CMS Übersicht: Content Management Systeme für Ihre Website

Geschäftsmann, der in einer Flut von Zetteln versinkt, weil er noch nicht das richtige CMS für seine Website gefunden hat.
Überfordert? Dabei gibt es doch Systeme zum Managen von Content! HEROLD hat eine CMS Übersicht erstellt. Adobe Stock, (c) joern buchheim

Viele Köche verderben den Brei. Und eine Website ist grundsätzlich ein Gemeinschaftsprojekt. Das Content Management System (kurz CMS) stellt sicher, dass das Ergebnis trotzdem überzeugt. Die Software ermöglicht es sämtlichen Benutzern, Inhalte zu erstellen, zu bearbeiten und zu organisieren. Aber welches CMS ist das Beste? Und welche Management Systeme werden von den österreichischen KMUs am häufigsten genutzt? 

CMS – was ist das?

Das Content Management System ist eine Software, die ursprünglich für das Organisieren von Webinhalten entwickelt wurde. Moderne CMS dienen zusätzlich als Redakionssysteme und vereinfachen sämtliche webbasierten Arbeitsprozesse. Ein CMS ermöglicht die gemeinschaftliche Erstellung und Bearbeitung von Inhalten auf einer Website oder anderen Medienformen. Das Besondere an CMS Systemen ist, dass ein Autor, sobald er über die entsprechenden Zugriffsrechte verfügt (Administrator-Rechte), die Inhalte auch mit sehr geringen (bis gar keinen) HTML- oder Programmierkenntnissen bearbeiten kann.

Übrigens: Anders als Microsoft Windows oder Microsoft Office sind Content Management Systeme keine Programme, die auf dem eigenen PC installiert werden. Sie laufen stattdessen über einen Webserver. Derzeit gibt es am Markt sowohl kostenlose Open Source CMS als auch kostenpflichtige, geschlossene Content Management Systeme.

Wie funktionieren CMS Systeme?

Schon mal von CMS Templates gehört? Dabei handelt es sich um Designvorlagen für die optische Gestaltung Ihrer Webseite. Mit ein bisschen Programmierkenntnissen ist es auch durchaus möglich, das CMS manuell anzupassen und individuelle Templates zu erstellen. Für die Bearbeitung der Inhalte stehen bei allen CMS Systemen sogenannte Editoren zur Verfügung, die so ähnlich aufgebaut sind wie gängige Textverarbeitungsprogramme (zum Beispiel Word). Sie lassen sich also auch problemlos von „Laien“ bedienen. Normalerweise sind Content Management Systeme in einen Frontend- und einen Backend-Bereich unterteilt. Das Frontend ist im Grunde genommen das, was der durchschnittliche Website-Besucher in seinem Browser sieht. Und das Backend? That’s where the magic happens!

Backend – was ist das?

Im Backend erstellen und verwalten Administratoren und Redakteure (kurz: alle berechtigen Personen) gemeinsam die Inhalte der Website und bestimmen bis zu einem gewissen Grad auch deren Aussehen. Die Grundfunktionen umfassen das Erstellen von Textseiten sowie das Hinzufügen von Bildern und Dateien zum Download. Sie können aber jederzeit um weitere Module, Komponenten und sogenannte Plugins erweitert werden (zum Beispiel, wenn Sie ein Gästebuch, ein Newslettersystem, eine Buchungsfunktion oder einen Online Shop zu Ihrer Website hinzufügen möchten).

Holztisch, auf dem viele mobile Arbeitsgeräte liegen, an denen Leute gemeinsam arbeiten. Versinnbildlicht, wie ein CMS System funktioniert.
Das CMS Backend können Sie sich vorstellen wie einen Coworking-Space, in dem die ganze Arbeitskraft zusammenfließt. Adobe Stock, (c) sebra

Warum CMS verwenden? Vorteile

Was unterscheidet Content Management Systeme von klassischem Webdesign? Ganz einfach: Bei klassischem Webdesign setzt die jeweilige Agentur Ihre Website mit sämtlichen Inhalten einmalig auf. Regelmäßige Änderungen sind hier  nicht vorgesehen. Das Problem für den Kunden: Klassische (statische) Websites sind normalerweise schwer zu pflegen, wenn man keinerlei Vorkenntnisse hat. Das bedeutet, dass Sie jede noch so kleine Änderung durch Ihren Webdesigner vornehmen lassen müssen. Das geht auf Dauer nicht nur ins Geld, sondern raubt Ihnen auch jede Flexibilität.

