Gartenzaun | Zaun streichen Kosten

Gartenzaun im Sonneuntergang

Der Gartenzaun dient gleichermaßen als Blickfang, Sichtschutz und Einbruchschutz. Foto: Adobe Stock; (c) insanet_fotolia

Du hast dir den Traum vom eigenen Haus mit Garten erfüllt, möchtest nun aber ungebetene Gäste von deinem Grundstück fern halten? Dann ist der erste Schritt zumeist ein Gartenzaun. Je nachdem wie viele anliegende Grundstücke dein Garten hat, desto mehr Gartenzäune benötigst du. Für mindestens einen dieser Zäune ist normalerweise dein Nachbar zuständig. Mindestens ein Gartenzaun liegt aber auch in deiner Verantwortung. In unserem Beitrag erfährst du alles Wissenswerte über Gartenzäune. Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Materialien und mit welcher Pflege dein Zaun möglichst lange schön bleibt.

Wem gehört der Gartenzaun?

Prinzipiell muss laut ABGB jeder Grundstückseigentümer auf der rechten Seite seines Grundstückes (von jener Straße aus gesehen, auf der sich der Haupteingang befindet) einen Zaun errichten. Diese Abgrenzung dient der nötigen Einschließung des Grundstücks und der Abtrennung vom anliegenden Grundstück. Wie diese Abtrennung auszusehen hat, ist von Ort zu Ort unterschiedlich. Manchmal genügen bereits Hecken, meistens ist jedoch ein Zaun notwendig.

Gartenzaun: Einbruchschutz und Blickfang

Während Seitenzäune in erster Linie praktikabel sein sollen, dienen Gartenzäune an der Straßenseite auch als Blickfang um den Gesamteindruck der Immobilie zu verbessern. Als dekoratives Element wertet der Zaun deinen Garten optisch auf. Idealerweise solltest du den Stil des Hauses mit dem Garten und dem Zaun aufeinander abstimmen. Der Gartenzaun ist meist das Erste, das der Besucher von deinem Grundstück zu Gesicht bekommt und dient daher als Aushängeschild deines Gartens. Mit einem modernen und gepflegten Gartenzaun hinterlässt du bei Gästen und Passanten einen bleibenden Eindruck.

Zäune dienen allerdings nicht nur zur Abgrenzung und als Blickfang, sondern sollen auch als Einbruchschutz wirken. Je schwerer man einen Zaun überqueren kann, desto besser ist selbstverständlich der Schutz.

Überklettern des Zauns erschweren

Sorge dafür, dass der Gartenzaun möglichst schwer zu überklettern ist. Neben einer ausreichenden Zaunhöhe, ist die Gestaltung des Zauns entscheidend. Mit Spitzen oder anderen Elementen am oberen Rand, wird den Einbrechern das Eindringen erschwert. Teure Zäune verfügen sogar über eine elektrische Widerstandsmessung. Sobald der Zaun an einer Stelle beschädigt wird, ändert sich der elektrische Widerstand und führt zu einem Alarmsignal. Der dabei benötigte Strom ist äußerst schwach und daher bei Berührungen für Mensch und Tier unschädlich.

Maschendrahtzaun bei Sonnenuntergang

Gartenzäune werden aus Holz, Metall oder Kunststoff hergestellt. Der beliebteste Zaun in Österreich ist der Maschendrahtzaun. Foto: AdobeStock; (c) viperagp

Gartenzaun: geeignete Materialien

Für den Gartenzaun eignen sich eine Menge an unterschiedlichen Materialien. Egal, ob du dich für einen Holz-, Metall- oder Kunststoffzaun entscheidest: Langlebigkeit des Materials ist die wichtigste Komponente. Außerdem soll der Gartenzaun günstig sein. Folgende Materialien kommen grundsätzlich in Frage:

  • Holz
  • Metall
  • Kunststoff
  • Stein & Beton

Holzzaun: Der Gartenzaun aus Holz

Gartenzäune aus Holz sind besonders beliebt, da sie einerseits günstig in der Anschaffung sind und außerdem ein natürlich schönes Bild erzeugen. Ein herkömmlicher Holzzaun kostet je nach Holzart und Höhe zwischen 15 und 40 Euro pro Meter. Ein großer Vorteil des Holzzaunes ist die flexible Gestaltungsmöglichkeit der Latten. Ein entscheidender Punkt beim Holzzaun ist die Holzqualität. Für Zäune eignen sich besonders harte und widerstandsfähige Holzarten. Zu diesen Holzarten zählen unter anderem:

