Gicht: Was sind ihre typischen Symptome?

Gicht in Gelenken

Gicht zählt zum rheumatischen Formenkreis mit typischen bewegungseinschränkenden Symptomen. Foto: Adobe Stock; (c) peterschreiber.media

Lagern sich scharfkantige Harnsäurekristalle in Gelenken oder auch in den Nieren bzw. unter der Haut ab, spricht man von Gicht. Das Stoffwechselleiden kann eine sehr schmerzhafte Angelegenheit sein. Was jeder bestätigt, der je einen Gichtanfall durchgemacht hat. Wie sich ein solcher zeigt, welche Symptome für Gicht sonst noch typisch sind, wer und was dagegen hilft, Näheres dazu gibt es hier.

Was ist Gicht?

Gicht ist ein Sammelbegriff für eine Stoffwechselstörung, die sich als Folge einer über lange Zeit erhöhten Harnsäurekonzentration im Blut (Hyperurikämie) einstellt und wird deshalb auch Urikopathie genannt. Da sie mit rheumatischen Beschwerden einhergeht, zählt sie aber auch zu den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises (Überbegriff für mehrere bewegungseinschränkende Leiden). Bis ins 19. Jahrhundert galt sie als “Krankheit der Könige“, weil sich nur Reiche Fleisch, fetten Fisch usw. leisten konnten – Lebensmittel, die Gichtanfälle auslösen können.

Was passiert bei Gicht?

Harnsäure ist ein Stoffwechselprodukt, das beim Abbau von Purinen, d. h. Bestandteilen von Proteinen, entsteht und hauptsächlich über die Nieren den Körper verlässt. Wobei normalerweise zwischen Bildung und Ausscheidung von Harnsäure ein Gleichgewicht vorherrscht. Bei Gicht jedoch ist dieses gestört, sodass sich kristallisierte Salze der Harnsäure (Urate) vor allem in Gelenken einlagern und dort mit der Zeit Entzündungen, Veränderungen (z. B. Flüssigkeitsansammlungen im Gelenk) und Beschwerden verursachen. Deshalb nennt man die Erkrankung auch Arthritis urica.

Übrigens: Es gibt auch eine – seltener vorkommende – “Pseudo-Gicht“, korrekt Chondrokalzinose (Knorpelverkalkung) genannt, eine Reizung von Gelenken durch Kristalle aus Kalziumpyrophosphat.

Wer bekommt Gicht?

Männer leiden häufiger unter Gicht als Frauen. Auch entwickeln sie das Stoffwechselleiden gewöhnlich bereits im mittleren Alter, während die Gicht bei Frauen oft erst nach den Wechseljahren auftritt. Nur selten macht sich die Arthritis urica schon vor dem 30. Lebensjahr bemerkbar und verläuft dann meist schwerer.

Gicht in Gelenken wie dem Ellenbogen

Bei der Gicht setzen sich Harnsäurekristalle in diversen Gelenken des Körpers ab. Foto: Adobe Stock; (c) Stasique

Wie macht sich Gicht bemerkbar? Symptome

Bei Gicht unterscheidet man vier Stadien. Doch müssen nicht zwangsläufig alle auftreten, wenn etwa eine erbliche Veranlagung zu Hyperurikämie, die weit verbreitet ist, besteht. Denn nur ein relativ kleiner Teil aller Menschen mit erhöhtem Harnsäurespiegel erleidet zumindest einmal im Leben einen Gichtanfall.

Stadium 1: Asymptomatische Hyperurikämie

Meist beginnt die Stoffwechselerkrankung mit einer asymptomatischen Hyperurikämie, also einem zu hohen Harnsäurespiegel (normal: max. 5,9 mg/dl bei Frauen, max. 7,1 mg/dl bei Männern) im Blut, der noch keine Beschwerden verursacht. Da Symptome fehlen, wird die Hyperurikämie in diesem Stadium häufig nur zufällig bei Labortests aus anderen Gründen, z. B. im Rahmen einer Gesundenuntersuchung, entdeckt. Doch kommt es bei einer Hyperurikämie längst nicht immer auch zu einer Gichterkrankung. Warum, ist noch unbekannt.

