Google My Business Tipps und Tricks

Wir zeigen dir 11 Tipps für deinen GMB-Eintrag! Bild © Herold

Heutzutage kann man sich zu fast allem Anregungen im Internet holen, sobald man nicht mehr weiterweiß. So auch rund um die Themen Marketing, SEO und Unternehmensauftritt im Internet. All diese Aspekte fließen auch in das Thema Google My Business (GMB) ein. Daher haben wir uns genau das vorgenommen und dir die wirksamsten Google My Business Tipps zusammengestellt, mit denen du deinen Auftritt verbessern kannst und wir stellen unseren Geheimtipp für Unternehmen vor. Dabei sind wir auch darauf eingegangen, warum gerade diese Tricks viel bringen.

Google My Business Tipps: Sind Optimierungen schwer?

Was Google My Business (GMB) ist, was einen solchen Eintrag besonders macht und wie man Einträge nachträglich behandelt, haben wir bereits im Google My Business Guide behandelt. Auf Zahlen und Fakten sowie Vorteile und die GMB-Bedeutung bei Suchanfragen sind wir dort ebenfalls eingegangen.

Doch wenn man sich nun entschieden hat, einen Account bzw. ein Profil anzulegen, stellt sich die Frage: Wie kann ich das Beste aus dem Eintrag rausholen? Wie kann ich ihn verbessern? Denn man möchte diesen ja nicht nur um des Habens Willen anlegen, sondern um wirkliche Effekte für das eigene Unternehmen zu spüren.

Und das ist gar nicht so schwer, wie man vielleicht denkt. Denn es gibt ein paar einfache, aber dennoch wirkungsvolle Google My Business Tipps, die dabei helfen, den eigenen Eintrag aufleuchten zu lassen.

Übrigens: Google My Business erhält einen neuen Namen und heißt bald Google Business Profile.

Google My Business Tipps: Bring deinen Eintrag zum Leuchten!

Wir möchten hier nicht nur die Top Google My Business Tipps vorstellen, sondern auch darauf eingehen, warum die Umsetzung dieser Tricks so wertvoll ist und was es deinem Unternehmen konkret bringt. Los geht’s!

#1: Alle Google My Business-Daten gewissenhaft ausfüllen

Vollständigkeit

Das klingt vielleicht offensichtlich, wird von vielen Unternehmen jedoch noch nicht umgesetzt. Fehlende Informationen führen leider oft dazu, dass sich ein potenzieller Kunde oder eine Kundin doch für eine:n andere:n Anbieter:in entscheidet. Vollständige Informationen sind hier also ein wichtiger Unternehmens-Tipp. Interessant ist hier aber auch, wie viel an diesem Schritt hängt, denn:

  • Suchmaschinen bevorzugen vollständige Einträge.
    Das führt zu einer höheren Positionierung in den Google-Suchergebnissen.
  • Je mehr Informationen, desto glücklicher die Kund:innen.
    Das führt meist auch zu verstärkten Handlungen. Und: Fehlende Informationen (z. B. in Bezug auf abweichende Feiertags-Öffnungszeiten) können zu Frust und negativen Unternehmens-Bewertungen führen!
  • Je mehr du einträgst, desto weniger können es andere tun.
    Bei GMB kann jeder Nutzer und jede Nutzerin Änderungen vorschlagen – auch die Konkurrenz. Füll die Daten also selbst aus, sonst können schnell (absichtlich erstellte) Falschinformationen kursieren.
2 glückliche Menschen (als Google und Kunde beschriftet) und ein wütender Mensch (als Konkurrenz beschriftet)
Win-win für dich, deine Kund:innen und Google – und Ärger für die Konkurrenz. Bild © Herold

Dinge, die du unbedingt eintragen solltest, sind folgende:

  • Der exakte Geschäfts-/Unternehmensname
  • Adresse
  • Telefonnummer
  • Link zur Website
  • Öffnungszeiten (auch abweichende Zeiten an Feiertagen!)

Einheitlichkeit

Wichtig ist hier nicht nur das generelle Angeben dieser Daten, sondern auch die Einheitlichkeit zu anderen Portalen und Web-Auftritten. Das bedeutet konkret, dass zum Beispiel ein Wort überall gleichgeschrieben sein muss. Verwende also nicht auf deiner Website den Begriff „Strasse“ und bei deinem GMB-Profil „Straße“. Auch wenn du dich für die Abkürzung „Str.“ entscheidest, solltest du diese Schreibweise überall im Web beibehalten.
Grund: Suchmaschinen können dich bzw. deine Firma bei Abweichungen als weniger glaubwürdig einstufen.

