Dielenboden: Kosten & Tipps zu Kauf und Reinigung

Ein Raum mit einem großen Holztisch, modernen, hellgrauen Stühlen und einem hellen Dielenböden.

Ein Dielenboden ist ein Blickfang. Wir verraten dir, was du beim Kauf von Holzdielen beachten musst. Foto: Adobe Stock, (c) Photographee.eu

Kaum ein Boden verleiht einem Raum mehr Charme und Gemütlichkeit als ein Dielenboden. Wir haben 5 wichtige Tipps zum Kauf von Holzdielen für dich. Plus: Bei welchen Anbietern du Holzdielen erhältst und wie du sie richtig reinigst und pflegst.

Dielenboden kaufen: 5 Tipps zum Kauf

1. Holzdielen nach den Möbeln aussuchen

Manchmal kann man sich bei Farben ganz schön verschätzen. Lass dir darum vom Anbieter Muster deiner gewünschten Holzdielen geben. Anhand dieser kannst du genau überprüfen, ob die Farbe der Dielen mit denen deiner Möbel harmoniert. Wenn du einen Raum komplett neu einrichtest, solltest du ebenfalls zuerst die Möbel und dann das passende Dielenholz bestimmen. Wenn du dir unsicher bist, welches Holz farblich zu deiner Einrichtung passt, kannst du dich auch professionell beraten lassen.

Eine blode Frau in einem grauen Pulli sitzt auf dem Boden und sieht sich Holzmuster an, um den passenden Dielenboden zu finden.

Eiche, Fichte, Douglasie? Holzmuster helfen dabei, den passenden Dielenboden zu finden. Foto: Adobe Stock, (c) schulzfoto

2. Länge der Holzdielen bestimmt den Preis

Raumlange Holzdielen sind ein optisches Highlight. Ihr Preis lässt jedoch viele Heimbesitzer schlucken. Denn je länger die Dielen sind, desto höher fällt auch der Preis aus. Um Geld zu sparen, kannst du also zu kürzeren Holzdielen greifen. Möchtest du in einem kleinen Raum einen Holzdielenboden verlegen, lohnt sich auch die Frage nach Restposten beim Händler. Du kannst verschiedene Kurzdielen auch mischen und einen Raum dadurch optisch teilen.

3. Vorsicht beim Mischen von Holzarten

Kiefer, Esche, Lärche, Eiche… Holzdielen gibt es in den verschiedensten Holzarten, Längen, Breiten und Schattierungen. Mit Fantasie und Geschick lassen sich verschiedene Dielenarten in einem Raum mischen und interessante Effekte erzielen. So kannst du beispielsweise einen Teil des Raums besonders hervorheben oder individuelle Muster erzeugen. Mischungen mit anderen Bodenbelägen wie Fliesen bieten sich in einer Küche oder im Badezimmer ebenso an. Dieses Spiel mit Materialien erfordert jedoch viel Feingefühl. Auch hier solltest du am besten einen erfahrenen Profi um Rat bitten.

Auf einem hellen Dielenboden liegen Fliesen in unterschiedlichen Rottönen und Mustern.

Du kannst Holzdielen aus Eiche, Fichte oder Douglasie auch mit Fliesen oder Laminat mixen. Adobe Stock, (c) Jacques PALUT

4. Farbe der Holzdielen verändert sich noch

Holz ist ein natürliches, man sagt auch lebendes, Material. Du siehst darin jede Maserung und jedes Astloch. Für viele Heimbesitzer ist es genau diese Natürlichkeit, die für einen Holzboden spricht. Leider bedeutet sie jedoch, dass sich die Farbe des Materials durch Lichteinfall noch verändert. Ein heller Dielenboden wird in der Regel nachdunkeln. Dunkle Holzböden hellen hingegen noch etwas auf. Auch der Farbton selbst kann sich noch ändern. Manche helle Holzarten bekommen einen Rot- oder Gelbstich. Informiere dich unbedingt vor dem Kauf darüber, wie sich die gewünschten Dielen noch ändern werden.

5. Eiche, Buche, Fichte: Welches Holz für Dielenböden?

Bei der Auswahl der Dielen spielt zudem der Härtegrad der Holzart eine wichtige Rolle. Dieser wird in der sogenannten Brinellhärte angegeben. Je höher die Brinellhärte, desto robuster ist das Holz. Für einen Fußboden im Kinderzimmer, im Vorhaus oder auf einer Treppe braucht es widerstandsfähige Laubhölzer wie Eiche, Esche, Buche, Kastanie oder Ahorn.

Die beliebteste Holzart für Dielenböden ist dabei nach wie vor Eiche. Mit einer Brinellhärte von 34 bis 41 sind Dielen aus Eiche sehr stabil und eignen sich daher für fast jeden Raum.

Eine helle, leere Wohnung mit weißen Wänden, großen Fenstern, weißen Türen und einem hellbraunen Dielenboden aus Holz.

