Cellulite loswerden? Tipps gegen Dellen und Orangenhaut - HEROLD.at

Cellulite loswerden? Tipps gegen Dellen und Orangenhaut

Cellulite loswerden: Was tun gegen Orangenhaut?

Viele haben sie, keine will sie: Cellulite. Wir verraten dir hilfreiche Tipps, wie du Cellulite bekämpfen und (fast) loswerden kannst. Foto: Adobe Stock, (c) Voyagerix

Jeder hat sie, keiner will sie: Cellulite. Fast jeder. Auch Männer können betroffen sein, und 80 Prozent der Frauen sind es sowieso. Das tröstet irgendwie, oder? Trotzdem muss man Orangenhaut nicht tatenlos als Schicksalsschlag der Natur hinnehmen. Wir verraten dir hier effektive Maßnahmen und Produkte für ein glatteres Hautrelief. Außerdem erfährst du, mit welchen Maßnahmen Dermatologie und Chirurgie Cellulite bekämpfen können.

Was ist Cellulite eigentlich?

Cellulite ist jedenfalls etwas anderes als Cellulitis! Die Endung „-itis“ klingt zwar dramatischer, aber in den meisten Fällen ist sie falsch. Cellulitis hört sich nicht nur garstiger an, sie ist es auch: Es handelt sich um eine zumeist schmerzhafte Entzündung der Haut, genauer gesagt der Lederhaut und des darunter liegenden Fettgewebes, die von Bakterien verursacht wird.

Das haben wir nicht. Wir haben ein kosmetisches Problem: Fett und Wasser lagern sich in der Zellstruktur des Bindegewebes ein. Wir haben unschöne Dellen, Orangenhaut, schlicht Cellulite an Armen, Oberschenkeln, Bauch und Po. Schmerzt auch, aber nur optisch.

Wodurch entsteht Cellulite?

Die Hormone sind schuld! Und die Gene. Frauen brauchen ein flexibles Bindegewebe, um Schwangerschaften und Geburten zu bewerkstelligen. Männer, die viel Bier trinken, „verweiblichen“ durch die im Hopfen enthaltenen Phytoöstrogene. Schlimm, ich weiß. Diese sekundären Pflanzeninhaltsstoffe ähneln in ihrer molekularen Struktur den weiblichen Sexualhormonen, und über fiese Tricks und Umwege ist auch deren Wirkung ähnlich. Bier weglassen hilft schon mal.

Sonst verhält es sich leider ähnlich wie beim Abnehmen: ohne Fleiß kein Preis! Die Gene lassen sich nicht austricksen. Männer haben’s leichter als Frauen, und Frauen mit starkem Bindegewebe haben’s leichter, als solche mit schwachem.

Will man die Entstehung der Dellen vermeiden, isst man basisch, trinkt viel, vermeidet Genussmittel und betätigt sich mindestens drei Mal pro Woche sportlich. Was sich hier in einem Satz locker flockig zusammenfassen lässt, ist eine Lebenseinstellung: gesunde Ernährung, Fett weg, Muskeln her.

Cellulite loswerden: Tipps, um Orangenhaut und Cellulite zu bekämpfen.

Cellulite bekämpfen ist nicht einfach. Aber mit der richtigen Ernährung und regelmäßigem Sport wird die Orangenhaut besser. Adobe Stock, (c) Kurhan

Was tun gegen Cellulite an Oberschenkeln, Po und Bauch?

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Ernährung. Das hast du vermutet, stimmt’s ? Wir haben vier Tipps für dich, mit denen du deine Cellulite bekämpfen kannst, noch ehe du auch nur einen Fuß ins Fitnessstudio gesetzt hast. Ganz einfach, indem du von manchen Lebensmitteln mehr und von manchen weniger isst!

Tipp 1: Genug essen, aber richtig!

Vom guten Zeug nämlich: bio, vollwertig und basisch. Drei Mal täglich, mit mindestens vier Stunden Abstand zwischen den Mahlzeiten und nicht nach 18.00 Uhr. Obst und Gemüse sind gute Helfer für ein stabiles Säure-Basen-Gleichgewicht auf zellulärer Ebene. Ein paar Details: Weißer Reis ist schlimmer als weißer Zucker, Erdnüsse kannst du am besten gleich vergessen, und am sauersten überhaupt macht dich Parmesan! Hier findest du einen kleinen Test unter dem Motto „Wie sauer bin ich?“.

