Veneers! Was kostet das neue Lächeln in Österreich?

Was kosten Veneers? Steuert die Krankenkasse etwas bei? Und haben die Schalen aus Keramik möglicherweise auch Nachteile? Foto: Adobe Stock, (c) irina

Veneers – das sind hauchdünne Verblendschalen aus Porzellan, die dir ganz ohne Implantate oder Bleaching ein strahlendes Lächeln ins Gesicht zaubern. Die hochmodernen vollkeramischen Schalen sind vom echten Zahn kaum zu unterscheiden. Kein Wunder also, dass nicht nur Stars und Sternchen begeistert sind, sondern die Technik auch in der alltäglichen ästhetischen Zahnmedizin immer öfter zum Einsatz kommt. Wir haben recherchiert, was Veneers kosten, wie lange sie halten und welche Wiener Zahnärzte Veneers und Lumineers anbieten.

Veneers – was ist das eigentlich?

Veneers waren bisher vor allem unter den Reichen und Schönen bekannt. Die Créme de la Créme Hollywoods versteckt ihre Schönheitsmakel schon seit den 1930er Jahren hinter einer strahlend weißen Fassade. Eine kleine Verfärbung hier, eine abgebrochene Ecke da – mit Verblendschalen alles kein Problem mehr! Veneers (und Lumineers) sind die neueste Generation dieser Verblendschalen: Die hauchdünnen Schalen aus Porzellan gleichen Verfärbungen, Fehlstellungen und lokale Unebenheiten aus, ohne die natürliche Optik zu beeinträchtigen. Dies gelingt durch die optimale Wechselwirkung zwischen Zahnsubstanz und Porzellan. Das verwendete Material ist gut verträglich und sehr belastbar.

Übrigens: Kinderstar Shirley Temple trug Verblendschalen, um ihr Milchzahn-Gebiss optisch zu verschönern. Damals mussten die Schalen noch extra für jeden Drehtag befestigt werden. Moderne Veneers hingegen werden dauerhaft am Zahn fixiert.

Veneers – wie wird das gemacht?

Veneers werden dauerhaft und einzeln auf den jeweiligen Zahn aufgebracht. Anders als bei der Überkronung muss bei Veneers nur eine sehr dünne Schicht der wertvollen Zahnsubstanz (an der Lippenseite der Zähne) abgetragen werden. Der Zahntechniker stellt die Veneers über einen Präzisionsabdruck des Gebisses her, die Schalen werden also jeweils individuell angefertigt. Auch bei der Farb- und Formbestimmung ist der Zahntechniker anwesend, da er die Schalen möglichst präzise an die Optik der benachbarten Zähne angleichen muss. Bei der Einprobe testet der Zahnarzt Kunststoffkleber in verschiedenen Farben und mit unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit aus, denn auch diese Faktoren beeinflussen das Endergebnis.

Sobald Zahnarzt und Klient mit dem optischen Ergebnis zufrieden sind, geht es ans Aufbringen der Veneers. Hierfür werden Zahn und Keramikschale zunächst mit unterschiedlichen Säuren behandelt (Säureadhäsivtechnik). Anschließend bringt der Zahnarzt das Veneer mithilfe von Haftvermittler und Kunststoffkleber in Position. Zur Fixierung wird das Ganze lichtgehärtet.

Gebiss mit Unregelmäßigkeiten, die durch das Aufbringen von Veneers ausgeglichen werden.

Mit Veneers aus Vollkeramik lassen sich Fehlstellungen, Zahnschäden und Verfärbungen dauerhaft korrigieren. Foto: Adobe Stock, (c) Ocskay-Bence

Warum Veneers? Vorteile gegenüber Kronen

Bei der konventionellen Versorgung mit Implantaten oder Kronen ist entweder eine vollständige Extraktion des Zahns erforderlich (Implantat) oder der Zahnarzt muss mit einem Metallgerüst arbeiten und einen großen Teil der wertvollen Zahnhartsubstanz abschleifen (Krone). Ein unerwünschter, aber leider häufiger Nebeneffekt der Überkronung sind daher dunkle Ränder am Übergang vom Zahn zum Zahnfleisch (besonders sichtbar bei Frontzahnkronen). Dieser Nachteil kann sich bei den Veneers gar nicht erst ergeben, da hier kein Metallgerüst erforderlich ist. Veneers

  • schützen vor Verfärbungen durch Kaffee, Tee usw. aufgrund der extrem glatten Keramik-Oberflächen.
  • ermöglichen individuelle Farbkorrekturen bei lokalen Verfärbungen und der gesamten Zahnfarbe.
  • müssen bei zahnärztlichen Behandlungen (z. B. Wurzelkanalbehandlungen oder notwendigen Füllungen) nicht entfernt werden.
  • sind gut verträglich (extrem geringes Allergierisiko) und sehr langlebig.
  • schützen Zahnnerv und Zahnfleisch vor schädlichen bakteriellen, thermischen oder mechanischen Einflüssen.

