Interne Verlinkung: Strategie um Links richtig zu setzen

Interne Links sind zweitrangig? Der Erfolg von Wikipedia spricht eine andere Sprache! Foto: ©Herold, Quelle: Nuthawut

Wer von SEO Links hört, denkt meist an externe Links. Diese Links zwischen „fremden“ Websites sind zwar ungemein wichtig, da sie für Google einen Vertrauensbeweis darstellen und somit deine Domain stärken. Doch vergeudest du kostbares SEO Potenzial, wenn du es bei der externen Verlinkung belässt. Deshalb unser Tipp: Geh einen Schritt weiter und werde wie Wikipedia! In diesem Beitrag verraten wir dir, warum du bei deiner SEO Strategie unbedingt auf eine geschickte interne Verlinkung setzen solltest! Let’s get juicy!

Was sind interne Links?

Eine seo-optimierte Website verfügt immer über externe als auch interne Verlinkungen. Während erstere – auch Backlinks genannt – fremde Websites miteinander vernetzten, sorgen interne Links, analog dazu, für eine interne Vernetzung innerhalb der eigenen Website. Hier geht es also um die Verlinkung von einzelnen Unterseiten. Ob sich das überhaupt lohnt? Oh ja! Wir nennen dir drei triftige Gründe…

3 gute Gründe, warum eine interne Verlinkung wichtig ist

Dass jene „Selbstverlinkung“ nicht bloß Ausdruck von Selbstverliebtheit, sondern essenzieller Bestandsteil der SEO Optimierung von Websites ist, gilt mittlerweile im Online Marketing als Common Sense. Als Paradebeispiel für eine erfolgreiche interne Verlinkung wird gern Wikipedia angeführt. Denn wer kennt sie nicht, diese unzähligen Links im Fließtext, die den Text manchmal mehr blau als schwarz erscheinen lassen?

Auch wenn du vielleicht nicht ganz so großzügig mit deinen internen Links umgehen solltest wie Wikipedia: Setze auf jeden Fall auf interne Links – und gehe dabei strategisch vor!

Grund #1: Für viele Unterseiten gibt es keine externen Links

Durch externe Links ist deine Website in den Weiten des Internets besser auffindbar. Doch besteht deine Website ja nicht nur aus einer einzelnen Seite, die du verlinken müsstest. Im Idealfall, d. h. wenn du auf Content Marketing mit regelmäßig neuen Inhalten setzt, sollte deine Website mit der Zeit größer und größer werden.

Ab einer gewissen Menge an Unterseiten ist es also schlichtweg unrealistisch, jede Unterseite mit externen Links zu versehen. Immerhin müssen die Links ja von anderen gesetzt werden und selbst die freundlichsten Kooperationspartner kommen mal an die Grenzen ihrer Geduld…

Die einzige Möglichkeit, die dir bleibt, um den Traffic der Unterseiten zu erhöhen, sind also interne Links zu deinen eigenen Seiten. So findet ein User beispielsweise über einen externen Link überhaupt erst zu deiner Website, um dann über die internen Links auf der Landingpage zu einer oder sogar mehreren deiner Unterseiten zu gelangen.

Hier erfährst du, wie eine gute Seitenstruktur deiner Website aussieht!

Grund #2: Gutes Ranking ist auch ohne externe Links möglich

Zumal externe Links das Vertrauen von Google in eine Domain steigern, könnte man meinen, dass nur diejenigen Seiten bei Google-Suchen gut ranken, die auch über externe Links verfügen. Weit gefehlt!

Es gibt unzählige Seiten die keinen einzigen externen Link aufweisen, aber ganz oben bei Google in den Suchergebnissen erscheinen. Wie du ohne externe Links deine Google Platzierung verbessern kannst?

Durch guten und vernetzten Content! Allerdings ist der Erfolg durch guten Content bei Longtail-Keywords (= Suchbegriffe aus mehreren Wörtern) wesentlich leichter zu erreichen als bei stark umkämpften Keywords. Deshalb bitte auch den nächsten Punkt beherzigen…

Grund #3: Interne Links bringen Link Juice

Ein gutes Ranking kann auch durch eine interne Verlinkung bewirkt werden! Denn wenn deine Website geschickt intern verlinkt ist, kannst du Google kommunizieren, welche deiner Unterseiten besonders wichtig sind. So erhöhst du deren Chance auf ein gutes Ranking. Setze also interne Links und werde zum Google-Flüsterer!

Das Ganze nennt sich Link Juice. Auch wenn Link Juice vielleicht so klingen mag, als hätten wir uns den Begriff kurz vor Redaktionsschluss auf die Schnelle noch eben ausgedacht: Nein, Link Juice gibt es wirklich! Auch bekannt als Google Juice oder Linksaft.