CMS Websites sind zu Beginn zwar etwas teurer, da das jeweilige System erst an Ihre Website angepasst und individuell eingerichtet werden muss, doch anschließend profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

  1. Sie sind unabhängig vom Ersteller der Homepage, da Sie die meisten CMS Systeme problemlos selbst bedienen können.
  2. Gewünschte Änderungen können Sie daher ohne zeitliche Verzögerungen umsetzen.
  3. Ihnen entstehen (von den monatlichen Server-Kosten abgesehen) normalerweise keine Folgekosten für weitere Webdesign-Tätigkeiten der Agentur.

Warum CMS als KMU?

Österreichische KMUs kämpfen im Internet um die Aufmerksamkeit der potenziellen Kundschaft.  Laut der marketmind Branchenstudie 20181 glauben 84% der  befragten Firmen, dass Konsumenten auf Google nach ihnen suchen. 77% der befragten KMUs sind darauf eingestellt und betreiben eine eigene Website. Ob diese Webseiten nun qualitativ hochwertig sind oder nicht, haben wir bereits im Blogartikel Keine Website? Keine Kunden! geklärt. Heute geht es darum, zu erläutern, warum Content Management Systeme für KMUs besser geeignet sind als statische Websites. Das wichtigste Argument ist hier, Sie ahnen es vielleicht schon, Google!

Natürlich werden auch klassische Websites, sofern der Code sauber geschrieben ist und sämtliche Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (W3C-Richtlinien) eingehalten werden, gut von Suchmaschinen gefunden. Ob sie auch gut ranken ist eine andere Frage. Google favorisiert nämlich Content, der regelmäßig geupdatet wird. Und je wichtiger und kompetitiver die Suchanfrage ist, desto mehr Gewicht bekommt die Aktualität als Ranking-Faktor.

Sieben Geschäftsmänner, von denen sechs eine einfache Leiter hochklettern und Schwierigkeiten haben, die Spitze zu erreichen, und einer in der Mitte problemlos eine Wendeltreppe hochsteigt. Versinnbildlicht die unterschiedlichen Arten von CMS Systemen am Markt.
Mit statischen Websites erreichen viele KMUs nicht die Spitze des Google Rankings. CMS Systeme sind anpassungsfähig. Adobe Stock, (c) Elnur

Besseres Google Ranking für CMS Websites?

Was viele nicht wissen: Hier ist nicht zwingend frischer Content gemeint. Obgleich es natürlich ein positives Zeichen ist, wenn auf einer Website regelmäßig veröffentlicht wird, kann der Googlebot genau so gut erkennen, ob (und wie oft) der bestehende Content upgedatet wird. KMUs, die ihre Unternehmenswebsite mittels CMS verwalten, haben bezüglich Updates und Aktualität also eindeutig die Nase vorn, da sie Änderungen ohne Zeitverlust umsetzen und so selbst entscheiden können, wie aktuell ihr Content ist.

Außerdem ist es mittlerweile kein Problem mehr, auch Websites mit Open Source CMS responsive zu machen beziehungsweise ein SSL Zertifikat zu implementieren. Geschlossene CMS Systeme sind normalerweise bereits SSL-zertifiziert und für die Darstellung auf mobilen Endgeräten optimiert.

Welche Arten von CMS gibt es?

Open Source versus geschlossene Systeme

Content Management Systeme werden im Hinblick auf die Art und Weise unterschieden, wie die erstellen Seiten an den Nutzer ausgeliefert werden. Hier unterscheidet man zwischen volldynamischenstatischenhalbstatischen und hybriden Systemen. Für einen KMU, der sich nicht entscheiden kann, welches CMS für ihn das richtige ist, geht es aber zunächst einmal um eine viel wichtiger Frage: Open Source (offenes System) oder Proprietäre Software (geschlossenes System)?

Open Source CMS

Open Source Systeme wie WordPress sind CMS, die von Projekt-Communitys zur Verfügung gestellt werden. Open Source Softwares sind in der Regel kostenlos, haben allerdings einen Haken: Sie sind quelloffen. Das heißt, der Code, mit dem sie programmiert wurden, ist frei zugänglich und kann theoretisch von jedem am eigenen Webserver installiert werden. Für Leute mit schlechten Absichten und gewissen Fähigkeiten ist es dementsprechend einfach, Sicherheitslücken zu finden und sie auszunutzen.

Das Problem: Gegen Hacker-Angriffe schützt auch das SSL Sicherheitsprotokoll nicht, da dieses die Daten lediglich im Moment der Übertragung verschlüsselt. Liegen die Daten erst einmal am Webserver, sind sie nur noch durch die Firewall geschützt.

