Content-Aktualisierung: Nicht nur im Winter ratsam

Die Aktualisierung von Texten und Bildern Ihrer Firmenwebsite sollte fortlaufend erfolgen. (Foto: Adobe Stock / HEROLD)

Für so manches Unternehmen gehören die Wintermonate zu den außergewöhnlichen Phasen des Jahres, in denen es zur Abwechslung mal etwas ruhiger zugeht. Man hat die Möglichkeit, Aufgaben zu erledigen, die bis dato schlichtweg „liegen geblieben“ sind. Ein Paradebeispiel ist wohl die Content-Aktualisierung: also inhaltliche Änderungen der Texte und Bilder auf der Firmen-Website.


Während grundsätzlich natürlich absolut nichts dagegen spricht, sich während des Jahres über hauptsächlich dem Kerngeschäft zu widmen, so sind gewisse Hintergedanken bei Content-Aktualisierungen sicherlich von größerer Bedeutung, als man zunächst meinen könnte.


WARUM Content-Updates das ganze Jahr über ratsam sind und WIE man das auch mit beschränktem Zeitbudget hinbekommt, lesen Sie hier. Denn: Nicht alle Unterseiten und Bereiche einer Firmen-Website eignen sich gleich gut für laufende Aktualisierungen.


Gute Gründe für regelmäßige Content-Aktualisierungen

Content-Updates fördern die Performance in den Suchmaschinen

Google achtet auf die Update-Frequenz Ihrer Website. Das gilt definitiv auch für bestehende Inhalte, nicht nur für neue Beiträge. Sinnvolle Ergänzungen tragen zum allgemeinen Qualitätslevel bei.


Negativbeispiel: Wer vor 5 Jahren eine Website für seinen Betrieb in Auftrag gegeben hat, seitdem nie wieder etwas aktualisiert oder ergänzt hat, wird von den Suchmaschinen früher oder später gar nicht mehr für Top-Platzierungen im obersten Bereich von Suchergebnissen infrage kommen. Selbst, wenn diese Website sich optisch nach wie vor sehen lassen kann.


Sorgen Sie für wiederkehrende Besucher!

Würden Sie proaktiv eine Firmenwebsite besuchen, von der Sie wissen, dass das letzte Update einige Jahre in der Vergangenheit liegt? Garantiert nicht!

Wenn Sie es jedoch schaffen, Ihre Webpräsenz als Garant für topaktuelle Infos bekanntzumachen, so wird Ihre Zielgruppe (aus eigenen Stücken) immer wieder mal bei Ihnen vorbeisurfen. 


Neben der zu erwartenden Steigerung der Klicks auf Ihre Firmenwebsite hat das noch einen äußerst positiven Nebeneffekt: Ihre potenziellen Kunden kommen so noch häufiger mit Ihrer Marke und den zugehörigen Botschaften und Produkten in Kontakt. Das wiederum fördert die Kaufbereitschaft, wie im Artikel zum Thema Retargeting in der Online-Werbung bereits festgestellt wurde.


Image-Schaden: Veraltete Informationen wirken unprofessionell

Trotz aller interaktiven Möglichkeiten von modernen Websites: Wenn potenzielle Kunden Ihre Website besuchen, ist das in vielen Fällen eine ziemlich banale Einwegkommunikation. Sie haben Information veröffentlicht, wurden vielleicht sogar genau deswegen gefunden, und die Menschen rezipieren diese Infos nun. 


Wenn Sie die User aber nun mit offensichtlich veralteten Aussagen konfrontieren (noch dazu zu den Kernthemen Ihrer Geschäftstätigkeit), wirkt das einfach nur unprofessionell und wenig seriös. Die Folge: Ein Klick und Ihre Website ist auch schon wieder geschlossen – und bei der nächsten Suche wartet vielleicht schon Ihre Konkurrenz. Das einzige, was in Erinnerung bleibt, ist die negative Erfahrung mit Ihrem Webauftritt.


So manches Content-Update ist sogar rechtlich relevant

Die allgemeine Content-Qualität und möglichst viel Mehrwert für den User sind die eine Sache – rechtliche Konsequenzen im Fall ausbleibender Aktualisierungen jedoch die andere.


Denn auf manchen Bereichen Ihrer Online-Präsenz sind Sie als Betreiber einer kommerziellen Website sogar verpflichtet, die Inhalte stets an die tatsächlichen Begebenheiten anzupassen. In erster Linie sind hier das Impressum sowie Ihre Datenschutzerklärung zu nennen. Sie verwenden ein neues Marketing-Tool, welches Personendaten verarbeitet? Oder Ihre Kontaktdaten haben sich schlichtweg geändert? All das muss sich auch auf Ihrer Website zwingend widerspiegeln!


(Foto: Adobe Stock)

So gelingen regelmäßige Content-Aktualisierungen auch wirklich

Viele KMU-Websites können aus Zeitgründen nicht rund um die Uhr und vollumfänglich „up to date“ gehalten werden. Die folgenden Praxistipps helfen konkret.


Praxis-Tipp 1: Evergreen Content schaffen und pflegen

Zunächst einmal eignet sich nicht jede Unterseite und auch nicht jede Art von Blog-Beiträgen gleich gut, um ständig aktualisiert zu werden. Beispielsweise wird eine Pressemeldung „aus dem Jahre Schnee“ oder eine Geschichte über ein ehemaliges Top-Thema, das heute niemanden mehr interessiert, kaum Potenzial für Updates haben.


