Keratokonus: Symptome, Erkennung & Behandlung

Keratokonus

Keratokonus (Auge rechts) ist eine fortschreitende kegelförmige Verformung unserer Hornhaut. Bild: Adobe Stock, (c) Akarat Phasura

Immer schlechter und verschwommen sehen trotz neu angepasster Brille oder Kontaktlinsen? Dahinter kann ein Keratokonus stecken. Wie es zu einer solchen kegelförmigen Verformung der Hornhaut der Augen kommt, was sie bewirkt, wie sie der Augenarzt erkennt und was er dagegen macht – alles dazu findest du hier!

Was bedeutet Keratokonus?

Normalerweise rundet sich die durchsichtige Hornhaut (Kornea, Cornea) des Auges wie die Oberfläche einer Kugel. Auf diese Weise kann sie genügend Brechkraft aufweisen und gemeinsam mit der Augenlinse auf der Netzhaut exakt abbilden, was man sieht – wir sehen also scharf. Doch wölbt sie sich auf krankhafte Art so vor, dass sie eine Kegelform annimmt, besteht ein sogenannter Keratokonus (Hornhautkegel). Das ist in unseren Breiten bei einem von 2.000 Menschen der Fall. Und zwar bei Männern deutlich häufiger als bei Frauen.

Wie entsteht ein Keratokonus?

Die Hornhaut dünnt an einigen Stellen aus. Daraufhin bewirkt der im Inneren des Auges vorherrschende Druck, dass sie sich vorwölbt (Hornhautektasie). Auf die Art entsteht ein Hornhautkegel, der symmetrisch sein kann, aber nicht muss. Dieser Prozess schreitet oft fort und verformt die Kornea unregelmäßig. Fast immer an beiden Augen, wenn auch sehr unterschiedlich hinsichtlich Schnelligkeit und Ausprägung.

Info: Die Ursache für die Entstehung des Keratokonus ist noch nicht geklärt.

Warum der Prozess der Hornhautverdünnung stattfindet, ist noch unbekannt. Doch scheinen möglicherweise für den Umbau des Gewebes verantwortliche Enzyme aus dem Gleichgewicht zu geraten, sodass sie die Hornhaut zerstören. Oder freie Radikale könnten für einen sehr verfrühten programmierten Zelltod sorgen.

Ähnliche Veränderungen finden bei einer anderen krankhaften Ausbuchtung der Kornea statt, beim sogenannten Keratoglobus. Bei diesem handelt es sich allerdings um eine kugelförmige Vorwölbung inklusive Verdünnung der Hornhaut, die aber ebenso meist beidseitig und in unterschiedlicher Ausprägung auftritt.

Keratokonus: Grafik Auge

Bei der Augenkrankheit Keratokonus wird die Hornhaut dünner und kegelförmig verformt. Grafik: Adobe Stock, (c) AngeloSouza

Wie bekommt man einen Keratokonus? Ursachen

Warum ein Keratokonus entsteht, konnte die Wissenschaft trotz intensiver Forschungen bislang noch nicht wirklich klären. Doch werden mehrere Faktoren als Auslöser diskutiert. Wie etwa:

  • eine erbliche Veranlagung, denn in einem Teil der Fälle tritt der Keratokonus familiär gehäuft auf. Auch gibt es einige Gene, die zur Verdünnung der Kornea führen dürften.
  • eine Dauerbelastung der Hornhaut, wie z. B. durch übermäßiges Augenreiben.
  • Augenleiden, wie etwa die Keratokonjunktivitis vernalis (allergisch bedingte Binde- und Hornhautentzündung).
  • bestimmte Erkrankungen, wie z. B. die Neurodermitis oder Schilddrüsenfunktionsstörungen.
  • erbliche Syndrome wie z. B. das Down Syndrom (Trisomie 21), Turner-Syndrom (Monosomie X), Marfan-Syndrom u.a.m.

Manche Forscher vermuten auch eine Stoffwechselstörung, Abweichung der chemischen Zusammensetzung der Kornea, Infektion oder Schwächung des Kollagens als mögliche Ursachen, doch gibt es hierfür keinerlei wissenschaftliche Beweise.

Welche Symptome verursacht ein Keratokonus?