Hand, die an einem Whiteboard einen Quellcode aufschreibt. Versinnbildlicht das Prinzip von Open Source CMS Systemen.
Beim Open Source CMS ist der Programmcode öffentlich zugänglich, was nicht zur Datensicherheit beiträgt. Adobe Stock, (c) patpitchaya

Geschlossene Content Management Systeme

Proprietäre CMS-Lösungen sind Content Management Systeme, die jeweils von einem bestimmten Unternehmen entwickelt und als Produkt vertrieben werden. Das bedeutet, sie sind in der Regel kostenpflichtig und werden vom Nutzer über eine entsprechende Lizenz erworben. Im Gegensatz zu Open Source Systemen ist der Quellcode bei geschlossenen CMS nicht öffentlich zugänglich. Proprietäre Content Management Systeme wie Mono oder envelope kann man sich nicht einfach am eigenen Webserver installieren, um in aller Seelenruhe die Sicherheitslücken ausfindig zu machen.

Österreich liebt WordPress!

Laut der Performance Landscape Study von Silktide1, in der über 30.000 österreichische Websites untersucht wurden, ist WordPress das mit 41% meistgenutzte Content Management System für KMU-Websites in Österreich. Auf den Plätzen zwei und drei folgen, wenig überraschend, die ebenfalls sehr beliebten Open Source Programme TYPO3 mit 20% und Joomla mit 15%.

WordPress als CMS

WordPress ist nicht nur das beliebteste CM-System in Österreich, sondern das beliebteste CMS der Welt. Das liegt unter anderem an den scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten zur Erweiterung und Anpassung an die eigenen Website-Bedürfnisse. Eine große Anzahl von verfügbaren (kostenlosen und kostenpflichtigen) Plugins für Foren, Kontaktformulare usw. macht WordPress als CMS zusätzlich attraktiv. Sicherheitslücken werden mithilfe ständiger Updates schnell geschlossen. Einziges Manko: Als CMS für komplexe Websites ist WordPress nicht wirklich geeignet.

PROCONTRA
sehr große Community, die Einsteigern mit schneller Hilfe zur Seite stehtfür komplexe Webseiten eher ungeeignet
gut erweiterbar durch zahlreiche Plugins viele CMS-Funktionen benötigen zusätzliche Erweiterungen
einfache Verwaltung Stabilität und Performance sind bei hohem Traffic nicht immer gewährleistet
benutzerfreundlich durch intuitiv bedienbare Oberfläche
viele Plugins weisen Sicherheitslücken auf, die nicht immer schnell genug bereinigt werden

Weitere beliebte Open Source CMS

TYPO3 als CMS

Typo3 ist ein Open-Source-MS, das sich grundsätzlich sehr gut für große Webprojekte, E-Commerce-Plattformenund die Nutzung in (großen) Unternehmen eignet. Das Typo3-Entwicklerteam betrachtet das CMS als Enterprise-Management-System und sorgt dafür, dass die Entwicklung stets am neuesten Stand der Technik bleibt. Das CMS hat einen sehr großen Funktionsumfang inklusive professioneller Rechteverwaltung und Schnittstellen zu klassischen Business-Anwendungen wie CRM- und ERP-Systemen. Potenzieller Minuspunkt: Typo3 erfordert eine relativ lange Einarbeitungszeit und setzt auch gewisse Fachkenntnisse voraus. Nur dann können Anwender den vollen Funktionsumfang auch wirklich nutzen.

PROCONTRA

viele Zusatzmodule verfügbar
eher nicht für Laien geeignet, erfordert Vorkenntnisse
große Community, die bei der Problemlösung hilftrelativ viel Hardware notwendig (stellt durch die Komplexität des Systems höhere Ansprüche ans Hosting)
gut für große und komplexe Websites geeignet
komplexe Projekte müssen normalerweise von IT-Fachleuten begleitet werden
ortsunabhängige Wartung via Internet möglich

Joomla! als CMS

Joomla! ist ein beliebtes CMS, das es auch Einsteigern ohne IT-Fachwissen ermöglicht, bestehende Websites zu warten. Das Open-Source-CMS bietet auch ohne (kostenpflichtige) Erweiterungen eine große Bandbreite an Funktionen (zum Beispiel Gästebuch, Foren, Newsletter und Verwaltung von Benutzerrechten). Ein weiterer Pluspunkt sind die große Community und die Vielfalt an Online-Handbüchern, die eine sehr gute Dokumentation der verschiedenen Funktionen beinhalten. Die Unterteilung der Erweiterungen in Plugins, Module und Komponenten können bei Anwendern allerdings zu Verwirrung führen.