Du möchtest einen Dielenboden kaufen? Wir verraten dir, was du beim Kauf der Holzdielen beachten musst. Foto: Adobe Stock, (c) Friedberg

Weiche Nadelhölzer wie Fichte und Kiefer solltest du hingegen nur in wenig frequentierten Räumen wie dem Schlafzimmer verlegen lassen. Besonders robuste Holzarten wie Robinie und Douglasie halten hingegen sogar den Anforderungen im Außenbereich stand. Sie eignen sich auch als Holzdielen für Terrassen.

Vollholzdielen oder Landhausdielen?

Man unterscheidet bei Holzdielen zwischen Vollholzdielen und Landhausdielen. Vollholzdielen, auch Massivholzdielen genannt, bestehen durchgängig aus ein und demselben Holz und wurden weder verklebt noch verleimt. Um Massivholzdielen zu verlegen, werden diese in der Regel genagelt oder vollflächig verklebt. Bei Landhausdielen besteht im Gegensatz zu Vollholzdielen nur die oberste Schicht aus der gewünschten Holzart. Sie werden normalerweise schwimmend verlegt oder vollflächig verklebt.

Bei richtiger Pflege und Reinigung überdauern beide Arten Jahrzehnte. Ist der Boden einmal unansehnlich geworden, kannst du Vollholzdielen abschleifen und neu mit Lack, Öl oder Wachs versiegeln. Bei Landhausdielen ist das Schleifen etwas schwieriger.

Dielenboden verlegen: Holzdielen-Profis in Wien

Den Dielenboden selbst verlegen oder schleifen: Das ist mit viel Aufwand verbunden und kann bei ungeübten Heimwerkern schnell schief gehen. Ein professionelles Ergebnis liefern die folgenden Anbieter in Wien.

Dielenboden Kosten: Was kosten Holzdielen?

Ein Holzdielenboden hat seinen Preis. Bei den Dielen allein musst du dich je nach Holz auf Preise von € 40 bis € 250 pro Quadratmeter einstellen. Das bedeutet bei einem Raum von 40 qm € 1.600 bis € 10.000 Materialkosten. Zwar gibt es günstigere Dielen auch schon ab € 20 Euro pro Quadratmeter. Diese sind jedoch oft nicht vorgeschliffen oder besitzen keine Nut und Feder. Der Holzdielen Preis ist also nicht das einzige Kaufkriterium, das du beachten solltest.

Dielenboden verlegen lassen: Kosten

Dielenboden selbst verlegen: Das ist nur erfahrenen Heimwerkern anzuraten. Auf der sicheren Seite bist du, wenn du dafür Profis engagierst. Denn Anwendungsfehler können in schiefen Dielen, breiten Fugen oder gar beschädigtem Holz resultieren. Besonders bei teuren Dielen ist das ärgerlich.

Wenn Experten den Dielenboden verlegen, übernehmen sie die Vorbereitung des Bodens, das Verlegen sowie das Schleifen und Versiegeln der Dielen. Bei einem Raum mit 40 qm kannst du für das Dielenboden verlegen lassen mit einem Preis von rund € 2.000 rechnen. Kosten sparen kannst du, wenn du den Boden selbst vorbereitest.

Dielenboden schleifen lassen: Kosten

Im Laufe der Jahre können Holzdielen je nach Belastung unansehnlich werden. Durch Abschleifen kannst du sie dann wieder in Schuss bringen. Wenn du den Dielenboden selber schleifen möchtest, kannst du dir hierfür ein professionelles Schleifgerät ausborgen. Die Kosten liegen dabei zwischen € 100 und € 200 pro Tag. Hinzu kommen noch Kosten für Schleifpapier, Schutzfolie, Grundierung, Atemschutz und Schutzbrille sowie das gewünschte Mittel zur Versiegelung.

Ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen erfordert viel Übung und Geschick. Auch wenn du Lack als Versiegelung wählst, kannst du damit Schleifspuren und Unebenheiten hinterher nicht überdecken.

Ein Mann schleift einen Dielenboden mit einem Schleifgerät.

Dielenboden selber schleifen? Dabei können tiefe Kratzer und Unebenheiten entstehen. Foto: Adobe Stock, (c) ba11istic

Wenn du keine Erfahrung im Dielen schleifen hast und dir ein makelloses Ergebnis wichtig ist, solltest du lieber Fachkräfte engagieren. Die Kosten für das Schleifen der Dielen hängen dabei von ihrem Zustand, der Quadratmeterzahl und dem Härtegrad des Holzes ab. Bei tieferen Kratzern und harten Holzarten sind mehr Arbeitsgänge nötig, sodass der Preis steigt.

Im Schnitt kostet das Dielen Abschleifen zwischen € 15 und € 20. Für das Abschleifen inklusive Versiegeln der Dielen mit Lack, Öl oder Wachs fallen zwischen € 20 und € 30 an. Zusätzlich verrechnen Handwerker meist das Abmontieren und Anbringen von Fußleisten sowie Fahrtkosten. Besprich am besten vorab, mit welchen Kosten du für die Abschleifarbeiten rechnen musst.

