Naturpool bauen: Anbieter & Kosten

Last Updated on: 3rd September 2021, 01:31 pm

Ein Naturpool voller Wasser mit Haus und Terrasse aus Holz im Hintergrund.
Ein Pool ohne Chlor? Wir erklären Vorteile, Kosten und Anbieter von Naturpools! Foto: Adobe Stock, (c) reichdernatur

Wer sich für eine Pool-Variante mit naturbelassenem Wasser interessiert, wird sich schnell mit einer Vielzahl von verwirrenden Begriffen konfrontiert sehen: Naturpool, Schwimmteich, Biopool, Ökopool, Living Pool. Ein und derselbe Begriff bezeichnet oft unterschiedliche Techniken. Was sind also die Unterschiede und Gemeinsamkeiten? Bei uns erfährst du wie ein Naturpool funktioniert und was er kostet!

Naturpool – was ist das?

Allen Varianten des Naturpool haben die biologische Wasserreinigung gemeinsam, die zur Gänze ohne Chlor und sonstige giftige Chemikalien  auskommt. Der wesentliche Unterschied zwischen den verschiedenen Formen liegt in der Art und Weise, wie diese natürliche Wasseraufbereitung erfolgt.

Im Naturpool erfolgt die Wasserreinigung durch biologisch-mechanische Filtersysteme, die es in den unterschiedlichsten technischen Ausführungen gibt. Naturpools sind in jeder Form und Größe umsetzbar, weshalb bei richtiger Planung auch kleine Gärten problemlos mit Badespaß versorgt werden können.

Darüber hinaus kann der Naturpool gänzlich ohne Pflanzen betrieben werden. Alternativ greifst du auf kleine Bepflanzungszonen zurück, die vom Pool selbst klar abgegrenzt sind. Der Naturpool ist damit die optimale Lösung für all jene, die auf Pflanzen und tierische Schwimmbegleiter ebenso gerne verzichten wie auf Chlor, oder einfach die Möglichkeiten beim Poolbau einem Teich vorziehen.

Was unterscheidet Naturpool und Schwimmteich?

Bei einem Schwimmteich erfolgt die Reinigung des Wassers ausschließlich durch Pflanzen und Mikroorganismen (Plankton). Durch die Bepflanzung entwickeln sich Ökosysteme, die als Filter dienen und zudem zahlreiche Tiere wie Kaulquappen, Frösche, Insekten oder Fische beherbergen. Detaillierte Informationen zum Bau und Kostenaufwand von Schwimmteichen findest du im Blogartikel Schwimmteich bauen.

Neben diesen beiden Begriffen sind noch zahlreiche andere im Umlauf, die entweder als Synonym für eine dieser Varianten verwendet werden oder sich auf Mischformen beziehen. So werden Naturpools mit Pflanzenbereich oft fälschlicherweise als Schwimmteiche bezeichnet, Naturpools ohne Bepflanzung wiederum als Biopool oder Ökopool.

Holzterrasse und Steg, der in einen Naturpool mit Wasserpflanzen und klarem Wasser führt.
Vom Naturpool bis zum Schwimmteich: Die Grenzen verlaufen fließend. Foto: Adobe Stock, (c) Nitavaev

Wie funktioniert ein Naturpool?

Im Gegensatz zum Schwimmteich besteht beim Naturpool eine klare Abgrenzung zwischen Schwimm- und Aufbereitungsbereich. Für die biologische Wasseraufbereitung stehen verschiedene Filter und Systeme zur Verfügung. So können die Filterzonen beispielsweise aus Kies-Substraten gebildet werden, die das Wasser mithilfe von Zeolith und speziellen Mikroorganismen reinigen. Eine andere Variante sind unterirdisch angelegte Biofilter. Auch abgetrennte Pflanzenbereiche unterstützen bei manchen Modellen die Wasseraufbereitung.

Oft erfolgt die Reinigung auch über zwei getrennte Wasserkreisläufe. Der erste Kreislauf sorgt beispielsweise beim BIOTOP Living Pool mithilfe einer Tauchpumpe und einem Skimmer für die Reinigung der Wasseroberfläche und die Entfernung von schwimmenden Partikeln aus dem Wasser. Der zweite Kreislauf dient dem Abbau von Trübstoffen und organischen Verunreinigungen sowie der Eliminierung des Haupt-Algennährstoffes Phosphor (Phosphatfilter).

