Diamantbestattung: Was kosten Edelsteine aus Asche?

Bei einer Diamantbestattung wird ein Edelstein aus der Asche des Verstorbenen gepresst.

Bei der Diamantbestattung bleibt dir ein wundervolles Erinnerungstück: Ein Edelstein aus der Asche des/der lieben Verstorbenen. Adobe Stock, (c) Rob Byron

Menschen, die sterben, verlassen uns niemals vollständig. Wir tragen sie ein Leben lang im Herzen und zehren von der Erinnerung, bis wir sie eines Tages wiedersehen. Manche Bestattungsunternehmen können Hinterbliebenen sogar ein sichtbares Zeichen dieser Erinnerung schenken: in Form eines Diamanten. Bei der Diamantbestattung wird aus der Asche des Kremierten ein Edelstein gefertigt. Wir haben recherchiert, welche Bestatter Erinnerungsdiamanten anbieten und was der Diamant aus Asche in Österreich kostet.

Diamantbestattung – was ist das?

Die Diamantbestattung ermöglicht Hinterbliebenen das, was wir uns alle wünschen: Dass wir den lieben Verstorbenen ein Leben lang bei uns tragen können. Folglich handelt es sich natürlich nicht um eine Bestattung im eigentlichen Sinne, da die sterblichen Überreste nicht beigesetzt werden. Stattdessen wird aus der Asche des Verstorbenen durch ein spezielles Verfahren ein Diamant hergestellt. Der Erinnerungsdiamant ist unter den Bestattungsarten sicher die extravaganteste – doch vielen Angehörigen dürfte es ein Trost sein, wenn von ihrem lieben Verstorbenen etwas „bleibt“.

Übrigens: Obwohl es nicht ganz passend ist, zählen die meisten Anbieter die Diamantbestattung/den Diamanten aus Asche, genau wie die Weltraumbestattung, zu den Naturbestattungen.

Wie läuft eine Diamantbestattung ab?

Die Fertigung eines Erinnerungsdiamanten kann ausschließlich im Anschluss an eine Feuerbestattung beziehungsweise eine Einäscherung stattfinden. In diesem Rahmen wird normalerweise auch die Verabschiedung vom Verstorbenen vorgenommen (Trauerfeier). Im Anschluss an die Kremation findet die Umwandlung zum Edelstein statt. Zu diesem Zweck überführt der Bestatter die Asche des Verstorbenen ins Ausland, da es laut österreichischem Bestattungsgesetz gegenwärtig nicht erlaubt ist, einen Diamanten aus der Asche verstorbener Angehöriger oder Partner fertigen zu lassen.

Normalerweise dauert es rund ein Jahr, bis sich aus der Asche Diamant-Kristalle gebildet haben. Die Angehörigen entscheiden nun selbst, was mit dem Erinnerungsdiamanten geschehen soll. Manche Hinterbliebene lassen den Stein als Anhänger für eine Kette schleifen oder in einen Ring einpassen. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, den Diamant aus Asche in einer Schmuckschatulle aufzubewahren.

Diamantring, dessen Edelstein im Rahmen einer Diamantbestattung entstanden ist. Diamant aus Asche.

Ob der Diamant geschliffen wird oder nicht, entscheiden die Angehörigen. Informationen bekommst du beim Bestatter. Adobe Stock, (c) Rainer Fuhrmann

Diamantbestattung – wie funktioniert das?

Das, was in den kremierten Überresten eines Verstorbenen zu Diamanten kristallisieren kann, ist der Kohlenstoff. Zum Zwecke der Umwandlung oder Transformation, wie die Diamantbestattung auch häufig genannt wird, wird der Asche dieser Kohlenstoff also zunächst entzogen. Für einen Erinnerungsdiamanten sind etwa 500 g amorpher Kohlenstoff erforderlich. Damit aus dem Kohlenstoff Kristalle werden, braucht es ein spezielles Verfahren, bei dem die Bedingungen simuliert werden, unter denen Diamanten auf natürlichem Wege entstehen. Hier kristallisiert der Kohlenstoff unter einem Druck von 50.000 bis 60.000 bar und bei einer Temperatur von 1500 bis 2000 Kelvin etwa drei bis zwölf Monate lang (je nach gewünschtem Reinheitsgrad).

Ist die Diamantbestattung eine echte Bestattung?

Nein. Streng genommen zählt die Fertigung eines Edelsteins zur Erinnerung an den lieben Verstorbenen auch gar nicht zu den Bestattungsarten. Denn für die Umwandlung in einen Diamanten wird normalerweise nur ein Teil der Kremationsasche benötigt. Die restliche Asche muss nach österreichischer Gesetzeslage (Bestattungszwang) normalerweise am Friedhof in einem Urnengrab oder im Rahmen einer Luft-, See-, Berg- oder Baumbestattung beigesetzt werden.

