Schuppen? Trockene Kopfhaut? Das hilft!

Junge Frau im lila Pullover, die sich den Kopf kratzt, der von Schuppen juckt.

Sobald Schuppen mit bloßem Auge zu sehen sind oder die Symptome unangenehm werden, solltest du die Ursachen klären. Adobe Stock, (c) vladimirfloyd

Jeder Mensch hat Schuppen. Und normalerweise ist das gar kein Problem, denn es handelt sich lediglich um Abfallprodukte der natürlichen Hautregeneration. Schwierig wird es, wenn die weißen Flocken vermehrt auftreten und auch mit bloßem Auge zu erkennen sind. In diesem Fall sollten zunächst sämtliche medizinischen Ursachen ausgeschlossen werden. Danach geht es den Schuppen mit Hausmitteln und Anti-Schuppen-Shampoo an den Kragen.

Schuppen auf der Kopfhaut: mögliche Ursachen

Vermehrte Schuppenbildung auf der Kopfhaut kann ganz harmlose Ursachen haben. Manchmal liegt aber auch eine genetische Veranlagung, ein hormonelles Ungleichgewicht oder eine Hauterkrankung vor. In jedem Fall solltest du die Ursachen bei deinem Hausarzt bzw. einem Dermatologen abklären lassen, bevor du versuchst, das Problem mit Hausmitteln selbst zu bekämpfen.

Übrigens: Manchmal ist die einfachste Erklärung die richtige. Und die einfachste Erklärung für Schuppen ist falsche Haarpflege. Shampoos, die nicht zur Kopfhaut passen, zu heiße oder zu häufige Haarwäschen können sowohl Juckreiz auslösen als auch fettige Schuppenbildung begünstigen.

Schuppen durch Hormonschwankungen

Schuppenbildung steht in Zusammenhang mit der Talgproduktion, welche wiederum direkt durch den Hormonhaushalt beeinflusst wird. Natürliche Hormonschwankungen finden bei Frauen zur Zeit der Pubertät, um die 30 und während der Wechseljahre statt. Während die Kopfhaut in der Pubertät und um die 30 grundsätzlich zu Hautunreinheiten und eher fettigen Kopfschuppen neigt, haben Frauen in den Wechseljahren häufig mit juckender Kopfhaut und trockenen Schuppen zu kämpfen. Der Frauenarzt hilft dir, ein hormonelles Ungleichgewicht als Ursache deiner Schuppen auszuschließen.

Schuppen durch fehlerhafte Haarpflege

Wendest du bei der Haarwäsche zu aggressive Shampoos an oder föhnst du die Haare zu heiß, dann erhöht sich die Neigung zur Schuppenbildung. Stress und ein heißes sowie trockenes Klima begünstigen die Bildung von Kopfschuppen ebenfalls. Ist die Kopfhaut trocken und juckt, dann darfst du auf keinen Fall kratzen, da du das Problem damit verstärkst. Tipps für eine sanftere Haarpflege und entsprechende Produkte bekommst du sowohl beim Hautarzt als auch beim Friseur deines Vertrauens. Gegen ein zu hohes Stresslevel kannst du versuchen, dir eine tägliche kurze Meditation anzugewöhnen.

Lupe, durch welche deutlich Schuppen in dunklem Haar zu sehen sind.

Starke Schuppenbildung kann auch Folge von Stress oder falscher Haarpflege sein. Du solltest ein ph-neutrales Shampoo verwenden. Adobe Stock, (c) vchalup

Schuppen durch Kopfhaut-Pilz

Fettige Schuppen bilden sich durch eine erhöhte Talgproduktion. Sie sind größer und verfügen über eine ölige Haptik. Die erhöhte Klebrigkeit begünstigt die Entstehung des Hefepilzes Malassezia Furfur. Ist die Kopfhaut mit diesem Pilz infiziert, entzündet sie sich und es entsteht eine Spirale aus dem Wachstum des Pilzes und der vermehrten Bildung von Schuppen auf der Kopfhaut. Wenn du den Verdacht hast, dass ein Pilz verantwortlich sein könnte, solltest du umgehend einen Dermatologen aufsuchen!