Stadium 2: Akute Gicht

Der erste Gichtanfall stellt sich ein. Meist nach mehreren Jahren einer symptomlosen Hyperurikämie. Er kommt durch die bevorzugte Ablagerung von Harnsäure in Geweben mit geringerer Durchblutung wie Gelenken, Sehnen oder Knorpel zustande. Und ereignet sich häufig nachts oder in den frühen Morgenstunden. Möglicherweise deshalb, weil beim Liegen Flüssigkeit, die sich tagsüber im Gelenk angesammelt hat, schneller aus dem Gelenk transportiert wird als Harnsäure, sodass die Neigung zur Kristallbildung steigt. Wobei das Risiko des Vorkommens eines Gichtanfalls mit ansteigenden Harnsäurewerten wächst. Denn bestimmte weiße Blutkörperchen versuchen, die Kristalle zu vernichten, gehen dabei aber zugrunde und ihre Abbauprodukte führen zu einer heftigen Entzündung im umliegenden Gewebe.

Ausgelöst wird ein akuter Gichtanfall, auch Gichtarthritis genannt, z. B. durch üppiges Essen oder strenges Fasten, hohen Alkoholkonsum, ungewohnte Anstrengungen, bestimmte Medikamente (z. B. Entwässerungsmittel), Infekte, Verletzungen oder Operationen. Mit Beschwerden wie plötzlichen, sehr starken, oft als unerträglich empfundenen Schmerzen und extremer Berührungsempfindlichkeit (typisch: nicht einmal die Bettdecke wird ausgehalten). Es kommt zu einer Rötung, Schwellung und Überwärmung des befallenen Gelenks. Die Haut darüber verfärbt sich rot bis violett, erscheint straff und glänzend. Gelegentlich verbunden mit Allgemeinsymptomen wie Fieber, allgemeinem Unwohlsein, Kopfschmerzen, beschleunigtem Herzschlag oder Übelkeit, selten auch Schüttelfrost.

Der erste Gichtschub betrifft in der Regel nur ein Gelenk. Die Entzündung klingt – unbehandelt – innerhalb von maximal zwei Wochen ab und die Haut über dem Gelenk juckt und schält sich ab. Der bevorzugte Ort seines Auftretens ist das Großzehengrundgelenk, seltener das Sprung-, Knie- oder Handgelenk, manchmal auch ein Schleimbeutel. Weil Harnsäure bei niedriger Temperatur eher auskristallisiert und es an den genannten Orten etwas kühler ist als am wärmeren Rumpf, sodass Gichtanfälle z. B. in Wirbelsäule, Hüften oder Schultern nur selten vorkommen.

Übrigens: Einen akuten Gichtanfall am Großzehengrundgelenk oder Großzehenendgelenk bezeichnet man als Podagra, am Handgelenk als Chiragra, an der Schulter als Omagra und am Knie als Gonagra.

Stadium 3: Interkritische Phase

Bleibt eine Behandlung der Gicht aus, wiederholen sich in unregelmäßigen Abständen Gichtanfälle. Je häufiger sie auftreten, desto länger dauern sie an (bis zu drei Wochen) und desto heftiger verlaufen sie. Und sie betreffen mehrere Gelenke. Zwischen den Gichtanfällen besteht Beschwerdefreiheit. Doch bleibt der Harnsäurespiegel erhöht und die Ablagerungen im Gewebe können zunehmen. Dann entwickelt sich möglicherweise eine schwere chronische Gicht inklusive Gelenkverformungen.