Tipp: Eine Alternative wäre zum Beispiel, die restliche Asche NICHT nach Österreich rückführen zu lassen, sondern sie im Rahmen einer (deutlich günstigeren) Naturbestattung in der Schweiz beisetzen zu lassen. Dein Bestattungsunternehmen wird dich diesbezüglich gerne beraten.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Widmann Bestattungen (@widmannbestattungen) am

Erinnerungsdiamant aus der Schweiz

Da es in Österreich aktuell nicht gestattet ist, Schmuck aus Asche Verstorbener herzustellen, überführt das Bestattungsunternehmen die sterblichen Überreste im Anschluss an die Kremation in die Schweiz. Sobald die Umwandlung abgeschlossen ist, veranlasst der Bestatter auch die Rückführung des Diamanten nach Österreich. Da der gesamte Vorgang über das österreichische Bestattungsunternehmen abgewickelt wird, sind die Kosten der Diamantbestattung insgesamt beim Bestatter zu begleichen.

Diamantbestattung Kosten

Was kostet ein Erinnerungsdiamant in Österreich?

In Sachen Bestattungskosten liegt der Erinnerungsdiamant definitiv im oberen Bereich. Mit welchen Kosten du konkret rechnen musst, hängt sowohl von der Qualität und Karatzahl als auch von der jeweiligen Schleifung und Verarbeitung des Edelsteins ab. Günstige Erinnerungsdiamanten erhältst du schon ab € 4.000. Für einen qualitativ hochwertigen und gut verarbeiteten Diamanten aus Asche werden in Österreich jedoch Preise von bis zu  € 13.000 verlangt.

Diamantbestattung – Kosten sparen

In Sachen Diamantbestattung ist es sinnvoll, diesen Wunsch zu Lebzeiten im Testament oder in einer Bestattungsverfügung festzuhalten und eine entsprechende Sterbegeldversicherung beim Bestattungsunternehmen deiner Wahl abzuschließen. Auf diese Weise gehst du sicher, dass deine Angehörigen deinen Wünschen entsprechen und dir die Diamantbestattung nicht (zum Beispiel aus Geldmangel) verwehrt bleibt.

Damenhände mit einem Edelsteinring, der im Rahmen einer Diamantbestattung entstanden ist. Diamant aus Asche.

Die Diamantbestattung Kosten können sich auf bis zu € 13.000 belaufen. Ein Diamant aus Haaren kann eine Alternative sein. Adobe Stock, (c) focusandblur

Diamant aus Haaren?

Neben dem Diamant aus Asche gibt es auch noch die Möglichkeit, einen Erinnerungsdiamanten aus menschlichem Haar (genauer: aus dem im Haar enthaltenen Keratin) zu fertigen. Zu diesem Zweck wird eine geeignete Menge Haare (mindestens 5 Gramm) verkohlt, wodurch amorpher Kohlenstoff entsteht. Dieser wird anschließend durch oben beschriebenes Verfahren zur Kristallisation gebracht. Einen kleinen Diamanten aus Haaren mit geringer Karatzahl bekommst du bei manchen Anbietern schon ab rund € 2.000.

Diamantbestattung für meinen Hund?

Für viele Menschen macht es in Sachen Schmerz und Trauer kaum einen Unterschied, ob sie einen geliebten Menschen oder ein geliebtes Haustier verlieren. Um so erschreckender ist der Gedanke, dass tote Haustiere laut Verordnung der Landeshauptleute über die Beseitigung von tierischen Abfällen in allen Bundesländern an die Tierkörperverwertung zu übergeben sind. Wer nicht möchte, dass sein geliebter Vierbeiner zu Tiermehl verarbeitet wird, kann sich natürlich für eine Tierbestattung entscheiden – oder für eine Diamantbestattung.

Es ist möglich, im Anschluss an die Kremation des Tieres einen Diamanten fertigen zu lassen. Hierfür werden etwa 300 g Kremationsasche benötigt. Wer sein Haustier nicht verbrennen lassen möchte, kann sich auch für einen Diamanten aus Haaren (oder Federn) entscheiden. Die Kosten für einen Tierdiamanten liegen bei rund € 2.000.

Diamantbestattung Wien – wer bietet es an? Kontakt

Diamantbestattung Niederösterreich

Diamantbestattung Oberösterreich

Diamantbestattung Burgenland

Diamantbestattung Kärnten

Diamantbestattung Steiermark

 Diamantbestattung Salzburg

Diamantbestattung Tirol

Diamantbestattung Vorarlberg

Die bestbewerteten Bestatter in deinem Bundesland:



Informationen zum Datenschutz einschließlich Cookie Richtlinie