Solarthermie: Kosten, Förderung, Ertrag & Anbieter

Eine Frau sitzt auf dem Dach, während die Sonne untergeht.

Solarthermie zur Heizungsunterstützung: Alle wichtigen Informationen findest du in unserem Ratgeber. Foto: Adobe Stock, (c) showpx

Wärme durch Sonnenenergie: Solarthermie spart Geld und schont die Umwelt. In unserem Ratgeber erfährst du alle wichtigen Informationen zu Funktionsweise, Förderungen und Kosten von Solarthermie-Anlagen. Außerdem haben wir die besten Anbieter für Solaranlagen in ganz Österreich recherchiert. 

Was ist Solarthermie?

Kurze Sprachkunde: Solarthermie setzt sich zusammen aus dem lateinischen Begriff „sol“ für Sonne und dem griechischen Wort „thermos“ für warm. Das erklärt auch schon, worum es bei der Solarthermie geht. Solar + thermie = Sonnenwärme. Die thermischen Solaranlagen erzeugen also Wärme aus Sonnenenergie.

Eine Solarthermieanlage wandelt Sonnenenergie in nutzbare thermische Energie um, entweder zur Warmwasserbereitung oder zur Heizungsuntersützung. Genau wie bei Photovoltaik benötigst du hierzu Solarkollektoren, also eine Anlage, die ausreichend Sonnenstrahlen sammelt. Während Photovoltaik jedoch Strom erzeugt, produzieren thermische Solaranlagen Wärme.

Photovoltaik-Anlagen erzeugen Strom. Solarthermie hingegen erzeugt Wärme: z. B. zur Unterstützung deiner Heizung oder zur Warmwasseraufbereitung.

Gründe für eine solarthermische Anlage:

  • Kosten: Du senkst damit deine Energiekosten.
  • Umwelt: Solarthermieanlagen stoßen kein CO2 aus.
  • Wertsteigerung: Mit der Anlage steigerst du den Wert einer Immobilie.

Wie funktioniert Solarthermie?

Sonnenstrahlen treffen auf die Solarkollektoren, die sich meist auf dem Dach eines Hauses befinden. Die Strahlungsenergie erwärmt eine in den Kollektoren enthaltene Trägerflüssigkeit. Eine Umwälzpumpe transportiert diese Flüssigkeit über Rohre in den Solarspeicher.

Infografik über die Funktionsweise einer thermischen Solaranlage. So funktioniert Solarthermie.

Wie funktioniert Solarthermie? Über Kollektoren, Speicher, Pumpe und Wärmeaustauscher wird die Wärme nutzbar gemacht. Foto: Adobe Stock, (c) arahan

Mithilfe eines Wärmetauschers kann die Wärme schließlich genutzt werden. Du kannst damit je nach Art der Anlage entweder Wasser erwärmen oder Räume heizen.

Reicht Solarthermie für die Beheizung eines Hauses?

Auch wenn du dich schon als erfolgreicher Selbstversorger in Sachen Wärme siehst: Üblicherweise kann eine thermische Solaranlage die benötigte Wärme in einem Haushalt zwar ergänzen, nicht aber komplett ersetzen. Man kombiniert sie daher meist mit einer weiteren Energiequelle wie Heizöl, Biomasse wie Pellets oder einer Wärmepumpe.

Die alleinige Versorgung durch Solarthermie ist meist nur bei Neubauten möglich, die bereits als sogenannte Sonnenhäuser – einer speziellen Form des Niedrigenergiehauses – geplant werden.

Ertrag: Wie viel Energie kann Solarthermie sparen?

Im Schnitt kannst du durch eine Solarthermieanlage zur Erzeugung von Warmwasser etwa 60 %  der benötigten Energie zur Warmwasserbereitung ersetzen. Das bedeutet etwa 10 % des gesamten Wärmebedarfs.

Mit einer Solarthermieanlage, die kombiniert zur Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung zum Einsatz kommt, kannst du hingegen rund 20 % des Gesamtwärmebedarfs einsparen. Wie viel Energie und letztendlich Geld du mit einer thermischen Solaranlage sparen kannst, hängt auch von der Ausgangslage des Haushalts (Personen, Verbrauch) ab.