Die durch einen Keratokonus bedingten Hornhautveränderungen führen zu:

  • einer schnell zunehmenden Kurzsichtigkeit
  • verschwommenem, verzehrtem Sehen, das sich mit fortschreitender Erkrankung infolge der Entwicklung eines verstärkten und irregulären Astigmatismus (Stabsichtigkeit, Hornhautverkrümmung) mit deutlich schwankenden Achsen weiter verschlechtert
  • beeinträchtigtem Dämmerungs- und Nachtsehen
  • Doppelbildern bzw. Mehrfachsehen
  • einer Wahrnehmung von Halos, d.h. Lichtringen oder Sternen um Leuchtquellen, Schatten, die Gegenstände zu umgeben scheinen (Ghosting, Geisterbilder) oder Schlieren beim Lesen von Buchstaben
  • erhöhter Lichtempfindlichkeit und Blendung
  • trockenen Augen und Augenirritationen
  • übermüdeten Augen und Gesichtsmuskeln
  • einer Kontaktlinsenunverträglichkeit im fortgeschrittenen Stadium mit Verlust oder regelmäßiges Verrutschen der Kontaktlinsen

Wobei die Symptome, wenn beide Augen einen Keratokonus aufweisen, was meistens der Fall ist, bei jedem Auge unterschiedlich sein können. Diese Beschwerden beeinträchtigen Alltagshandlungen wie z. B. Autofahren, Arbeiten am Computer, Fernsehen oder Lesen.

Jedenfalls kommt die voranschreitende Abnahme der Sehfähigkeit durch Veränderungen im Gewebe wie Faltungen in der inneren Kornea, Risse an den äußeren Hornhautschichten und Vernarbungen an der Konusspitze zustande. Die ständig schwankenden Sehleistungen beeinträchtigen die Konzentration und können Kopfschmerzen verursachen.

Reißt gar die Descemet-Membran an der Hornhautinnenseite ein, gelangt Kammerwasser in die Kornea. Dadurch kann diese rapide anschwellen, was eine plötzliche arge Verschlechterung des Sehens und Schmerzen bewirkt. Dann spricht man von einem akuten Keratokonus, der meist eine Operation unumgänglich macht. Zudem: Ist die Hornhaut nur noch sehr dünn, genügt ein Schlag aufs Auge, damit sie platzt.

Keratokonus: Untersuchung durch den Augenarzt

Keratokonus: Im Zweifelsfall konsultierst du einen Augenarzt. Foto: Adobe Stock, (c) bigguns

Wie verläuft ein Keratokonus?

Beim Keratokonus wird die Hornhaut zunehmend aus- und vorgewölbt. Jedoch in individuell unterschiedlicher Geschwindigkeit und Ausprägung. Dieser Prozess kann sowohl in Schüben als auch fließend verlaufen.

Jedenfalls können die Symptome in jedem Alter beginnen, tun dies aber meist im zweiten bis dritten Lebensjahrzehnt. Und entwickeln sich oft zunächst schnell, dann immer langsamer, bis – zwischen dem vierten und fünften Lebensjahrzehnt – ein Stillstand eintritt. Doch ist der Verlauf von Mensch zu Mensch verschieden. Somit kann man die Krankheit nur schwer in Stadien einteilen, auch wenn es hierzu verschiedene Ansätze gibt.

Jedenfalls unterscheidet man zwei Formen:

  • die “Forme Fruste“ bzw. “stille“ Form
  • den “progressiven“ Keratokonus bzw. die voranschreitende Form

Bei der viel häufigeren Forme Fruste bleibt die Krankheit in einem Stadium stehen, in dem sich noch nicht die volle Konusform entwickelt hat. Sie ist von ihren Symptomen her kaum von einer normalen Hornhautverkrümmung unterscheidbar. Daher wird sie häufig nur zufällig bei einer sorgfältigen augenärztlichen Kontrolle entdeckt. Und man kann sie per Brille oder Kontaktlinse korrigieren. Auch muss man sie, wenn sie stabil bleibt, nicht operativ behandeln, aber regelmäßig augenärztlich kontrollieren.

