Videoüberwachung: Die besten Systeme für Haus & Wohnung

Außdenkamera zur Videoüberwachung

Videoüberwachung dient zur prophylaktischen Sicherung vor Einbruch und Diebstahl. Foto: unsplash, (c) Franck V.

Du willst wissen wer bei dir ein- und ausgeht oder bei dir klingelt? Du willst von überall auf der Welt die Aktivitäten in deiner Wohnung überwachen können? Du willst Diebe, Gauner, Einbrecher und Vandalen abschrecken und für den Fall der Fälle Beweismittel haben? Dann solltest du über eine Videoüberwachung für dein zu Hause nachdenken. In unserem Beitrag erfährst du die wesentlichsten Infos zu Videoüberwachungssystemen – neben allen technischen Details außerdem auch die rechtlichen Grundlagen und welche Kosten dich erwarten.

Was bringt Videoüberwachung?

Nahezu jeder von uns kennt jemanden in seinem Freundes- oder Bekanntenkreis, der kürzlich von einem Einbruch betroffen war. Die Angst, in näherer Zukunft selbst zu den Betroffenen zu zählen, ist daher verständlicherweise groß. Obwohl Einbrecher immer organisierter und professioneller vorgehen, ist die Anzahl der Wohnraumeinbrüche in Österreich laut Polizeilicher Kriminalstatistik in den vergangenen Jahren stark gesunken. Während 2009 noch 21.165 Einbrüche in Österreich angezeigt wurden, so waren es 2018 nur noch 9.784. In den vergangenen rund 20 Jahren hat sich die Zahl der Einbrüche also mehr als halbiert. Experten betrachten das kontinuierlich ansteigende Alter der Bevölkerung als den Hauptgrund für die seit 2014 konstant rückläufige Einbruchstatistik. Ein weiterer Grund ist der steigende Wohlstand der Bevölkerung und die damit einhergehend immer besser abgesicherten Wohnstätten. Neben Sicherheitstüren und Sicherheitsfenstern haben sich vor allem Alarmanlagen und Videoüberwachungssysteme als Einbruchschutz bewährt.

Videoüberwachung: Was ist zu beachten?

Wenn du deine Wohnstätte mit einer Videoüberwachung sichern möchtest, solltest du nicht planlos irgendeine kaufen, sondern dich vorab genau informieren. Angefangen von rechtlichen Fragen (wo ist Videoüberwachung erlaubt, wie lange dürfen Daten einer Videoüberwachung gespeichert werden, wie muss Videoüberwachung gekennzeichnet sein) bis hin zu technischen Fragen (welche Kamera, welche Festplatte u. v. m.), gibt es beim Thema Videoüberwachung einiges zu beachten.

Wann ist Videoüberwachung meldepflichtig?

Seit Inkrafttreten der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) am 25. Mai 2018 gehört die gesetzliche Meldepflicht für Videoüberwachung der Vergangenheit an. Stattdessen verlangt die DSGVO künftig eine sogenannte Datenschutz-Folgenabschätzung bei systematischer und umfangreicher Videoüberwachung. Die Datenschutz-Folgeabschätzung ist eine Vorabkontrolle durch den Überwachenden selbst.

Wann ist eine Videoüberwachung zulässig?

Bei einer Videoüberwachung wird auf Grundrechte bezüglich Datenschutz und Privatsphäre eingegriffen. Daher gibt es aus rechtlicher Sicht einige Vorgaben zur Bildverarbeitung, die du unbedingt einhalten musst. Diese gesetzlichen Vorgaben sind in der neuen DSGVO und dem österreichischen Datenschutzgesetz festgeschrieben. Zur sogenannten Bildverarbeitung zählt neben der Verarbeitung von Bildern und Bewegtbildern auch die Verarbeitung von Tonaufnahmen. Folgende Vorgaben sind einzuhalten:

