Katze impfen: alle wichtigen Infos

Katze impfen: eine kleine Siamkatze auf einer Decke

Auch diese kleine Siamkatze ist gegen Krankheiten geimpft. Foto: Unsplash, (c) Kristin Brown

Lieber Katzenhalter! Dein Katzenjunges solltest du ab einem Alter von 8 bis 9 Wochen gegen Infektionen impfen lassen. Wir erklären dir in diesem Beitrag, warum du deine Katze impfen lassen solltest, welche Regeln es zu beachten gilt und wo du gut bewertete Tierärzte in deiner Nähe findest.

Katze impfen lassen

Katzen sind anfälliger für Infektionskrankheiten als andere Tiere. Darum sollte sich jeder verantwortungsbewusste Katzenhalter um die Impfung seines flauschigen Vierbeiners kümmern. Allgemein empfehlen Experten eine Kombinationsimpfung gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen ab der 8. Lebenswoche. Bis dahin sind Katzen nämlich durch maternale Abwehrkräfte geschützt. Die Muttermilch stärkt das Immunsystem der Kleinen in den ersten Wochen ihres Lebens.

Warum Katze impfen lassen?

Katzen sind typische Einzelgänger – im Unterschied zu Rudeltieren wie dem Hund. Deshalb fand evolutionsbiologisch keine wechselseitige Immunisierung durch einen regen Kontakt mit Artgenossen statt. Infolge dessen ist das Immunsystem der Katzen hinsichtlich spezifischer Erkrankungen unzureichend entwickelt.

Info: Wohnungskatzen sind weniger gefährdet als Freigänger. Stubentiger können sich jedoch auch mit eingeschleppten Viren anstecken.

Gegen bakterielle Erkrankungen helfen im Zweifelsfall auch Antibiotika in Form von Tabletten. Bei viralen Infekten hingegen sind Schutzimpfungen das Mittel der Wahl. Impfungen gehören daher zum Standardprogramm der Gesundheitsvorsorge deiner Katze. Nach der Grundimmunisierung finden Auffrischungen üblicherweise jährlich beziehungsweise im Dreijahresrhythmus statt.

Wer seine Katze ins Ausland mitnehmen möchte, muss außerdem vorweisen können, dass sie gegen Tollwut geimpft ist. Freigänger solltest du prinzipiell immer gegen Tollwut impfen lassen. Einen ausführlichen Artikel über gängige Katzenkrankheiten kannst du hier nachlesen: KATZE NIEST? DIE 10 HÄUFIGSTEN KATZENKRANKHEITEN.

Katze impfen: eine neugeborene Katze

Maternale Antikörper schützen dieses Neugeborene vor Infektionen. Foto: Unsplash, (c) Wolfgang Hasselmann

Was kostet Katze impfen lassen?

Die Kosten für die Impfung deiner Katze gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen belaufen sich auf ungefähr € 30. Ein Freigänger sollte außerdem gegen Tollwut geimpft werden – in diesem Fall kommst du auf etwa € 50.

1 x Impfung Katzenseuche/Katzenschnupfen  € 30
1 x Impfung Tollwut  € 20
1 x Impfung Leukose  € 35

Die Grundimmunisierung eines Katzenbabys besteht aus zwei Impfungen im Abstand von 4 Wochen. Bei einer Wohnungskatze musst du also mit Gesamtkosten um die € 60 rechnen. Dein Kitten musst du vor der Impfung auf jeden Fall noch entwurmen (€ 6-10).

Wie oft Katze impfen?

Wie oft eine Katze geimpft werden muss, darüber gibt das unten angeführte Impfschema Auskunft. Nach der Grundimmunisierung (Impfungen in der 8. und 12. Lebenswoche) erfolgen alle weiteren Auffrischungen in Intervallen von 1-3 Jahre.

Impfschema Katze

8. Lebenswoche: Impfung gegen Katzenseuche/Katzenschnupfen
12. Lebenswoche: Auffrischung der Impfungen gegen Katzenseuche/Katzenschnupfen,
Tollwut, Bluttest auf Leukose und FIP + Impfung
16. Lebenswoche: Tollwut, Leukose (Auffrischungen)
15. Lebensmonat: Katzenseuche/Katzenschnupfen (jährlich); Tollwut (alle drei Jahre), Leukose (Auffrischung)

Katze impfen: was beachten?

Wenn du deine Katze impfen lassen möchtest, sollten folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Deine Katze ist gesund.
  • Sie ist frei von Parasiten (Würmer, Flöhe).
  • Die Entwurmung findet circa 2 Wochen vor jeder Impfung statt.
  • Du musst die Impfintervalle (siehe Impfschema) einhalten.