Zusätzlich kommt bei Naturpools je nach Bauart ein Poolroboter zum Einsatz, der die restlichen Algen entfernt. In Naturpools können auch Gestaltungselemente wie Quellstein oder Wasserschütte problemlos integriert werden.

Null-Energie Naturpool mit Photovoltaik

Der Energiebedarf von Naturpools lässt sich auch mittels einer netzgekoppelten Photovoltaik-Anlage decken. Überschüssig produzierter Strom wird ins Netz gespeist und bei Bedarf (Schlechtwetterphase, Nacht) wieder von dort bezogen. Bis sich die solare Energieversorgung amortisiert dauert es laut Herstellern etwa 13 Jahre, du solltest aber auch den möglichen Aufwand durch Wartung und Service einrechnen.

Erweiterte Varianten ermöglichen zudem, den Pool mittels thermischer Solaranlage zusätzlich zu beheizen oder netzunabhängig im Inselbetrieb zu betreiben.

Umrüsten eines Chlorpools auf ein Naturpool

Falls du bereits einen herkömmlichen Swimmingpool zuhause in Betrieb hast, kannst du ihn relativ einfach und kosteneffizient auf einen biologischen Gesamtbetrieb umrüsten. Die Umstellung erfolgt mithilfe von speziellen Systemen, zum Beispiel einem Living-Pool-Converter-System.

Der existierende Wasserkreislauf (bestehend aus Skimmer, Pumpe und Sandfilter) wird dabei in der Regel weiter betrieben. Lediglich die Chlorierung wird stillgelegt und durch ein biologisches Wasserreinigungssystem ersetzt. Auch die Nachrüstung einer Photovoltaik-Anlage ist problemlos machbar.

Holzterrasse und Naturpool mit biologischer Filteranlage gegen Nährstoffe für Algen.
Auch klassische Poolformen lassen sich mit natürlichem Filter betreiben. Foto: Adobe Stock, (c) brizmaker

Wer baut Naturpools?

Für den Bau des Naturpools solltest du einen spezialisierten Poolbauer beauftragen. Zertifizierte Mitgliedsbetriebe des Verband Österreichischer Schwimmteich- & Naturpoolbau (VOESN) werden laufend auf den neuesten Stand der Technik überprüft und garantieren dir eine qualitativ hochwertige Umsetzung deiner Wünsche.

Du möchtest einen Naturpool für deinen Garten? Wir haben die besten Poolbauer in deiner Umgebung für dich zusammengestellt!

Zemann Garten – Naturpool Niederösterreich

Das Team von Zemann Garten hat sich Wasserwelten und Gartenträume auf die Fahnen geschrieben. Im Großraum um Wien unterstützen sie dich deshalb gerne bei der Gartenplanung und dem Bau von Schwimmteichen und Naturpools, inklusive Terrassen aus Holz.

Tel: +43 1 2929795

Mail: office@zemann-garten.at

Kontakt: Zemann Garten GmbH, 1210 Wien

Gartengestaltung Klaus Schönauer – Naturpool Niederösterreich

Wenn du in freier Natur schwimmen möchtest, bist du bei dem Gartengestalter Klaus Schönauer an der richtigen Adresse. Zu seinen Leistungen gehören Schwimmteiche und organische Pools aller Art, mit Planung und Beratung vom Profi.

Tel: +43 664 4845237

Mail: klaus.schoenauer@aon.at

Kontakt: Gartengestaltung Klaus Schönauer, 3872 Aalfang

Pleyer Gartengestaltung – Naturpool Burgenland

Rasen, Pflanzen und Bäume gehören bei Pleyer Gartengestaltung ebenso zum Angebot wie das kühle Nass. Egal, ob du dich für einen Naturpool oder Schwimmteich entscheidest, hier hast du für alle offenen Fragen zu Installation, Technik und Pflege einen kompetenten Partner.

Tel: +43 2683 8656

Mail: office@pleyer-garten.at

Kontakt: Pleyer Gartengestaltung, 7082 Donnerskirchen

Gartengestaltung Michael Unger – Naturpool Burgenland

Das Team von Michael Unger zaubert dir deinen Wunschpool in den Garten. Falls du zusätzlich zu einem Naturpool oder Schwimmteich auch gleich den Rest deines Gartens umgestalten möchtest, kann die Firma das natürlich auch gerne übernehmen. Zu den Referenzen des Unternehmens gehören zahlreiche öffentliche Grünanlagen samt Teichen.

