Gemüsebeet anlegen: Gemüse selbst anbauen - HEROLD.at

Gemüsebeet anlegen Schritt für Schritt

Gemüsebeete mit unterschiedlichen Sorten von Gemüse. Du möchtest ein Gemüsebeet anlegen? Wir verraten, wie es geht!

Eigenes Gemüse gefällig? Dann solltest du in deinem Garten ein Gemüsebeet anlegen. Foto: Adobe Stock, (c) Barbara Helgason

Frisch geerntete Salate, Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten sind lecker! Außerdem weiß man, woher das Gemüse kommt und dass es nicht mit Tonnen von Schadstoffen belastet ist. Wenn du Lust hast, dich einmal als Gemüsebauer zu versuchen, kannst du dir selbst ein kleines Gemüsebeet anlegen. Das ist nicht schwer und du kannst testen, ob dir die Gartenarbeit liegt. Damit du Spaß an deinen Gartenaktivitäten hast und dein Gemüse gut wächst, solltest du die folgenden Tipps beachten.

Frisches Gemüse anbauen – Tipps zu Größe und Lage des Gemüsebeets

Damit dein Gemüse gedeiht, braucht es bestimmte Voraussetzungen. Viele Sorten bevorzugen eine sonnige aber dennoch geschützte Lage. Windschutz ist wichtig, da Wind den Boden austrocknet. Die gewählte Stelle braucht außerdem eine gute Drainage. Wenn sich bei Regen Staunässe bildet, solltest du dein Gemüsebeet an dieser Stelle nicht anlegen. Die Größe deines Beets richtet sich nach der Endgröße deiner Pflanzen und nach deinen gewünschten Erntemengen. Achte darauf, dass jede Pflanze genügend Platz für die Entwicklung hat. Dein Beet darf außerdem nicht zu breit sein, damit du alle Stellen bequem bearbeiten kannst. Für die einfache Bewässerung sollte das Beet in Reichweite des Gartenschlauchs liegen.

Wie legt man ein Gemüsebeet an?

Wenn du ein Stück Rasenfläche in ein Gemüsebeet umwandeln willst, gehst du so vor:

  • 1. Schritt: Grabe die ausgewählte Fläche etwa 30 cm tief um.
  • 2. Schritt: Zerteile und harke die Erdbrocken, bis du einen lockeren Boden mit relativ feiner Struktur erhältst.
  • 3. Schritt: Lass das Erdreich einen bis eineinhalb Monate ruhen.
  • 4. Schritt: Grabe die Fläche nochmals um und hebe dabei organisches Material wie Kompost oder Pferdemist unter.
  • 5. Schritt: Nachdem du den Boden erneut fein geharkt hast, ist das Beet für die Aussaat bereit.

Damit der umgebende Rasen nicht über das Beet wächst, benötigst du eine Beeteinfassung, beispielsweise aus Kunststoff, Metall oder Stein. Die notwendigen Materialien erhältst du im Baumarkt.

Tipp: Falls dir in deinem Garten nicht viel Fläche zur Verfügung steht, wäre ein Hügelbeet eventuell eine Alternative für mehr Ertrag. Oder du legst dir eine kleine aber feine Kräuterspirale an.

Erfolgsfaktor Bodenqualität bei der Gemüsezucht

Die Bodenzusammensetzung ist wichtig. Manche Gemüsesorten bevorzugen saure, sandige oder sehr nährstoffreiche Bodentypen. Vielleicht weißt du aus Erfahrung, welche Bodenbeschaffenheit dein Garten hat. Falls du dir nicht sicher bist, kannst du dir einen Schnelltest im Fachhandel kaufen, wenn du ein Gemüsebeet anlegen willst. Bei Bedarf lassen sich durch Düngung oder Wechsel des Erdreichs die Wachstumsbedingungen verbessern. Entscheide dich für guten Naturdünger!