Ähnliches gilt auch für das Hinzufügen von Schlüsselwörtern oder Ortsnamen zu deinem Geschäftsnamen auf GMB. Diese sollten nur dann dem Geschäftsnamen beigefügt werden, wenn sie wirklich zu ihm gehören. Heißt dein Unternehmen „The Beauty Spa Wien“, dann wird „Wien“ hinzugefügt, weil es zum offiziellen Namen gehört. Heißt deine Firma hingegen nur „The Beauty Spa“, kommt „Wien“ nicht hinzu (auch wenn du in Wien ansässig bist).
Grund: Suchmaschinen könnten dieses Hinzufügen sonst als Spam bewerten.

Standorte klar zuordnen

Hier ist aber auch das Thema Standorte wichtig: Hat ein Unternehmen mehrere Standorte, sollte also für jeden davon eine eigene Landingpage erstellt werden. So ist es für die Suchmaschinen leichter, einen Standort-Eintrag bei GMB in den richtigen Zusammenhang zu der Website zu setzen. Grund: Verweist man auf GMB für alle Standorte auf ein und dieselbe Landingpage, können sich die Adressdaten vermischen, sodass Google sie nicht mehr richtig zuordnen kann.

#2: Halte deine Informationen aktuell

Dieser Tipp hängt eng mit dem ersten zusammen. Du solltest in regelmäßigen Abschnitten überprüfen, ob deine online angegebenen Daten noch aktuell sind – und diese gegebenenfalls ausbessern.

Dinge, die vor allem geprüft werden sollten, sind:

  • Öffnungszeiten
  • Kategorie
  • Unternehmensbeschreibung
  • Fotos
  • FAQ-Bereich
  • Bewertungen (Reviews)

Besonders bei den Öffnungszeiten ist es sinnvoll, diese einfach immer direkt anzupassen, sobald man weiß, dass Änderungen bevorstehen. Beispiele: Öffnung trotz Feiertag, verkaufsoffener Sonntag, generell verkürzte Öffnungszeiten usw.

Auch auf Reviews sollte schnell reagiert werden, ebenso sollte man oft prüfen, ob neue kundengenerierte Fragen im FAQ-Bereich hinzugekommen sind.

Alle anderen Angaben sind meist nicht so großen Schwankungen unterlegen, sodass man sich einen festen Rhythmus zurechtlegen kann, in dem man diese überprüft (z. B. alle zwei Monate).

#3: Die passende Branche (Kategorie) auswählen

Die Kategorie ist deshalb so wichtig, da die meisten Suchanfragen aus unspezifischen Suchen stammen. Das heißt, dass z. B. allgemein nach einem Hotel oder einem Restaurant in einer speziellen Region gesucht wird. Eine spezifische Suche, bei der nach einem ganz konkreten Hotel (mit Hotelname/-adresse) gesucht wird, ist vergleichsweise sehr viel seltener.

Kuchendiagramm: 84 % unspezifische Suchen, 16 % spezifische Suchen.
84 % der Suchen erfolgen unspezifisch1. Bild © HEROLD

Daher sollte die Kategorie (Branche) im Unternehmens-Profil immer mitangegeben werden, damit die Interessent:innen dich bei einer solchen Suche auch wirklich finden können.

Und: Nennt sich ein Unternehmen „Wellness-Oase“, kann es sich um ein Spa handeln, ein Hotel, ein Schwimmbad mit Saunabereich oder aber um einen Massage-Anbieter. Solche Unternehmensnamen sind nicht leicht einer Branche zuzuordnen. Fehlt dann die Kategorie, wird dein Unternehmen eventuell nicht dann angezeigt, wenn du eigentlich zur Suchanfrage passen würdest.

Zusätzliches Plus: Wenn du eine Kategorie ausgewählt hast, kannst du weitere kategoriespezifische Vorteilsfunktionen nutzen: Bei der Kategorie „Friseur“ können im Folgenden Angaben dazu gemacht werden, mit welchem Haartyp du dich besonders auskennst, während Restaurants eine Speisekarte einfügen können.