Tipp 2: Wasser trinken gegen Cellulite!

Ich weiß, das ist langweilig, und das schaffen die wenigsten entgegen anders lautender Behauptungen! Wasser, Kräutertees, Grüntee – Champagner ist zum Baden da.

Tipp 3: Alkoholgenuss fördert Cellulite!

Er hat einfach zu viele Kalorien. Er dehydriert deine Zellen. Er macht dich fertig, und du kannst am Tag danach nicht zum Training gehen, weil der innere Schweinhund weniger verkatert ist als du.

Tipp 4: Nikotin fördert Cellulite!

Deine Zellen haben mehr Arbeit beim Entgiften, deine Haut ist schlechter mit Sauerstoff versorgt, grauer, fahler, vergifteter  – und delliger, wenn du rauchst. Wenn du deine Cellulite also wirklich bekämpfen willst, solltest du mit dem Rauchen aufhören!

Hilft Sport gegen Cellulite?

Die schlechte Nachricht zuerst: Sport allein lässt die ungeliebten Dellen nicht verschwinden. Dazu spielt die Genetik in Sachen Cellulite eine zu große Rolle. Es ist aber absolut möglich, das Hautbild durch regelmäßiges Training zu verbessern. Und „regelmäßig“ heißt: Drei Mal die Woche mindestens 30 Minuten: gehen, Fahrrad fahren, schwimmen, Capoeira im Studio, das gute alte Pilates, zuhause trainieren mit einer DVD, auf der spezielle Übungen für Bauch, Bein, Po gezeigt werden, von mir aus auch mit Hilfe von Youtube. Es ist relativ egal, was du tust. Hauptsache, du machst es.

Ideal ist eine Mischung aus Cardio und Krafttraining. Krafttraining ist deshalb so wichtig, weil du im Kampf gegen Cellulite nicht nur Fett verbrennen, sondern auch Muskeln aufbauen solltest. Warum? Ganz einfach: Je höher das Muskelvolumen an den betroffenen Stellen wir Hüfte, Po, Oberschenkeln und Oberarmen, desto mehr wird die Haut darüber „gestrafft“. Pluspunkt: Je mehr Muskeln du hast, desto mehr Fett verbrennst du bei jeder Sporteinheit!

Cellulite loswerden: Sport hilft beim Cellulite bekämpfen.

Durch spezielle Übungen für Bauch, Po und Oberschenkel kannst du Orangenhaut bekämpfen. Aber: Resultate brauchen Zeit! Adobe Stock, (c) oneinchpunch

Cellulite loswerden mit Schüssler Salzen und Co.

Der Markt ist voll von Cremes und Pulvern, die angeblich Wunder gegen Cellulite wirken. Manches davon ist Humbug, anderes bei richtiger Anwendung durchaus wirkungsvoll. Jedes der im Anschluss genannte Produkte zeitigt positive Effekte. Ich habe alle ausprobiert! Aber: Nein, deren Wirkung kann nicht vollends ausgeschöpft werden oder anhaltend sein, wenn man mit der Riesentafel Schokolade allabendlich vor dem Fernseher dahingammelt.

Hochwertige Basenpulver gegen Cellulite

Wer total übersäuert ist, wird nie schöne Haut haben. Gehen die Dellen allein von der Entsäuerung davon nicht weg, ist man zumindest weniger müde, hat nicht so oft Kopfschmerzen und einen verbesserten Muskel- und Energiestoffwechsel. Die Basenprodukte immer mit mindestens einer Stunde Abstand zu den Mahlzeiten einnehmen, am besten abends kurz vor dem Schlafengehen. Bitte die jeweilige Packungsbeilage beachten.

Schüssler Salze gegen Cellulite

Gegen jedes Leiden ist ein Schüssler Salz gewachsen. Im Fall der Bekämpfung von Cellulite greifst du zu den Nummern 1, 11 und 21. Details zur Anwendung verrät dir eine Schüssler Salze Beraterin, eine Fachkraft in der Apotheke oder das richtige Buch.