Maßnahmen zur Bodenpflege und Bodenverbesserung

Bodenverbesserung heißt nicht, einfach mehr zu düngen. Im Gegenteil: Du riskierst, deinen Boden zu überdüngen. Das ist sowohl für die Gemüsepflanzen als auch die Mikroorganismen ungünstig, die für einen gesunden Gartenboden sorgen. Wichtig ist ein ausgewogenes Verhältnis der Nährstoffe. Wenn der Boden eine Nährstoffgabe benötigt, setzen viele Hobbygärtner auf Kompost, der sich gut für Gemüsebeete eignet. Außerdem solltest du den Boden regelmäßig auflockern. Dies sorgt dafür, dass er gut belüftet wird und sich keine Staunässe bildet. Ein Bodenpflege-Tipp: Regenwürmer übernehmen diese Aufgabe für dich und verbessern gleichzeitig das Nährstoffangebot.

Tipps für die Pflanzenauswahl: Was passt im Gemüsebeet zusammen?

Die Gemüseauswahl solltest du frühzeitig planen, denn das Beet muss rechtzeitig für die Aussaat fertig sein. Je nach Klima kannst du ab März viele Salate und Rübensorten, Zuckererbsen und Zwiebeln säen. Danach folgen Rettiche, Zucchini, Gurken, Bohnen und Tomaten. Bis Ende Mai kannst du fast alles anpflanzen. Ab Juni stehen dir noch schnell wachsende Gemüse und Herbstgemüse wie Rosenkohl und Porree zur Auswahl. Die Samen und Setzlinge erhältst du in einer Gärtnerei oder im Gartencenter. Hier kannst du dich auch beraten lassen, wenn du noch Fragen zu speziellen Sorten hast.

Der Mix macht’s: Mischkulturen im Gemüsebeet anlegen

Eine gut angelegte Mischkultur kann sich positiv auf deine Ernteerfolge auswirken. Wenn du Arten mit tiefen und flachen Wurzeln zusammen anbaust und Sorten mit hohem und geringem Nährstoffbedarf abwechselst, nutzt du dein Beet gut aus. Ein weiterer Vorteil von richtig angelegten Mischkulturen ist, dass du Schädlinge durch gute Pflanzennachbarschaften fernhalten kannst. Kohlsorten lassen sich zum Beispiel gut mit Tomaten und Sellerie kombinieren, Zwiebeln mit Möhren und Rettich mit Erbsen. Dieser Effekt wird durch Küchenkräuter noch verstärkt. Damit du immer frisches Gemüse hast, kannst du frühe und spätere Sorten in deinem Beet kombinieren. Denke daran, frühzeitig passendes Saatgut auszusuchen!

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Unkraut sollte immer aus dem Gemüsebeet entfernt werden. Foto: Adobe Stock, (c) rodimovpavel

Gemüsebeet schützen – das hilft gegen Schädlinge und Unkraut

Wenn du Schädlinge bekämpfen willst, solltest du deiner eigenen Gesundheit zu Liebe Maßnahmen ohne Chemie bevorzugen. Schließlich willst du dein selbst gezogenes Gemüse richtig genießen. Du kannst zum Beispiel Netze oder tief in den Boden eingegrabene Beeteinfassungen zum Schutz vor Wühlmäusen verwenden. Unkraut solltest du regelmäßig jäten. Eine zusätzliche Option ist Mulch – zerkleinerte, noch nicht verrottete Pflanzenabfälle. Wenn du ihn zwischen deine Gemüsepflanzen auf das Erdreich streust, kannst du den Unkrautwuchs deutlich vermindern.

Ein neues Gemüsebeet anlegen: Wann brauchst du professionelle Hilfe?

Für ein normales Gemüsebeet brauchst du keinen Fachmann. Anlage und Pflege sind mit etwas Geduld und Geschick bei der Gartenarbeit alleine machbar. Für umfangreichere oder komplexere Gartenprojekte mit mehreren Beeten und vielen Gemüsesorten kann es sich lohnen, sich bei einem Spezialisten für Gartenpflege beraten zu lassen. Der Experte ist auch gefragt, wenn du wiederholt Probleme mit deiner Bodenqualität oder bei der Schädlingsbekämpfung hast.

Ein Tipp zum Schluss: Gelegentlich sind größere Werkzeuge oder Maschinen erforderlich, die nicht jeder hat. In diesen Fällen kannst du dich erkundigen, welcher Markt für Gartenbaubedarf den Verleih der entsprechenden Gerätschaften anbietet.

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