Gasherd: Arten, Kosten und Sicherheit - HEROLD.at

Gasherd: Kosten, Arten und Sicherheit

Kochen am Gasherd

Punktgenau, energieeffizient und umweltfreundlich: Starköche schwören auf den Gasherd. Foto: Adobe Stock, (c) franzdell

Ob Kochen mit Gas, Strom oder Induktion – das richtige Küchengerät ist für die Ergebnisse oft entscheidend. Viele Köche schwören auf die Nutzung von Gasherden, da sie eine bessere und schnellere Kontrolle über die Temperatur ermöglichen. Der HEROLD zeigt dir, auf welche Aspekte du bei deiner Auswahl achten solltest, und welche Kosten auf dich zukommen.

Welche Arten und Systeme gibt es?

Einfache Gasherde verfügen über eine Kochfläche, in der Regel aber nicht über einen Backofen. Um auch Kuchen und andere Spezialitäten zubereiten zu können, kann bei Bedarf ein Gas-Backofen integriert werden. Auch Kombinationen aus Gasherd und Elektro-Ofen sind erhältlich. Die Energieversorgung kann aus dem Erdgasnetz, mittels Flüssiggas oder aus einer Gassteckdose erfolgen. Möchtest du den Gasherd unabhängig von einem vorhandenen Gasanschluss nutzen, dann ist ein propangasbetriebenes Modell geeignet. In der Regel können 11-Liter-Propangas-Flaschen angeschlossen werden.

Tipp: Wenn du dich nicht entscheiden kannst, ob du deine Nudeln zukünftig auf einem Gas- oder einem Induktionsherd kochen möchtest, kann der HEROLD möglicherweise Entscheidungshilfe leisten. Unser Online-Redakteur Dominik Knapp hat alle Vor- und Nachteile des Induktionsherds zusammengefasst.

Preise und bekannte Hersteller von Gasherden

Der Gas-Standherd Beko CSG 52010 FW ist bereits für rund 200 Euro erhältlich. Das Modell wird der Energieeffizienzklasse A zugeordnet. Für rund 400 Euro wird der Gorenje GI 52 CLI angeboten. Die ansprechend gestaltete Front mit dem betonten Glasfenster lässt ein leicht nostalgisches Flair aufkommen. Für den Gastronomie-Betrieb eignet sich der Vestfrost Gas-Standherd FSHG 90. Das Gerät weist eine Breite von 90 Zentimetern auf.

Gasherd & Sicherheit – was ist zu beachten?

Eine der größten Gefahren bei einem Gasherd ist die Situation, in welcher nicht-verbranntes Gas austritt. Es kann sich entzünden und schlimmstenfalls zu einer Explosion führen. Das Einatmen des Gases ist ebenfalls gefährlich. Solche Unfälle entstehen in der Regel jedoch ausschließlich durch technische Defekte, veraltete Geräte oder einen unsachgemäßen Umgang mit dem Ofen. Um die Sicherheit zu erhöhen, besitzen moderne Modelle eine spezielle Vorrichtung zur Flammüberwachung. Ein Thermoelement verschließt beim Abkühlen das Ventil, sodass kein Gas austreten kann. Trotz aller technischer Sicherheitsvorkehrungen darfst du einen Gasherd während der Benutzung nicht unbeaufsichtigt lassen! Kleine Kinder sollten der offenen Flamme fernbleiben und größere Kinder nur gemeinsam mit den Eltern kochen.

Richtig lüften nach dem Kochen

Der Gasherd erzeugt nicht nur Wärme, sondern auch Feuchtigkeit. Die Ursache liegt in der chemischen Reaktion: Während der Gasverbrennung entstehen Kohlendioxid und Wasser. Im Falle von Gasbacköfen mit Sichtfenster kannst du diesen Effekt direkt beobachten. Im Innenraum entsteht vermehrt Feuchtigkeit, welche sich am Glasfenster absetzt. Sobald der Innenraum aufgewärmt ist, kann die Feuchtigkeit nicht mehr kondensieren und das Wasser an der Scheibe verdampft. Um Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung in der Küche zu vermeiden, solltest du – falls du keinen Raumlüfter besitzt – bereits während des Kochens und etwa eine halbe Stunde danach ausgiebig lüften. Es ist wichtig, dass ein vollständiger Luftaustausch stattfindet, damit die Feuchtigkeit nach draußen entweichen kann. Während des Kochens hilft eine gute Dunstabzugshaube um Feuchtigkeit und Dampf in der Küche zu reduzieren.

