Google Rankingfaktoren: Diese sind auch 2021 wichtig


Google Rankingfaktoren 2021
Das tut sich 2021 in der Welt von Google: Rankingfaktoren beeinflussen die Reihung auf den Ergebnisseiten. Grafik: Adobe Stock; (c) simbos

In der Suchmaschinenoptimierung ist immer wieder von „Rankingfaktoren“ die Rede – meist im Zusammenhang mit Google. Dabei geht es um verschiedene Eigenschaften einer Webseite bzw. Domain, welche die Rangfolge der Ergebnisse einer Suchanfrage beeinflussen. Denn Suchmaschinen arbeiten auch mit maschinellen Algorithmen, die ständig angepasst und aktualisiert werden, um Seiten im Internet nach deren Relevanz und Qualität zu bewerten.

Was heißt das für Sie als KMU-Unternehmer/in? Je besser Sie die verschiedenen Rankingfaktoren und deren Wichtigkeit einschätzen können, desto bessere Platzierungen auf den Google Ergebnislisten können Sie erwarten. Genau deswegen nennt man sie auch immer wieder Erfolgsfaktoren für SEO. In diesem Beitrag wollen wir also folgende Fragen klären: Welche Google-Rankingfaktoren gibt es? Welche davon sind besonders wichtig? Und welche Trends sind für das Jahr 2021 erkennbar?

Auswahl der allerwichtigsten Google-Rankingfaktoren heute

Wie viele Rankingfaktoren es tatsächlich gibt, darüber kann man nur mutmaßen. SEO-Experten sind sich weitgehend einig, dass es heute mindestens um die 200 Faktoren sein dürften, die von Google grundsätzlich miteinbezogen werden.

Eine ganze Menge also. Da man bei der Suchmaschinenoptimierung als kleineres Unternehmen freilich nicht auf alle Eventualitäten eingehen kann, macht es Sinn, sich auf die vermeintlich wichtigsten Rankingfaktoren zu konzentrieren. Sieht man sich verschiedene Suchmaschinen-Ergebnisseiten und generelle Studien dazu an, so könnten folgende Rankingfaktoren als besonders wichtig eingestuft werden (Auszug):

  • Qualität und Relevanz des Contents: Qualität ist mittlerweile das A und O. Das betont auch Google-Guru John Müller immer wieder. Ihre Inhalte müssen nicht nur Mehrwert bieten und auf plausiblen Quellen basieren, sondern auch zur Suchanfrage passen.
  • Nutzerfreundlichkeit: User sollen sich auf Ihren Seiten wohlfühlen. Zur User Experience einer Website gehören eine klare Navigation, eine logisch einwandfreie Seitenstruktur sowie ein zeitgemäßes Design.
  • Mobile Optimierung: Mobile first! Google erwartet von Websites seit einigen Jahren, dass sie auch auf Mobilgeräten einwandfrei ausgespielt werden. Darum ist man schon 2018 auf den sogenannten „Mobile First Index“ gewechselt.
  • Existenz von Keywords: Zumindest im Seitentitel, in den Überschriften (Headlines) sowie im ersten Abschnitt Ihrer Texte sollten die wichtigsten Schlüsselwörter vorkommen.
  • Anzahl an Backlinks: Nach wie vor bedeutsam ist es, dass vertrauenswürdige Websites auf Ihre Seiten linken, idealerweise in Form einer Empfehlung. Viel diskutiert wird, ob es sich nach wie vor um den allerwichtigsten Rankingfaktor 2021 handelt, oder die Bedeutung von Links langsam schwindet.
  • Aktualität: Inhalte sollten unbedingt zeitlich aktuell sein, weshalb Content-Updates im Falle von Neuigkeiten unumgänglich sind.
  • Multimedia: Eine 08/15-Website mit lediglich etwas Text findet auch Google langweilig. Einzigartige Fotos, Infografiken oder Videos sind ein Boost für Ihr Ranking.
  • SSL-Verschlüsselung: Google hat unmissverständlich klar gemacht, dass Websites heute via HTTPS aufgerufen werden sollen. Das ist sicherer und schafft Vertrauen.

Mobile First als wichtiger Google Rankingfaktor für 2021
Google will in Zukunft vermeiden, dass Information vorenthalten wird, wenn man am Handy surft. Foto: Adobe Stock; (c) Chinnapong

Existenz und Stellenwert von manchen Rankingfaktoren sind äußerst umstritten. Die aufgelisteten Aspekte sind aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wichtig – da gibt es einen gewissen Konsens in Expertenkreisen.

Exkurs: Google Update BERT 2019/20

Und, haben Sie BERT schon kennengelernt? Es handelt sich dabei nämlich nicht um einen Charakter aus der „Sesamstraße“ oder die Kurzform einiger weitverbreiteter Vornamen. Sondern um das Akronym des letzten wirklich großen Updates im Algorithmus – laut Google das mitunter größte seit Jahren. Das erkennt man unter anderem daran, dass einschneidende Updates immer einen Namen erhalten (Panda und Penguin lassen grüßen). Im deutschsprachigen Raum wurde das Google BERT Update Ende 2019 ausgerollt, ist also für 2021 nach wie vor von hoher Bedeutung.

Worum geht’s? Die Suchmaschine soll die menschliche Sprache besser verstehen. Beispielsweise wäre die Suchanfrage „Urlaub in Kärnten mit dem Zug erreichbar“ davor wohl rein nach den Keywords „Urlaub“ sowie „Kärnten“ gewichtet worden, nun will Google auch erkennen, dass die Destination öffentlich erreichbar sein soll. Zumindest in der Theorie. 