Haben Veneers Nachteile?

Der Verlust von Zahnsubstanz, der durch das Abschleifen entsteht, ist natürlich immer ein Nachteil. Immerhin geht dadurch wertvoller Zahnschmelz verloren. Allerdings sind Veneers so gestaltet, dass sie die Funktion des Zahnschmelzes imitieren, sobald sie mit dem Zahn verbunden sind. Bei starken Verfärbungen oder einer sehr dunklen natürlichen Ausgangsfarbe kann es sein, dass die Schalen zu dünn sind, um die gewünschte Farbkorrektur zu erreichen. In diesen Fällen muss der Zahnarzt deine Zähne vor dem Aufbringen der Veneers bleichen.

Für Menschen mit schlechter Mundhygiene und Patienten, die zum (nächtlichen) Zähneknirschen neigen, sind Veneers ebenfalls nicht ideal. Bei schlechter Pflege siedeln sich vor allem am Übergang von Veneer und Zahn sowie auf der Klebefläche sehr leicht Kariesbakterien an. Knirscher und Presser sollten eine Aufbissschiene tragen, damit die Keramikschalen nicht beschädigt werden. Eine solche Schiene beugt außerdem Kiefergelenksbeschwerden und Muskelverspannungen vor.

Hübsche blonde Patientin, der ein Veneer eingepasst wird.

Veneers kosten relativ viel, da sie individuell angefertigt werden. Außerdem ist das Aufbringen der Schalen zeitintensiv. Adobe Stock, (c) StudioLaMagica

Wie lange halten Veneers?

Veneers halten ungefähr genau so lange wie Kronen, also in etwa zehn Jahre. Der Zahnarzt entscheidet, ab wann die Verblendschalen entfernt und durch neue ersetzt werden müssen. Durch die Technik des Aufbringens auf dem Zahn verschmelzen die Keramikschalen quasi mit deiner Zahnsubstanz und fungieren als ein zusätzlicher künstlicher Schmelzmantel. Sie verbessern also gleichzeitig auch die Widerstandsfähigkeit deines Zahnschmelzes. Die lange Haltbarkeit der Veneers ist der Grund dafür, dass die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) diese Behandlungsform mittlerweile offiziell anerkannt hat.

Was sind Lumineers?

Lumineers ist der Markenname für eine besondere Art von Verblendschalen, die auch häufig als Non Prep Veneers bezeichnet werden. Es handelt sich um besonders dünne Keramik-Schalen, die vom Zahnarzt mittels Kunststoffkleber auf den Zähnen aufgebracht werden, ohne dass diese zuvor angeschliffen werden müssen. Lumineers bzw. Non Prep Veneers sind also noch schonender für die Zahnsubstanz als normale Veneers. Lumineers halten nicht ganz so lange wie Veneers und müssen häufig nach einigen Jahren ersetzt werden.

Was sind Veneers to Go?

Veneers-to-Go oder auch Sofort-Veneers sind Verblendschalen aus Vollkeramik oder einer Keramik-Kunststoff-Mischung, die nicht extra im Labor angefertigt, sondern durch den Zahnarzt vor Ort an die Form des Zahnes angepasst werden. Das Aufkleben erfordert normalerweise kein oder nur ein minimales Abtragen des Zahnschmelzes. Veneers to Go sind weniger haltbar als Veneers oder Lumineers, dafür aber auch günstiger.

Kosten – Wie teuer sind Veneers?

Die Kosten für Veneers/Lumineers/Veneers-to-Go können je nach benötigter Menge, Hersteller und verwendetem Material sehr unterschiedlich ausfallen. In Österreich bestehen sie zum einen aus den Kosten für die Verblendschalen selbst und zum anderen aus den Kosten für das Honorar des Zahnarztes. Der folgende Überblick über die durchschnittlichen Veneer-Kosten erfolgt ohne Gewähr und dient lediglich zur Orientierung.