Hingegen verläuft die seltenere progressive Form des Keratokonus aggressiv und bewirkt eine fortschreitende Vorwölbung und damit Verkrümmung der Hornhaut, genannt Astigmatismus. Dadurch wird die Korrektur mittels Brille immer schwieriger. Somit werden harte Kontaktlinsen erforderlich, die Druck auf die Hornhaut ausüben und Unebenheiten ausgleichen. Diese können, ist die Krankheit nicht zu weit fortgeschritten, eine gute Korrektur bis hin zur maximalen Sehkraft erreichen. Doch nimmt die Vorwölbung der Kornea weiter zu, sitzen die Kontaktlinsen nicht mehr stabil und können herausfallen. Zudem wird die Hornhaut unterhalb des Zentrums immer dünner und vernarbt, was die Sehschärfe unwiederbringlich verschlechtert.

Wie erkennt man einen Keratokonus? Diagnose

Ein Keratokonus bewirkt üblicherweise eine Kurzsichtigkeit und einen irregulären Astigmatismus. Daher berichten Patienten mit Keratokonus dem Augenarzt bei der Erhebung der Krankengeschichte meist, dass sie unscharf oder schlechter als früher sehen. Zudem stellt sich oft heraus, dass sich diese beeinträchtigte Sehfähigkeit nicht mittels Anpassung neuer Brillen vollständig korrigieren lässt. Daher kann bei anschließenden Sehtests mit Sehhilfen typischerweise keine ideale Sehschärfe erreicht werden.

Einen fortgeschrittenen Keratokonus erkennt der Augenarzt bereits mit der Spaltlampe. Unter diesem Hornhautmikroskop sieht er Veränderungen der Hornhautstruktur wie z. B. Vorwölbungen, Verdünnungen, Narbenbildungen an der Kegelspitze, dort manchmal auch einen gelbbraunen bis grünbraunen Fleischer’schen Ring durch eisenhaltige Eeinlagerungen sowie eventuell als Vogt’sche Spaltlinien bezeichnete Dehnungsstreifen oder Stippchen. Oder der Hornhautkegel ist von der Seite sogar schon mit bloßem Auge sichtbar.

Keratokonus: Hornhauttopographie

Farbliche Hornhauttopographie zur Diagnose des Keratokonus. Foto: Adobe Stock, (c) Emiliano Pane

Spezielle Diagnostik

Doch um einen Keratokonus bereits im Frühstadium zu diagnostizieren, reichen gängige Untersuchungsmethoden wie die Bestimmung der Krümmung der Hornhautvorderfläche und der zentralen Hornhautdicke allein nicht aus. Hierzu ist nämlich eine Untersuchung der Hornhautoberfläche und Hornhautrückfläche, Messung der Hornhautdicke (Pachymetrie) und eventuell eine Zellzahlbestimmung des Endothels angesagt, um einen Keratokonus sicher festzustellen.

Neuere Untersuchungsmethoden ermöglichen aber seine frühzeitige Diagnose. Wie etwa die computergestützte Hornhauttopographie Dabei erfasst ein Gerät namens Keratograph die Beschaffenheit der Hornhaut, somit auch ihre Dicke sowie eventuell vorhandene Verdünnungen und Höhenveränderungen. Das Verfahren erstellt ein farbiges Höhenrelief der Hornhaut. Liegt ein Keratokonus vor, treten hier typische Wölbungsmuster auf, womit die Diagnose gesichert ist.

Zum Messen der Hornhautradien zur Erfassung der Oberflächenstruktur und Anpassung von Kontaktlinsen nutzt der Augenarzt ein Ophthalmometer (Keratometer) bzw. Keratoskop (Placido-Scheibe). Weiters kommt als Diagnoseverfahren die Skiaskopie zur Anwendung. Bei ihr bestimmt der Augenarzt die Brechkraft des Auges per Schattenprobe mit einem speziellen Augenspiegel.

Dabei beobachtet der Arzt beim Keratokonus typischerweise einen “Fischmauleffekt“, d.h. irregulären Verlauf der Brennlinien. Auch kann er eine optische Kohärenztomografie vornehmen, bei der ein bildlicher Querschnitt des vorderen Augenabschnitts erstellt wird. Oder eine dreidimensionale Analyse der gesamten Hornhaut per Scheimpflugkamera.

Keratokonus: Grafik Auge Puzzle

Wir haben für dich die besten Augenärzte gefunden. Grafik: Adobe Stock, (c) sakramir

Keratokonus – was tun? Therapie

Eine Heilung ist bislang nicht möglich, doch eine Vermeidung von Spätfolgen mithilfe von Methoden, die entweder die Sehfehler korrigieren oder solchen, die gegen die kegelartige Hornhautverformung vorgehen. Dabei richtet sich die Behandlung des Keratokonus nach der Schwere der Symptome, die er verursacht.

