Wärmepumpe: Alles zu Förderungen sowie Vor- & Nachteilen

4 Arten an Wärmepumpen (Erdwärmepumpe, Wasserwärmepumpe, Luftwärmepumpe)

Es gibt vier unterschiedliche Systeme von Wärmepumpen. Wir sagen dir, welche Wärmepumpe die beste ist. Foto: Adobe Stock; (c) Dirk Schumann

Wärmepumpen sind in aller Munde. Dabei wissen die meisten Menschen gar nicht, wie diese Technologie genau funktioniert. Das liegt unter anderem daran, dass es verschiedene Arten an Wärmepumpen gibt, die sich geringfügig bis stark voneinander unterscheiden. Wir stellen dir sämtliche Technologien vor, wiegen Vor- und Nachteile miteinander ab und sagen dir, welche Installateure sich auf den Einbau von Wärmepumpen spezialisiert haben.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Die Wärmepumpe gehört zu den umweltschonenden, modernen alternativen Heizformen, indem sie sich die Umgebungswärme zunutze macht. Die Umgebungstemperatur aus entweder Luft, Erdwärme oder Warmwasser, erwärmt ein flüssiges Kältemittel im Inneren der Wärmepumpe, das dadurch gasförmig wird. Unter Druck erhitzt sich das Gas weiter und überträgt diese Hitze an das im Heizsystem befindliche Wasser. Mit dem daraus gewonnenen Warmwasser, wird das Eigenheim dann beheizt – meist in Form einer Fußbodenheizung. Radiatoren und andere Heizkörper können zwar ebenfalls mit einer Wärmepumpe betrieben werden, sind allerdings deutlich ineffizienter. Diese müssen in der Regel nämlich auf eine wesentlich höhere Betriebstemperatur gebracht werden, um ihr ideales Leistungsspektrum zu entwickeln.

Welches Kältemittel für Wärmepumpe?

Derzeit werden von den meisten Herstellern Fluorkohlenwasserstoffe als Kältemittel für Wärmepumpen verwendet. Diese haben sich als besonders effizient erwiesen. Sie sind außerdem ungiftig und nur schwer entzündbar.

Welche Formen von Wärmepumpen gibt es?

Wärmepumpe ist nicht gleich Wärmepumpe. Es gibt unterschiedliche Arten an Wärmepumpen die sich in ihrer Funktionsweise unterscheiden. Doch welche Wärmepumpe ist beste? Insgesamt gibt es vier nennenswerte Varianten an Wärmepumpen, die wir dir jetzt genauer vorstellen möchten.

Erdwärmepumpe

Die Erdwärmepumpe entzieht dem Erdreich die Wärmeenergie (= Geothermie). Je nachdem, ob die Wärme aus oberflächennahen Erdschichten oder aus tiefen Erdschichten geholt wird, unterscheidet man zwischen Wärmepumpen mit Erdwärmkollektoren und Wärmepumpen mit Erdsonden.

→ Weiterführende Informationen zur Erdwärmepumpe (Funktionsweise, Kosten & Bohrtiefe)

Wasserwasserwärmepumpe

Die effizienteste unter den Wärmepumpen ist die Wasser-Wasser-Wärmepumpe. Sie arbeitet ausschließlich mit Wasser – sowohl als Trägermedium als auch als Wärmequelle. Die Wasserwasserwärmepumpe nutzt das rund 10 Grad Celsius warme Grundwasser als Wärmequelle, um damit das obligatorische Kältemittel zu erhitzen. Deshalb wird sie häufig auch Grundwasser-Wärmepumpe genannt.

