Wie Meditation Stress und Ängste abbaut

Meditation, meditieren lernen, Wirkung der Mediation auf Geist und Gehirn

Heute schaue ich auf mich! Meditation kann beim Stressabbau helfen und Schlaflosigkeit verbessern. Foto: Adobe Stock, (c) kichigin19

Bist du gestresst und kannst nicht abschalten? Fühlst du dich häufig schlapp und antriebslos? Oder liegst du am Abend vielleicht stundenlang wach, weil das Chaos in deinem Kopf nicht schweigen will? Meditieren könnte die Lösung sein, nach der du gesucht hast! Denn nur, wer das Nichtstun beherrscht, ist auch Herr oder Herrin über seine Gedanken.

Was ist Meditation eigentlich?

Wenn wir „Meditation“ hören, poppen unwillkürlich Bilder von Mönchen, langhaarigen Hippies und weisen alten Männern in Sandalen vor unserem inneren Auge auf. Tatsächlich gibt es auf der Welt aber deutlich mehr meditierende als nicht-meditierende Menschen. Beim Meditieren handelt es sich nämlich nicht nur um eine spirituelle Praxis, sondern gemäß der Wortbedeutung von lateinisch meditatio (= nachsinnen, nachdenken) bezeichnet diese Praxis verschiedene Konzentrations- und Achtsamkeitsübungen, die die Gedanken sammeln und den Geist beruhigen.

Natürlich ist Meditation vor allem in den östlichen Kulturen (zum Beispiel im Zen-Buddhismus) ein Weg der spirituellen Bewusstseinserweiterung. Im Westen jedoch sieht man mittlerweile ebenso viele Wirtschaftsbosse, Anwälte, Schriftsteller oder Sportler meditieren. Warum? Weil sie wissen, dass die Wurzel für ihren Erfolg im Inneren liegt. Wir zeigen dir, wie diese Innenschau funktioniert, und wo du meditieren lernen kannst.

Mitarbeiter eines Wirtschaftsunternehmens bei der Meditation in der Mittagspause.

Meditation findet nicht nur im Buddhismus statt: Viele westliche Geschäftsleute gönnen sich die meditative Praxis während ihrer Mittagspause, um neue Energie zu tanken. Foto: Adobe Stock, (c) STUDIO GRAND OUEST

Stress im Alltag, Sorgen in der Nacht

Was ist die höchste Form des Bewusstseins? Nichtstun! Und das ist viel schwieriger, als es sich anhört. Wir alle sind süchtig nach Aktion, nach Ablenkung, nach äußeren Reizen, die uns von der Innenschau abhalten. Mit anderen Worten: Wir haben Angst vor der Leere. Sobald die materielle Welt mit ihren Business Cases, Instagram-Stories und Facebook-Timelines um uns herum verschwindet, sind wir allein mit unseren Gedanken. Und das ist der Moment, in dem das Gedankenkarussell sich zu drehen beginnt und unsere Selbstzweifel und inneren Ängste anfangen, uns aufzufressen.

Wird dieser Teufelskreis nicht durchbrochen, wirkt er sich früher oder später auch negativ auf unseren Körper aus. Chronischer Schlafmangel und Energielosigkeit erhöhen das Risiko, einen Burnout zu entwickeln. Rein äußerlich kann sich die Belastung z.B. in krankhaftem, nicht erblich bedingtem Haarausfall oder stressbedingten Ekzemen zeigen.

Wie funktioniert Meditation?

Wer sich von seinen Sorgen und Ängsten nicht beherrschen lassen will, muss versuchen, die Kontrolle zurückzuerlangen. Und genau hier kommt die Meditation ins Spiel. Beim Meditieren geht es darum, psychische Belastungen zu reduzieren und das berühmt-berüchtigte Gedankenkarusell abzustellen. Nicht, indem du dich dazu zwingst, nichts zu denken. Sondern indem du zur Beobachterin deiner Gedanken und Gefühle wirst. Wie das funktioniert? Durch bewusstes Nichtstun. Durch die Entscheidung fürs Alleinsein. Und durch bewusstes und tiefes Atmen.

Ziel der Meditation ist es, dich von deinen Gedanken zu distanzieren. Du erkennst sie als das, was sie sind: Momentaufnahmen, die vorüber-gehen werden. Momentaufnahmen, mit denen du dich jetzt nicht auseinandersetzen musst und die keine Aktion von dir erfordern. Sobald dir das gelingt, verliert das Gedankenkarussell an Fahrt und deine Sorgen und Ängste an Wichtigkeit. Du hast jetzt die Kontrolle über deine Gedanken. Nutze sie!