Je nach Beschaffenheit des Keratokonus stehen Brillen, Kontaktlinsen, ein Crosslinking, ins Auge eingesetzte Ringe oder Linsen eventuell auch Laserverfahren, sowie wenn all das nicht wirkt, eine Hornhauttransplantation, zur Auswahl. Auch kann der Arzt in bestimmten Fällen verschiedene Behandlungen – simultan oder konsekutiv – kombinieren. Beispielsweise nach einem Collagen Crosslinking später eine torische Linse ins Auge einsetzen, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren.

Keratokonus Therapie: Brillen

Einen Keratokonus in frühem Stadium, also in leichter Ausprägung, kann man mit Brillengläsern korrigieren. Mit fortschreitender Erkrankung geht das nicht mehr, weil dann eine Brille nicht mehr imstande ist, ein akzeptables Sehvermögen zu gewährleisten.

Keratokonus Therapie: Kontaktlinsen

Ist ein ausreichendes Sehvermögen mit weichen Linsen erzielbar, kommen diese zur Anwendung. Doch auch sie können – ebenso wie Brillen – nur regelmäßige und gleichförmige Sehfehler korrigieren.

Formstabile, d.h. harte Kontaktlinsen hingegen gleichen durch ihre Form Unregelmäßigkeiten der Hornhautoberfläche auch bei fortgeschrittenem Keratokonus aus, sodass sie ein besseres Sehvermögen erzielen. Doch nimmt die Hornhaut zu sehr eine Kegelform an, finden auch maßangepasste Keratokonuslinsen keinen Halt mehr und fallen leicht heraus. Zudem kann eine harte Linse nicht mehr helfen, wenn Narben und damit Trübungen der Hornhaut vorhanden sind.

Leidet der Tragekomfort bei formstabilen Kontaktlinsen zu sehr, können bei Keratokonus im Frühstadium auch sogenannte Hybride alias Januslinsen zum Einsatz kommen. Allerdings erfordert diese Kombination aus zentralem formstabilem Kern und weichem Rand eine aufwändige Herstellung und geschickte Handhabung und gewährleistet keine optimale Sauerstoffversorgung der Hornhaut. Als Alternative kommt ein Huckepack-System alias Add-on-Linsen infrage, mit unter der harten Kontaktlinse getragener weicher, hochsauerstoffdurchlässiger Trägerlinse.

Außer formstabilen Linsen eignen sich Sklerallinsen, die ohne Kontakt zur Hornhaut der Lederhaut (Sklera, Augenweiß) aufsitzen, zur Korrektur eines fortgeschrittenen Keratokonus. Wobei sie aufgrund ihres großen Durchmessers, der 15 bis 18 Millimeter beträgt, die unregelmäßige Hornhaut komplett überbrücken können. Der über der Hornhaut liegende, bis zur Sklerallinse reichende gleicht die Hornhautverformungen aus.

Wie lange die Kontaktlinsenkorrektur eines Keratokonus möglich ist, richtet sich danach, ob sie ein ausreichendes Sehvermögen gewährleistet und wie verträglich die Linsen sind. Letzteres hängt davon ab, ob sie optimal angepasst wurden. Und von der Geduld der Linsenträger, denn es dauert, bis sich die Hornhaut an den Fremdkörper gewöhnt hat. Denn der kann zu verstärktem Tränenfluss, Reizungen und Rötungen des Auges führen.

Keratokonus

Wenn trotz optischer Anpassung der Sehfehler besteht, könnte Keratokonus vorliegen. Foto: Adobe Stock, (c) Roman Budnyi

Keratokonus Therapie: Linsenimplantation

In bestimmten Fällen kann der Augenarzt auch eine Linsenimplantation vornehmen. Dabei setzt er eine torische, d.h. senkrecht zueinander stehende, unterschiedliche Brechwerte aufweisende, Kunstlinse in das Auge ein, die die Hornhautverkrümmung beim Keratokonus ausgleicht und das Sehvermögen verbessert. Wobei – anders als bei der Korrektur eines grauen Stars – die körpereigene Linse erhalten bleibt.