Kosten Veneers (pro Zahn/Schale) € 900 bis € 2.000
Kosten Lumineers (pro Zahn/Schale) € 700 bis € 1.000
Kosten Veneers-to-Go (pro Zahn/Schale) € 350 bis € 400

 

Achtung! Obenstehende Preise sind lediglich die Kosten, die du für die Verblendschalen kalkulieren musst. Die Kosten für das Honorar des Zahnarztes sind davon abhängig, wie intensiv Beratung und Behandlung ausfallen, wie viele Veneers aufgebracht werden müssen, und ob noch Vorarbeiten (zum Beispiel Bleaching bei sehr dunkler Ausgangsfarbe oder andersfarbiger Füllungen der Zähne) notwendig sind.

Zahlt die Krankenkasse die Veneers?

In Österreich leisten die Krankenkassen normalerweise keinen Zuschuss zu den Kosten für Veneers, Lumineers oder Veneers-to-Go. Das liegt daran, dass es sich um einen rein ästhetisch motivierten Eingriff handelt, der medizinisch nicht notwendig ist. Es gibt auch keine Möglichkeit, einen Kostenzuschuss über ein psychologisches Gutachten oder ähnliches zu erwirken. Private Kassen übernehmen die Kosten nur in sehr seltenen Fällen und auch dies nur auf Grundlage eines entsprechenden Vertrages, über den dich dein Versicherungsberater gerne informieren wird.

Grafik, die den Unterschied zwischen einem Implantat, einer Krone und einem Veneer veranschaulicht.

Die Kosten für Verblendschalen als Vollkeramik sind relativ hoch, weil sie individuell angefertigt und aufgebracht werden müssen. Adobe Stock, (c) TeraVector

Veneers aus dem Ausland – eine Alternative?

Um Kosten zu sparen, lassen sich immer mehr Menschen ihre Veneers im Ausland anpassen. Das ist nicht grundsätzlich eine schlechte Idee, denn natürlich gibt es nicht nur in Österreich Zahnärzte, die über die notwendige Qualifikation und Erfahrung verfügen. Wichtig ist jedoch, dass du dich im Vorfeld wirklich davon überzeugst, dass der von dir gewählte Zahnarzt über die für Veneers spezifische Qualifikation verfügt. Ist er oder sie nicht optimal mit den Präparations- und Klebetechniken vertraut oder mangelt es an einem gut ausgestatteten Dentallabor/einem entsprechend qualifizierten Zahntechniker, ist ein optimales Ergebnis unwahrscheinlich. Aus diesem Grund solltest du zum Beispiel darauf bestehen, Vorher-Nachher-Bilder bereits durchgeführter Behandlungen zu sehen.

Tipp: Es gibt allerdings die Möglichkeit, die Veneers nicht über den Zahnarzt zu beziehen, sondern sie im Ausland in Auftrag zu geben. Veneers aus dem Ausland sind normalerweise deutlich günstiger (etwa € 350 bis € 450 pro Zahn/Schale) als österreichische Keramikschalen. Es ist allerdings nicht jeder Zahnarzt bereit, mit Veneers aus dem Ausland zu arbeiten.

Veneers – wie lange dauert die Behandlung?

Sofern vor dem Aufbringen der Schalen keine weiteren zahnärztlichen und kieferorthopädischen Behandlungen (Wurzel- oder Zahnfleischbehandlungen, Füllungen etc.) notwendig und die Zähne grundsätzlich gesund sind, bekommst du deine Veneers etwa zehn bis 14 Tage nach der Erstberatung. Die Behandlung selbst kann je nach Menge der einzusetzenden Schalen einige Stunden dauern. Das Aufbringen von Non Prep Veneers geht in der Regel schneller.

Wer macht gute Veneers? Wien

In Wien gibt es eine Reihe von Zahnärzten und Zahnärztinnen, die auf ästhetische Zahnmedizin spezialisiert sind und ihren Patienten auch die Versorgung mit Veneers anbieten. Wir haben recherchiert, welche Anbieter von ihrem Patienten besonders gut bewertet wurden:

Veneers Vorher-Nachher

Papier ist geduldig. Und wir können die wunderbaren Eigenschaften von Veneers, Lumineers und Co preisen, so viel wir wollen. Aber der Vorher-Nachher-Vergleich ist immer noch die beste Möglichkeit, um dich selbst von dem Potenzial der Keramikschalen zu überzeugen. Aus diesem Grund haben wir die sozialen Medien nach Beispielen für Veneer-Behandlungen durchforstet und möchten nun die besten Funde mit dir teilen!

 

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