  • Videoüberwachung ist nur dann zulässig, wenn ihr Einsatz verhältnismäßig ist.
  • Es muss ein berechtigtes Interesse (z. B. Schutz des Eigentums oder privates Dokumentationsinteresse) vorliegen.
  • Videoüberwachung darf nur auf dem eigenen Grundstück erfolgen (Aufnahmen vom Grundstück des Nachbarn oder öffentlichen Plätzen ist ausdrücklich verboten)

Fazit: Videoüberwachung ist dann zulässig, wenn die Bildaufnahme dem vorbeugenden Schutz von Personen oder Sachen auf privaten Liegenschaften dient, die ausschließlich vom Verantwortlichen genutzt werden. Und wenn sie räumlich nicht über die Liegenschaft hinaus reicht, mit Ausnahme einer zur Zweckerreichung unvermeidbaren Einbeziehung öffentlicher Verkehrsflächen.

Wie lange dürfen Videoüberwachungen gespeichert werden?

Aufnahmen einer Videoüberwachung dürfen prinzipiell nur für 72 Stunden gespeichert werden (sofern sie für den Zweck, für den sie aufgezeichnet wurden, nicht mehr benötigt werden). Wenn du einzelne Aufnahmen länger als 72 Stunden speichern möchtest, musst du dies protokollieren und begründen.

Muss auf Videoüberwachung hingewiesen werden?

Ja, wenn eine Videoüberwachung existiert, muss darauf hingewiesen und diese entsprechend gekennzeichnet werden. Irgendwo ein Schild anzubringen reicht allerdings nicht, denn die Kennzeichnung muss so angebracht werden, dass sie gut sichtbar ist und der Betroffene die Möglichkeit hat, rechtzeitig auszuweichen.

Achtung: Wenn du die Videoüberwachung nicht ordnungsgemäß kennzeichnest, begehst du eine Verwaltungsübertretung und musst mit einer Verwaltungsstrafe (meistens Geldstrafen) rechnen.

Videoüberwachung

Videoüberwachung ermöglicht schnelles Lokalisieren von Bedrohungen und schützt so Personen und Sachwerte. Foto: unsplash; (c) Rishabh Varshney

Welche Videoüberwachungssysteme gibt es?

Bei Videüberwachung spricht man allgemein von Closed Circuit Television (CCTV). Auf dem Markt haben sich zwei verschiedene CCTV-Überwachungssysteme durchgesetzt. Einerseits die analoge Videotechnik und andererseits netzwerkbasierte Videoüberwachung, die der analogen Videotechnik nach und nach den Rang abläuft.

Analoge Videotechnik

Wer bei analoger Videotechnik an unscharfe Videoaufnahmen denkt, der irrt. Analoge Videoüberwachung gibt es nämlich heutzutage ebenfalls in High Definition (HD). Der größte Pluspunkt bei analoger HD Videotechnik ist, dass sie leicht aufzubauen ist und sofort in Betrieb genommen werden kann. Die Überwachungskameras werden einfach über Koaxialkabel mit dem Rekorder verbunden. Signalausfälle sind bei den stabilen Analog-HD-Überwachungssystemen nahezu ausgeschlossen und auch die Anschaffung ist verhältnismäßig günstig.

Tipp: Wer bereits über eine alte analoge Videüberwachungsanlage verfügt, kann diese auch ganz einfach und relativ günstig mit Full HD aufrüsten. Die alten Koaxialleitungen werden dafür einfach übernommen.

Netzwerkbasierte Überwachung

Bei der netzwerkbasierten Überwachung komprimieren die Kameras ein Videosignal und übertragen dieses über ein Netzwerk auf den PC oder Netzwerkrekorder. Dort werden die Daten dann gespeichert, dekomprimiert und auf den Monitor übertragen. Aufgrund der Komprimierung können große Datenmengen in hochwertiger Auflösung übertragen werden. Damit ist eine optimale Bildschärfe gewährleistet. Der große Vorteil gegenüber analogen Überwachungssystemen ist, dass du beim Zugriff auf das Bildmaterial nicht auf ein spezifisches Gerät (z. B. Überwachungsmonitor) angewiesen bist, sondern die Videodaten auch über Notebooks oder Smartphones abrufen kannst. Netzbasierte Videoüberwachung lässt sich zudem problemlos ins Smart Home integrieren.