Keratokonus Therapie: Crosslinking

Beim Cornea Collagen Crosslinking alias Quervernetzung der Hornhaut wird Riboflavin (Vitamin B2) auf die Hornhaut per Augentropfen aufgetragen. Dann erfolgt eine Bestrahlung der Hornhaut mit UV-A Licht. Sie lässt das Riboflavin mit dem Kollagen im Bindegewebe des Hornhautstromas reagieren. Daraufhin bilden sich dort neue Quervernetzungen (Crosslinks), die die Kornea verstärken. Somit wird die Hornhaut steifer und verformt sich kaum noch. Der Prozess der Wölbung und Verdünnung der Hornhaut verlangsamt sich oder kommt sogar zum Stillstand. Auch kann – im Bestfall – der Hornhautkegel abflachen. Doch lässt sich nicht voraussagen, was davon genau im Einzelfall eintreten wird.

Diese – wiederholbare – Methode soll das Fortschreiten des Keratokonus verlangsamen bis anhalten, kann aber bereits abgelaufene Veränderungen nicht rückgängig machen. Auch bewirkt sie meist keine Verbesserung der Sehschärfe, sodass weiterhin – oft neue – Sehbehelfe erforderlich sind, wobei die Brillenstärke für mehrere Wochen schwanken kann. Und das Verfahren kann Schmerzen für einige Tage verursachen.

Jedenfalls ist es ratsam, das Crosslinking durchzuführen, wenn der Keratokonus noch nicht allzu sehr ausgeprägt ist. Auch sollte die Hornhautdicke mehr als 400 Mikrometer betragen. Somit eignet sich das Verfahren hauptsächlich für jüngere Menschen mit wenig fortgeschrittenem Keratokonus.

Keratokonus Therapie: Laser

Besteht ein stabiler Keratokonus, ist eine einige Monate nach dem Crosslinking durchgeführte topographiegeführte PRK alias photorefraktive Keratektomie eine Therapieoption. Dieses Verfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten hat zum Ziel, das Sehvermögen zu verbessern. Dabei handelt es sich um eine Augenlaser-Behandlung, die die Messergebnisse des Hornhaut-Topographen nutzt. Indem sie den Laserabtrag so steuert, dass Unregelmäßigkeiten an der Hornhaut beseitigt werden. Diese Behandlung mit dem Excimer-Laser ist beim Keratokonus – ebenso wie andere Laserverfahren – umstritten, da sie die Kornea weiter verdünnt.

Keratokonus: Laser-Operation

Mittels modernster Laser-Technologie behandelt Ärzte die Augenkrankheit Keratokonus. Foto: Adobe Stock, (c) Vadim

Keratokonus Therapie: intrakorneale Ringe

Eine weitere Therapieoption bei stabilem Keratokonus, sofern die Hornhautdicke mindestens 450 Mikrometer beträgt und keine Hornhautnarben vorliegen, sind sogenannte intrakorneale Ringsegmente. Diese dünnen Kunststoffringe, meistens in Halbmondform, setzt der Augenarzt in die mittlere Schicht der Hornhaut ein. Somit flacht die Hornhaut ab und es ändern sich die Hornhautform und Position des Konus.

Auf diese Weise wird die Hornhaut gestärkt, sodass – im Bestfall alle – durch den Keratokonus hervorgerufenen Unregelmäßigkeiten, beseitigt werden. In der Folge kommt es zu einer Korrektur der Kurzsichtigkeit und damit Verbesserung der Sehschärfe. Doch können nach der Implantation verbleibende Sehschwächen weiterhin das Tragen von Kontaktlinsen oder Brillengläsern notwendig machen.

Bleibt die erhoffte Wirkung der Ringsegmente aus, kann der Augenarzt die intrakornealen Ringe relativ einfach wieder aus dem Auge entfernen. Ist die Methode jedoch erfolgreich und ist die Hornhaut dick genug, kann er später zusätzlich ein Crosslinking durchführen.

Nachteil: Die Enden der Ringsegmente können durch Druck einen Gewebeschwund des Hornhautgewebes herbeiführen, sodass die Ringe aus der Hornhautoberfläche “herauswachsen“ (Extrusion).