Gartenzaun streichen

Ein Holzzaun muss regelmäßig mit einer Lasur gestrichen werden. Für das Gartenzaun Streichen sollten Heimwerker rund 2 Tage einplanen. Foto: Adobe Stock; (c) Björn Wylezich

Gartenzaun streichen

Der einzig nennenswerte Nachteil an einem Holzzaun ist dessen Pflegebedürftigkeit. Holzzäune müssen regelmäßig mit einer Holzlasur gestrichen werden, um ausreichend vor Feuchtigkeit und Ungeziefern geschützt zu sein. Unbehandeltes Holz wird mit der Zeit morsch und verliert seine bestechend schöne Optik. Nach etwa zwei bis drei Jahren benötigen Holzzäune normalerweise einen neuen Anstrich. Wobei ein neuer Anstrich eigentlich nur die halbe Wahrheit ist: Wer es richtig macht, verpasst seinem Holzzaun nämlich einen zweiten Anstrich, sobald der erste getrocknet ist.

Tipp: Wenn dir die Streicherei zu anstregend ist oder du nicht sicher bist, womit du den Holzzaun streichen sollst, kannst du diese Aufgabe auch an einen Maler übergeben. Das professionelle Zaun streichen kostet ungefähr 60 Euro pro Stunde.

Gartenzaun aus Metall

Mit einem Metallzaun hast du die Gestaltungsvielfalt schlechthin. Aus Metall lassen sich Maschendrahtzäune, Gitterzäune oder Zäune aus Schmiedeeisen herstellen. Der Klassiker unter den Metallzäunen ist seit Jahren (und nicht erst seit Stefan Raabs gleichnamigem Hit) der Maschendrahtzaun. Die Vorteile des Maschendrahtzauns liegen auf der Hand: er ist pflegeleicht, robust, sicher und dementsprechend auch preiswert. Mit Preisen von 8 bis 10 Euro pro Meter gehört der Maschendrahtzaun zu den mit Abstand günstigsten Gartenzäunen. In Kombination mit einer Kletterpflanze wie dem Efeu, der Glockenrebe oder dem wilden Wein, ist der Maschendrahtzaun auch in Sachen Optik nahezu unschlagbar.

Gartenzaun aus Schmiedeeisen mit goldenen Spitzen

Ein Gartenzaun aus Schmiede-Eisen ist etwas kostspieliger aber dafür besonders edel. Foto: Adobe Stock; (c) Ruud Morijn

Ein weiterer beliebter Metallzaun ist der Gitter-Zaun. Gitter-Zäune sind in allen erdenklichen Farben erhältlich und ebenfalls sehr preiswert. Wenn Geld bei dir keine Rolle spielt und du deinem Garten eine edle Atmosphäre verleihen möchtest, ist ein Zaun aus Schmiedeeisen eine Überlegung wert. Mit Kosten von 80 bis 110 Euro pro Meter musst du bei einem Schmiedeeisenzaun nämlich auf jeden Fall rechnen. Zäune aus Schmiedeeisen werden häufig mit Zierspitzen versehen, die einen zusätzlichen Einbruchschutz darstellen.

Gartenzaun aus Kunststoff

Von Jahr zu Jahr beliebter werden Zäune aus Kunststoff. Das liegt unter anderem daran, dass Kunststoff-Zäune zahlreiche Vorteile gegenüber Metall- und Holzzäunen aufweisen. Im Vergleich zu Holzzäunen ist der Pflegeaufwand äußerst gering. Die meist aus PVC hergestellten Gartenzäune sind nämlich äußerst robust und wetterfest und müssen zudem nie neu gestrichen werden. Lediglich weiße Kunststoffzäune können bei unsachgemäßer Reinigung mit der Zeit grau anlaufen. Im Vergleich zu Metallzäunen sind die Anschaffungskosten für einen Zaun aus Kunststoff deutlich geringer. Ein Kunststoffzaun mit 80 cm Höhe kostet lediglich zwischen 60 und 100 Euro pro Meter. Außerdem ist Kunststoff ein sehr flexibler Baustoff, der in sämtlichen Farben und Formen erhältlich ist.

Zaun aus Gabionen

Gabionenwände und -zäune erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Foto: Adobe Stock; (c) ThomBal

Sichtschutzzäune aus Beton oder Stein

Zäune aus Beton oder Stein sind unverwüstlich und bedenkenlos bis zu 30 Jahre haltbar. Außerdem sind Zäune aus Beton und Stein blickdicht und bieten zudem den besten Schallschutz aller Gartenzäune. Sehr beliebt sind Kombinationszäune, die aus geschütteten Steinen in Gabionen sowie Holz hergestellt werden.



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