Sanitärinstallation: Kosten und Tipps

Modernes Badezimmer mit blinkenden und blitzenden Sanitärinstallationen.

Kann man Sanitärinstallationen selbst machen oder lohnt es sich, einen Installateur zu bezahlen? Wir haben recherchiert! Foto: Adobe Stock, (c) deepvalley

Die Sanitärinstallation ist ein heikles Thema. Am Markt gibt es unzählige Anbieter, die dir zu günstigen Preisen das Blaue vom Himmel versprechen. Damit du später keinen Ärger mit deinen Sanitäranlagen hast und zusätzliche Kosten vermeidest, sollte der Installateur deines Vertrauens sorgfältig ausgewählt sein. Hier erfährst du, was du in Sachen Sanitärinstallationen beachten solltest, was du in Eigenregie erledigen kannst und wann ein Profi ans Werk muss.

Sanitärinstallationen – Was du beachten solltest

Bevor du mit der Badplanung beginnst oder gar mit der Sanitärinstallation anfängst, solltest du ausmessen, wie viel Platz überhaupt zur Verfügung steht. Wie hoch und wie tief soll das Waschbecken werden? Sollen Waschmaschine und Wäschetrockner ebenfalls im Bad stehen? Welches WC darf es sein? Du solltest auf hochwertige Materialien achten, damit du lange Freude an deinem neuen Bad hast. Ist dein Badezimmer groß genug für Dusche und Badewanne, kannst du auch beides einbauen.

In einem kleinen Badezimmer solltest du lieber auf die Wanne verzichten. Wenn die Dusche über eine Regendusche verfügt oder mit einer gezielten Beleuchtung Akzente setzt, wird auch dieser Ort zu einer kleinen Wellness-Oase. Bei ausreichend viel Platz im Badezimmer ist es sogar möglich, einen Whirlpool einzubauen.

Tipp: Wusstest du, dass der durchschnittliche Österreicher pro Tag 30 Minuten im Badezimmer verbringt? Das Bad ist schon lange nicht mehr der Ort, an dem nur Zähne geputzt und Katzenwäsche betrieben wird. Das moderne Badezimmer ist zugleich Wellness-Oase und Entspannungs-Tempel.

Sanitärinstallationen online planen

Wem es ab Vorstellungskraft mangelt, kann sich auch online einen Plan seines Badezimmers erstellen. Der Onlinebadplaner ist ein cleveres Tool, mit dem du eine virtuelle Version deines Badezimmers erstellen und verschiedene Modelle von Sanitäranlagen ausprobieren kannst. Auf diese Weise siehst du bereits, welche Sanitärinstallationen in deinen räumlichen Gegebenheiten funktionieren, und welche nicht.

Die richtigen Leitungen an der richtigen Stelle verlegen

Damit Dusche, Toilette und Waschbecken auch richtig funktionieren, gehört auch die Installation der entsprechenden Leitungen zur Sanitärinstallation. Während die Rohre früher häufig aus Metall bestanden, werden heute in der Regel Rohre aus Kunststoff eingesetzt. Allerdings solltest du darauf achten, dass besonders für die Wasserleitungen ein wirklich hochwertiger Kunststoff verwendet wird: Eine minderwertige Wasserleitung kann besonders bei warmem Wasser Schadstoffe abgeben.

Zertifizierte Fachbetriebe beraten dich gerne, welche Kunststoffrohre du für die Trinkwasserversorgung bedenkenlos verwenden kannst. Die Installationsbetriebe verwenden selbst nur geprüfte Produkte von anerkannten Herstellern.

Sanitärinstallationen – was gehört alles dazu?

Wie umfangreich eine Sanitärinstallation letztendlich für dich wird, hängt davon ab, ob du eine Wohnung sanierst oder ein ganzes Haus neu baust. Hier zeigen wir dir, welche Posten eine Sanitärinstallation umfasst, wenn du ein ganz normales Einfamilienhaus neu bauen willst. Je nach deiner konkreten Planung kann der tatsächliche Umfang sämtlicher Leistungen auch ganz anders sein, doch die Standard-Installation ist ein guter Anhaltspunkt für Planungen, da die Standard-Installationen in allen neu gebauten Häusern vorhanden sein müssen.

Wählst du einen Fachbetrieb für Sanitärinstallation, kannst du dir sicher sein, dass dieser nach den gültigen Vorschriften und Richtlinien arbeitet. In unserem Beispiel werden die Installationen als Vorwand-Installationen ausgeführt, das heißt, Wände müssen weder geschlitzt noch gefräst werden. Damit lassen sich die notwendigen Kosten weitgehend unabhängig von der jeweiligen Bauart betrachten. Zu den Leistungen von Sanitär Fachbetrieben zählen sämtliche Installationen im Bereich Gas, Heizung und Wasser.

