3 Schritte zu orthopädischen Einlagen

Orthopädische Einlagen

Orthopädische Einlagen sind medizinische Hilfsmittel und nützen deiner Gesundheit. Foto: Adobe Stock, (c) glashaut

Orthopädische Einlagen stützen deine Füße, korrigieren Fehlstellungen und tragen so zu deiner Gesundheit bei. In diesem Beitrag erfährst du, ab wann medizinisch angefertigte Einlegesohlen sinnvoll sind, wie du sie bekommst und wer sie verschreibt. Außerdem haben wir für dich recherchiert, wie teuer Einlagen sind und worauf du sonst noch achten solltest.

Orthopädische Einlagen

Individuelle Schuheinlagen können augenblicklich Linderung verschaffen. Sie können aber auch größeren Problemen vorbeugen. Orthopädische Einlagen haben ihre spezifische Wirkung auf den Fuß und den gesamten Gehapparat des Menschen. Darum müssen sie auch mit größtmöglicher Sorgfalt angefertigt werden. Wir erklären dir im folgenden Abschnitt, wie du in 3 Schritten zu deinen Einlagen kommst.

Wie bekomme ich orthopädische Einlagen für die Schuhe?

1. Verordnung durch Orthopäden

Zunächst benötigst du eine Verordnung von einem Orthopäden deiner Wahl. Dieser stellt dir eine Verordnungsschein mit einem Therapieplan aus: In diesem Fall also die Verordnung zu orthopädischen Einlagen. Mit der Verordnung in deiner Tasche gehst du nun zum nächsten Orthopädietechniker. Je nach Problemstellung verschreibt dir dein Arzt einen bestimmten Einlagentyp:

  • korrigierende Einlagen
  • stützende Einlagen
  • ausgleichende Einlagen bei unterschiedlicher Beinlänge
  • Einlagen mit stoßdämpfender Wirkung
  • Einlagen zur Ruhigstellung (nach Operationen)
  • Sensomotorische Einlagen

2. Messung durch Orthopädietechniker

Mithilfe einer exakten Fuß- und Ganganalyse werden deine Einlagen individuell hergestellt. Hierbei stehen dem Techniker verschiedene Messmethoden zur Verfügung: Schaumabdruck (der Klient steigt in ein Schaumstoffbett und hinterlässt einen genauen Abdruck seines Fußes), Fußscan, elektronische Fußdruckmessung.

Mithilfe eines modernen Fuß-Analyse-Computers können optimale Einlagen hergestellt werden. Hierbei werden die Ergebnisse der Fußdruck-Verteilungsanalyse mit den Daten des optischen Messgerätes verknüpft.

3. Auswahl des Materials und des Modells

Je nach Bedürfnis kannst du aus verschiedenen Modellen die passenden Einlagen für dich auswählen. Neben Einlagen mit Aluminiumkern gibt es auch Varianten mit weicherem Kern. Für den Tragekomfort stehen dir außerdem verschiedene Oberflächenmaterialien zur Auswahl. Der Techniker verwendet beispielsweise halbstarre Werkstoffe wie Kork, Kombinationen aus Holz und Leder oder auch Gel.

Sobald du dich für ein Modell entschieden hast, kommen deine zukünftigen Einlagen in die Produktion. Hinsichtlich des Tragekomforts und des Verwendungszwecks unterscheidet der Techniker folgende Schuheinlagen:

  • Eleganteinlagen (sehr dünn und auch in Pumps bsw. tragbar)
  • Diabetikereinlagen
  • Kompakteinlagen (problemlos in verschiedenen Schuhen tragbar)
  • Schaleneinlagen (für stärkere Korrekturen geeignet)
  • Sporteinlagen

Nach circa 1 Woche kannst du bereits deine Einlagen abholen. Bei dieser Gelegenheit wird nochmal überprüft, ob die Einlagen tatsächlich passen.

Orthopädische Einlagen

Die Kosten für orthopädische Einlagen werden zu einem guten Teil von der Kassa übernommen. Foto: Adobe Stock, (c) grafikplusfoto

Wann sind orthopädische Einlagen sinnvoll?

Individuelle Einlagen können zur Behandlung von verschiedensten Fußleiden hilfreich sein. Sie können unauffällig in Schuhen getragen werden und korrigieren Fußfehlstellungen. Außerdem können sie als Stoßdämpfer beim Gehen oder auch bei sportlichen Aktivitäten dienen. Bei Knieproblemen entlastest du auf diese Weise deinen Geh- und Stützapparat und wirkst somit einer Arthrose entgegen. Fehlstellungen der Füße führen ohne Behandlung langfristig zu Schäden der Hüfte und Wirbelsäule.

Eine medizinische Notwendigkeit für orthopädische Einlagen ist bei folgenden Erkrankungen und Beschwerden gegeben:

  • Hammerzehen
  • Beckenfehlstellungen
  • Hohl-, Spreiz- und Plattfuß
  • schmerzende Druckstellen
  • Instabilität im Fußgelenk
  • Fersensporn
  • Hallux valgus (Fehlstellung des großen Zehs)
  • Schmerzende Mittelfußknochen
  • Ausgleich unterschiedlicher Beinlänge (bis zu 10 mm)
  • Diabetes

Wie viel kosten orthopädische Einlagen?

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für deine verordneten Einlagen, wobei du einen Selbstkostenanteil von € 30,20 aus eigener Tasche zahlen musst. Eine Befreiung vom Selbstkostenanteil ist in bestimmten Fällen auch möglich. Ohne Verordnung kosten speziell angefertigte Einlagen je nach Material zwischen € 100 bis € 150.

Wie lange ist eine Überweisung zum Orthopäden gültig?

In Österreich sind ärztliche Überweisungen/Verordnungen einen Monat nach Ausstellung gültig. Momentan laufen Pilotprojekte, um den Papierverkehr zukünftig durch elektronische Überweisungen zu ersetzen.

Wie schnell bekomme ich einen Termin beim Orthopäden?

In der Regel wirst du bei Orthopäden mit Kassenvertrag längere Wartezeiten (bis zu mehrere Wochen) in Kauf nehmen müssen. Aus diesem Grund empfehlen wir dir, möglichst rasch einen Termin beim Orthopäden deiner Wahl zu vereinbaren. Wenn du dich hingegen für einen Wahlarzt entscheidest, sind Termine oft bereits in den nächsten Ordinationszeiten möglich.

Was sind sensomotorische Einlagen?

Sensomotorische Einlagen aktivieren über spezielle Druckpolster die Muskeln und Sehnen der Fußmuskulatur. Die stimulierten Rezeptoren senden Impulse an die Gehirnregion, die für die Tiefenwahrnehmung zuständig sind. Das Gehirn verarbeitet diese Informationen, worauf dein Körper mit einer Veränderung der Muskelspannung reagiert. Aktive Einlagen sorgen für eine gesunde Körperhaltung und lösen Verkrampfungen der Muskulatur.

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  • 1010 Wien – Ortho-Zentrum Innere Stadt: Kontakt
  • 1030 Wien – Dr. Thomas Dirnberger: Kontakt 
  • 1040 Wien – Dr. Iris Janovsky: Kontakt 
  • 1060 Wien – Dr. Ronald J. Sabitzer: Kontakt 
  • 1070 Wien – Dr. Martin Steindl: Kontakt 
  • 1100 Wien – Zentrum für Orthopädie und Rheumatologie: Kontakt 
  • 1120 Wien – Dr. Anton Keppel: Kontakt 
  • 1180 Wien – Dr. Sylvia Uiberrak: Kontakt
  • 1210 Wien – Dr. Michael Nicolakis: Kontakt

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