Keratokonus Therapie: Hornhauttransplantation

Bei einem deutlich ausgeprägten Keratokonus, bei dem andere Methoden nicht mehr greifen, um eine ausreichende Sehschärfe zu erreichen bzw. eine Versorgung mit intra-cornealen Implantaten nicht mehr möglich ist, bleibt als letzter Ausweg eine Keratoplastik. Das bedeutet, der Augenarzt tauscht die Hornhaut des Patienten – komplett (perforierende, d.h. durchgreifende Keratoplastik) oder teilweise (lamelläre, d.h. schichtweise Keratoplastik) – gegen die Kornea eines toten Spenders aus.

Da die Hornhaut so gut wie keine Gefäße enthält, hat das Immunsystem des Empfängers oft keine Probleme mit dem transplantierten Fremdgewebe. Sodass eine Gabe von Immunsuppressiva, wie sie sonst nach Organtransplantationen üblich ist, entfällt. Lediglich Augentropfen sind danach für mehrere Monate anzuwenden.

Für die Durchführung dieser Operation kann die Augenheilkunde moderne Laserverfahren nutzen. Diese ermöglichen eine ideale Schnittführung, sodass die äußere Schicht der Hornhaut ersetzt wird und weiter innen liegende, gesunde Schichten erhalten bleiben. Oder die krankhaft veränderte Kornea wird ausgestanzt, sodass ein minimaler Rand verbleibt, und das ausgeschnittene Hornhautstück wird durch gesundes Spendergewebe ersetzt und vernäht.

Der Heilungsprozess nach einer Hornhauttransplantation kann bis zu zwei Jahre dauern und meistens müssen danach wieder spezielle Kontaktlinsen getragen werden. Daher wird nicht vorschnell operiert, sondern vor allem, wenn

  • die Hornhaut vernarbt oder rasch dünner wird.
  • das Sehvermögen trotz Anwendung starker Kontaktlinsen schlecht ist.
  • Kontaktlinsen nicht mehr getragen werden können, weil sie z. B. ständig herausfallen, oder nicht vertragen werden.
Keratokonus: Diagnose

Mittels Scheimpflug-Technik wird die Augenkrankheit im Frühstadium erkannt. Foto: Adobe Stock, (c) bigguns

Keratokonus: Was zahlt die Krankenkasse?

Für eine Hornhauttransplantation übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel die Kosten. Denn dann ist die Sehkraft üblicherweise schon so stark beeinträchtigt, dass der Eingriff unbedingt nötig ist. Ansonsten hängt es vom Einzelfall ab, ob und welche Zuschüsse sie leisten. Daher ist es ratsam, nachzuhaken. Auch bei einer privaten Krankenversicherung, wenn man eine hat. Denn oft müssen Brillen bzw. Kontaktlinsen immer wieder an die sich rasch verändernden Sehwerte angepasst und daher erneuert werden bzw. sind mehrere Sehbehelfe notwendig, um ständige Schwankungen der Sehstärke auszugleichen.

Wohin bei Keratokonus? Anlaufstellen

Der Keratokonus als Augenerkrankung fällt in den Zuständigkeitsbereich von Augenärzten. Einige davon haben sich auf seine Erkennung und Behandlung bzw. auf Hornhauterkrankungen spezialisiert. Wir haben bundesweit die bestbewerteten Augenärzte herausgesucht:

Keratokonus Behandlung: Wien

  • OA Dr. Reza Fazeli, Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie, 1220 Wien. Auf HEROLD.at hat die Ordination 4,9 von 5 Sternen bei 35 Bewertungen erhalten.
„Endlich ein Augenarzt der sich Zeit nimmt, auf Probleme eingeht und sich deren auch annimmt, sehr verständlich erklärt – einfach super.“
„Kompetent, ausgesprochen nett und ein Mensch geblieben!“
  • Prof. Dr. Michael Radda, Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie, 1190 Wien. Auf HEROLD.at hat die Ordination 5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung erhalten.
  • Doz. Dr. Gerald Schmidinger, Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie, Leiter der Hornhautambulanz am AKH, 1010 Wien.
  • Dr. Markus Rossmann, Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie, 1140 Wien.