Die Installation beginnt am Wasserzähler

Jede Art von Sanitärinstallation beginnt am Wasserzähler. Dort wird eine kleine Hauswasserstation eingebaut, die einen Schmutzfilter und – wenn nötig – auch einen Druckminderer enthält. Bei einem Neubau wird der Wasserzähler erst dann von den zuständigen Mitarbeitern der Gemeinde oder des örtlichen Wasserversorgers eingebaut und fertiggestellt, wenn der Bau tatsächlich fertig ist. Solange die Bauarbeiten andauern, ist hier nur ein Provisorium. Kaum ein Neubau wird tatsächlich mit der Standardausstattung gebaut, in der Regel kommt es gerade bei der Sanitärinstallation zu zahlreichen Änderungen. Aus diesem Grund solltest du bereits bei der Planung die nötige Sorgfalt walten lassen.

Glücklicherweise sind die meisten Sanitärobjekte in Standardmaßen erhältlich, auch wenn diese – je nach Hersteller – geringfügig unterschiedlich sein können. Besonders bei einer Badewanne kannst du zwischen vielen Größen und Formen wählen. Du solltest darauf achten, dass zwischen Wanne, Dusche, Toilette und Waschbecken auch noch ein bisschen Platz bleibt, damit du dich bewegen kannst.

Installateur bei Sanitärinstallationen im Bad.

Sanitärinstallationen sollten grundsätzlich von Fachleuten für Sanitär Arbeiten durchgeführt werden. Foto: Adobe Stock, (c) visivasnc

Sanitärinstallation – Kosten pro m² Wohnfläche

Die hier als Richtwerte genannten Preise beziehen sich auf ein Einfamilienhaus, das über eine Wohnfläche von etwa 140 Quadratmeter verfügt. Für dein tatsächliches Haus können die Kosten natürlich von unserer Beispielrechnung abweichen. Das gilt vor allem dann, wenn du dich für eine Sanitäreinrichtung entschieden hast, die nicht dem Standard entspricht.

  • 67,- Euro pro m² kostet die Sanitärinstallation insgesamt.
  • Davon entfällt die eine Hälfte, also 33,50 Euro, auf die Sanitäreinrichtung, also: Dusche, Toilette, Waschbecken und Badewanne, die anderen 33,50 Euro benötigst du für die eigentliche Installation durch einen Fachmann.

DIY ist nicht immer billiger

Selbstverständlich kannst du als Bauherr auch einen Teil oder sogar die gesamte Sanitärinstallation selbst übernehmen. Du sparst an einigen Posten dabei eine Menge Geld, für andere musst du trotzdem mehr einplanen. So sind die Materialkosten im Baumarkt in der Regel höher als bei der Installation durch einen Fachbetrieb, da dieser die Materialien günstiger einkaufen kann. Hinzu kommt, dass ein qualifizierter Fachbetrieb die entsprechende Installation in einer deutlich kürzeren Zeit durchführen kann. Besonders wenn du Sonderwünsche bezüglich der Ausstattung deines Bades hast, können sich nicht nur die Kosten erhöhen, sondern auch die Bauzeit verlängern.

Damit die Sanitärinstallationen in deinem Haus rechtzeitig durchgeführt und auch abgeschlossen werden können, solltest du sämtliche Produkte so früh wie möglich auswählen. Auf HEROLD.at findest du eine große Auswahl an Fachfirmen, die dich bei dieser Aufgabe gerne unterstützen.

Schönes, helles Badezimmer mit sehr hochwertig ausgeführten Sanitärinstallationen.

Bei Sanitär Installationen spielt auch die Optik eine wichtige Rolle. In welchem Stil wünschst du dir die Sanitäranlagen? Foto: Adobe Stock, (c) slavun

Abwasserleitungen gehören zur Sanitärinstallation

Das im Haushalt anfallende Schmutzwasser muss in das öffentliche Kanalnetz geleitet werden. Falls das Haus nicht an ein solches Netz angeschlossen werden kann, nimmt eine Senk- oder Versitzgrube die Fäkalien und das Schmutzwasser auf. Zu einer vollständigen Sanitärinstallation gehören auch die entsprechenden Leitungen für den Abfluss, die bis zum Kanal führen. Jedes einzelne Sanitärobjekt wird mit Kunststoffrohren an die Abwasserleitungen angeschlossen. Der eigentliche Anschluss für den Kanal liegt in der Regel unterhalb von Kellerdecke oder Bodenplatte.

Die notwendigen Rohre werden bereits bei der Errichtung des Rohbaus als Vorwand-Installation verlegt, ebenso die Wasserleitungen. Sollten die sanitären Einrichtungen tiefer als die Rückstauebene liegen, muss ein entsprechendes Rückschlagventil eingebaut werden. Liegt der Kanal höher als die Abwasserleitung, ist zusätzlich der Einbau einer Hebeanlage notwendig. Was bei dir tatsächlich notwendig ist, sagt dir der kundige Fachmann.

Hier findest du die besten Installateure in deinem Bundesland:



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