Wie kommt man bei Google nach oben?

Mit den richtigen Maßnahmen kannst du deine Website bei Google nach oben bringen. Foto: Adobe Stock, (c) DigiClack

Stelle dir Google als lebendes, atmendes System vor. Es verändert sich laufend, verbessert seine Algorithmen schneller, als du schauen kannst und schickt seine Bots und Spiders sekündlich mit neuen Aufträgen ins Netz. Überrascht es dich jetzt noch, dass auch SEO- und SEA-Systeme laufend angepasst und optimiert werden müssen? Herold verrät, welche Wege es gibt, um 2022 die Website auf Google pushen zu können.

Wie kommt man bei Google nach oben?

Zunächst musst du verstehen, wie Google tickt und welche Ziele Google überhaupt verfolgt. Main goal von Google ist es, seine User langfristig an die Suchmaschine zu binden. Und das wiederum gelingt am besten, wenn Google die besten Suchergebnisse ganz oben liefert. Deshalb bewertet Google jede einzelne Website anhand bestimmter Kriterien wie beispielsweise Ladezeit, Inhalt, Benutzerfreundlichkeit, Klickrate, Verweildauer und Absprungrate.

Website in Google nach oben bringen

Eine technisch einwandfreie Unternehmenswebsite, die mit sinnvollen Inhalten bestückt ist, zählt wie erwähnt zu den Grundvoraussetzungen, um in den Google Suchergebnissen überhaupt mitspielen zu dürfen. Nur wenn du über eine solche Website verfügst, ist es sinnvoll überhaupt tiefer in die folgende Materie einzutauchen.

Wer bei der Google Suche ganz oben stehen möchte hat 4 Möglichkeiten

Dass eine gute Website der Ausgangspunkt ist, um es bei Google ganz nach oben zu schaffen, wurde nun ausreichend dargelegt. In den meisten Fällen genügt eine gute Website aber nicht, um unter den ersten 10 Google Einträgen aufzuscheinen.

Wer sein Google Ranking verbessern will, hat vier verschiedene Möglichkeiten um auf Google präsent zu sein. Den ultimativen Marketing-Erfolg erzielst du selbstverständlich, wenn du all diese vier Bereiche abdeckst. Wir stellen dir diese Bereiche genauer vor und verraten, was du für eine durchgehend gute Google Position tun musst.

1. Bei Google Suche oben stehen durch Google Ads Top Anzeigen (SEA)

Google Ads sind dir bei der Google Recherche bestimmt schon einmal untergekommen. Aber wer klickt denn schon auf diese gekauften Anzeigen? Mehr Leute als du denkst. Gerade ältere Nutzer:innen, die gleichzeitig zur kaufkräftigsten Gruppe zählen, wissen nach wie vor nicht, dass es sich bei den Top-Anzeigen überhaupt um bezahlte Werbung handelt. Die meisten halten sie für ganz normale Treffer ihrer Google Suche.

Und was die jüngeren User betrifft: Google hat das System, nach welchem die Anzeigen ausgespielt werden, in den letzten Jahren so weit perfektioniert, dass die ausgespielten Anzeigen bestmöglich zur jeweiligen Suchanfrage passen – und erfahrene Google User wissen das! Mit anderen Worten: Ein User zwischen 18 und 35 klickt auf die Google Ads, weil er sicher sein kann, dass hier eine sehr hohe Chance besteht, dass seine Suchintention befriedigt wird. Und mehr wollen die meisten User schließlich auch gar nicht.

Wie viele Leute klicken auf Google Ads?

Genau diese Frage hat sich auch SISTRIX-Gründer Johannes Beus gestellt. Seine Untersuchung hat ergeben, dass die Antwort ganz stark davon abhängt, wie die Suchanfrage lautet. Betrachtet man die Gesamtheit aller Klicks und die Verteilung zwischen Google Suchanzeigen und organischen Suchergebnissen, entfallen auf Google Ads lediglich 6,8 Prozent.

Clustert man die Verteilung der Klicks jedoch nach dem Suchvolumen für das jeweilige Keyword, ergibt sich ein anderes Bild: Je niedriger das Suchvolumen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass der User auf eine Google Anzeige klickt. Wir sprechen hier immerhin von einer Klickrate von beinahe 25 Prozent!