Keratokonus Behandlung: Niederösterreich

Keratokonus Behandlung: Graz und Umgebung

  • Dr. Georg Hanselmayer, Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie in Graz, Steiermark. Auf HEROLD.at hat seine Ordination 5 von 5 Sternen bei 37 Bewertungen erhalten.
„Während der gesamten Behandlung ist die Erfahrung und Kompetenz des Arztes spürbar.“
„Freundliche kompetente Beratung. Fragen von Patienten werden ausführlich und verständlich beantwortet.“
  • Dr. Anna Gruber-Ohrenhofer, MME, Fachärztin für Augenheilkunde und Optometrie, 8071 Hausmannstätten, Steiermark. Auf HEROLD.at hat die Ordination 5 von 5 Sternen bei 16 Bewertungen erhalten.
„Von der Terminvereinbarung über die fachliche Kompetenz bis zur persönlichen Beratung äußerst empfehlenswert!“

Keratokonus Behandlung: Salzburg

  • Augenärzte Ruckhofer – Egger, Wahlarztordination für Augenheilkunde, 5020 Salzburg. Auf HEROLD.at hat die Ordination 5 von 5 Sternen bei 11 Bewertungen erhalten.
„Super nette Ärzte, tolle Ordination, kompetente Beratung und Untersuchung, schnelle Termine, was will man mehr?“

Keratokonus Behandlung: Villach

  • Doz. Dr. Matthias Wirtitsch, Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie, 9500 Villach, Kärnten. Auf HEROLD.at hat die Ordination 5 von 5 Sternen bei 7 Bewertungen erhalten.
„Schnelle und kurzfristige Terminvergabe, super kompetenter Augenarzt. Wirklich zu empfehlen!!!“

Keratokonus Behandlung: Linz und Oberösterreich

  • Dr. Bernhard Wienerroither, Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie, 4020 Linz, Oberösterreich. Auf HEROLD.at hat die Ordination 5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung erhalten.
„War sehr zufrieden als Patient von Herrn Dr. Wienerroither, er erklärte alles ausreichend und wirkte sehr kompetent. Habe mir dort auch Kontaktlinsen machen lassen.“
  • Dr. Paul Jirak, Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie, 4020 Linz, Oberösterreich. Auf HEROLD.at hat die Ordination 4,9 von 5 Sternen bei 85 Bewertungen erhalten.
„Erfahren, nett, ausführlich aufgeklärt.“
  • Dr. Marietheres Jirak, Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie, 4020 Linz, Oberösterreich. Auf HEROLD.at hat die Ordination 4,9 von 5 Sternen bei 9 Bewertungen erhalten.
„Schnelle Terminvergabe, vor Ort kaum Wartezeit, moderne Ordination, ausführliche Untersuchung inkl. gut verständlicher Erklärungen und Empfehlungen, sehr freundlich, nimmt sich Zeit. Absolut empfehlenswert!“
  • Dr. Herbert Großpötzl, Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie, 4560 Kirchdorf an der Krems, Oberösterreich. Auf HEROLD.at hat die Ordination 5 von 5 Sternen bei 5 Bewertungen erhalten.
„Vom Erstkontakt (Beratungsgespräch) bis zur Nachkontrolle fühlte ich mich immer sehr kompetent betreut und vor allem vollständig/ausreichend informiert. Bereits das Beratungsgespräch bestätigte mein Gefühl die richtige Arztauswahl getroffen zu haben.“
  • Priv. Doz. OA Dr. Matthias Bolz, Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie, 4010 Linz, Oberösterreich. Auf HEROLD.at hat die Ordination 5 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen erhalten.
„Schnelle und kurzfristige Terminvergabe, super kompetenter Augenarzt. Wirklich zu empfehlen!!!“
  • Dr. Konrad Falb, Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie, 4600 Wels, Oberösterreich. Auf HEROLD.at hat die Ordination 5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung erhalten.
  • Dr. Tina Astecker, Fachärztin für Augenheilkunde und Optometrie, 4810 Gmunden, Oberösterreich. Auf HEROLD.at hat die Ordination 4,9 von 5 Sternen bei 5 Bewertungen erhalten.
„Höchste ärztliche Kompetenz und wohltuende Menschlichkeit.“

Keratokonus Behandlung: Innsbruck

Augenklinik Zirm, 6020 Innsbruck, Tirol. Auf HEROLD.at hat die Ordination 5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung erhalten.

„Sehr kompetente Beratung und zielführende Behandlung. Super Op Resultat. Saubere und Moderne Ordination, und sehr nette Ordinationsgehilfinen. Insgesammt der beste und kompetenteste Augenarzt den ich kenne (war bei über 5).“

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