Im Internet findest du verschiedene Solarthermie-Rechner, mit denen du Ertrag und Spar-Potenzial berechnen kannst. Genauer und zuverlässiger ist jedoch ein persönliches Gespräch mit einem Anbieter für Solarenergie.

Vorteile der Solarthermie

Den größten Vorteil der Solarthermie stellen die laufenden Kosten für Energie dar. Denn Sonnenenergie ist im Gegensatz zu Gas, Erdöl oder Pellets kostenlos. Je nach Kombination kannst du damit einen erheblichen Teil der benötigten Energie ersetzen und Geld sparen. Zudem ist bei der Energie aus der Sonne im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen kein Ende in Sicht.

Neben deiner Geldbörse schont eine Solarthermieanlage auch die Umwelt. Sie stößt kein CO2 aus. Zusätzlich amortisieren sich die anfänglichen Kosten für die Anschaffung der Anlage nach etwa 8 bis 15 Jahren. Für die Kosten einer thermischen Solaranlage gibt es zudem staatliche Förderungen.

Vorteile einer thermischen Solaranlage

  • Sonnenenergie ist kostenlos
  • kein CO2-Ausstoß durch Solarthermie
  • Anschaffung wird staatlich gefördert
  • langlebige Anlagen mit geringem Wartungsaufwand
  • Kosten amortisieren sich nach einigen Jahren

Nachteile der Solarthermie

Während Solarthermie bei der Erzeugung von Wärme kein Kohlenstoffdioxid ausstößt, verschlingt die Produktion einer Anlage jede Menge Energie. Die hohen Anschaffungskosten von mehreren tausend Euro schrecken zudem erstmal ab.

Ein weiterer Nachteil: Klassische Sonnenkollektoren, meist auf dem Dach, können die Optik eines Hauses stören. Eine solarthermische Anlage ist außerdem nicht für jedes Dach geeignet. Dabei kommt es auf Neigung, Ausrichtung, mögliche Schatten und die Fläche des Daches an. Den Großteil der durch Solarthermie gewonnenen Wärme produziert die Solaranlage zudem im Sommer. Im Winter hingegen muss zusätzlich geheizt werden.

Nachteile einer thermischen Solaranlage

  • die Produktion der Solaranlage ist aufwendig und belastet die Umwelt
  • hohe anfängliche Kosten für thermische Solaranlagen
  • Effizienz hängt unter anderem vom Standort des Gebäudes ab
  • unschöne Optik der Solarkollektoren
  • Warmwasserspeicher benötigt Platz
  • nicht für jedes Gebäude und Dach geeignet

Richtige Dimensionierung der solarthermischen Anlage

Ein Nachteil der thermischen Solaranlage ist, dass überschüssig erzeugte Energie nicht wie zum Beispiel Solarstrom verkauft werden kann. Um weder einen Überschuss an Solarenergie zu verschwenden, noch häufig auf andere Energieformen zurückgreifen zu müssen, muss also die Dimensionierung der Solaranlage stimmen.

Sonnenkollektoren auf einem roten Hausdach

Um Warmwasser durch Solarthermie zu erzeugen, reichen oft wenige Quadratmeter Kollektoren. Foto: Adobe Stock, (c) Countrypixel

Dabei spielen beispielsweise die Anzahl der Personen im Haushalt oder Geräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler eine Rolle. Auch Fläche und Art des genutzten Kollektors gilt es zu beachten. Für die perfekte Dimensionierung der Solarthermieanlage wende dich unbedingt an einen erfahrenen Installateur.

Wie viel qm Kollektoren braucht man für Solarthermie?