Wie man die passende Kategorie findet

Bei den Branchenangaben gibt es einige Punkte zu beachten. Diese sollten die folgenden Aspekte aufweisen:

  • Spezifisch sein
    Deine Kategorie sollte dein Angebot ganz konkret widerspiegeln, nicht nur ein übergeordneter Begriff sein. Statt der breiten Kategorie „Salon“ wäre also das spezifische „Nagelstudio“ besser, statt „Sporthalle“ lieber „Kletterhalle“.
  • Haupt- vs. Sekundärkategorien
    Sich allein einer Kategorie zuzuordnen, ist oft schwierig. Daher solltest du zunächst die Hauptbranche festlegen, danach aber auch noch die sekundären. So kannst du dein Angebot gut zeigen!
    Ein Supermarkt ist beispielsweise zunächst einmal ein Supermarkt (Hauptkategorie), wenn dieser aber auch Lebensmittel nach Hause liefert, ist es auch ein Lieferservice von Lebensmitteln (Sekundärkategorie).
  • Zum Angebot passen
    Wähle nur das, was wirklich zu deinem Angebot gehört. Hast du eine Elektronik-Reparatur, wähle nur diese Kategorie. Eine (Unter-)Kategorie wie „Ersatzteil-Lieferant“ passt nicht, denn du arbeitest zwar zwecks Reparatur mit ebendiesen, aber du lieferst/verkaufst sie nicht an Kunden und Kundinnen.

#4: Zeit in die GMB-Unternehmensbeschreibung stecken

Auch eine gute Unternehmensbeschreibung zählt zu den GMB-Tricks, mit denen man punkten kann – und ist Teil der Content-Marketing-Strategie. Du hast hier 750 Zeichen zur Verfügung, das Wichtigste sollte aber im ersten Drittel davon (in den ersten 250 Zeichen) stehen.

Hier die Dos und Don’ts der Unternehmensbeschreibung:

Tabellarische Gegenüberstellung der Dos und Don'ts zum Thema Google My Business Eintrag optimieren.
Schon mit ein paar Tipps wirkt dein Eintrag ansprechend! Bild © Herold

Wichtig zu wissen: Mit Unternehmensbeschreibung ist diejenige im GMB-Konto gemeint, die die Bezeichnung „Vom Unternehmen“ trägt. Die Beschreibung aus dem Unternehmensprofil, die unter dem Geschäftsnamen erscheint, wird von Google erstellt (aus Gründen der Konsistenz). Dennoch: Eine gut verfasste Beschreibung hilft dir, aus der Masse der Konkurrenz hervorzustechen!

#5: Attraktive und aussagekräftige Fotos erstellen und hochladen

Es heißt, Kleider machen Leute. Und genauso wirken Fotos in Bezug auf dein Unternehmen. Für das Marketing sind also auch sie wichtig.
Durch sie kannst du deinen Laden oder deine Firma präsentieren (durch Innen- und Außenaufnahmen), du kannst deine Produkte zeigen (Produkt-Fotos) oder deine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vorstellen (Mitarbeiter- bzw. Mitarbeiterinnen-Fotos).

Das macht dich nicht nur nahbarer und persönlicher, als zusätzliches Plus wirst du auch in Suchmaschinen leichter gefunden. Außerdem ist das regelmäßige Hochladen von Fotos auch für das Ranking gut. Denn so erhalten Suchmaschinen das Signal, dass du dich mit deinem Profil beschäftigst und bemüht bist, es aktuell zu halten. „Tipp #2: Halte deine Informationen aktuell“ – Du erinnerst dich?

Wichtig: Nicht nur du als Geschäftsinhaber:in kannst Fotos hochladen, auch deine Besucher bzw. Besucherinnen oder andere Personen haben diese Möglichkeit. Lade also am besten deine eigenen Fotos hoch – nur so kannst du dich so zeigen, wie es dir vorschwebt. Von Stockfotos u.ä. ist hingegen abzuraten, da das Unternehmen online so aussehen sollte, wie es auch in der realen Welt zu finden ist.

Doch der wichtigste Effekt kommt erst noch: KMU wollen vor allem eins: Neukund:innen gewinnen. Und auch dafür sind Fotos geeignet. Google selbst gibt Auskunft darüber: Laut ihnen machen es Bilder 42 % wahrscheinlicher, dass sich jemand eine Wegbeschreibung ansieht und 35 % wahrscheinlicher, dass auf den Website-Link in GMB geklickt wird2.