Stadium 4: Chronisch tophöse Gicht

Hält die Erkrankung über Jahre an, besteht eine chronische Gicht. Dabei können sich abgelagerte Harnsäurekristalle zu sogenannten Tophi abkapseln. Diese Gichtknoten mit weißen Flecken findet man in der Gelenkinnenhaut, gelenknahe im Knorpel oder Knochen und danach in der Haut um das Gelenk, z. B. an Fingern, Händen und Füßen, der Achillessehne um die Ellenbogen. Eventuell auch in den Nieren und anderen Organen sowie unter der Haut an den Ohren. Sie sind normalerweise schmerzlos, können sich aber schmerzhaft entzünden. Zudem können sie aufbrechen, was zu Verformungen und Arthrose führen kann.

Aus den Harnsäurekristallen entstehen gern auch Nierensteine. Somit gibt es drei Formen von chronischer Gicht:

  • Gelenkgicht: Schäden an mehreren Gelenken durch die ständige Ablagerung von Harnsäurekristallen führen dauerhaft zu Schmerzen bei Bewegung und zu Einschränkungen der Beweglichkeit. Schließlich kommt es zu Gelenksveränderungen und Verdickungen an Schleimbeuteln und Sehnen.
  • Weichteilgicht: Tophi bilden sich unter der Haut oder über Gelenken, Sehnenscheiden und Schleimbeuteln.
  • Nierengicht: Nierensteine treten auf. Und zwar auch ohne Gelenkgicht bzw. häufig schon vor dem ersten Gichtanfall. Das beeinträchtigt die Nierenfunktion, was schlimmstenfalls in ein Nierenversagen mündet.

Was kann man gegen Gicht tun? Therapie

Unbehandelt kommt es zu wiederkehrenden Gichtanfällen. Deshalb ist es wichtig, dass die Behandlung möglichst frühzeitig einsetzt. Auch um mögliche Folgen wie Gelenk- und Organschäden sowie einen chronischen Verlauf zu verhindern.

Da meist falsche Ernährung, Übergewicht oder Bewegungsmangel als Auslöser der Erkrankung fungieren, lassen sich zumindest symptomlose, leicht erhöhte Harnsäurewerte durch purinarme Kost, regelmäßigen Sport und das Einhalten bzw. Erreichen des Normalgewichts senken. Wobei man darauf achten sollte, nicht zu übertreiben. Denn extreme Gewichtsabnahmen, etwa durch eine Nulldiät oder radikales Fasten, wirken kontraproduktiv. Sie können den Harnsäurespiegel sogar noch in die Höhe treiben, weil einerseits durch den Abbau körpereigener Eiweißstoffe Purine freigesetzt werden und andererseits Ketonkörper, die beim Hungern zur Energiegewinnung gebildet werden, die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren verringern. Auch werden Muskel- und Fettzellen abgebaut, sodass körpereigenes Purin freigesetzt wird.

Ebenso ungünstig wirken körperliche Überanstrengungen. Empfehlenswert ist mindestens 30 Minuten der eigenen Kondition und körperlichen Verfassung angepasster Sport zwei- bis dreimal pro Woche. Das senkt den Harnsäurespiegel.

Desgleichen können Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Blutfettwerte, Übergewicht, Krebs- oder Nierenleiden den Harnsäurespiegel anheben. Dann ist das Stoffwechselleiden eine Begleiterscheinung einer anderen Krankheit und man spricht von einer sekundären Gicht. In diesem Fall gilt es, in erster Linie die auslösende Erkrankung so effizient wie möglich zu behandeln.

Doch können auch bestimmte Medikamente wie z. B. Chemotherapeutika (Krebsmittel) oder Entwässerungsmittel eine Hyperurikämie bewirken. Dann sollten diese, sofern möglich, abgesetzt werden.

Wie sieht die Behandlung eines akuten Gichtanfalls aus?