Soll die thermische Solaranlage den Warmwasserbedarf eines Haushaltes unterstützen, dann sind 1 bis 1,5 Quadratmeter Kollektorfläche pro Person ein guter Richtwert. Das macht bei einem Vierpersonenhaushalt 4 bis 6 Quadratmeter Solarkollektoren. Wenn die Solarthermieanlage auch die Heizung ergänzen soll, muss zudem die Fläche des Gebäudes miteinbezogen werden. Im Schnitt kommen dann nochmal 10 bis 12 Quadratmeter Kollektorfläche hinzu. Die teureren Vakuumröhrenkollektoren benötigen etwas weniger Fläche als Flachkollektoren.

Solarthermie Kosten: Was kostet eine Solaranlage?

Im Schnitt kostet eine Solarthermieanlage zur Erzeugung von Warmwasser in einem Einfamilienhaus zwischen 5.000 € und 7.000 €. Soll die Solaranlage zudem die Heizung des Gebäudes ergänzen, wird es nochmal teurer. Zwischen 9.000 € und 12.000 € musst du für die Heizungsunterstützung einkalkulieren.

Der Preis hängt unter anderem davon ab, welche Kollektoren verwendet werden. So sind Vakuumröhrenkollektoren zwar leistungsstärker, aber auch erheblich teurer als Flachkollektoren. Welche Kollektoren für dein Haus am sinnvollsten sind, darüber gibt ein Beratungsgespräch beim Profi Aufschluss.

Ungefähr 8 bis 15 Jahre dauert es, bis sich die Kosten der Solaranlage amortisieren.

Gibt es in Österreich eine Förderung für Solarthermie?

Langfristig gesehen ist Solarenergie gut für die Umwelt. Daran hat auch Österreich Interesse und stellt daher verschiedene Förderungen auf Bundes-, Länder- und Gemeindeebene zur Verfügung. Dabei gibt es Förderungen für Neubauten ebenso wie für Sanierungen. Gefördert werden sowohl Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser als auch Geschäftsgebäude und Mietshäuser. Ob es für dein Vorhaben aktuell eine Förderung gibt, erfährst du auf der Website des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.

Solarthermie in Österreich: Anbieter

Wenn es um ein großes Investment wie eine Solarthermieanlage geht, solltest du dich vorher eingehend von einem erfahrenen Installateur beraten lassen. Ein Profi kann genau einschätzen, welche Sonnenkollektoren am besten für ein Haus geeignet sind und gibt Aufschluss über die tatsächlichen Kosten.

Zwei Installateure montieren Sonnenkollektoren für eine Solarthermieanlage auf einem Dach.

Solarthermie erzeugt warmes Wasser und kann der Heizungsunterstützung dienen. Foto: Adobe Stock, (c) Ingo Bartussek

Einige Unternehmen in Österreich bieten solarthermische Anlagen zur Unterstützung der Heizung sowie zur Erzeugung von Warmwasser an. Herold.at-Nutzer empfehlen dabei die folgenden Installateure weiter:

1. 1a Installateur – J. Marvan TAM in 1160 Wien

In Wien Ottakring hat 1a Installateur – J. Marvan TAM seine Zentrale. Der Installateurbetrieb montiert thermische Solaranlagen sowohl auf Einfamilienhäusern als auch auf Gebäudekomplexen. Dabei packen die Mitarbeiter nicht nur tatkräftig an, sondern stehen auch beratend in Sachen Förderungen von Solaranlagen zur Seite. „Sehr nett und zuverlässig – und kompetent im Bereich Einfamilienhaus!“, lobt ein Kunde in seiner Bewertung.

2. Pölzl Christoph in 1060 Wien

Seit fast einem Vierteljahrhundert kümmern sich Installateurmeister Christoph Pölzl und seine Mitarbeiter um die Belange ihrer Kunden. In Sachen Solarenergie bietet der Installateur-Fachbetrieb in Wien Mariahilf Lösungen für solarunterstütztes Heizen, Warmwasseraufbereitung und Schwimmbadbeheizung. Dabei beraten die Installateure professionell und persönlich. „Hier werden Sie geholfen 🙂 Kompetente Beratung, kompetente Ausführung. Preis-Leistung top“, freut sich Herold.at Nutzer Helmi74.