Übrigens: Mit der Street-View-App kannst du sogar 360°-Fotos hochladen. Und Fotos mit Geo-Tags zeigen den Suchmaschinen, dass du in deiner Region kein:e Unbekannte:r bist.

#6: Regelmäßig GMB-Posts erstellen

Mit den Posts bzw. Beiträgen verhält es sich in etwa so wie mit den Fotos: Regelmäßigkeit ist ein wichtiges Stichwort. Denn wie bei den Fotos senden auch regelmäßige Beiträge positive Signale an die Suchmaschinen – und sie alle sagen: „Ich kümmere mich um den GMB-Account meines Unternehmens!“

Deinen Beitrag kannst du auch mit CTA-Elementen oder Links anreichern, außerdem wird dieser auch auf Google Maps angezeigt und das bedeutet: kostenlose Werbung für dich, ganz ohne große Marketing-Strategie.

Doch worüber kannst du sprechen? Woher nimmst du die Ideen? Was erst einmal überwältigend scheint, ist letztendlich doch keine große Raketenwissenschaft. Poste Informationen zu:

  • Produkten
  • Angeboten und Rabattaktionen
  • Veranstaltungen
  • Veränderungen (z. B. ein neues Sortiment, das Neugestalten der Geschäftsfläche usw.)

Das Gute dabei ist: Du gibst deinen (Neu-)Kund:innen Einblicke in deinen Alltag und in dein Angebot. Außerdem können diese Postings – je nach Suchanfrage – sogar recht stark hervorgehoben werden. Folgt ein Kunde oder eine Kundin deinem Unternehmensprofil, wird er oder sie sogar über Updates und neue Beiträge des Unternehmens informiert. Die Arbeit, die du in diese Beiträge investierst, verschwindet also nicht im Nichts, sie wird gesehen.

Ein wichtiges Stichwort ist hier auch die Suchintention. Ist jemand zum Beispiel auf Facebook, scrollt dieser Jemand meist gemächlich durch das News-Feed, informiert sich und lässt alle Einträge auf sich einwirken. Befindet sich jemand auf GMB, hat er eine größere Intention, eine (Kauf-)Handlung durchzuführen, da er bereits aktiv sucht.

Und vielleicht ist dein Posting genau der letzte Überzeugungs-Schubser, den ein Interessent bzw. eine Interessentin noch gebraucht hat, um sich für dich zu entscheiden.

#7: Lass andere für dich sprechen

Man kann es sich fast nicht vorstellen, aber Bewertungen (Reviews) haben einen stärkeren Effekt, als man denkt. Mehr als jeder zweite User begibt sich auf die Suche nach Reviews, bevor er eine Kaufentscheidung trifft3. Diese Tatsache kann man für sich nutzen – und das nicht nur im Marketing!

Aber wie funktioniert das Ganze? Das Prinzip dahinter ist einfach: Man braucht fünf Unternehmensbewertungen – dann werden diese bzw. die jeweils vergebenen Sterne in der Googlesuche angezeigt. Und schon können User sehen, wie viele Sterne du von anderen Kunden und Kundinnen bereits bekommen hast.

Warum sind Unternehmensbewertungen für das Ranking wichtig? Hier kann man vereinfacht sagen „Viele Bewertungen = große Relevanz“. Mit Reviews werden GMB-Einträge als relevanter eingestuft, da deine Firma dann auch in Googles Augen beliebt wirkt. Und besonders in der lokalen Suche (local search) gehören Reviews zu den Rankingfaktoren.

4,5 Sterne-Bewertung neben einer 1,5 Sterne-Bewertung
Was sieht besser aus? Bild © HEROLD

Wie bekomme ich mehr Unternehmensbewertungen? Antwort: Mit Follow-up-E-Mails, einem Hinweis auf der Website oder dem direkten Fragen. Mach es den Menschen dabei so leicht wie möglich: Wenn jemand fünf Mal weiterklicken muss, bevor er eine Bewertung abgeben kann, wird er wahrscheinlich auf halbem Weg wieder abspringen.
Mit Bewertungen können deine Kunden und Kundinnen außerdem anderen Menschen helfen, die für sie passende Entscheidung zu treffen – dieser Hinweis kann ebenfalls motivierend wirken.