Tel: +43 664 8467867

Mail: office@gartengestaltung-unger.at

Kontakt: Gartengestaltung Unger, 7151 Wallern

Ein Teich zum Schwimmen mit klarem Wasser.
Klares Wasser ohne Pflege, Pflanzen sei Dank! Foto: Adobe Stock, (c) sarenac77

Was kostet ein Naturpool?

Die Kosten eines Naturpools lassen sich ohne genauere Details schwierig erfassen. Zwar werden von Poolbauern oftmals Quadratmeterpreise angegeben, diese sind aber sehr unterschiedlich. Die meisten Firmen geben Kosten zwischen rund € 100 und € 500 pro Quadratmeter an, aber auch Preise bis zu € 800 sind möglich.

Letztlich wird der Preis von vielen verschiedenen Faktoren bestimmt. Dazu gehören unter anderem:

  • Größe und Tiefe der Schwimmzone
  • Art der Wandausführung (erdmodelliert oder senkrecht)
  • Grundstückslage (Hanglage oder Ebene)
  • Grundwasserspiegel: Müssen die Bauarbeiter Grundwasser abpumpen?
  • Beschaffung des Untergrunds (Fels, Sand, Lehm, etc.)
  • Art der biologischen Filterung (Stillgewässer oder Fließgewässer)
  • Lage der Pflanz- und Filterzonen: Gibt es höher gelegene Zonen?
  • Ausstattung (Unterwasser-Scheinwerfer, Gegenstromanlage, Heizung, Gestaltungselemente, Photovoltaik, etc.)
  • Abdichtungsvarianten (Folie, Edelstahl, Beton)
  • Welches Holz für die Terrasse (Lärche, Ipe, WPC, etc.)
  • Gestaltung der umgebenden Verkehrsflächen (Betonstein, Naturstein, etc.)

Bei allen Varianten lassen sich jedoch die Kosten durch Eigenleistungen (z. B. Aushub, Bepflanzung, Errichtung der Mauer) reduzieren. Grundsätzlich solltest du jedoch auch bei Eigenleistungen bereits von Beginn an mit einem professionellen Poolbauer zusammenarbeiten, um kostentreibende Fehler zu vermeiden.

Berücksichtige auch die Folgekosten bei der Auswahl des Naturpools (Stromverbrauch Pumpen, Beleuchtung, Zubehör, Service, etc.). Hier ist gute Beratung entscheidend: Professionell arbeitende Firmen informieren ihre Kunden im Vorhinein über die zu erwartenden Energie- und Betriebskosten.

Welche Vorteile bietet ein Naturpool?

Neben der natürlichen Aufbereitung des Wassers und den damit verbundenen gesundheitlichen und ökologischen Aspekten, bietet ein Naturpool auch sehr praktische Vorteile im Vergleich zu Chlorpools bzw. Badeteichen:

  • Kein Einsatz von Chemie: Vor allem für Menschen, die kein Chlor vertragen, kann ein Naturpool eine echte Alternative sein.
  • Geringerer Pflege- und Wartungsaufwand: Viele Naturpools müssen im Gegensatz zu herkömmlichen Swimming-Pools nicht eingewintert werden, d.h. weder das Beckenwasser muss abgelassen noch die Technik ausgebaut und das Leitungssystem entleert werden. Lediglich das Filtermaterial ist alle paar Jahre zu wechseln.
  • Wenig Reinigungsaufwand: Ohne Einwintern spart man sich auch die Poolreinigung nach dem Winter. Im Vergleich zu einem Teich muss man außerdem keine Pflanzen und Algen entfernen.
  • Geringerer Wasserverbrauch: Dank dem ganzjährigen Betrieb ohne Ablassen ist auch der Wasserverbrauch niedriger als bei einem herkömmlichen Schwimmbecken.
  • Keine Besiedelung mit Pflanzen und Tieren: Zuviel Natur für dich? Beim Living Pool kann auf Bepflanzung zur Gänze verzichtet werden.
  • Platzersparnis: Ein Schwimmteich benötigt eine Größe von mindestens 40 Quadratmetern. Nicht alle Gärten verfügen über soviel Platz, geschweige denn das entsprechende Budget. Ein Naturpool kann hingegen in jeder Form umgesetzt werden und ist daher auch in einem kleinen Garten geeignet.
  • Längere Lebensdauer: Durch den Verzicht auf aggressive Chemikalien verlängert sich die Lebensdauer des Pools.

Experten für Naturpools und Teichbau in deiner Nähe:

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