Schuppen durch Psoriasis

Schuppen auf der Kopfhaut können auch Symptom einer spezifischen Hauterkrankung, der sog. Psoriasis bzw. Kopfhaut-Psoriasis sein. Dabei handelt es sich um eine Unterform der Schuppenflechte, die durch einen Hautarzt behandelt werden sollte, da sie schwierig zu bekämpfen ist. Typische Symptome, die auf eine Kopfhaut Psoriasis hindeuten, sind scharf abgegrenzte, gerötete Areale, an denen die Haut verdickt ist und extrem schuppt. Normalerweise geht mit dieser Art der Schuppenflechte ein sehr intensiver Juckreiz einher.

Schuppen durch Vererbung

Forscher haben festgestellt, dass die vermehrte Schuppenbildung auch erblich bedingt sein kann. Das bedeutet allerdings keine Entwarnung, dass der Schuppenbildung nicht vielleicht doch medizinische Ursachen zugrunde liegen.

Schuppen loswerden: Wann muss ich zum Arzt?

Häufig ist es ausreichend, die Schuppen mit einem speziellen Shampoo zu bekämpfen. Sind die Produkte nicht wirkungsvoll, dann kann eine Erkrankung der Haut Ursache für die Schuppenbildung sein. Spätestens bei starkem Juckreiz oder beginnendem Haarausfall solltest du einen Dermatologen aufsuchen. Sind seit mehr als einem Monat Kopfschuppen vorhanden oder tritt das Problem immer wieder auf, dann ist der Besuch des Arztes ebenfalls zu empfehlen. Nässende oder verkrustete Stellen müssen in jedem Fall behandelt werden, um eine weitere Infektion zu vermeiden.

Junge blonde Frau, die wegen Schuppen beim Hautarzt ist und deren Kopfhaut untersucht wird.

Der Hautarzt analysiert die Schuppenbildung, verordnet Maßnahmen und versorgt dich mit notwendigen Informationen. Adobe Stock, (c) Africa Studio

Was unternimmt der Arzt gegen Schuppen?

Die Diagnostik beim Arzt umfasst ein Erstgespräch sowie eine gründliche Untersuchung. Der Dermatologe wird prüfen, ob auch an anderen Körperstellen ein verändertes Hautbild vorliegt. Im Falle einer Entzündung der Kopfhaut kann eine labortechnische Untersuchung vorgenommen werden. Bei Bedarf kann dir der Arzt ein spezielles Salicyl-Säure-Shampoo verschreiben. Es ist sehr wirksam und löst die Schuppen auf. Allerdings darf das Shampoo nur wenige Tage lang angewendet werden. Eine weitere Möglichkeit sind Vitamin-D3-Analoga, welche entzündungshemmend wirken.

Was kann man gegen Schuppen machen?

Wer das Problem mit handelsüblichen Anti Schuppen Shampoos bekämpfen will, sollte folgendes beachten: Die meisten Shampoos gegen Schuppen sind mit pilzabtötenden Wirkstoffen versetzt. Diese bekämpfen fettige Schuppen auf der Kopfhaut, trocknen die Haut aber auch aus. Nach spätestens einem Monat solltest du daher auf ein normales, möglichst mildes Shampoo umstellen, um den normalen ph-Wert deiner Kopfhaut zu erhalten. Das Problem: Sobald du das Anti Schuppen Shampoo nicht mehr verwendest, kehren die Schuppen zurück. Es ist also sinnvoll, nach einer dauerhafteren Lösung zu suchen.

Haarpflege bei Schuppen

Grundsätzlich solltest du deine Haare maximal einmal am Tag, idealerweise nur jeden zweiten oder dritten Tag waschen. Achte darauf, dass keine Rückstände vom Shampoo in deinen Haaren verbleiben. Auch auf Leave-in-Kuren solltest du lieber verzichten, da diese das Haar zusätzlich beschweren. Wenn du deine Haare nicht lufttrocknen lassen kannst oder willst, solltest du dir einen Föhn mit Kaltluft-Stufe zulegen. Auf Styling-Produkte wie Gele, Wachs, Schaumfestiger und Haarspray solltest du deiner Kopfhaut zuliebe ebenfalls verzichten.