Fazit: Wenn du ein gutes Ranking erzielen möchtest, solltest du nicht nur gute Contents, sondern auch Link Juice produzieren!

Bei SEO hört für dich der Spaß auf? Wir helfen dir gern!

Wie kann ich die interne Verlinkung optimieren?

So weit, so gut. Bevor du nun aber mit der internen Verlinkung loslegst, möchten wir dir 5 wichtige Grundregeln mit auf den Weg geben. Wenn du diese berücksichtigst, steht deiner erfolgreichen SEO Optimierung garantiert nichts mehr im Weg!

Verlinke nicht für Google, sondern für deine Leserschaft!

Vergiss nicht, dass du deine Links letzten Endes nicht für Suchmaschinen, sondern für Menschen setzt. Setze also nur Links, die auch einen Nutzen für deine User bringen!

Wie du das erreichst? Indem du stets die Customer Journey deiner User vor Augen behältst. Hole sie also dort ab, wo sie sich gerade befinden, und leite sie durch eine entsprechende interne Verlinkung zum nächsten Schritt ihrer Reise – auch Marketing Funnel genannt.

Positioniere interne Links, wo sie Beachtung finden!

Es gibt verschiedene Orte, wo du interne Links platzieren kannst. So kannst du deine Links im Header, Main Content oder Footer setzen. Aber nicht überall werden deine Links gleichermaßen wahrgenommen!

Wichtige Links solltest du also unbedingt in den Main Content setzen, da Links im Header weniger Beachtung finden. Von Links im Footer raten wir generell ab, da sie noch seltener angeklickt werden als diejenigen im Header.

Beachte zusätzlich, dass Links, die eher am Anfang eines Textes stehen, eher beachtet werden!

Auch sollten sich nicht zu viele andere Links im Text befinden, da diese Links letztlich in Konkurrenz miteinander stehen würden.

Formuliere den passende Linktext!

Auch auf den Linktext – auch Ankertext genannt – kommt es an! Markiere und verlinke also nicht einfach irgendwelche beliebigen Wortkombinationen, die im entferntesten Sinne mit dem verlinkten Text in Verbindung stehen. Geh vielmehr auch hier mit einer gezielten Keyword Strategie vor!

Auf der sicheren Seite bist du, wenn du immer das Wort als Linktext nutzt, dass zugleich auch das Fokus-Keyword deiner Zielseite darstellt.

Konkret heißt dies also: Du hast einen Rezepte-Blog. Einer deiner Blogbeiträge ist ein Bananenbrot-Rezept. Dann wird Bananenbrot ganz sicher das zentrale Keyword dieses Beitrags sein. Wenn du diesen Beitrag nun in einem anderen Artikel verlinken willst, dann solltest du also das Wort „Bananenbrot“ nennen und nur dieses verlinken.

Also bitte nicht „sich endlich mal wieder etwas richtig Leckeres gönnen“ als Ankertext nutzen, okay? Dies würde Google unnötig verwirren…

Erstelle ein Themencluster!

Ein Themencluster verschafft dir einen Überblick über deine Themen. Dieser Überblick ist wichtig, um zu verstehen, welche Verlinkungen generell in Frage kommen. Bestimme hierfür zunächst alle Hauptthemen und ordne diesen verschiedene Unterthemen zu.

Am besten bringst du dieses Cluster tatsächlich zu Papier! Denn oft genügt ein einziger Blick aufs Cluster, um zu verstehen, ob eine bestimmte Verlinkung sinnvoll ist oder nicht.

Soll heißen: Es macht keinen Sinn, deinen Artikel darüber, wie man den Reifegrad einer Melone feststellt, in deinem Artikel über Bananenbrot zu verlinken. Klingt zwar logisch, allerdings kommen einem beim Schreiben die skurrilsten Ideen… Manchmal hilft ein kurzer Blick aufs Themencluster.

Fokussieren Sie sich auf Ihre wichtigsten Seiten!

Um die Kraft der internen Verlinkung voll auszuschöpfen zu können, solltest du genau überlegen, welche Seiten du wirklich verlinken willst. Bestimme hierfür deine wichtigsten Seiten, deine Leistungsseiten! Dies sind in der Regel deine Produktseiten, also die Seiten, auf denen deine User zu Kundschaft konvertieren können.

Schreib deinen Content also im mit deinen Leistungsseiten im Hinterkopf! Wann immer es inhaltlich sinnvoll erscheint, setze einen Link zu diesen Produktseiten. So wird Google relativ schnell verstehen, welche Seiten deine Lieblinge sind – und diese mit einem guten Ranking belohnen. SEO at its best!

Du willst dein SEO optimieren – weißt aber nicht wie?

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Wir freuen uns auf dich!

Blogmarketing
Florian Damien Singh

Florian Damien Singh

Online Redakteur