Tipp: Wann du – je nach Dienstleistung/Produkt – am besten nach einer Bewertung fragen und mit welcher Personengruppe du anfangen solltest, haben wir im Artikel zum Thema Google Bewertungen für dich zusammengefasst. Außerdem geht es dort auch um den richtigen Umgang mit negativen Reviews und die Frage, ob wenige Reviews negative Effekte haben können.

#8: Integrierte Q&A-Funktion nutzen

Interessent:innen, die Fragen haben, wollen diese logischerweise loswerden und eine Antwort erhalten. Mit einem FAQ-Bereich (Frequently asked questions; häufig gestellte Fragen) bei GMB kannst du den Usern genau das ermöglichen.

So können diese öffentlich eine Frage stellen. Die Antwort können entweder du oder andere Nutzer und Nutzerinnen geben. Die Fragen und die dazugehörigen Antworten sind dann in deinem GMB-Eintrag ersichtlich.

Wichtig für deine Antwort als Geschäftsinhaber:in: Wenn du antwortest, solltest du in deinem Unternehmens-Account eingeloggt sein. Denn ist das der Fall, wird bei der Antwort der Hinweis „Antwort vom Inhaber“ hinzugefügt. So wissen die Leser:innen direkt, dass diese:r Antwortgeber:in vertrauenswürdig ist – einfach, weil es der Geschäftsinhaber oder die Geschäftsinhaberin ist. Bist du nicht eingeloggt, weiß die Suchmaschine nicht, wer du bist und kann somit auch den „Antwort vom Inhaber“-Hinweis nicht zur Antwort hinzufügen.

SEO-Tipp: Auf die Formulierung der verbrauchergenerierten Fragen hast du keinen Einfluss. Wenn du sie aber zu FAQs umformulierst, kannst du in die Fragestellung – und dann natürlich auch in die AntwortSchlüsselwörter einbauen. So bist du SEO-technisch auf einem guten Weg und das kann dein Ranking für ebendieses Schlüsselwort verbessern.

In dem FAQ-Bereich gibt es aber noch etwas, das gerne gesehen wird: schnelles Antworten. Und das hat gleich mehrere Gründe:

  • 1) Da sowohl Nutzer:innen als auch du antworten kannst, ist es besser, wenn du schneller bist, denn so kannst du dir sicher sein, dass die Antwort korrekt ist.
  • 2) Eine schnelle Reaktion kommt beim Gegenüber immer gut an. Niemand wartet gerne drei Tage auf eine Antwort – vor allem wenn sie subjektiv wichtig ist.
  • 3) Auch Fragen und Antworten können bewertet werden. Hier aber mit einem „Daumen hoch“ (Like). Je mehr dieser Likes eine Frage oder Antwort hat, desto weiter oben wird sie angezeigt, da sie dann für viele wichtig und/oder hilfreich ist. Eine oft gelikte Frage sollte also schnell beantwortet werden, ebenso zeigt eine oft gelikte Antwort von dir, dass sie treffend war und weitergeholfen hat.

Stellt jemand eine neue Frage, wirst du per E-Mail oder Push-Nachricht* am Smartphone benachrichtigt, sodass du immer direkt informiert wirst. Du musst also nicht auf gut Glück minütlich deinen FAQ-Bereich überprüfen.

Benachrichtigungsglocke mit Sprechblase, in der steht: Sie haben eine neue Frage.
Lass dich benachrichtigen und spare Zeit dabei. Bild © Herold

*Dafür brauchst du auf deinem Smartphone jedoch die Google Maps-App und darfst dich dort aus deinem Account nicht abmelden.

#9: Per GMB-Messaging mit Kunden und Kundinnen chatten

Dieser Tipp ist kurz und knackig: Wenn du im GMB-Dashboard auf „Messaging“ gehst, kannst du ebendieses installieren (über den Play Store/Apple App Store).

Diese Funktion gibt dir die Möglichkeit, noch besser und vor allem einfacher für deine Kunden und Kundinnen erreichbar zu sein. Die Interessent:innen können so direkt vom GMB-Eintrag deines Unternehmens aus eine Textnachricht an dich senden.

Ob das wirklich so sehr verwendet wird? Von älteren Generationen wahrscheinlich nicht, das stimmt. Aber besonders die sogenannten „Millennials“ (auch: „Generation Y“, geboren zwischen 1980/1981 und 1998/1999) suchen einerseits sehr oft lokal (local search) per Smartphone und haben sich andererseits durch WhatsApp und Co. stark auf das Schreiben von Kurznachrichten verlegt.

