vertrauen zu schaffen, ist es gut, ein transparentes Bild deiner Hygienemaßnahmen zu zeichnen – und dieses immer wieder zu aktualisieren.

Aktualisierung der Website fördert die Performance in den Suchmaschinen

Für Google ist auch die Update-Frequenz deiner Website ein wichtiger Rankingfaktor. Dabei interessieren die Suchmaschine nicht nur neue Beiträge, sondern auch bestehende Inhalte. Sinnvolle Ergänzungen tragen zum allgemeinen Qualitätslevel bei.

Negativbeispiel: Wer vor 5 Jahren eine Website für seinen Betrieb in Auftrag gegeben hat, seitdem aber nie wieder etwas aktualisiert oder ergänzt hat, hat kaum eine Chance auf Google nach oben zu kommen und eine Top-Platzierung zu erreichen. Selbst wenn sich die Website optisch nach wie vor sehen lassen kann, fehlt es einfach an Aktualität.

Sorge für wiederkehrende Besucher!

Würdest du proaktiv eine Firmenwebsite besuchen, von der du weißt, dass das letzte Update einige Jahre in der Vergangenheit liegt? Garantiert nicht!

Wenn du es jedoch schaffst, deine Webpräsenz als Garant für topaktuelle Infos bekannt zu machen, dann wird deine Zielgruppe (aus eigenen Stücken) immer wieder auf deiner Website vorbeischauen. Näheres zum Thema finden Sie auch in unserem Beitrag Website bekannt machen in 5 Schritten.

Neben der zu erwartenden Steigerung der Klicks auf deine Firmenwebsite hat das noch einen äußerst positiven Nebeneffekt: deine potenziellen Kunden kommen so noch häufiger mit deiner Marke und den zugehörigen Botschaften und Produkten in Kontakt. Das wiederum fördert die Kaufbereitschaft, wie im Artikel zum Thema Retargeting in der Online-Werbung bereits festgestellt wurde.

Content is king auf Tafel geschrieben
Content is king: Das betrifft auch Aktualisierungen der Website! Foto: Adobe Stock, (c) Cacaroot

Image-Schaden: Veraltete Informationen wirken unprofessionell

Trotz aller interaktiven Möglichkeiten von modernen Websites: Wenn potenzielle Kunden deine Website besuchen, ist das in vielen Fällen eine ziemlich banale Einwegkommunikation. Du hast Information veröffentlicht, deine Website wurde vielleicht sogar genau deswegen gefunden, und die Menschen rezipieren diese Infos nun. 

Wenn du die User aber nun mit offensichtlich veralteten Aussagen konfrontierst (noch dazu zu den Kernthemen deiner Geschäftstätigkeit), wirkt das einfach nur unprofessionell und wenig seriös. Die Folge: Ein Klick und deine Website ist auch schon wieder geschlossen – und bei der nächsten Suche wartet vielleicht schon deine Konkurrenz. Das einzige, was in Erinnerung bleibt, ist die negative Erfahrung mit den veralteten Inhalten deines Webauftritts.

Immer aktuelle Firmendaten haben?

So manches Content-Update ist sogar rechtlich relevant

Die allgemeine Content-Qualität und möglichst viel Mehrwert für den User sind die eine Sache – rechtliche Konsequenzen im Fall ausbleibender Aktualisierungen jedoch die andere.

Denn auf manchen Bereichen deiner Online-Präsenz bist du als Betreiber einer kommerziellen Website sogar verpflichtet, die Inhalte stets an die tatsächlichen Begebenheiten anzupassen. In erster Linie sind hier das Impressum sowie deine Datenschutzerklärung zu nennen. Du verwendest ein neues Marketing-Tool, welches Personendaten verarbeitet? Oder haben sich deine Kontaktdaten schlichtweg geändert? All das muss sich auch auf deiner Website zwingend widerspiegeln!

Ein solcher Änderungsbedarf kann nicht nur rein inhaltlich, sondern auch in technischer Hinsicht entstehen: Als Beispiel sei hier das EuGH-Urteil genannt, welches sämtliche Marketing-Cookies (das sind kleine Dateien, in denen beispielsweise User-Profile für personalisierte Werbung gespeichert werden) aktiv einwilligungspflichtig macht. Die Zustimmung darf ausdrücklich nicht vorausgewählt sein (Details dazu kannst du hier bei der Wirtschaftskammer nachlesen) und inhaltlich solltest du im Rahmen deiner Website nachvollziehbar erklären, wie und warum du ggf. solche Daten speicherst.

Aktualisierungen der Webseite: Tipps für die Content Aktualisierung
Beiträge aktualisieren: Mit diesen Tipps & Tricks wird dein Content Update ein Erfolg! Foto: Adobe Stock, (c) magele-picture

So gelingen regelmäßige Content-Aktualisierungen auch wirklich

Viele KMU-Webseiten können aus Zeitgründen nicht rund um die Uhr betreut und laufend mit neuen Inhalten „up to date“ gehalten werden. Die folgenden Praxistipps helfen konkret.

Praxis-Tipp 1: Evergreen Content schaffen und pflegen

Zunächst einmal eignet sich nicht jede Unterseite und auch nicht jede Art von Blogartikel gleich gut, um ständig aktualisiert zu werden. Beispielsweise wird eine Pressemeldung „aus dem Jahre Schnee“ oder eine Geschichte über ein ehemaliges Top-Thema, das heute niemanden mehr interessiert, kaum Potenzial für Updates haben.

Daher solltest du dich bei der gezielten Wartung deiner Texte und Bilder auf sogenannte Evergreens konzentrieren. Darunter versteht man allgemein gehaltene Inhalte, die Menschen über einen längeren Zeitraum interessieren. Solche Inhalte mit Evergreen-Potenzial werden möglicherweise noch jahrelang angeklickt und gelesen.