Wie schafft man es in die Google Ads Top Anzeigen?

Es ist gar nicht so einfach, in den Google Ads ausgespielt zu werden. Und das, obwohl man dafür zahlt. Google hat es sich nämlich zum Ziel gesetzt, ausschließlich hochrelevante Anzeigen auszuspielen. Das bedeutet: Das System checkt für jede einzelne Suchanfrage, welche Ads in Frage kommen und wählt lediglich jene aus, die für das Keyword wirklich relevant sind, weil sie die Suchintention möglichst deckungsgleich bedienen. Kommt das System jedoch zu dem Ergebnis, dass keine der infrage kommenden Anzeigen die notwendige Relevanz hat, wird einfach gar keine Anzeige ausgespielt.

Genau das ist der Grund, warum viele kleine und mittelständische Unternehmen nichts von Google Ads halten: Die meisten schaffen es nicht, ihre Anzeigen so zuzuschneiden, dass sie auch tatsächlich ausgespielt werden. Für KMUs, die ihr Ads-Konto in professionelle Hände legen, bedeutet dies einen echten Wettbewerbsvorteil: Je schlechter die Anzeigen der Konkurrenz, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, für relevante Suchanfragen in den Top Anzeigen zu landen!

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2. Bei Google weiter oben erscheinen über die organischen Treffer (SEO)

Old but Gold: Suchmaschinenoptimierung ist nach wie vor das zentrale Element des digitalen Marketings. Wer in der organischen Suche für das gewünschte Keyword auf der 1 Seite landet, hat praktisch schon gewonnen. Eine solche Positionierung ist aber bei weitem keine Selbstverständlichkeit! Viele Firmeninhaber stecken enorm viel Zeit in die Gestaltung einer Unternehmenswebsite und dennoch: Google findet die Website nicht – geschweige denn auf der ersten Seite ausspielt.

Um dein Ranking in den organischen Google SERPs zu verbessern, musst du an mehreren Stellschrauben drehen. Entscheidend ist, dass du deine Website und sämtliche Unterseiten (= Webseiten) auf ihre Kompatibilität mit den aktuellen Google Rankingfaktoren überprüfst. Wenn du diese wichtigen Faktoren sowie unsere Tipps beherzigst, gelingt es dir bestimmt, deine Website bekannter zu machen.

Suchmaschinenoptimierung klingt interessant?

3. Bei Google nach vorne durch Google My Business Top 3 Einträge

Google Business Profile, früher Google My Business und noch früher Google Places, ist eine Plattform, die von Google (derzeit) kostenlos zur Verfügung gestellt wird und verschiedene Dienste (zum Beispiel Google Maps) bündelt. Im Grunde handelt es sich um ein riesiges Branchenverzeichnis. Wenn du ein Unternehmen betreibst, existiert mit ziemlicher Sicherheit auch ein entsprechender Google My Business Eintrag.

Ob dieser für lokale Suchen auch wirklich ausgespielt wird, ist eine ganz andere Frage. Derzeit liegt es nämlich noch in der Verantwortung des Firmeninhabers, den jeweiligen Eintrag für die richtigen Suchbegriffe relevant zu machen. Folgende Maßnahmen sind hierfür essentiell:

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Es muss vollkommen klar sein, welcher Firma der Google My Business Eintrag gehört. Das heißt: Wenn du über einen Eintrag im Handelsregister verfügst, solltest du den dort angeführten Namen in der korrekten Schreibweise auch für das Google Business Profil verwenden. Essentielle Inhalte im Google My Business Eintrag sind die Öffnungszeiten, das Logo, Rufnummern, Website bzw. die Internetadresse. Fotos verleihen dem Eintrag zusätzliche Prägnanz. Aber achte unbedingt darauf, dass es sich um hochauflösende, sinnvolle Aufnahmen handelt!

Um Google besondere Aktualität und Relevanz zu signalisieren, solltest du die Funktion „Google Beiträge“ im Dashboard nutzen. Hier kannst du zeitlich begrenzte Informationen platzieren (zum Beispiel Betriebsferien, aktuelle Angebote/Veranstaltungen uvm.)

