Oh Tannenbaum: 5 klassische Weihnachtsbräuche

Last Updated on: 4th November 2022, 08:57 am

Weihnachtsbräuche Östereich
Krippen gehören zum traditionellen Weihnachtsbrauchtum in Österreich. Foto: Adobe Stock, (c) Manuel Schönfeld

Von Spinnweben über KFC bis hin zu Lottoscheinen: Weltweite Weihnachtsbräuche muten manchmal skurril an. In Österreich gibt es vergleichsweise traditionelle Bräuche rund um Weihnachten. Wir erklären dir in diesem Artikel die Bedeutung und Herkunft der schönsten Weihnachtsbräuche.

Weihnachtsbräuche

Der Christbaum ist das symbolische Zentrum am Heiligen Abend. Lange Zeit wurde Weihnachten jedoch ohne Tannenbaum gefeiert. Wir wollen unseren Auflistung von 5 klassischen Weihnachtsbräuchen mit dem internationalen Siegeszug des Weihnachtsbaums beginnen:

1. Der Christbaum

Weihnachtsbräuche
Christbaumkugeln gibt es nicht überall. Wir stellen dir die schönsten Weihnachtsbräuche vor! Foto: Adobe Stock, (c)

Geschmückt mit Christbaumkugeln, Kerzen, Lametta und Süßigkeiten lässt der Christbaum Kinderaugen strahlen und Weihnachten zu etwas Besonderem werden. Aber seit wann haben wir Menschen zu Weihnachten eine Tanne im Wohnzimmer stehen? Und warum dekorieren wir sie?

Geschichtliches zum Christbaum

Eine Legende besagt, dass eine Bäckerschaft aus Freiburg im Breisgau im Jahr 1419 erstmals einen Weihnachtsbaum mit Äpfeln, Nüssen und Lebkuchen behängt haben soll. Der solcherart dekorierte Weihnachtsbaum stand im Freiburger Heilig-Geist-Spital und durfte zu Neujahr von den Kindern geplündert werden.

Info: Seit dem Jahr 1891 wird auch vor dem Weißen Haus (USA) jährlich ein Weihnachtsbaum aufgestellt.

Um 1600 herum begannen dann Handwerker aus Bremen damit, Tannenbäume zu Weihnachten zu schmücken. Diese Sitte der Handwerkszunft übertrug sich allmählich auf die städtische Bevölkerung. Im 18. Jahrhundert verbreitete sich der Brauch dann vor allem in der wohlhabenden Bürgerschicht, da Tannenbäume zu dieser Zeit noch seltener und teurer waren. Um die steigende Nachfrage zu decken, züchtete man im 19. Jahrhundert europaweit Tannen- und Fichtenwälder.

Weihnachtsbräuche
Immergrüne Pflanzen hatten auch in früheren Kulturen eine besondere Bedeutung. Foto: Adobe Stock, (c) Anastassiya

Christbaum Wien & Umgebung

Einen umfangreichen Service rund um Christbäume mit Lieferservice bietet dir im Großraum von Wien der Christbaumlandwirt Gernot Brandl. Bis zum 22. Dezember kannst du hier bis zu zwei Meter hohe Christbäume bestellen. Innerhalb von Wien und in ausgesuchten Bezirken in Niederösterreich genießen Kunden einen zuverlässigen Zustellservice. Verkaufsstände gibt es in Baden, Trumau, Brunn am Gebirge und in Pellendorf. Der Weihnachtsprofi veranstaltet auch Firmenevents und übernimmt die Planung und Durchführung von weihnachtlichen Feierlichkeiten.