3. 1a Installateur – J Stettner in 1120 Wien

„Erneuerbare Energien amortisieren sich erst nach einigen Jahren. Öl und Gas nie.“ Unter diesem Leitspruch arbeiten die Installateure von 1a Installateur in Wien Meidling. Neben Solarthermieanlagen montiert der Betrieb auch Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Solar-Klimaanlagen. Beratung gibt es dabei direkt von den Chefs„1a hält was er verspricht! Vom Erstkontakt, mit Chefin persönlich, die sehr kompetent und auf alle Fragen sehr geduldig antwortet.“, erzählt ein Kunde in seiner Bewertung.

4. Lugar Installateur in Wien, NÖ, OÖ und Tirol

In Wien Hietzing und Wien Liesing sowie in 2500 Baden2340 Mödling4020 Linz6020 Innsbruck und in 6092 Birgitz bietet Lugar Installateur die Installation von Solarthermie- und Photovoltaikanlagen an. Super Service, pünktlich, sauber, kann man bestens weiterempfehlen„, meint Herold.at User A.H., nachdem er Lugar Installateur beauftragt hatte. Auf der Website kannst du übrigens bequem online einen Angebotstermin buchen.

Solarthermie: Solarkollektoren auf einem Hausdach

Solar thermische Anlagen unterstützen die Heizung und sorgen für warmes Wasser. Foto: Adobe Stock, (c) TimSiegert-batcam

5. Berger Heizungstechnik in 4615 Holzhausen, Oberösterreich

Wenn du in Wels, Linz oder Umgebung daheim bist, ist Berger Heizungstechnik dein Spezialist für Solaranlagen. Neben Heizungen und Wärmepumpen hat sich der Betrieb vor allem auf Solarenergie spezialisiert. Die Mitarbeiter gehen auf deine individuellen Wünsche ein und unterstützen dich auch nach der Montage der Solarthermieanlage mit Rat und Tat zu möglichen Wartungen oder Reparaturen. Auch zu Ansuchen um staatliche Förderungen erhältst du hier eine eingehende Beratung.

Herold.at User F.F. meint: „Das Unternehmen hält, was es verspricht, auch für eine ehrliche und ausführliche Beratung bleibt noch Zeit.“

6. Markart Installationen in 6111 Volders, Tirol

Gerade in Tirol sind die geografischen Bedingungen für Solarthermie ideal. Im Raum Innsbruck-Land bietet Markart Installationen gründliche Planung und exakte Installation von thermischen Solaranlagen an. Herold.at Nutzer MH schwört auf den Tiroler Betrieb: „Ferdinand Markart und seinem Team kann man vollkommen vertrauen; von der Beratung und Planung über die Bauabwicklung bis hin zur Übernahme. Höchste Handwerksqualität… immer vorausschauend, immer freundlich und kompetent!“ 

7. EET-Knees in 9064 Magdalensberg, Kärnten

Auch über Kärnten scheint die Sonne besonders gerne. 2.278 Sonnenstunden gab es 2017 in der Landeshauptstadt Klagenfurt. Zeit, die Sonnenstrahlen in saubere Energie umzuwandeln. In 9064 Magdalensberg hat seit 2015 EET-Knees seinen Sitz. Unter dem Motto „Die Sonne stellt Ihnen keine Rechnung“ montiert das Installationsunternehmen Photovoltaik- sowie Solarthermieanlagen. Dabei legt der Betrieb Wert auf regionale Produkte aus Österreich.

8. SOLARier in 4209 Engerwitzdorf, Oberösterreich

In 4209 Engerwitzdorf liegt die Zentrale von SOLARier. Auf über 17.000 installierte Solaranlagen blickt das Unternehmen mittlerweile zurück. Dabei agiert das oberösterreichische Unternehmen österreichweit und stattet seine Kunden nicht nur mit Solaranlagen, sondern auch mit Tipps und Tricks für eine bessere Energieausbeute aus.

Herold.at User und SOLARier Kunde Niklass findet: „Eine sehr gute Firma, die sich auch um ihre Kunden kümmert! Wenn man einmal dort gekauft hat ist man in guten Händen und kann sich darauf verlassen, dass alles funktioniert.“

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