Welche Kamera für Videoüberwachung?

Um deine Wohnstätte bestmöglich zu bewachen, musst du eine bzw. mehrere Kameras in deiner Wohnung postieren. Prinzipiell stehen dir drei gängige Varianten zur Auswahl: Bulletkameras, Netzwerkkameras sowie Dome- und Eyeballkameras. Jede Kamera hat ihr Vorzüge und Nachteile, die wir dir in den nächsten Absätzen genauer vorstellen wollen.

Bulletkamera zur Videoüberwachung

Bulletkameras werden mittels Wandarm an einer Hausmauer oder Innenwand befestigt. Foto: Adobe Stock; (c) photographicss

Bulletkameras mit Wandarm

Bulletkameras mit Wandarm werden fest an einer Wand angebracht. Sie werden hauptsächlich als Außenkameras zur Überwachung eines speziellen Grundstückbereichs verwendet. Du kannst damit sowohl den Haupteingang als auch diverse Hintereingänge (Terrassentüre, Fenster,…) überwachen. Da ihr Gehäuse für feuchte, kalte und heiße Witterungen konzipiert ist, eignen sich Außenkameras ideal für die Verwendung im Freien. Außenkameras haben eine starke prophylaktische Wirkung gegen Einbrecher, weil sie visuell wahrgenommen werden. True-Wide-Dynamic-Range-Sensoren sorgen für hochgestochene Bilder, auch bei Gegenlicht. Eingebaute Infrarot-LEDs sorgen auch bei Dunkelheit für möglichst scharfe Nachtsicht-Aufnahmen.

Anwendungsgebiete: Hauptsächlich Eingangs- und Ausgangsbereich, Zu- und Einfahrten sowie Innenhöfe

Netzwerkkamera

Netzwerkkameras sind für den Innenbereich konzipiert und liefern dort hochaufgelöste Videoaufnahmen von bis zu 2,0 Megapixel. Netzwerkkameras sind schwenkbar und bei Bedarf auch von Unterwegs über das Netzwerk steuerbar. Prinzipiell sind Netzwerkkameras auch als kabellose WLAN-Version erhältlich, allerdings ist von dieser Methode tendenziell eher abzuraten. Professionelle Einbrecher nutzen nämlich Störsignale um die WLAN-Übertragung zu kappen.

Anwendungsgebiete: Wohnräume, Vorzimmer und Garagen

Domekamera & Eyeballkamera

Bei Domekameras handelt es sich um robuste All-In-One-Überwachungskameras. Ihr robustes Gehäuse schützt sie vor Vandalismus und mutwilligen Beschädigungen. Domekameras sind sowohl als Netzwerkkamera als auch analog und digital erhältlich. Spezielle Außen-Domekameras eignen sich zudem für den Einsatz im Freien. Mit besonderen Panorama-Domekameras, ist sogar eine Überwachung von bis zu 320° möglich. Eng mit der Domekamera verwandt ist die Eyballkamera. Sie ist allerdings deutlich weniger robust. Beide Kameras sind in sehr kleinen Bauformen erhältlich, die für möglichst unauffällige Überwachung sorgen.

Anwendungsbereich: Ideal für Zimmerdecken, aber prinzipiell universell einsetzbar

Domekamera zur Videoüberwachung

Domekameras sind sehr robust und bruchsicher. Foto: Adobe Stock; (c) missisya

Was kostet eine Videoüberwachungsanlage?