Aktualisierungen der Webseite: Schriftzug Evergreen Content vor grünem Hintergrund.
„Evergreen Content“ hat quasi kein Ablaufdatum und richtet sich an eine breite Zielgruppe. Foto: Adobe Stock, (c) Karen Roach

Was alles kann nun sogenannter „Evergreen Content“ sein? Hier ein paar Beispiele aus der Praxis:

  • Checklisten: Beispielsweise die Checkliste zur DS-GVO von der Wirtschaftskammer.
  • Zusammenfassungen: In seinem Artikel „SEO this year“ sammelt Brian Dean von BACKLINKO stets die wichtigsten Tipps und Trends des Jahres zur Suchmaschinenoptimierung.
  • Ratgeber-Artikel zu zeitlosen Themen: Der Artikel zum Thema Bestattungskosten aus dem Herold B2C Blog wird laufend aktualisiert und bringt jede Menge Klicks, da die Empfehlungen für viele Menschen nützlich sind.
  • Toplisten und Rankings: Die erfolgreichsten Unternehmen Österreichs, die besten SportlerInnen des Jahres, die schönsten Fotostrecken etc. 
  • Sammlungen von Branchenwissen: Auflistungen von Forschungsresultaten, Studien usw.
Tipp: Konzentriere dich bei der Content-Aktualisierung auf Inhalte, die dauerhaft relevant bleiben!

Praxis-Tipp 2: Redaktionsplan und regelmäßige inhaltliche Wartung

In Sachen Content-Produktion hilft es, einen Redaktionsplan zu entwerfen, um eine gewisse Frequenz an neuen Inhalten auf der Firmenwebsite einhalten zu können und thematisch nie auf dem Trockenen zu sitzen.

Darunter versteht man einen unternehmensinternen Kalender, in den du fixe Zeiten für die Veröffentlichung deiner neuen Texte und Bilder einträgst. Idealerweise hältst du hier auch fest, wer aus deinem Betrieb dafür zuständig ist, d.h. wer die Texte schreibt, wer sie kontrolliert, wer die Fotos macht etc.

Praxis-Tipp 3: Sinnvolle Aktualisierungen durch Webanalyse

Und damit man nicht „blind“ vor sich hin aktualisiert, sollte man sich im Vorfeld ansehen, welche bestehenden Seiten verstärkt geklickt und gelesen werden. Das Pareto-Prinzip (auch genannt: 80/20-Regel) gilt in abgewandelter Form nämlich auch für Website-Content.

Soll heißen: Bei vielen Webprojekten kommt 80 % des Traffics durch nur 20 % des Inhalts – manchmal gar von einzelnen Unterseiten oder Postings. Für gezielte Content-Aktualisierungen ist es also sinnvoll, sich einfach auf die beliebtesten Seiten und Postings laut Google Searcg Console zu konzentrieren. Wenn du die beliebtesten Beiträge von Zeit zu Zeit aktualisierst, kann nicht mehr viel schiefgehen.

Und noch ein Punkt, der hier für Webanalyse spricht: Präferenzen deiner User könnten sich seit der letzten Content-Aktualisierung wesentlich geändert haben. Nur eine Analyse der Zugriffszahlen bzw. des User-Verhaltens lässt hier fundierte Rückschlüsse zu.

Praxis-Tipp 4: Abwechslungsreichere Updates durch verschiedene Content-Formate

Der Begriff „Content-Aktualisierung“ muss nicht zwangsläufig heißen, dass man immer die gleichen Tabellen und Textabsätze mit den jeweils aktuellen Zahlen bestückt. Das wäre für dich und deine Websitebesucher gleichermaßen langweilig. 

Inhaltliche Neuigkeiten kann und sollte man auch einmal in neuen Formaten bringen. Denke beispielsweise an Praxistipps in Form von Ratgeber-Content, die du als Experte etwa in Form eines Blogbeitrags oder eines Video-Interviews geben kannst! Oder an eine Infografik aus deiner Branche mit den neuesten Daten und Fakten. Und, und, und: Inhaltliche Aktualisierungen bieten viel Spielraum für kreative Köpfe!

Fazit: Content-Updates mit vielen Vorteilen

Alles in allem braucht eine regelmäßige Aktualisierung von Website-Inhalten nicht nur gute Planung und zeitliche Ressourcen, sie kostet anfangs auch etwas Überwindung. Doch die Vorteile dieses „Rituals“ überwiegen ohne Zweifel:

  • proDeine Website wird als seriös und aktuell wahrgenommen, dein Unternehmen als sicher und verantwortungsbewusst.

  • proDeine Website informiert Kund:innen über derzeit geltende Corona-Schutzmaßnahmen im Betrieb.

  • proDeine Website bleibt fachlich und rechtlich am Puls der Zeit. Weder ein Imageschaden noch Abmahnungen sind zu befürchten.

  • proDeine Website macht neugierig und zieht wiederkehrende User an. Damit ist eine deutliche Steigerung deiner Klickrate möglich.

  • proDurch regelmäßige Updates deiner Inhalte sorgst du für prominentere Platzierungen auf Google & Co, weil Suchmaschinen auf die Update-Frequenz von Websites achten.

Du hast eine Website von Herold?

Dann sind Content-Aktualisierungen gar kein Problem! Bei Herold Websites sind laufende Änderungen an deinen Texten und Bildern im Service inbegriffen. Du musst nur eine E-Mail an Herold schicken – und die Website-Spezialisten von Herold stellen deine Änderungswünsche ehestmöglich online.

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Michael Schifflhuber

Digital Marketing Consultant