Japanische Restaurants Wien: die Top Lokale

Japanische Restaurants Wien

Wir verraten dir die besten japanischen Restaurants in Wien. Foto: Adobe Stock, (c) bodiaphoto

Die japanische Küche ist in der gastronomischen Szene Wiens fest verankert. Der HEROLD widmet sich heute handverlesenen japanischen Restaurants in Wien.

„Japaner sagen ‚Itadakimasu‘ vor dem Essen. Das bedeutet im groben ‚Guten Appetit‘. Die ursprüngliche Bedeutung ist die Wertschätzung des Lebens von Gemüse, Fleisch oder Fisch sowie die Mühe aller Personen, denen wir dieses Essen zu verdanken haben. Man legt die Hände zusammen vor der Brust und sagt ‚Itadakimasu‘. Das finde ich schön und wohltuend: Wertschätzung für alle Lebenwesen, die den Teller vor uns auf dem Tisch ermöglicht haben.

Was ist speziell an der japanischen Küche?

Sie ist gesund, kocht man doch traditionell mit wenig Fett, insgesamt fleischarm und aus qualitativ hochwertigen Produkten. Gemüse, Fisch, und alle Schätze des Meeres bis hin zu Algen stehen oft auf dem Speiseplan. Es gibt mehrere Wörter für Reis, eine Tatsache, die seine Bedeutung als wichtige Säule der Küche Nippons gut dokumentiert. Neben weißem Reis kennt man auch die sogenannten Udon, breite Nudeln aus Weizen, und Soba, die Buchweizennudeln. Beide werden oft in Suppen gereicht. Desserts und Brot haben keine Tradition in Japan, ich sag’s nur.

Was hat die japanische Küche alles zu bieten?

Ein paar der aller wichtigsten Köstlichkeiten und Begriffe neben Ramen (Nudelsuppe) oder Sushi (gesäuerter Reis und roher Fisch) sollen hier noch einmal aufgelistet werden. Japanisches Essen ist übrigens immer bunt, sorgfältig und angenehm für’s Auge angerichtet.

  • Maki“ bezeichnet Rollen aus Seetang, die mit Reis, Fisch, Meerestieren, Gemüse etc. gefüllt sind.
  • Sashimi“ nennt man dünne Filetstücke von rohem Fisch.
  • Shabu shabu“ isst man direkt aus dem Feuer-Topf, es ist unserem Suppenfondue ähnlich.
  • Teriyaki“ heißt mariniertes Fleisch.
  • Fugu“ bezeichnet das Muskelfleisch des Kugelfisches.
  • Wasabi“ ist japanischer Meerrettich und wird in der gehobenen Küche frisch vor dem Gast gerieben.
  • Wagyū“ heißt die japanische Rinderrasse, deren Fleisch eine besonders feine Fettmarmorierung aufweist.
  • Miso“ ist eine Paste aus fermentiertem Soja.
  • Tempura“ nennt man frittierte Stücke von Meeresfrüchte, Gemüse oder Fisch.

Die besten japanischen Restaurants in Wien

Wir werden zwischen den Kategorien „klassisches Restaurant“ und sagen wir einmal „Beisl“ unterscheiden. In der ersten Kategorie wird Luxus groß geschrieben, nicht nur, weil die Zutaten teuer sind. Die zweite Gruppe, bietet einen niederschwelligeren Zugang und ist auch deshalb fein für Neueinsteiger ins Universum „Japanische Restaurants Wien“.

Natürlich gibt es noch ein paar mehr wunderbare „Japaner“ in Wien. Aber es ist ja nicht aller Tage Abend. Die Reihung ist auch diesmal zufällig und die Auswahl subjektiv. Sicher sind aber alle genannten Lokale einen Besuch wert, in einigen von ihnen war ich mehr als ein Mal!

Sakai

Auch schon einige Jahre bietet das Sakai authetische japanische Küche auf höchstem Niveau. Das Ambiente ist puristisch, geradlinig, hell, angenehm. Man feiert Japan auf den Tellern und zelebriert über die Köstlichkeiten aus der Küche hinausgehend auch traditionelle Feste: Puppenfest, Kinderfest, Sternenfest, Mondschau, Jahresbeginn und Jahresende sowieso. Wer mit seinem Abendessen japanische Kultur atmen will, ist im Sakai an der richtigen Adresse.

Sakai, 1080 Wien

Hidori

 

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Hier kann man seit 2004 authentisches, japanisches Essen erleben. Hierher kommen auch Japaner gern – ein gutes Zeichen! Und es gibt Yakitori – köstliche gegrillte Spieße mit Hühnerfleisch, Schweinefleisch oder Teilen davon, sprich Hühnermägen, Hühnerhaut, Rindsleber … Außerdem findet man eine große Auswahl an Sake vor und vier Sorten japanisches Bier. Das ist Japan mitten im Siebten!