PROCONTRA
relativ geringer Aufwand bei Installation und Konfigurationkomplexere Erweiterungen sind zum Teil kostenpflichtig
große Menge an (größtenteils kostenlosen) Erweiterungenmanche Erweiterungen werden nicht automatisch aktualisiert (potenzielles Sicherheitsrisiko)
benutzerfreundlich und auch für Laien geeignetRechteverwaltung und Freigabeprozesse bei größeren Projekten werden teilweise als lückenhaft beschrieben
Grundinstallation verfügt bereits über einen großen Umfang an Funktionen

Drupal CMS

Drupal ist ebenfalls ein Open Source CMS, das ursprünglich als studentische Community-Lösung entwickelt wurde. Auch heute liegen die Schwerpunkte des Systems im Bereich Social, denn Drupal verfügt bereits in der Grundinstallation über umfangreiche Community Features wie Foren, Blogs und Tag-Clouds. Für das Content Management können Sie die Grundinstallation um weitere Module verbessern.

PROCONTRA
Grundinstallation stellt bereits viele Funktionen bereitfür Nutzung als CMS sind relativ viele Nachinstallationen notwendig
problemlos erweiterbar (große Auswahl an Modulen)Schwerpunkt auf Community/Social
gute Benutzerverwaltungzum Teil aufwändige Konfiguration

Contao CMS

Ein weiteres Open-Source-CMS mit hoher Benutzerfreundlichkeit ist Contao. Das CM-System punktet mit einem intuitiv bedienbaren, mehrsprachigen Backend und einer sehr übersichtlichen Verwaltungsebene. Contao ermöglicht die barrierefreie Bereitstellung von Online-Inhalten auch ohne Programmierkenntnisse. Die Grundkonfiguration bietet bereits ein relativ breites Funktionsspektrum und kann theoretisch durch mehr als 1.900 verfügbare Erweiterungen an Ihre Bedürfnisse angepasst werden. Die Grundinstallation enthält einen Theme-Manager. Professionelle Themes können Sie über die Contao-Website kostenpflichtig erwerben.

PROCONTRA

Nutzerfreundliche Installation, Administration und Aktualisierung von Erweiterungen
vergleichsweise kleine Community (aber gute Dokumentation)
hohe Sicherheitsstandards
für komplexe Enterprise-Lösungen nicht geeignet
benutzerfreundliche Live-Updates per Klick
 unterstützt keine mehrstufigen Workflows
große Auswahl an Erweiterungen

HEROLD Websites können beides!

Sie wünschen sich eine Unternehmenswebsite, die die Sicherheit Ihrer Daten garantiert und es Ihnen trotzdem erlaubt, selbstständig Änderungen vorzunehmen? Dann sollten Sie sich das Website-Angebot von HEROLD einmal näher anschauen. HEROLD-Websites werden über geschlossene, nicht öffentliche Content Management Systeme betrieben, die einen optimalen Schutz gegen Hacker-Angriffe bieten. Laufende Updates der Software selbst sowie der Firewall sorgen zusätzlich für den Schutz Ihrer Daten.

Inhalte selbst verwalten

Da wir wissen, wie wichtig es für Österreichs KMUs ist, sämtliche Aktionen nachvollziehen zu können, arbeiten wir mit einem Content Management System, das intuitiv bedienbar ist. Das bedeutet, dass Sie sämtliche Zugangsdaten auf Anfrage mitgeteilt bekommen und somit in der Lage sind, selbstständig Änderungen an den Inhalten vorzunehmen. Sie müssen unser Website-Team also nicht jedes Mal kontaktieren, wenn Sie auf Ihrer Webseite zum Beispiel auf eine besondere Aktion hinweisen oder ihren Unternehmensblog mit frischem Inhalt aufwerten möchten. Unsere Websites sind

  • responsive (werden automatisch für mobile Endgeräte optimiert)
  • dank Firewall und laufenden Updates gegen Angriffe geschützt
  • DSGVO-konform
  • SSL-zertifiziert
  • schnell ladend
  • kompetent betreut

HEROLD ist derzeit der größte Website-Anbieter im KMU-Segment2  in Österreich und hat bislang 20.000 Websites realisiert. Lassen Sie sich noch heute von einem unserer Experten beraten.


1) marketmind, KMU Branchenstudie, 07/2018, CATI, n = 1417; untersucht wurden folgende Segmente: Ärzte, Alternative Medizin, Auto, Dienstleistungen Wirtschaft, Versicherungen, Immobilien, Einzelhandel, Handwerker Innen und Außen, Schönheit und Fitness

2) Silktide Performance landscape Study 2018

Weitere Artikel