Hausfassaden: Möglichkeiten der Hausverkleidung

Hausfassaden

Hausfassaden gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen und Materialien. Wir verraten, worauf es ankommt. Foto: Adobe Stock, (c) Eisenhans

Hausfassaden sind das Aushängeschild deines Eigenheims oder Mietobjektes. Doch welche Möglichkeiten bieten sich bei der Gestaltung und Farbgebung? Wir erklären dir, welche Vorteile Glasfassaden, Holzfassaden und klassische Putzfassaden mit sich bringen und warum du dein Haus nicht ganz so frei gestalten darfst, wie du möchtest.

Hausfassaden gestalten: Mehr als nur Verkleidung

Hausfassaden repräsentieren Gebäude nach außen und geben eine Idee davon, wie das Innere des Hauses gestaltet sein könnte. Eine moderne Fassade bedeckt zumeist ein modernes Interieur. Gleichzeitig fügen sich Hausfassaden in ein bestehendes Orts- und Straßenbild ein und vermitteln die Hochwertigkeit einer Wohnumgebung. Als Bauherr stehst du bei einem Neubau oder einer Sanierung vor der Frage, welche Fassaden- und Farbgestaltung sich für dein Objekt eignet. Die Möglichkeiten sind dank moderner Baustoffe nahezu unendlich. Doch nicht alles, was gefällt, ist in jeder Umgebung erlaubt. Und nicht alles, was schön anzusehen ist, eignet sich für den modernen Hausbau.

Schlichter Putz

Bei den modernen europäischen Baustilen lassen sich Fassaden in vier Hauptgruppen unterteilen. Die Putzfassade, versetzt mit Stuck und Ornamenten, prägt das Stadtbild der meisten Ortschaften. Der klassische Altbau verzichtet auf moderne Baustoffe. Welche Dämmung sich unter den zumeist weißen oder grauen Hausfassaden verbirgt, ist nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich. Mit Putzfassaden sind auch moderne architektonische Gestaltungen möglich, wenn sich Farbe und Qualität des Putzes stark von der Form des Gebäudes abheben.

Der Putz hält dem Klima bis zu 40 Jahre ohne Sanierung stand. Etwa alle zehn bis 15 Jahre wird ein neuer Anstrich notwendig. Die Qualität der Farbe entscheidet über die Haltbarkeit. Algen und Moose siedeln sich auf Putzfassaden gern an, Kletterpflanzen lieben die leicht raue Oberfläche. Eine regelmäßige Reinigung hilft, den Pflanzen den Garaus zu machen.

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Klinker – modern oder altbacken?

Klinkerfassaden kamen bis vor einigen Jahrzehnten ebenso wie Holzfassaden vor allem im ländlichen Raum als Hausfassaden zum Einsatz. Ein moderner Klinkerbau setzt auf sehr dichten Steinversatz und eine moderne, relativ voluminöse Dämmung zwischen Beton und Klinker. Rote Ziegel sind dabei ein echter Blickfang, aber durch natürliche dunkle Steintöne lässt sich auch moderne Architektur sehr schön mit Klinkerfassaden umsetzen. Hausfassaden im Klinkerstil überstehen 100 Jahre mühelos, wenn sie alle zehn Jahre imprägniert werden, damit die Zwischenräume ideal gepflegt bleiben. Während Putzfassaden einfach zu verbauen sind, muss bei einem Klinkerbau der Experte ran. Der Aufwand der Verkleidung ist deutlich höher, lohnt sich optisch jedoch allemal.

Klassische Hausfassaden am Altbau

Klassische Altbaufassaden prägen das Gesicht vieler europäischer Städte. Sie sind wunderschön, aber wartungsintensiv. Foto: Adobe Stock, (c) cphotos100

Nordische und moderne Holzfassaden

Holzfassaden dämmen einen Teil des Hauses effektiv mit, wenn sie richtig verbaut und dick genug sind. Moderne Holzfassaden, die luftdurchlässig und auf Optik ausgerichtet montiert sind, werden diesem Anspruch nicht immer gerecht. Die klassische Holzbauweise der nördlichen Länder erfordert jedoch deutlich weniger Dämmmaterial zusätzlich, als es beispielsweise bei einem Putzbau erforderlich ist. Ob die Verkleidung nur Hausfassaden betrifft oder das Holz auch nach innen gerichtet verwendet wird, hat ebenfalls Einfluss darauf, wie gut klimatisiert das Gebäude ist.