Hidori, 1070 Wien

Unkai

Das Restaurant ist irgendwie auch ein „Urgestein“ der Wiener Restaurant Szene. Es liegt im siebten Stock des Grand Hotels und bezeichnet sich selbst als „Gourmet Restaurant„. Manche monieren die Preise, aber wer in ein Grand Hotel geht, kann leider nicht bezahlen wie in der Frühstückspension. Der Gault & Millau zeichnete das Lokal mit zwei Hauben aus. In meinem Umfeld wird immer wieder mal heftig über das Unkai diskutiert, aber das ist eine andere Geschichte.

Unkai, 1010 Wien

SHIKI

Japanische Restaurants Wien

Japanisches Restaurant SHIKI – Fine Dining. Foto: (c) HIKI-BEHF

Mit diesem Restaurant hat sich der japanische Dirigent Joji Hattorti einen Herzenswunsch erfüllt. Das schöne Lokal bietet je nach Bedürfnis mehrere Bereiche: Bar, Sushibar, Fine Dining, Extrazimmer. Das Ambiente ist geschmackvoll und edel. Ein sehr gelungenes Lichtdesign erhöht den Wohlfühlfaktor. Apropos erhöhen: Die Preise sind ebenfalls gehoben, aber die Gerichte machen Freude, sogar die Desserts! Plus: Beeindruckende Sake-Auswahl.

SHIKI, 1010 Wien

Japanische Lokale in Wien abseits vom Luxussegment

mochi

Das mochi ist einzigartig. Es scheint oft zu klein, manchmal zu laut und auch zu heiß. Aber es ist immer großartig, stylish, witzig und innovativ. Was aus der offenen Küche kommt, schmeckt vielen ausgezeichnet und das ist in diesem Fall als Kompliment gemeint.

 

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Tipp: Man bestellt am besten viele verschiedene Teller und teilt, kostet und genießt gemeinsam. Das Service ist wunderbar und der Schanigarten im ruhigen Teil der Praterstraße ebenfalls. Sollte man erlebt haben. (Nicht aufgeben, irgendwann bekommt man einen Tisch!)

mochi vienna, 1020 Wien

IKI

„Japanese Canteen – asiatische Fusionsküche mit urbanem Wohlfühlambiente“ sagt man über sich selbst. Schon wieder eine tolle Kantine in Wien, sage ich. Das Lokal ist riesig, aber nicht ungemütlich. Und selten noch waren sich die Restaurantkritiker in ihrer Begeisterung so einig wie bei diesem Lokal. Dieser Neuzugang in Wien wurde vom ersten Tag an als Bereicherung empfunden – da stecken die Betreiber vom mochi dahinter.

IKI, 1100 Wien

Matcha Komachi

Im Grunde handelt es sich um eine Art erweitertes Teehaus. Aber das kulinarische Angebot ist viel breiter! Wer japanische Hausmannskost kennen lernen oder wieder einmal eine sehr gute Bento Box genießen will, der ist hier an der richtigen Adresse. Das Lokal ist sehr hell, vom Holz bis hin zum gefliesten Boden, aber man fühlt sich wohl. Und im Sommer sitzt man im kleinen Schanigarten.

Matcha Komachi, 1010 Wien

Japanische Restaurants Wien: zwei spezielle Geheimtipps

Wer es nicht ausschließlich puristisch mag, der kann die „Vermischung“, die Fusion zweier Landesküchen erleben. Nobuyuki „Nobu“ Matsuhisa hat es mit seinen berühmten Restaurants auf der ganzen Welt vorgemacht: Japan trifft Peru. Und in diesem Fall ist eins plus eins viel mehr als zwei!
Für beide Lokale spreche ich hiermit wärmste Empfehlungen aus – so macht Essen Spaß.

Dining Ruhm

 

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In diese Ecke Wiens komme ich nicht so oft, aber die Anreise zu diesem Lokal zahlt sich auf alle Fälle aus! Ein traditionelles Wiener Wirtshaus wurde charmant adaptiert. Die Küchenlinie zeigt sich trendy, auch was das Geschirr betrifft und das Service agiert bezaubernd. Die Atmosphäre ist insgesamt entspannt, man merkt, wie auch die anderen Gäste sich über jeden eingestellten Teller freuen. Immer wieder ein erhellendes Erlebnis, auch weil sich die Gebrüder Ruhm um die Verwendung lokaler Produkte bemühen.

Dining Ruhm, 1040 Wien

Mercado Nikkei

Seit der Neuausrichtung der Küchenlinie machen Besuche hier uneingeschränkte Freude. Der Signature Dish ist das „Nikkei Classic Ceviche“: Gelbschwanzmakrele, Oktopus, Avocado, Chulpi Mais, Süßkartoffelstroh. Und danach bitte noch ein berückendes Dessert: Macchu Matcha.

Tipp: Im Keller liegen viele tolle Weinflaschen – nachfragen zahlt sich aus! Und wer Lust auf einen Drink hat, geht einfach hinunter ins „Clandestino“, eine sehr hübsche, heimelige Cocktailbar mit exzellenten Drinks. Wer Mezcal schätzt, wird besonders entzückt sein.

Mercado Nikkei, 1010 Wien

Klingt inspirierend? Ja, mir ist auch das Wasser im Mund zusammen gelaufen beim Schreiben. In diesem Sinne: Itadakimasu!



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