#10: Die Terminvereinbarungs-Funktion nutzen (sofern sinnvoll)

Fast überall muss man heutzutage Termine vereinbaren: Beim Friseur, beim Arzt, im Nagelstudio oder bei einer Autowerkstatt. In solchen Fällen ist es sinnvoll, auch im GMB-Eintrag einen „Termin vereinbaren“-Button zur Verfügung zu stellen.

"Jetzt Termin vereinbaren"-Button mit Mauszeiger, der darauf klickt.
Dieser eine Button kann viel bewegen. Bild © Herold

So können User den Termin direkt über GMB vereinbaren, sie müssen sich also nicht erst zu deiner Website durchklicken oder bei dir anrufen. Es ist quasi der Weg des geringsten Widerstandes!
Und ein weiterer Vorteil für dich: Du kannst diesen Buchungslink z. B. auch auf Facebook oder anderen Plattformen teilen.

Was du dafür benötigst, ist eine Planungssoftware, die du erhälst, indem du dir ein Konto bei einem Planungsanbieter zulegst. Google stellt dafür eine ganze Liste an Partnern zu Verfügung. Du gehst in dein GMB-Dashboard, klickst auf „Buchungen“, suchst dir einen Anbieter aus und registrierst dich. Sobald das Konto beim Partner mit dem bei GMB verknüpft ist, kann es losgehen.

Klingt alles gut, aber kompliziert?

Unique Tipp #11: OC-Check – Bin ich sichtbar?

Wenn du die ersten zehn Google My Business Tipps befolgst, ist dein GMB-Account auf jeden Fall gut aufgestellt! Das ist super, denn so zeigst du Online-Präsenz und bietest Interessent:innen bei ihrer Suche alle Informationen, die sie brauchen.

Hast du noch dazu eine Website und bist auch auf anderen Plattformen präsent (z. B. in Branchenverzeichnissen oder bei Trip Advisor), steigert das deine Online Präsenz noch mehr.

Doch jede Medaille hat zwei Seiten: Je mehr Plattformen und Suchverzeichnisse, desto sichtbarer bist du, aber desto mehr musst du auch im Blick behalten. Denn deine Angaben sollten in all diesen Verzeichnissen einheitlich und vollständig sein.

Bist du dir nicht sicher, ob du die Änderung deiner Öffnungszeiten auf allen Plattformen aktualisiert hast? Oder hast du vielleicht eine Plattform, auf der du angemeldet bist, überhaupt nicht mehr auf dem Schirm? Dann solltest du das prüfen und anpassen. Alles einzeln. Und das dauert bekanntlich…

Deshalb haben wir zu all den Google My Business Tipps noch einen Herold-eigenen und vor allem ohne finanzielle Aufwände umsetzbaren Tipp für dich: Den OC-Sichtbarkeits-Check.

Mit diesem Tool kannst du schnell und ohne einen Cent zu bezahlen prüfen, auf welchen Online-Plattformen und -Verzeichnissen du gelistet bist und ob deine Daten 1) einheitlich und 2) vollständig sind.

Das Tool sucht deine Firma dabei im Internet und vergleicht Angaben bei z. B. Alexa, Bing, Herold, Maps, Holiday Check, GMB, Trip Advisor und anderen. Du siehst dann:

  • wo du gelistet bist und wo nicht
  • wo eine Angabe fehlt (z. B. die Öffnungszeiten)
  • ob die Daten auf allen Plattformen einheitlich sind

So siehst du, wo du Anpassungen vornehmen musst, um das Risiko zu minimieren, Kunden und Kundinnen zu verlieren.

Und wie sichtbar bist du?

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1BrightLocal (2019). Google My Business Insights Study – Benchmark Your Business’s GMB Insightshttps://www.brightlocal.com/research/google-my-business-insights-study/. Stand: 01/2022

2Google. Google Unternehmensprofil. https://support.google.com/business/answer/3038063?hl=de_ch&ref_topic=4596687&visit_id=637727191741237162-708915906&rd=1&co=GENIE.Platform%3DiOS. Stand: 01/2022

3 Bitkom (2020). Online-Bewertungen sind wichtigste Informationsquelle. https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Online-Bewertungen-sind-wichtigste-Informationsquelle. Stand: 01/2022

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Julia Jaekel

Julia Jaekel

Online Redakteurin