Holzfassaden eignen sich als moderne oder klassische Hausfassaden. Sie sind jedoch anspruchsvoll in der Wartung. Alle drei bis fünf Jahre sollten sie überprüft und erforderlichenfalls repariert werden. Dafür benötigen sie keine chemische Imprägnierung. Ein Anstrich muss etwa alle fünf Jahre erneuert werden. Die meisten Holzfassaden wirken jedoch naturbelassen deutlich attraktiver.

Hausfassaden

Hausfassaden aus Holz sind v.a. in den nördlichen Ländern beliebt. Sie sind optisch schön, müssen aber auch gut gepflegt werden. Adobe Stock, (c) ah_fotobox

Moderne Baustoffe und Funktionsfassaden

Glasfassaden, Betonfassaden oder moderne Verkleidungen, welche Akustik und Lichtdurchlässigkeit, Solarbetrieb des Gebäudes oder perfekte Dämmung berücksichtigen, sind natürlich auch eine attraktive Gestaltungsart. Bei Hausfassaden aus modernen Materialien solltest du jedoch von Anfang an einen Profi hinzuziehen, welcher für dich die ideale Lösung plant und dich über Wartung und Pflege der Hausfassade informiert, bevor hohe Kosten anfallen. Besonders in der Fassadenreinigung können Lochblechverblendungen, Solarmodule und andere Verkleidungen teuer werden. Ein spezialisiertes Fachunternehmen in deiner Umgebung findest du bei HEROLD.at.

Achtung: Die Reinigung durch nicht professionelle Firmen ist ein ernst zu nehmender Risikofaktor für die Technik!

Welche Hausfassaden sind erlaubt? Vorschriften

Aber ist es dir als Bauherr oder Hausbesitzer überhaupt erlaubt, deine Hausfassaden so zu gestalten, wie es dir gefällt? Das kommt sehr auf die Wohnumgebung an. Es gilt die Grundregel, dass das Gebäude sich in bestehende Hausreihen einfügen muss. Ein besonders modernes, exzentrisches Design der Fassade in einem Altbauviertel ist also nicht gern gesehen und kann von der Stadt abgelehnt werden. Historische Gebäude müssen so saniert werden, dass ihr Erscheinungsbild dem des Originals nahekommt. Selbst wenn du an ein altes Fachwerkhaus eine Glasfassade montieren möchtest, um das Gebäude lange zu erhalten, stößt du daher wahrscheinlich auf Gegenwehr. Die Dämmung kann jedoch so modernisiert werden, dass eine alte Holz- oder Klinkerfassade den modernen Wohnansprüchen gerecht wird.

Hausfassaden

Bunte Hausfassaden sind nicht überall erlaubt. Sichere dich im Vorfeld bei deiner zuständigen Baubehörde ab. Foto: Adobe Stock, (c) lichtblickefied

Was für die Gestaltung der Hausfassaden und Materialien gilt, lässt sich auch auf die Farbwahl anwenden. Maler und Lackierer übernehmen für dich gern die notwendigen Arbeiten. Kläre vorher unbedingt ab, ob ein buntes Haus in deiner Umgebung überhaupt erwünscht ist. Das örtliche Bauamt oder die Stadtverwaltung können dir Auskunft darüber geben, welche Regelungen deine Wohnumgebung betreffen. Pastellfarbene Töne sind nahezu überall erlaubt. Schwieriger wird es, wenn du dein Haus im skandinavischen Stil farbintensiv anstreichen lassen möchtest.

Auch für Einfamilienhaus-Siedlungen gelten eigene Regeln. In Versammlungen der Hausbesitzer wird hier entschieden, ob eine bunte Musterung erwünscht ist. Einen gewissen Spielraum lässt dir die Gesetzgebung dennoch. Die Baugenehmigung für ein besonders modernes oder hervorstechendes Objekt kann im Zweifel vor Gericht verhandelt werden.

Fazit: Funktionalität und Gestaltung kombinieren

Als Bauherr und Hausbesitzer kannst du durch die Gestaltung von Hausfassaden deinen Gebäuden ein neues Äußeres verpassen und sie aufwerten. Die Vorteile und Nachteile der Fassadenarten gleichen sich aus und nur wenige Bauarten verursachen besonders hohe Kosten. Durch eine professionelle Beratung von einem auf Fassaden spezialisierten Unternehmen kannst du dich vorher über Kosten und Wartungsaufwand informieren.



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