Tipp: Falls die Luftfeuchtigkeit in deinen Küchenräumen dauerhaft erhöht ist oder du sogar schon erste Anzeichen für Schimmelbildung entdeckt hast, kannst du dich im Blog-Beitrag von Evelin Stopfer über entsprechende Gegenmaßnahmen informieren.

Wer darf einen Gasherd anschließen?

In Österreich ist es im Allgemeinen erlaubt, einen Gasherd selbst anzuschließen. Allerdings sollte ein Fachmann den Anschluss überprüfen. Aus Sicherheitsgründen ist es zu empfehlen, den Anschluss einem Fachunternehmen zu überlassen! Fehlerhafte Installationen bergen ein dauerhaftes Risiko. Unter bestimmten baulichen Bedingungen kann es sogar vorgeschrieben sein, einen Fachbetrieb zu beauftragen. Am besten wendest du dich mit dieser Frage direkt an deinen Vermieter/ deine Vermieterin. Außerdem ist es ratsam, einen Gasmelder im Raum anzubringen.

Gasherd – alle Vorteile auf einen Blick

Profi- und Hobbyköche schätzen den Gasherd, weil sich die Hitze direkt und unverzüglich regulieren lässt. Dadurch gestaltet sich das Kochen mit Gas schneller und natürlicher. Der Umgang bzw. der Umstieg auf einen Gasherd erfordert allerdings ein wenig Übung. Weitere Vorteile eines Gasherds sind:

  • Kostengünstig: Da die Gaspreise geringer sind als die Strompreise, ist Kochen mit Gas eine kostengünstige Alternative.
  • Umweltfreundlich: Gas ist ein sehr sauberer fossiler Brennstoff mit guten Abgaswerten.
  • Praktisch: Auf einer Gaskochfläche kannst du problemlos Töpfe mit unebenem Boden oder auch Woks verwenden.
  • Unabhängigkeit: Der Anschluss eines Gasherds ist unabhängig vom Stromnetz.
  • Effizienz: In einem Gasofen werden durchschnittlich höhere Temperaturen erreicht als in einem herkömmlichen Ofen.
Kochen am Gasherd

Am Gasherd kann der Koch den Garzeitpunkt exakt abpassen und die Hitze entsprechend regulieren. Foto: Adobe Stock, (c) contrastwerkstatt

Welche Nachteile hat ein Gasherd?

Ein Gasherd hat die eine oder andere Eigenschaft, die je nach Nutzer unterschiedlich bewertet werden. So empfinden manche Köche die Tatsache, dass sich die Hitze nicht beliebig nach unten regulieren lässt, sondern immer mindestens 150°C beträgt, als Nachteil. Weitere mögliche Nachteile eines Gasherds sind:

  • Hitzeentwicklung: Empfindliche Backwaren (z.B. Soufflés) gelingen im Gasofen aufgrund der starken Hitze nur mit Übung. Mittlerweile sind allerdings auch Spezialmodelle auf dem Markt, bei denen eine Taktung dafür sorgt, dass die Temperatur auf bis zu 75 Grad Celsius gesenkt werden kann. Eine weitere Alternative ist die Kombination aus Gas-Herd und Elektro-Backofen.
  • Risiko: Die offene Flamme beim Kochen bzw. Gaszufuhr birgt grundsätzlich ein höheres Risiko, als dies bei Elektroherden der Fall ist. Moderne Gasherde schalten sich allerdings nach einer gewissen Zeit selbstständig ab.
  • Wärmeverluste: Im Vergleich mit Elektroherden weist der Gasherd einen höheren Wärmeverlust auf. Gleichzeitig wird die Küche aufgewärmt, was insbesondere im Sommer unangenehm sein kann.

Induktionsherd: Nachteile der Technik



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