Junge blonde Frau, die mit dem Rücken zur Kamera steht, und eine Haarmaske gegen Schuppen aufträgt.

Haarmasken mit beruhigenden Zutaten sind eine gute Behandlung gegen den Juckreiz, der mit Schuppenbildung einhergeht. Adobe Stock, (c) Africa Studio

Schuppen bekämpfen durch Ernährung

Bestimmte Nahrungsmittel schaffen gute Bedingungen für Mikroorganismen wie den Hefepilz auf der Kopfhaut. Dazu gehören vor allem sog. entzündungsfördernde Lebensmittel wie Alkohol, Kaffee und Weizenmehl. Fetthaltige Nahrung erhöht die Talgproduktion, was ebenfalls zu Schuppenbildung führen kann. Viel Vitamin A, Vitamin E und Biotin hingegen kräftigen Haut und Haare, sodass eine natürliche Reduktion der Kopfschuppen entsteht. Unsere Bloggerin Elke hat die 10 besten Lebensmittel für schöne Haare und eine gesunde Kopfhaut in ihrem Blogbeitrag zusammengefasst.

Tipp: Wenn du dir nicht sicher bist, wie du entsprechende Lebensmittel am besten in deinen Speiseplan integrierst bzw. welche Alternativen es zu Weizenmehl-Produkten gibt, kannst du dir Unterstützung durch einen Diätologen bzw. Ernährungsberater holen.

Hausmittel gegen Schuppen

Ein altbewährtes Hausmittel gegen Schuppen auf der Kopfhaut ist ein selbst hergestelltes Shampoo: Vermische Zitronensaft mit einem Eigelb! Wasche die Haare wie gewohnt, lasse die Mixtur einwirken und spüle das Shampoo anschließend aus. Der Zitronensaft wirkt gegen die Schuppen und das Eigelb pflegt Haare und Kopfhaut. Ein weiteres Rezept basiert auf Brennnesseln. Übergieße die Brennnesseln mit kochendem Obstessig! Lasse die Masse anschließend abkühlen und für 10 Minuten ziehen! Die Brennnesseln werden nun aus der Flüssigkeit entfernt und schon ist das Haarwasser fertig.

Mittel gegen trockene Kopfhaut

Eine gesunde, gut durchblutete Kopfhaut ist die Voraussetzung für gesundes und schönes Haar. Wenn deine Kopfhaut juckt, spannt, schuppt und sich an manchen Stellen sogar entzündet, stimmt etwas nicht. Um trockene Kopfhaut nicht noch mehr zu reizen, solltest du deine Haare maximal jeden dritten Tag waschen und ein sanftes, ph-neutrales Shampoo verwenden. Viele Menschen schwören außerdem auf die positive Wirkung von Hausmitteln gegen trockene Kopfhaut:

  • Massiere am Abend Olivenöl, Rizinusöl oder Traubenkernöl in deine Kopfhaut und lasse es bis zum Schlafengehen einwirken. Anschließend mit einem sanften Shampoo auswaschen.
  • Mischung aus Brennesseltee und Apfelessig in einem Verhältnis von 2:1 in die Kopfhaut einmassieren, etwa eine Stunde einwirken lassen und die Haare anschließend gründlich ausspülen (mit Wasser, nicht waschen!)
  • Zwei Zweige frischer Rosmarin in 100 ml Wodka wirken Wunder! Lass den Ansatz mindestens fünf Tage bei Zimmertemperatur stehen, gieß ihn durch ein Sieb und massiere jeden Abend einige Tropfen der Flüssigkeit in deine Kopfhaut ein. Wirkt nicht nur, sondern riecht auch gut!

Hautärzte mit sehr hoher Kundenzufriedenheit:



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