Christbaum – Service & Weihnachtsevents, 1030 Wien

2. Die Weihnachtskrippe

Weihnachtsbräuche in Österreich: Eine Krippenszene.
Die Weihnachtskrippe ist ein Symbol für die Geburt Christi. Foto: Adobe Stock, (c) ARochau

Überall auf der Welt, wo Weihnachten gefeiert wird, gibt es die Tradition der Weihnachtskrippe. Wo der genaue Ursprung der Krippe liegt, ist jedoch unbekannt. Viele betrachten den Hl. Franz von Assisi als den „Urvater der Krippe“, da er in den Wald auszog und dort eine Futterkrippe errichtete.

Geschichtliches zur Weihnachtskrippe

In der Sixtinischen Kapelle der Kirche Santa Maria Maggiore steht wohl eine der ältesten Weihnachtskrippen der Welt. Sie wurde im Jahr 1289 von Arnolfo di Cambio aus Alabaster angefertigt und hat die Form eines kleinen Hauses, in welchem er die Anbetung der Heiligen Drei Könige darstellte.

Gotische Schnitzaltäre dürften in weiterer Folge ebenfalls als Vorbild für die moderne Krippe gedient haben, auch wenn die weihnachtliche Szene im Altar integriert war. Der Südtiroler Künstler Michael Pacher entwarf beispielsweise im Jahr 1480 eine aus Holzfiguren gefasste Dreikönigsgruppe, die im Altar der Kirche von St. Wolfgang im Salzkammergut zu sehen ist.

Populär wurde die Krippe im Barock. Die Jesuiten förderten im Zuge der Gegenreformation die Verbreitung der Krippe als Andachtsgegenstand in Kirchen. Der Kult um die beeindruckenden Krippenbauten verbreitete sich von da an recht schnell in allen Städten Europas bis hin zum kleinsten Dorf in den Alpen. Die Hauskrippe feierte ihren Siegeszug auf der ganzen Welt.

Weihnachtsbräuche Österreich
Eine Szene, wie sie sich vor über 2000 Jahren in Bethlehem abgespielt haben könnte. Foto: Adobe Stock, (c) Saradelvallephoto

Kripperlroas

Bei einem weit verbreiteten Brauch rund um Ebersee und Bad Ischl (Salzkammergut) besuchen Menschen jedes Jahr Hauskrippen, an denen bereits mehrere Generationen gearbeitet haben und immer noch arbeiten. Die spektakulären Krippenlandschaften füllen ganze Zimmer. Man bewundert auf diesen Rundgängen das besondere Kunsthandwerk und begibt sich gemeinschaftlich auf eine spirituelle Reise (=Kripperlroas).

Weihnachtskrippe kaufen 

Falls du auf der Suche nach einer schönen Weihnachtskrippe bist, wirst du im Online-Shop des Gartencenters Dehner bestimmt fündig. Viele Baumärkte wie beispielsweise Hornbach bieten ebenfalls weihnachtliche Krippen zum Verkauf an. Individuell und künstlerisch anspruchsvoll angefertigte Krippen bekommst du in den meisten Holzschnitzereien.

3. Der Adventkranz

Weihnachtsbräuche
Wir erklären dir die Bedeutung der schönsten Weihnachtsbräuche. Foto: Adobe Stock, (c) S.H.exclusiv

Um seinen Zöglingen und Waisenkindern das Warten auf Heiligabend zu verkürzen, baute der Hamburger Pädagoge Johann Hinrich Wicherner im Jahr 1839 einen Kranz aus Holz mit 23 Kerzen. Jeden Morgen wurde eine Kerze angezündet. Auf diese spielerische Weise lernten die Kinder auch zu zählen.

Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts verbreitete sich in Deutschland der klassische Adventkranz mit vier Kerzen, die man an den Adventsonntagen vor Weihnachten anzündete. Aus Tannenzweigen geflochten, veranschaulicht er auch heute noch kleinen Kindern zuhause, dass der Heilige Abend von Woche zu Woche näher rückt.

Zwar gibt es auch im Einzelhandel Adventkränze zu kaufen. Die weitaus schöneren und kreativeren Kränze bekommst du allerdings beim Blumenhändler in deiner Nähe.