Nahrungsergänzung gegen Cellulite

Die Information über die Inhaltsstoffe liest sich so:“ … besteht aus einem (…) Konzentrat einer französischen Melonenfrucht. Durch das spezielle Herstellungsverfahren (weltweit patentiert) ist dieses Konzentrat besonders reich an aktiver Superoxid Dismutase, sowie an Katalase, Co-Enzym Q10, Karotinoiden, Vitamin A, E und C, Gluthathion und Selen. (…) enthält Celludipin Kupfer und Zink in optimierter Form“. (Quelle: www.celludipin.com)

Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Zwei Mal täglich zu den Mahlzeiten eine Kapsel einnehmen. Mindestens zwei Packungen einplanen (eine kostet etwa 37,00 Euro), gibt’s nur in Apotheken.

Kieselsäurepräparate gegen Cellulite

Das ist zwar ein alter Hut, hilft aber trotzdem immer noch super. Neu ist, dass man die Kieselsäure auch in Softgelkapseln einnehmen kann und nicht mehr den (für mich ekeligen) Balsam löffeln muss. Haare und Nägeln freuen sich gleich mit, allerdings ist die Anwendung nur sinnvoll, wenn man mehrere Monate dranbleibt. Bitte beachte die Gebrauchsinformationen und frag‘ deinen Arzt oder deine Apothekerin!

Cellulite loswerden: Wie kann ich Orangenhaut bekämpfen?

Ein schlanker Körper ist keine Garantie für Cellulite-freie Haut. Die Ursache der Dellen ist das flexible weibliche Bindegewebe. Foto: Adobe Stock, (c) TR

Cellulite kaschieren – geht das?

Ja, durchaus! Aber es kommt darauf an, wie viel vorher da war und auch ein bisschen darauf, wie viel man ausgeben kann und will. Wobei die Tiefe der Krater in der Haut direkt proportional zu den Löchern im Budget ist. Leider. Das heißt im Klartext: Die kleinen flachen Dellen, die nur du siehst und deine beste Freundin, wenn du die Haut an den Oberschenkeln zwischen Daumen und Zeigefinger zusammenkneifst, kannst du wegzaubern. Hier hilft die Sonne, notfalls das Solarium. Körper-Make Up, Airbrush Bräunungsduschen und der gute alte Selbstbräuner erledigen den Job sogar noch besser und ohne Belastung der Zellen durch UV-Strahlung.

Wer übrigens schon einmal fleckige Beine und gelb-orange Handflächen hatte, weiß: vor der Anwendung von Selbstbräuner peelen, nachher Händewaschen! Ich kann bestätigen, dass die Folgen des kosmetischen Unfalls bei Nichtbeachtung in drei bis vier Tagen wieder weg sind.  Wie das Schummeln funktioniert? Auf brauner Haut sind optische Unebenheiten weniger deutlich sichtbar. Man(n) spricht nicht umsonst von knackiger Bräune.

Cellulite Creme: Kann man Orangenhaut wegcremen?

Ja! Wobei hier nicht unbedingt das teuerste Produkt das beste ist. Leichte bis mittlere Cellulite, also die Dellen, die man einfach so, wenn du locker vor dem Spiegel stehst, sehen kann, bekommst du mit Cremen durchaus in den Griff. In der Apotheke, in der Parfumerie und im Drogeriemarkt wirst du geholfen. Preislich würde ich persönlich nicht über’s Mittelfeld hinausschießen:  Nennenswerte Produkte gibt es schon ab rund 7,00 Euro. Und mehr als 30,oo Euro für die 200 ml Tube will ich nicht ausgeben.

Cremes und „schmieren“ zahlt sich aber aus. Bei der Auswahl unbedingt beraten lassen, denn ein Großteil der Lotionen, Öle und Gele enthält Koffein. Der Treibstoff aus der Kaffeebohne regt den Stoffwechsel und die sogenannte Mikrozirkulation an, das heißt die Durchblutung in den kleineren Gefäßen wird verbessert. Das ist gut, weil dadurch Giftstoffe und Säuren schneller abtransportiert werden. Und schlecht, wenn man zu Besenreisern neigt. Ob man die hat oder nicht, weiß im Zweifelsfall der Dermatologe.

Cellulite loswerden: Wie gut hilft Cellulite Creme?