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Foto: Adobe Stock, (c) alisseja

Was bringt Meditation?

In dem Moment, in dem du die Kontrolle über deine Gedanken zurückgewinnst, wird jede Menge Energie frei. Immerhin kostet es wahnsinnig viel Kraft und häufig auch wertvollen Schlaf, von Sorgen, Ängsten und Selbstzweifeln gequält zu werden. Indem du deine Gedanken stumm schaltest, schaffst du Raum für folgende Veränderungen in deinem Leben: Du gewinnst

  1. Zeit, weil du deine Ziele konzentrierter verfolgen kannst.
  2. Energie, weil deine Kraft nicht mehr in negativen oder unwichtigen Gedanken versickert.
  3. Selbstbewusstsein, weil du deines Selbst bewusst(er) wirst.
  4. Ruhe, weil du leichter in der Lage bist, dich zu entspannen.
  5. Effizienz, weil du dich nicht mehr durch deine Gedanken ablenken lässt.
  6. Glücksmomente, weil du mehr in dir ruhst.
  7. Fokus & Klarheit, weil das Gedankenkarussell dir nicht länger den Geist vernebelt.

Fazit: Die 15 bis 30 Minuten, die du in deine tägliche Meditationseinheit investierst, bekommst du in Form von Energie, Klarheit und Lebensfreude um ein Vielfaches zurück!

Wie Meditation das Gehirn umbaut

Aktuellen Studien zufolge ist jeder Mensch dazu in der Lage, seinen Geist durch Meditation positiv zu beeinflussen. Wer täglich meditiert und lernt, seine Gedanken zu beobachten, anstatt laufend auf sie zu reagieren, hat sogar gute Chancen, dass sich entsprechende Strukturen im Gehirn verfestigen. So belegte eine Studie der Universität Wisconsin-Madison beispielsweise, dass regelmäßiges Meditationstraining über drei Monate hinweg die Aufmerksamkeit dauerhaft schärfe. Außerdem schwäche regelmäßiges Meditieren die Schmerzwahrnehmung im Gehirn.

Eine gute Nachricht für alle, die unter Angstzuständen leiden: Am General Hospital in Boston hat man anhand von Hirnscanns nachgewiesen, dass meditatives Training den sog. Mandelkern schrumpfen lässt. Dieser Teil des limbischen Systems ist u.a. an der Steuerung der Angstgefühle beteiligt.

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Meditieren hat nichts mit Esoterik zu tun. Meditation ist eine physische Praxis, mit der du Angstgefühle bewältigen kannst. Foto: Adobe Stock, (c) Maridav

Wie lange muss ich meditieren?

Pro Meditationseinheit solltest du zwischen 10 und 30 Minuten rechnen. Um auf lange Sicht psychische Belastungen zu reduzieren und die inneren Ängste und Sorgen in ihre Schranken zu weisen ist es jedoch wichtig, dass das Meditieren zur täglichen Routine wird. Es ist zwar wahrscheinlich, dass du schon nach wenigen Einheiten weniger nervös bist oder besser schlafen kannst – aber bis sich diese neuen Strukturen verfestigen, dauert es normalerweise rund sechs Monate. Die gute Nachricht: Nach dieser Zeit wirst du dich schon so gut fühlen, dass du ohnehin nicht mehr auf deine tägliche Stille verzichten möchtest. 😉

Meditation im liegen?

Die klassische Pose in der Meditation ist der Lotussitz. Das ist aber keinesfalls die einzige Position, in der du deine Gedanken zum schweigen bringen und dich selbst erfahren kannst. So ist es zum Beispiel auch sehr gut möglich, im Liegen zu meditieren (es sei denn, du bist bereits sehr müde 😉 ). Manche Leute meditieren sogar, während sie duschen oder spazieren gehen. Letztere Methoden eignen sich allerdings nicht für Anfänger, da sie sehr viel Potenzial für Ablenkung bieten. Wichtig ist, dass du bequem sitzt oder liegst (dir darf nichts weh tun) und du ganz entspannt, bewusst und tief ein- und ausatmen kannst.

Wie lerne ich Meditation?