Präsenz auf anderen Branchenportalen optimieren

Hast du dich schon mal gefragt, wie Google eigentlich die Relevanz deiner Firma/deines GMB Eintrages bestimmt? Einer der wichtigsten Indikatoren, die die Suchmaschine verwendet, ist es, wie oft dein Unternehmen mit exakten Daten (Name, Adresse usw.) an anderer Stelle im Internet genannt wird. Bevorzugt werden hier natürlich Nennungen auf Seiten, die Google selbst als relevant und vertrauenswürdig einstuft (Stichwort: hochwertige Website Backlinks). Darüber hinaus gleicht Google seine Einträge aber auch mit den Einträgen in anderen Branchenportalen ab. Du solltest also dafür sorgen, dass deine Firma mit exakten und aktuellen Daten in den wichtigsten österreichischen Branchen- und Bewertungsportalen (herold.at, firmenabc.at und dergleichen) präsent ist.

Onpage-Optimierung: Website verbessern für gutes GMB Ranking

Woran viele Unternehmen nicht denken: deine Website sollte ebenfalls mit deinem Google My Business Eintrag übereinstimmen und optimiert sein. Erstens wird Google einen Eintrag im Branchenverzeichnis, der mit einer unterdurchschnittlichen Website verknüpft ist, sehr wahrscheinlich nicht in den GMB Top 3 Einträgen anzeigen. Andersherum gewinnt eine Website, die perfekt optimiert ist, automatisch an Relevanz, wovon natürlich auch das Ranking auf Google My Business profitiert.

4. Bei Google nach vorne durch Google Maps Anzeigen

Derzeit gibt es zwei Möglichkeiten, für lokale Suchanfragen in den Google Maps Ergebnissen ausgespielt zu werden: (1) Google Ads und (2) die organischen Treffer. Die Wahrscheinlichkeit, unter den organischen Treffern präsent zu sein, ist sehr gut, sofern dein Unternehmen für die relevante Suchanfrage auch in den normalen Top 10 Suchergebnissen erscheint. Da die Anzeigenschaltung auf Google Maps derzeit noch eine recht neue und daher auch relativ unbekannte Art der Werbemaßnahme ist, kann sie für stark umkämpfte Keywords einen echten Wettbewerbsvorteil darstellen.

Wie funktionieren Google Maps Anzeigen?

Damit deine Ads auch bei Google Maps ausgespielt werden, musst du über dein Google-Ads-Konto zunächst eine Such-Netzwerk Brandkampagne erstellen und die Option „Suchnetzwerk-Partner einbeziehen“ aktivieren. Anschließend musst du noch die Standorterweiterungen in den Anzeigenerweiterungen aktivieren – und voilà: Künftig werden deine Ads für (eingebuchte) Keywords bei Google Maps ausgespielt. Das gilt natürlich nur, wie wir bereits gelernt haben, wenn du deine Anzeigengruppen clever und ausreichend feinmaschig erstellt haben. Weiterführende Informationen zu Anzeigen in Google Maps findest du hier im Google Support.

Warum ist es überhaupt wichtig bei Google nach oben zu kommen?

Google dominiert die Internetsuche

Laut aktuellen Studien, sucht die Kundschaft von heute bevorzugt über das Internet. Mehr als 80 Prozent aller Österreicher und Österreicherinnen nutzten das Internet mobil. Und ein Großteil davon verwendet es, um Suchanfragen via Smartphone abzusetzen. Und von welcher Suchmaschine lassen sich diese Menschen ihre Fragen am liebsten beantworten? Richtig: Von Google. Gegen den Marktführer unter den Suchmaschinen kommen andere Suchmaschinen wie Bing, Duckduckgo & Co. schlichtweg nicht an. Das gilt übrigens auch für die Suche nach Dienstleistern.

Das Institut marketmind1 hat 2018 eine repräsentative Studie mit Konsumenten im Alter 18+ durchgeführt und die Teilnehmer dazu befragt, wie sie diverse Dienstleister:innen wie zum Beispiel Ärzte, Handwerker oder Autowerkstätten versuchen zu finden.

Geschlossen-Ladenschild vor schäbiger grüner Tür. Wer auf Google nach vorne kommen will, muss investieren!
Wie kann ich meine Homepage bei Google nach vorne bringen? Mit SEO und SEA. Adobe Stock, (c) lassedesignen

An erster Stelle stehen natürlich nach wie vor persönliche Empfehlungen – doch das Internet kommt direkt an zweiter Stelle. 92% aller Österreicher, die im Internet nach dem passenden Dienstleister suchen, tun dies über Google. Für Unternehmen bedeutet das: Wer über Google nicht gefunden wird, verschenkt Chancen an die Konkurrenz.