Cellulite Creme kann helfen, die unschönen Dellen zu beseitigen. Bewegung und basische Ernährung sind trotzdem Pflicht! Foto: Adobe Stock (c) Dmytro Flisak

Welche Creme gegen Cellulite?

Und wie funktioniert das Ganze?  Relativ einfach: Die betroffenen Stellen ein- bis zweimal täglich mit dem jeweiligen Spezialprodukt behandeln und nach ein, spätestens zwei Wochen sieht man schöne Erfolge. Wer so wie ich schweißtreibende Massagen nicht selber machen will, wählt Produkte, die auch ohne mechanische Anstrengungen ganz gut funktionieren. Besonders wichtig (und oft verheimlicht!): Vorher unbedingt ein Körperpeeling anwenden! Die abgestorbenen Hautschüppchen der Oberhaut werden entfernt und man verbraucht das möglicherweise teure Spezialprodukt nicht, um tote Teile der Haut wirkungslos vor sich hin quellen zu lassen.

Okay, ich verrate meine Favoriten: Cellu Destock von Vichy (200ml um etwa 29,00 Euro) und Concentré Essentiel Minceur von Caudalie (75ml um etwa 26,00 Euro). Dass Cellulite Produkte für Zuhause klebrig sind und schwer aufzutragen, stimmt heutzutage Gott sei Dank nicht mehr. Und die Einwicklung mit Wraps, Höschen und dergleichen kann durchaus die Erfolgsquote verbessern. Diese Anwendungen können sogar richtig Spaß machen. Wenn ich da im Vergleich ans Schröpfen denke! Damit wären wir endgültig bei den richtig fiesen Mondlandschaften mit tiefen Dellen und Kratern angelangt: bei der schweren Cellulite.

Cellulite weg machen lassen: Wie geht das?

Auch bei Cellulite gibt es chirurgische Lösungen. Wir sind Kinder unserer Zeit. Wenn du also alles versucht hast, Schröpfmassagen im Wellnesscenter oder SpaLymphdrainage beim Heilmasseur, inklusive Basenbädern (20 Minuten bei 38 Grad Celsius), Wechselduschen (von den Zehen aufwärts bitte) oder das Trinken von Zinnkrauttee (höchstens sechs Wochen lang, urgrauslich, mit Verlaub!), dann kannst du dich immer noch beim Beautydoc beraten lassen. Achtung: Die Betonung liegt hier eindeutig auf  „Doc“!

In der Privatkinik Kiprov gibt es zum Beispiel die Cellu Tite Methode. Ich sage nur: Kanülen, bipolarer Strom, Fettzellen, keine Details. Natürlich kann man die paar Tausend Euro auch in einen Yoga Urlaub oder eine Ernährungsberatung samt Vertrag im Fitnessstudio investieren, ein Power Plate und ein gutes Body Wrap Package sind sicher auch kein Fehler.

Tipp: Wenn Fitnessstudio, basische Ernährung und gezieltes Training für Bauch, Beine und Po nichts gegen deine Cellulite ausrichten können, kann dir vielleicht die Fett weg Spritze helfen. Hierbei handelt es sich um eine Behandlungsmethode, bei der das Fett im wahrsten Sinne des Wortes geschmolzen wird. Aber Achtung: Die Fettwegspritze eignet sich nur für die Behandlung von hartnäckigen, genetisch bedingten Fettdepots, die auf natürlichem Wege nicht verschwinden wollen. Bei Cellulite zeigt die Behandlungsmethode bisher gute Erfolge.

Warum ist Gott so gemein?

Ladies, es gibt wissenschaftliche Erkenntnisse, dass Männer beim Liebesakt ganz schlecht sehen. Und dass Kerzenlicht einen Hamilton Effekt hat, wissen wir ohnehin schon lange. Er kann deine Cellulite also nicht sehen und du siehst seine vermutlich auch erst am nächsten Morgen im grellen Licht des Badezimmers.

Der Eindruck, dass das Loswerden von Cellulite nichts für Faule ist, täuscht leider nicht. Wer sie hat, kann sie aber auch einfach behalten und warten, bis der Sommer vorüber ist. Passiert auch dieses Jahr garantiert!

Hier findest du die besten Fitnessstudios in deinem Bundesland:



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