Hier lauten die vorrangigen Ziele, rasch die Schmerzen zu lindern und die Entzündung zu bekämpfen. Mit Schmerzmitteln aus der Gruppe der sogenannten nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR) und lokalen Kälteanwendungen (kalter Umschlag, Auflegen von Eis oder Topfen). Oder mit der Verabreichung von entzündungshemmenden Kortikosteroiden (= “Kortison“), das geschluckt oder intramuskulär injiziert bzw., wenn ein größeres Gelenk betroffen ist, direkt in das Gelenk gespritzt wird. Auch Colchicin, ein Alkaloid der Herbstzeitlose oder Immunsuppressiva bzw. sogenannte Interleukin-1-Blocker, die ebenfalls antientzündlich wirken, können zum Einsatz kommen. Außerdem sollte das betroffene Gelenk hochgelagert und geschont werden.

Tipp: Jedenfalls ist es wichtig, viel Flüssigkeit – bevorzugt Wasser, Kräuter- oder Früchtetees, jedoch keinen Alkohol – zu trinken, um die Konzentration der Harnsäure im Urin zu verringern.

Harnsäure Urin Laborwert

Wichtigste Maßnahme zur Therapie von Gicht ist Senkung der Harnsäure im Urin. Foto: Adobe Stock; (c) sonne_fleckl

Dauertherapie: Wie beugt man weiteren Gichtanfällen vor?

Unterbleibt eine Behandlung der Gicht, kommt es immer wieder zu Gichtanfällen, nach einigen Jahren auch zu einer massiven Schädigung von Gelenken, Haut und Nieren. Deshalb ist es ratsam, nach Abklingen eines Gichtanfalls eine bleibende Senkung der Harnsäurespiegels unter 6 mg/dl anzustreben und bereits bestehende Harnsäureansammlungen zu beseitigen. Das erreicht man in erster Linie mit einem gesunden Lebensstil, d. h. mit einer Ernährungsumstellung auf purinarme Kost und ausreichender Flüssigkeitszufuhr, begleitet von Medikamenten und physikalischen Maßnahmen.

Gicht: Welches Medikament hilft?

Meistens genügt eine Anpassung der Ernährung allein nicht, um den Harnsäurespiegel zu normalisieren. Daher kommen Harnsäuresenker zur Anwendung. Entweder – allerdings nur bei gesunden Nieren und reichlicher Flüssigkeitszufuhr – Urikosurika, die für eine vermehrte Ausscheidung der Harnsäure sorgen.

Oder Urikostatika, die den Abbau von Purinen zu Harnsäure hemmen. Sie schaffen es oft sogar, bereits vorhandene Harnsäureablagerungen wie Tophi oder Nierensteine zur Rückbildung zu bringen. Allerdings können die Mittel zu Beginn der Therapie akute Gichtanfälle auslösen. Ein Vorgang, den Mediziner Aktivierungsschub nennen. Deshalb erfolgt ihre Gabe zunächst in nur niedriger Dosierung und – zum Zweck der Vorbeugung von weiteren Gichtanfällen – einer begleitenden Verabreichung von Colchicin oder nicht steroidalen Antirheumatika.

Bei schwerer chronischer Gicht ist auch der Einsatz von Uricase (Uratoxidase) überlegenswert. Das Enzym führt die wenig lösliche Harnsäure in das leicht lösliche Allantoin über. Doch eignet sich eine solche Infusionstherapie, die nur im Krankenhaus durchgeführt wird, nicht für alle Gichtpatienten und birgt ein hohes Risiko für allergische Reaktionen.

Die meisten Gichtknoten an Ohren, Händen und Füßen schrumpfen langsam, wenn der Harnsäurespiegel tief genug gesunken ist.

Was hilft noch bei Gicht?

Bei Gelenkschäden infolge einer Gicht nutzen physikalische Maßnahmen wie

  • Ultraschall- und Elektrotherapie zur Schmerzbekämpfung
  • Massagen und Kältebehandlungen zur Verbesserung der Durchblutung und zur Muskelentspannung:
  • Physiotherapie, direkte Mittelfrequenzstrombehandlung und Reizstromtherapie zur Muskelkräftigung
  • Ergo- und Physiotherapie zur Besserung von Bewegungseinschränkungen

Was darf man bei Gicht nicht essen?