Was ist eigentlich ein Dielenboden?

Der Dielenboden gilt als eine der ältesten Formen der Holzböden. Er besteht, wie der Name schon sagt, aus Holzdielen, also großen Elementen aus Vollholz. Oft reichen die Dielen sogar von einer Raumseite zur anderen. Darin liegt auch schon der Unterschied zwischen einem Dielenboden und einem Parkettboden. Denn beim Parkett kommen weitaus kleinere Holzelemente zum Einsatz. Von Dielen spricht man übrigens, wenn das Holzelement mindestens 80 mm breit ist. Die Bretter sind meist zwischen 21 und 50 mm stark.

Durch die breiten Dielen kommen Maserung und Eigenheiten des Holzes besonders gut zur Geltung, sodass Räume warm und natürlich wirken. Ein Dielenboden ist zudem äußerst wandelbar. Er lässt sich sowohl mit gemütlichen Landhausmöbeln als auch mit einer modernen Einrichtung kombinieren. Bei richtiger Pflege und Reinigung können mehrere Generationen Freude an ihm haben.

Dabei sind die Dielen aus Eiche, Esche oder Buche längst nicht nur im Wohnzimmer oder Flur ein hochwertiger Blickfang. Robuste Hölzer wie Robinie und Douglasie eignen sich als Dielen für Terrassen. Und auch ein Bad oder eine Küche können Holzdielen mit der richtigen Oberflächenbeschaffenheit und Verklebung veredeln.

Dielenboden reinigen und pflegen: So geht es richtig

Sind die Dielen erstmal verlegt und versiegelt, darfst du dich bei korrekter Pflege und Reinigung viele Jahre lang an ihnen erfreuen. Hierzu solltest du Schmutz und Staub regelmäßig mit dem Staubsauger entfernen. Achte dabei darauf, dass du eine Staubsaugerbürste ohne scharfe Kanten oder harte Rädchen verwendest.

Auch wenn du den Boden ohnehin feucht wischen möchtest, solltest du vorher staubsaugen. Denn die Schmutzpartikel wirken beim Wischen wie Schleifpapier auf dem Holz. Lackierte Holzdielen sind zwar besonders robust. Trotzdem solltest du sie genau wie geölte oder gewachste Dielen nur vorsichtig und schonend reinigen.

Ein Staubsauger mit schwarzer Staubsaugerbürste auf einem hellen Dielenboden.

Du kannst einen Holzdielenboden einfach mit dem Staubsauger reinigen. Adobe Stock, (c) avtk

Dielenboden feucht reinigen

Wenn du den Dielenboden feucht reinigen möchtest, solltest du nur „nebelfeucht“ und in Faserrichtung wischen. Hierzu brauchst du zwei Tücher. Das erste machst du richtig nass und wringst es anschließend gründlich aus. Um das erste wickelst du nun ein zweites, trockenes Tuch. Nachdem du beide Tücher zusammen noch einmal gut ausgewringt hast, kannst du den Boden damit nebelfeucht wischen.

So reinigst du den Holzdielenboden richtig:

  • Staubsaugerbürste mit weichen Borsten und Rädern
  • Vor dem Wischen staubsaugen oder fegen
  • Nebelfeucht wischen
  • Spezielles Reinigungsmittel für Holz
  • Baumwolltücher

Verwende ausschließlich Tücher aus Baumwolle, da Mikrofasertücher die Oberfläche der Dielen aufrauen. Auch auf herkömmliche Mittel zur Bodenreinigung, Scheuermilch oder gar Spülmittel solltest du verzichten. Bei einem geölten Holzdielenboden entfernst du damit die schützende Ölschicht, sodass sich Schmutzpartikel leichter festsetzen können und der Boden matt wird. Wenn du möchtest, kannst du dem Wischwasser jedoch eine kleine Menge Holzpflegemittel beimischen, das Öl enthält.

Dielenboden reinigen: Bitte vermeiden

Auch bei hartnäckigen Flecken auf dem Dielenboden sind herkömmliche Putzmittel tabu. Im Drogeriemarkt oder gut sortierten Supermärkten erhältst du jedoch spezielle Intensivreiniger. Nach der Reinigung solltest du die Stelle trocknen und polieren. Auf keinen Fall Wasser pur auf die Dielen kippen! Dieses läuft durch die Fugen unter die Dielen. Das Holz saugt das Wasser auf und quillt auf und die Dielen können sich vom Untergrund lösen.

Das solltest du bei der Reinigung der Holzdielen vermeiden:

  • Grobe Besen und scharfkantige Staubsaugerbürsten
  • Allzweckreiniger, Spülmittel oder Scheuermilch
  • Aggressives Schrubben und Bürsten
  • Wischen mit nassen Tücher
  • Wasser auf die Dielen gießen
  • Mikrofasertücher

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