4. Die Thomasnacht

Weihnachtsbräuche Östereich
Die Thomasnacht ist die längste Nacht des Jahres. Foto: Adobe Stock, (c) Craig Taylor Photo

Die Thomasnacht ist der kürzeste Tag des Jahres und markiert die Wintersonnenwende. In früheren Zeiten hatte sie auch die Bedeutung des Jahreswechsels und galt daher im Volksglauben als eine mythische Nacht. Die Menschen räucherten ihre Wohnstätte mit Weihrauch und anderen Kräutern aus, um sich vor bösen Geistern zu schützen. Andererseits hatte die Thomasnacht auch den Charakter einer Orakelnacht, die einen Blick in die Zukunft gewähren konnte. Im alpinen Raum gab es beispielsweise den Brauch, einen Pantoffel vor dem Haus in die Luft zu werfen. Zeigte die Spitze des Pantoffels in Richtung der Eingangstür, durften Unverheiratete mit einer baldigen Hochzeit rechnen.

Außerdem läutete die Thomasnacht die Raunächte ein, die bis zum 5. Januar andauern. In den Alpen hielt die Bevölkerung in diesen 12 Tagen viele Regeln und Verbote ein, um sich nicht ein Unglück nach Hause zu holen.

Auch heute noch begehen Menschen vielerorts die Thomasnacht mit einem nächtlichen Spaziergang im Wald, um dort auf Hinweise der Natur zu lauschen.

5. Der Christkindlmarkt

Weihnachtsbräuche Österreich
Christkindlmärkte in Österreich begeistern unzählige Menschen weltweit. Foto: Adobe Stock, (c) Mikhail Markovskiy

Die Weihnachtsfeier mit Baum und Festessen im Kreise der Familie gibt es erst seit dem 19. Jahrhundert. Zuvor war Weihnachten viel mehr ein öffentliches Ereignis mit Krippenspielen und Weihnachtsmärkten. Letztere spielten seit dem Mittelalter eine besondere Rolle in der Weihnachtszeit. Die Weihnachtsmärkte können auch in Österreich auf eine lange Tradition zurückblicken.

Die Bedeutung von Weihnachten

Weihnachtsbräuche
Kennst du eigentlich den Ursprung von Weihnachten? Foto: Adobe Stock, (c)

Der Ursprung des Weihnachtsfestes ist weitaus älter als die Geburt von Jesus. Die Wintersonnenwende (21. Dezember) galt in frühen Kulturen als ein bedeutsamer und heiliger Tag – die Tage wurden wieder länger, die Nächte wieder kürzer. In diesem Kontext wurde oftmals die Geburt einer Gottheit gefeiert.

Die alten Ägypter feierten zur Wintersonnenwende die Geburt des Gottes Horus. In Vorderasien zelebrierte man an diesem Tag die Geburt der indischen Lichtgottheit Mithras (Mithraskult). Die alten Römer wiederum huldigten dem Gott Saturn und begingen am 25. Dezember ihre Saturnalien. Und die Skandinavier feiert zur Wintersonnenwende ihr Julfest.

Im Zuge der Christianisierung und der Einführung des Julianischen Kalenders im Jahre 45 vor Christus, wurde das ursprünglich pagane Fest jedoch – neben Ostern – zum wichtigsten Fest der abendländischen Kultur. In der Heiligen Schrift wird Jesus auch als das »Licht der Welt« (Joh. 8,12) bezeichnet, womit einer kirchliche Übernahme des Feiertags der Weg geebnet wurde.

Die erste historisch belegte christliche Weihnachtsfeier fand im Jahr 336 in Rom statt. Zum Dogma wurde das Weihnachtsfest beziehungsweise die Geburt Christi im Jahr 381 unter Kaiser Theodosius erklärt.

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Wir wünschen fröhliche Weihnachten und ein gesegnetes Fest!

HEROLD Blog Team

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