Weiterführende Informationen zur Grundwasser-Wärmepumpe (Funktionsweise, Planung und Betriebskosten)

Luftwasserwärmepumpe

Auf ähnliche Art und Weise arbeitet auch die Luftwasserwärmepumpe, mit dem kleinen Unterschied, dass als Wärmequelle die Umgebungstemperatur der Luft dient. Mit Hilfe der Luftwärme wird das flüssige Kältemittel erhitzt und in gasförmigen Zustand gebracht. Das gasförmige, heiße Kältemittel überträgt die Wärmeenergie wiederum auf das Heizwasser im Heizsystem – mit dem wiederum die Raumluft erwärmt wird.

Weiterführende Informationen zur Luft-Wasser-Wärmepumpe (Technik und Kosten)

Luftwärmepumpe

Die reine Luftwärmepumpe arbeitet als einzige nicht mit einem Kältemittel, sondern kreuzt Abluft und Zuluft miteinander, sodass die Abluft ihre Wärmeenergie an die frische Luft abgibt. Die dadurch abgekühlte Abluft wird nach draußen geleitet, während die warme Frischluft den Raum auf der gewünschten Temperatur hält.

Weiterführende Informationen zur Luftwärmepumpe (Funktionsweise, Preise, Vor- und Nachteile)

Vor- und Nachteile einer Wärmepumpenheizung

Da es 4 unterschiedliche Arten von Wärmepumpen gibt, lassen sich die Vorteile und Nachteile nicht über einen Kamm scheren. Grundsätzlich handelt es sich bei allen Wärmepumpen aber um die mitunter umweltschonendsten Methoden das Eigenheim zu beheizen. Ein weiterer Vorteil ist, dass im laufenden Betrieb fast keine Nutzungskosten für diese Heizung entstehen.

Der große Nachteil an Wärmepumpen jeglicher Art sind die hohen Anschaffungskosten. Die Preise für den Einbau einer Wärmepumpe bewegen sich im Bereich von 15.000 – 40.000 Euro. Allerdings gibt es eine Reihe an Förderungen auf Anlagen und Anlagenteile, die die Kosten einer Wärmepumpe deutlich reduzieren.

Wärmepumpen Förderung bis 31. Dezember 2019

Die Förderungen auf Wärmepumpen laufen noch bis 31. Dezember 2019. Fördergelder werden sowohl vom Bund als auch von den Bundesländern ausgezahlt. Des Weiteren gibt es kleine Förderungen (zwischen 200 und 700 €) von manchen Energieversorgern. Die Förderkriterien variieren geringfügig. In Wien sind beispielsweise folgende Anlagen förderbar:

  • Wasser/Wasser-Wärmepumpen für Raumheizung und Warmwasserbereitung
  • Sole/Wasser-Wärmepumpen für Raumheizung und Warmwasserbereitung mittels z. B. Tiefsonde(n), Horizontal-Kollektor
  • Luft/Wasser-Wärmepumpen für Raumheizung und Warmwasserbereitung

Der Bund stellt Förderungen für folgende Punkte in Aussicht:

  • Wärmepumpen für die Bereitstellung der Heizwärme sowie zur Warmwasseraufbereitung
  • Wärmequellenanlage (Erdwärmekollektor bzw. Erdwärmesonde, Grundwasserbrunnen, Tiefenbohrung)
  • hydraulische Installation
  • Pufferspeicher
  • Regelung
  • elektrische Installation
  • Planung und Montage

Wie hoch ist die Fördersumme vom Bund?

Die Berechnung der Fördersumme erfolgt entweder als Prozentsatz der Investitionskosten oder als von der thermischen Leistung der Wärmepumpe abhängige Pauschale. Sie wird in Form eines einmaligen Investitionskostenzuschusses vergeben.

Wann ist eine Wärmepumpe effizient?

Effizient ist eine Wärmepumpe, sobald das hausinterne Heizsystem mit niedriger Vorlauftemperatur betrieben werden kann. Das ist zum Beispiel beim Heizen mit einer Fußbodenheizungen der Fall. Nicht so effizient ist die Wärmepumpe, wenn sie beispielsweise auch das Brauchwasser erwärmen muss.

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