Der Besuch beim Tierarzt stellt für Tiere immer einen Stressfaktor dar. In unserem Beitrag BESUCH BEIM TIERARZT MIT DEINER KATZE kannst du nachlesen, wie du dich mit deinem haarigen Freund perfekt vorbereitest.

Warum Katze entwurmen?

Die Entwurmung (medikamentöse Behandlung) gehört zum normalen Gesundheitsprogramm deiner Katze. Du führst sie im Idealfall vierteljährlich und circa 14 Tage vor jeder Impfung durch. Denn Parasiten können die Wirkung des Impfstoffs beeinträchtigen, weshalb deine Katze vorher behandelt werden sollte.

Eine Wurmkur tötet vorhandene Würmer, bietet jedoch keinen vorbeugenden Schutz. Ältere Katzen sollten daher nur auf Verdacht entwurmt werden. Würmer erkennst du mit freiem Auge im Kot oder am After. Schleimiges Erbrechen ist ebenfalls ein Hinweis auf Parasitenbefall.

Katze impfen: zwei Babykatzen im Korb

Katze impfen lassen und Vorsorge treffen. Foto: Unsplash, (c) Amy Baugess

Gegen was Katze impfen?

Bei einer Impfung handelt es sich um eine vorbeugende Maßnahme: durch die Schutzimpfung ist deine Katze prophylaktisch gegen katzenspezifische Krankheiten geschützt. Wir haben für dich alle gängigen Infektionskrankheiten bei Katzen aufgelistet:

Katzenschnupfen

So harmlos der Name auch klingen mag – der Katzenschnupfen kann unbehandelt zum Tod führen. Katzenschnupfen betrifft meist ungeimpfte Katzenjungen und wird auch oft von einer ungeimpften Mutter übertragen. Neben Niesen, schleimigen Nasen- und Augenausfluss macht sich der Virus im weiteren Krankheitsverlauf mit Abgeschlagenheit, Fieber, Appetitlosigkeit und Beschwerden des Atmungsapparates bemerkbar. Häufig kommt es zu einer Lungenentzündung und schmerzhaften Geschwüren in der Maulhöhle.

Katzenseuche

Der Erreger der Katzenseuche ist äußerst widerstandsfähig und kann auch auf kontaminierten Gegenständen lange Zeit überleben. Aus diesem Grund sind auch Stubentiger gefährdet, da die Katzenseuche über Schuhwerk, Kleidung und Gegenstände eingeschleppt werden kann. Allerdings ist sie seit der Einführung der Katzenimpfung deutlich zurückgegangen. Die Therapie ist allerdings aufwendig und nicht immer erfolgreich.

Leukose

Leukose (Katzenleukämie) ist bei Katzen die häufigste, durch Viren übertragene Todesursache. Der Immunschwäche-Virus ist mit dem menschlichen HI-Virus verwandt, wird jedoch nur von Katze zu Katze übertragen. Die Ansteckung erfolgt relativ leicht: So können sich Katzen auch über kontaminierte Gegenstände (z.B. Katzentoilette, Fressnapf) infizieren. Auch gesund wirkende Katzen können den Virus in sich tragen und unbemerkt (z.B. über den Speichel, Muttermilch) weitergeben.

Katze impfen: ein Katzenjunges wird geimpft

Katze impfen: Die Behandlung ist auch für das Katzenkind kurz und schmerzlos. Foto: Adobe Stock, (c) Ilike

FIP (ansteckende Bauchfellentzündung)

FIP steht für Feline Infektiöse Peritonitis und ist eine weit verbreitete Virusinfektion der Katze. Hohes Ansteckungsrisiko haben vor allem Katzen, die in direkter Nachbarschaft mit anderen Tieren leben (z.B. Tierheim, Bauernhof). Die Übertragung des Virus erfolgt direkt über infizierte Katzen oder indirekt über kontaminierte Gegenstände. Aufgrund der unspezifischen Symptome ist es nicht leicht, die FIP zu diagnostizieren. Unbehandelt kann die Virusinfektion zum Tod führen.

Tollwut

Die Tollwut verursacht eine tödliche Gehirnentzündung und wird ursprünglich durch Füchse übertragen. Der Virus ist auch für den Menschen lebensgefährlich und gehört daher zu den meldepflichtigen Seuchen.

Katze impfen: eine weiße Katze auf einem Dach

Besonders Freigänger sollten unbedingt geimpft werden. Foto: Unsplash, (c) Yuliya Kosolapova

Gut bewertete Tierärzte in Wien

Die hier angeführten Veterinärmediziner haben auf HEROLD.at eine mehrfache Kundenbewertung von mindestens 4,9 Sternen erhalten:

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