Daher sollten Sie sich bei der gezielten Wartung Ihrer Texte und Bilder auf sogenannte „Evergreens“ konzentrieren. Darunter versteht man alllgemein gehaltene Inhalte, die Menschen über einen längeren Zeitraum interessieren.


„Evergreen Content“ hat quasi kein Ablaufdatum und richtet sich an eine breite Zielgruppe. (Foto: Adobe Stock)

Was alles kann nun sogenannter „Evergreen Content“ sein? Hier ein paar Beispiele aus der Praxis:

  • Checklisten: Beispielsweise die Checkliste zur DS-GVO von der Wirtschaftskammer.
  • Zusammenfassungen: Auf seiner Unterseite „SEO this year“ sammelt Brian Dean von BACKLINKO stets die wichtigsten Tipps und Trends des Jahres zur Suchmaschinenoptimierung.
  • Ratgeber-Artikel zu zeitlosen Themen: Der Artikel zum Thema Bestattungskosten aus dem HEROLD Ratgeberbereich wird laufend aktualisiert und bringt jede Menge Klicks, da die Empfehlungen für viele Menschen nützlich sind.
  • Toplisten und Rankings: Die erfolgreichsten Unternehmen Österreichs, die besten Sportler des Jahres, die schönsten Fotostrecken etc. 
  • Sammlungen von Branchenwissen: Auflistungen von Forschungsresultaten, Studien usw.

Tipp: Fokussieren Sie sich bei der Content-Aktualisierung auf Inhalte, die dauerhaft relevant bleiben!

Solche Inhalte mit Evergreen-Potenzial werden möglicherweise noch jahrelang angeklickt und gelesen.


Praxis-Tipp 2: Redaktionsplan und regelmäßige inhaltliche Wartung

In Sachen Content-Produktion hilft es, einen Redaktionsplan zu entwerfen, um eine gewisse Frequenz an neuen Inhalten auf der Firmenwebsite einhalten zu können und thematisch nie auf dem Trockenen zu sitzen.


Darunter versteht man einen unternehmensinternen Kalender, in den Sie fixe Zeiten für die Veröffentlichung Ihrer neuen Texte und Bilder eintragen. Idealerweise halten Sie hier auch fest, wer aus Ihrem Betrieb dafür zuständig ist, d.h. wer die Texte schreibt, wer sie kontrolliert, wer die Fotos macht etc.


Praxis-Tipp 3: Sinnvolle Aktualisierungen durch Webanalyse

Und damit man nicht „blind“ vor sich hin aktualisiert, sollte man sich im Vorfeld ansehen, welche bestehenden Seiten verstärkt geklickt und gelesen werden. Das Pareto-Prinzip (auch genannt: 80/20-Regel) gilt in abgewandelter Form nämlich auch für Website-Content.


Soll heißen: Bei vielen Webprojekten kommt 80 % des Traffics durch nur 20 % des Inhalts – manchmal gar von einzelnen Unterseiten oder Postings. Für gezielte Content-Aktualisierungen ist es also nicht selten sinnvoll, sich einfach auf die beliebtesten Seiten und Postings laut Analytics zu konzentrieren.


Praxis-Tipp 4: Abwechslungsreichere Updates durch verschiedene Content-Formate

Der Begriff „Content-Aktualisierung“ muss nicht zwangsläufig heißen, dass man immer die gleichen Tabellen und Textabsätze mit den jeweils aktuellen Zahlen bestückt. Das wäre für Sie und Ihre Websitebesucher gleichermaßen langweilig. 


Inhaltliche Neuigkeiten kann und sollte man auch einmal in neuen Formaten bringen. Denken Sie hier zum Beispiel an Praxistipps, die Sie als Experte etwa in Form eines Blogbeitrags oder eines Video-Interviews geben können! Oder an eine Infografik aus Ihrer Branche mit den neuesten Daten und Fakten. Und, und, und: Inhaltliche Aktualisierungen bieten viel Spielraum für kreative Köpfe!


Fazit

Alles in allem braucht eine regelmäßige Aktualisierung von Website-Inhalten nicht nur gute Planung und zeitliche Ressourcen, sie kostet anfangs auch etwas Überwindung. Doch die Vorteile dieses „Rituals“ überwiegen ohne Zweifel:


  • Ihre Website wird als seriös und aktuell wahrgenommen.
  • Ihre Website bleibt inhaltlich und rechtlich am Puls der Zeit. Weder ein Imageschaden noch Abmahnungen sind zu befürchten.
  • Ihre Website macht neugierig und zieht wiederkehrende User an. Damit ist eine deutliche Steigerung Ihrer Klickrate möglich.
  • Und schließlich: Durch regelmäßige Updates Ihrer Texte und Bilder sorgen Sie für prominentere Platzierungen auf Google & Co, weil Suchmaschinen auf die Update-Frequenz von Websites achten.

Sie haben eine Website von HEROLD?

Dann sind Content-Aktualisierungen gar kein Problem! Bei HEROLD sind laufende Änderungen an Ihren Texten und Bildern im Service inbegriffen. Sie brauchen nur eine E-Mail an den HEROLD zu schicken – und die Website-Spezialisten von HEROLD stellen Ihre Änderungswünsche ehestmöglich online.

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