Die Preisspanne einer Videoüberwachungsanlage ist groß. Sie reicht von rund € 2.000 bis € 9.000 (jeweils inkl. Einbau und Installation). Das obere Preissegment wird erreicht, wenn du viele Kameras benötigst (großes und/oder verwinkeltes Gebäude) und zusätzlich auf bestmögliche Qualität und Auflösung setzen möchtest. Zusätzliche Features wie Videoteiler (Übertragung des Signals auf mehrere Monitore an unterschiedlicher Position) oder Wärmebildkameras schlagen sich ebenfalls im Preis nieder. Durchschnittlich muss man für ein Einfamilienhaus aber mit einem Gesamtpreis von rund € 4.000 rechnen.

Die besten Anbieter für Videoüberwachungsanlagen und andere Sicherheitssysteme

ZEUS Sicherheitstechnik ★★★★★ (4,8 bei 207 Bewertungen)

Die Firma ZEUS Sicherheitstechnik ist die mit Abstand am besten bewertete Firma für Alaramanlagen- und Sicherheitstechnik auf herold.at. Bei ZEUS erhältst du Alarmanlagen, Brandmeldeanlagen und natürlich auch Videoüberwachungsanlagen. Mit 7 Standorten in ganz Österreich, findest du mit großer Wahrscheinlichkeit auch einen Standort in deiner Nähe, wo du dich ausführlich zur Videoüberwachung beraten lassen kannst.

ZEUS Sicherheitstechnik, 1200 Wien, 8010 Graz4048 Puchenau

ProfiAlarm ★★★★★ (5,0 bei 173 Bewertungen)

Bei ProfiAlarm bist du im wahrsten Sinne des Wortes stets auf der sicheren Seite. ProfiAlarm bietet neben Videoüberwachungsanlagen außerdem Alarmanlagen, Sicherheitstüren und hochwertige Tresore an. Seinen Firmensitz hat das Unternehmen in Brunn am Gebirge.

ProfiAlarm , 2345 Brunn am Gebirge

Haus der Schlösser ★★★★★ (4,9 bei 128 Bewertungen)

Das Haus der Schlösser ist eigentlich ein Schlüsseldienst, der sich auf Zutrittskontrolle und Sicherheitstüren spezialisiert hat. Aber auch Videoüberwachung zählt seit geraumer Zeit zum Portfolio des Unternehmens. Beim Haus der Schlösser kannst du dir deine Videoüberwachung sogar mit einer elektrischen Zutrittskontrolle kombinieren lassen.

HAUS der SCHLÖSSER, 4020 Linz

Safety First Alarmsysteme ★★★★★ (5,0 bei 77 Bewertungen)

Der am besten bewertete Spezialist für elektronische Alarmsysteme in Kärnten ist die Firma Safety First Alarmsysteme in Wolfsberg. Alarmanlagen, Gegensprechanlagen und Videoüberwachung wird dort angeboten.

Safety First Alarmsysteme, 9400 Wolfsberg

SEKURUM ★★★★★ (4,9 bei 38 Bewertungen)

Um Sicherheitstechnik in jeglicher Hinsicht geht es bei der Firma SEKURUM. Speziell gesicherte Schlösser, Schließanlagen, Schlüssel, Safes, Briefkästen, Alarmanlagen und eben auch Videoüberwachungen sind beim am besten bewerteten Sicherheitsunternehmen Innsbrucks erhältlich.

SEKURUM, 6020 Innsbruck

Pichler Sicherheits- und Systemtechnik ★★★★★ (4,9 bei 16 Bewertungen)

Auch Salzburg verfügt über ein sehr gut bewertetes Unternehmen auf herold.at. Bei Pichler erhältst du Tür- und Fenstersicherungen, Brandmeldeanlagen, Alarmanlagen, Tresore, Gegensprechanlagen und Videoüberwachungssysteme. In Österreich setzt unter anderem das Technische Museum in Wien auf Sicherheitstechnik von Pichler.

Pichler Sicherheits- und Systemtechnik, 5020 Salzburg



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