Google Update BERT
Mit der Kultsendung „Sesamstraße“ hat Google BERT wenig zu tun. Google will 2020 die menschliche Sprache noch besser und kontextspezifischer verstehen. Foto: Adobe Stock, (c) Hafiez Razali

Der Kontext soll also besser durchschaut werden. Ein weiteres Beispiel wäre die Suchanfrage „Bohrmaschine mit Akku online kaufen“. Schon lange vor BERT war Google in der Lage, hier die Kaufintention zu erkennen. Doch nun sollen die Ergebnisseiten noch stärker an dieses Kaufbedürfnis ausgerichtet werden. Mit rein informativen Seiten über Bohrmaschinen – ohne Shop, Produktvergleich oder dementsprechenden Links – wird ein gutes Ranking für die genannte Suchanfrage 2021 fast unmöglich sein. Ganz anders sieht es bei der Anfrage „Bohrmaschine Infos zur Bohrtechnik“ aus, wo technische Infos, Handwerker-Ratgeber sowie die geschichtliche Entwicklung in den SERPs (= Ergebnisseiten der Suchmaschinen) auftauchen.

Aktuelle Trends bei Rankingfaktoren: Empfehlungen für 2021

Die zentrale SEO-Empfehlung für 2021 wäre es zunächst, zumindest die oben genannten „wichtigsten Rankingfaktoren“ zu beherzigen. Denn diese sind allesamt schon seit Jahren präsent und werden es auch bleiben. Die absolute Grundlage für Suchmaschinenoptimierung.

Und dann sind da noch jene Rankingfaktoren, die aktuell wohl noch nicht von höchster Priorität sind, aber 2021 massiv an Bedeutung gewinnen werden. Ein prominentes Beispiel ist der Page-Speed. Google hat die Ladezeit einer Website schon länger auf der Agenda. Mit einer schnelleren Website gibt’s mittlerweile auch einen garantierten Bonus im Ranking. Die Ladezeit in einem 3G-Netz sollte 3 Sekunden oder weniger betragen, damit sich ein positiver Einfluss auf das Google-Ranking einstellt. Deinen aktuellen Page-Speed kannst du mit diversen Online Tools wie PageSpeed Insights testen.

Google hat hier auch klar gemacht, dass es vorteilhaft ist, wenn der Server-Standort dort ist, wo auch die Zielgruppe zu Hause ist.

Andererseits ist es nach wie vor strittig, ob und inwieweit Social Media Shares für das Google-Ranking relevant sind. Jedoch hat sich gezeigt, dass gut rankende Websites meist auch viele Shares bekommen. Und diese begünstigen in weiterer Folge andere Kennzahlen. Stellen Sie also 2021 verstärkt Inhalte online, die Leute gerne teilen und weiterleiten! 

Page-Experience als Schlüssel für gute Rankings

Um noch weitere Ranking-Empfehlungen für 2021 abzuleiten, empfiehlt sich ein Blick auf die heutige Arbeitsweise von Google. Abgesehen davon, dass sehr wohl auch menschliche Mitarbeiter/innen die Qualität von Websites bewerten (dubiose SEO-Methoden, Keyword-Spamming und betrügerische Tricks sind also unnötig), misst Google verstärkt die sogenannten Nutzersignale. Wenn Sie etwas googeln – sagen wir „Tischler in Wien“ – wird gemessen, auf welche Resultate sie klicken (und auf welche nicht), was Sie auf der Landing Page dann tun und wie lange Sie sich dort aufhalten. Google hat angekündigt, dass diese Page-Experience ab Mai 2021 einen noch größeren Stellenwert einnehmen wird.


Google Search Console und Google Analytics nutzen um das Ranking zu verbessern
Bei einer Analyse der SEO-Maßnahmen empfiehlt es sich unbedingt, aktuelle Trends bei Rankingfaktoren einfließen zu lassen. Foto: Adobe Stock; (c) WDnet Studio

Wenn die auf Seite 1 gelistete Tischlerei aus irgendeinem Grund kaum jemand anklickt, wird sie nicht lange dort zu finden sein. Wenn sie im Schnitt nach wenigen Sekunden wieder verlassen wird (zum Beispiel weil die Ladezeit exorbitant ist) gilt übrigens selbiges. Für Webmaster 2021 heißt das: Seiten so titulieren, dass sie auch einen gewissen Klickreiz bieten. Der Inhalt sollte aber dann auch halten, was der Titel versprochen hat, denn die Verweildauer – als Indikator für die User-Experience – ist eben mit hoher Wahrscheinlichkeit bald einer der wichtigsten Rankingfaktoren.

Ansonsten haben wir im HEROLD Marketing-Blog bereits über den steigenden Stellenwert der Sprachsuche berichtet und im Beitrag zu den Google Rankingfaktoren 2019 die Featured Snippets(= Auszüge mit Infos direkt auf der Ergebnisseite) behandelt.

Fazit: Das SEO-Rad muss 2021 nicht neu erfunden werden

Der Blick auf die Google Rankingfaktoren ist zwar auch 2021 wieder äußerst interessant, jedoch auch nicht wirklich bahnbrechend. Denn im Endeffekt bauen die allermeisten Updates an Googles Algorithmus aufeinander auf – das gilt auch für BERT – und Trends sind über einen längeren Zeitraum hinweg erkennbar.

Die eigentlich zentralen Rankingfaktoren bleiben die selben; was sich ändert ist deren Gewichtung. Auch 2021 sollten Unternehmens-Websites qualitativ hochwertigen Content mit Themenrelevanz bieten, außerdem technisch einwandfrei sein und vor allem einen hohen Page-Speed und eine ausgezeichnete Page-Experience bieten. Dann sind großartige Rankings in Google & Co nur mehr eine Frage der Zeit.

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