Wo wird meine Firma überall aufgelistet?

KMUs profitieren am meisten von lokaler Google Suche

Der Wandel von der Desktop-Suche hin zur Suche via Smartphone hat dafür gesorgt, dass ein weiteres Phänomen immer wichtiger wird: die lokale Google Suche. Da Suchen mit lokalem Bezug, die über das Smartphone abgesetzt werden, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen das größte Potenzial haben, zu realen Aufträgen/realen Käufen zu werden, wollen wir uns im folgenden darauf konzentrieren, wie du dein Unternehmen für lokale Suchanfragen ganz nach vorne bringen kannst.

Warum sollte man seine Seite bei Google ganz nach vorne bringen?

Warum ist es für Unternehmen eigentlich so wichtig, bei Google so weit wie möglich nach vorne zu kommen? Ganz einfach: Kaum ein Mensch schaut heute noch auf die zweite Seite der Google SERPs (außer er findet auf Seite 1 nicht, was er gesucht hat – aber das ist heutzutage die absolute Ausnahme). SISTRIX-Gründer und -Geschäftsführer Johannes Beus hat in einer Studie gezeigt, dass 99,1% aller organischen Klicks zwischen den Positionen 1 bis 10 erfolgen. Schafft es deine Website also nicht auf die erste Seite, hast du den Wettbewerb um den Kunden bereits verloren.

Bei Google oben stehen: Was ist das Ziel?

Dein Ziel muss es sein, für konkrete Keywords mit lokalem Bezug so viel Platz wie möglich auf der ersten Suchergebnisseite einzunehmen. Da mittlerweile schon jede fünfte Suchanfrage, die über Google abgesetzt wird, lokalen Bezug hat, würde dies eine enorme Internetpräsenz für dein Unternehmen bedeuten. Und das wiederum heißt, dass der Konsument quasi nicht um dich herum kommt. Wie du das erreichen kannst? Indem du dafür sorgst, dass dein Unternehmen in allen vier genannten Bereichen, in denen es theoretisch angezeigt werden kann, auch wirklich angezeigt wird. Hier noch einmal diese vier Bereiche zusammengefasst sind:

  1. Google Ads (Anzeigen)
  2. Organische Suche Top 10
  3. Google My Business (GMB) Top 3
  4. Google Maps Anzeigen

Fazit: Was bringt es mir, auf Google nach vorne zu kommen?

In allen vier Bereichen auf Google nach vorne zu kommen, garantiert deinem die Aufmerksamkeit der Kundschaft! Stelle dir einmal vor, du selbst bist derjenige, der im Netz nach Dienstleister:innen, einem Geschäft oder einem neuen Hausarzt sucht. Und da gibt es diesen einen Anbieter, der dir immer wieder auf Google ins Auge springt – ganz gleich, ob du auf Google Maps schaust, die Google My Business Einträge durchgehst oder dich auf die normalen Google Suchergebnisse konzentrierst.

Was sagt dir das? Ganz richtig: Offensichtlich ist dieser Dienstleister/dieses Geschäft/dieser Arzt für das, was du suchst, genau die richtige Adresse. Einen Blick auf seine Homepage würdest du wohl auf jeden Fall riskieren. Natürlich ist es nicht immer möglich, alle vier Google Bereiche zu dominieren. Dies gilt insbesondere für stark umkämpfte Märkte oder ein stark umkämpftes Thema. Eines sollten kleine und mittlere Unternehmen jedoch niemals vergessen: Google weiß nicht, wie groß (oder klein) dein Unternehmen ist.

Und selbst, wenn sich einer der österreichweiten Marktführer deiner Branche ganz in deiner Nähe niedergelassen hat: Die Suchmaschine wird dem User trotzdem weiterhin das relevanteste Ergebnis für seine jeweilige Suchanfrage ausspielen. Und die Faktoren, die dieses Ranking bestimmen, kannst du durch cleveres Online Marketing entscheidend beeinflussen.

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1) marketmind, 10/2018, rep. Studie österreichische Bevölkerung 18+, CAWI / CATI, n = 1065