Menschen mit erhöhten Harnsäurewerten oder bereits Gicht sollten maximal 300 mg Purine pro Tag zu sich nehmen. Da eine purin- bzw. eiweiß- und fruktosereiche Ernährung gerne Gichtanfälle auslöst, gilt es, auf “Purinbomben“ weitgehend zu verzichten, Das sind

  • Innereien wie z. B. Leber, Bries, Nieren, Herz, Lunge, Milz
  • geräucherte Fisch-, Fleisch- und Wurstwaren
  • Haut von Fisch, Geflügel, Kruste von Fleisch
  • Bratensauce, Fleisch- und Knochensuppen
  • Krusten- und Schalentiere wie z. B. Muscheln
  • Sardellen, Heringe, Makrelen, Sardinen
  • Bierhefe

Ebenso auf Speisen und Getränke mit viel Fruchtzucker. Und auf alkoholische Getränke (wegen des Gehalts an Hefe v. a. Bier, auch alkoholfreies). Diese enthalten zwar kaum Purine, verringern aber die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren. Zudem kurbelt Alkohol die Harnsäureproduktion an.

Ernährung bei Gicht

Bei Gicht sollte man hauptsächlich purinarme Kost (Obst, Gemüse, Milchprodukte) zu sich nehmen. Foto: Adobe Stock; (c) eyetronic

Ernährung bei Gicht: Was esse ich wenn ich Gicht habe?

Bei Gicht geht es insbesondere darum, üppige eiweißreiche Mahlzeiten zu vermeiden, d. h. den Konsum von Fleisch, Fleischwaren (z. B. Wurst) und Fisch auf maximal 100 g pro Tag zu begrenzen. Was stattdessen auf den Teller kommen sollte? Vor allem pflanzliche, ballaststoffreiche Lebensmittel wie

  • Gemüse
  • Kartoffeln und Blattsalate
  • Obst, vorzugsweise mit niedrigem Fruktosegehalt (z. B. Acerola Kirschen, Himbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren, Papaya, Marillen, Pfirsiche, Pflaumen, Wassermelonen, Clementinen, Orangen, Grapefruits, Limetten)
  • Getreide und Getreideprodukte

Außerdem purinarme Eiweißquellen wie fettarme Milch und Milchprodukte (Käse, Joghurt, Topfen). Auch Eier sind erlaubt.

Wobei Kohl, Kohlsprossen, Spinat, Spargel, Soja, Artischocken, Brokkoli, Schwarzwurzel, Mais, Lauch, Rotkraut, Rhabarber und Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen, die einen mittleren Gehalt aufweisen, seltener auf dem Speiseplan stehen sollten als anderes Gemüse.

Übrigens: Die tägliche Zufuhr von 100 mg Vitamin C kann die Ausscheidung von Harnsäure erhöhen.

Gicht Experte: Wer diagnostiziert Gicht?

Grundsätzlich kann bereits der Allgemeinmediziner den Verdacht auf Gicht äußern. Da es sich bei Gicht um eine Erkrankung des rheumatischen Formenkreises handelt, ist allerdings der Rheumatologe der richtige Ansprechpartner. Wer unter Gicht leidet oder erhöhte Harnsäurewerte hat, die regelmäßig kontrolliert gehören, wendet sich am besten an einen Arzt für Allgemeinmedizin. Er kann nicht nur bei einem akuten Gichtanfall helfen, sondern auch, falls notwendig, z. B. Röntgenuntersuchungen veranlassen, um festzustellen, ob die Gicht bereits Schäden an den Gelenken verursacht hat.

Eventuell bereits bestehende Harnsäuresteine in den Harnwegen kann ein Urologe per extrakorporaler Stoßwellenlithotripsie, d. h. mit Ultraschallwellen zertrümmern, sodass die Bruchstücke mit dem Urin ausgeschieden werden. Bei schweren Gelenksveränderungen ist die (operative) Kunst eines Orthopäden gefragt.

Hier findest du Rheumatologen in deinem Bundesland:



Informationen zum Datenschutz einschließlich Cookie Richtlinie