Grundsätzlich brauchst du zum weder Musik, noch Räucherstäbchen oder ein Meditationskissen. Das heißt aber nicht, dass diese Hilfsmittel unsinnig sind. Das Schöne an der Meditation ist nämlich, dass sie auf vielerlei Art und Weise stattfinden kann. Manche Menschen verbinden die Konzentrationsübung mit bestimmten Bewegungsabläufen, mit bewusstem Gehen oder langsamen Sportarten wie Qigong oder Tai-Chi. Ich persönlich bin während eines Yoga-Kurses das erste Mal in Kontakt mit der meditativen Praxis gekommen.

Für Anfänger ist es eine gute Idee, mit Begleitung in die Welt der Meditation zu starten. In entsprechenden Kursen, die privat oder in der Gruppe gehalten werden, erlernst du „bewusstes Atmen“, das es dir ermöglicht, deinen Gedankenfluss zu verlangsamen. Du lernst unterschiedliche Übungen, Positionen und Techniken kennen und kannst auf diese Weise herausfinden, welcher Meditationstyp du bist.

Übrigens: Es gibt auch Online-Kurse, bei welchen Du jeden Tag bestimmte Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen via Mail zugeschickt bekommst. Diese Kurse eignen sich allerdings nur bedingt für AnfängerInnen.

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Entspannung lernen: Wer das Meditieren in einem Kurs lernt, hat später bessere Chancen, die meditative Praxis fest in seinen Alltag zu integrieren. Foto: Adobe Stock, (c) Robert Kneschke

Wo kann ich meditieren lernen? beliebte Anbieter

Meditationskurse werden häufig für ein ganzes Wochenende angeboten. Ihr tragt bequemes Gewand, trefft euch in entspannter Atmosphäre (zum Beispiel in einer Physiotherapie-Praxis, einer Yoga-Schule oder einem Meditationszentrum) und trinkt jede Menge Yogi-Tee. 😉 Die geführte Meditation hilft dir dabei, die Abläufe zu verinnerlichen und am Ball zu bleiben. Dein Meditationslehrer kann dir dabei helfen, gedankliche Blockaden zu überwinden und die für dich richtige Technik des Meditierens herauszufinden.

Außerdem hilft der Profi dir dabei, bestimmte Ziele zu definieren (z.B. Stressabbau, Verbesserung deiner Schlafqualität etc.) und diese durch die Meditation zu verfolgen. Besonders gute Bewertungen auf HEROLD.at haben folgende Meditationszentren erhalten:

Die Seins-Oase in Graz bietet neben der Selbst-Erfahrung während der Meditation auch mediale, energetische und Coaching-Arbeit an. Via Newsletter wirst du über aktuelle Kurse und Veranstaltungen (z.B. Reiki-Austausch-Abende) auf dem laufenden gehalten. Die Kundschaft dankt mit einer durchgängigen 5-Sterne-Bewertung bei 16 Bewertungen.

„Tolle Ausbildung! Clara ist mit Herz und Seele bei der Sache und besticht durch ihre Kompetenz und Freude. Die Zeit bei Oasis vergeht immer viel zu schnell. Ich fühle mich sehr gut betreut und komme immer wieder gerne!!“ (H.S. im Sept. 2017 auf HEROLD.at)

Bei Mandala Mala handelt es sich um eine Meditationsketten-Manufaktur im Burgenland. Meditationsketten sind Handschmeichler und Meditationsgehilfen zugleich. Sie helfen dir dabei, deine Energien zu bündeln und dich auf deine Ziele zu konzentrieren. Inhaberin Nina Laube fertigt jedes Stück in liebevoller Handarbeit und bietet außerdem regelmäßige Meditationsabende an.

„Meine Mandala Mala bringt Segen in mein Leben. Die Durchblutung zum Fließen, die Seele zum Lachen und lässt die Inspiration erblühen. Danke, mit dir arbeite ich jederzeit gerne wieder zusammen.“ (M.W. im Nov. 2017 auf HEROLD.at)

Die Kurse des Internationalen Meditationszentrums in Sankt Michael ob der Gurk finden von April bis September jeweils zehn Tage lang statt. Während dieser Zeit leben die KursteilnehmerInnen nach dem buddhistischen Regelwerk und erlernen die Praxis der spirituellen Meditation.

„Man sollte [es] einmal im Leben probieren und gute Erfahrungen sammeln [und] genießen!“ (schreibt ein Gast im März 2017 auf HEROLD.at)

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