Schädlingsbekämpfung: Die 10 häufigsten Schädlinge und wie du sie los wirst - HEROLD.at

Schädlingsbekämpfung: Die 10 häufigsten Schädlinge und wie du sie los wirst

Ameisen, Küchenschaben oder Silberfischchen – keiner will diese kleinen krabbelnden Gäste im Haus oder in der Wohnung. Doch sie sind meistens gekommen, um zu bleiben. Sie wieder loszuwerden kann manchmal ganz schön schwierig sein. Je nach Schädling und Ausmaß des Befalls kann man selbst gegen die Biester ankämpfen oder einen Experten in Sachen Schädlingsbekämpfung beauftragen.

Die 10 häufigsten Schädlinge in Österreich, Ursachen dafür und Maßnahmen dagegen findest du hier:

1. Ameisen

Schädlingsbekämpfung

Ameisen können ziemlich schnell zu einer Schädlingsplage werden. Foto: Adobe Stock, (c) Shestakoff

Ameisen sind wunderbare kleine Geschöpfe, die eine Bereicherung für die Natur darstellen. Bewegen sich Ameisen jedoch ins häusliche Gebiet, werden sie zur Plage. Drei Ameisenarten werden am häufigsten im Haus oder in der Wohnung gefunden.

  1. Die Wegameisen sind Vorratsschädlinge, welche sich von Lebensmitteln im Haus ernähren und auch durch diese angelockt werden. Sie sind die häufigste Ameisenart, die im Haus Ärger macht. Deren Bisse sind lästig und unangenehm, jedoch nicht gefährlich.
  2. Die Holzameisen greifen Holz an, was zu massiven Materialschäden am Haus führen kann. Diese Ameisen werden bis zu 1 cm groß und sind farblich rötlich-braun.
  3. Die Pharaoameisen sind mit 3 mm besonders klein und haben eine hellgelbe Farbe. Im Gegensatz zu den anderen Arten stellen die Pharaoameisen eine Gefahr für den Menschen dar, da sie Krankheiten übertragen können.

Ursachen für Ameisen im Haus

Ameisen gelangen auf ihrer Nahrungssuche ins Haus. Dabei schlüpfen sie durch Spalten bei Fenstern oder Türen ins Innere.

Tipp: Bloggerin Eveline hat einen umfassenden Ratgeber zum Thema „Ameisen im Haus“ geschrieben und informiert detailliert über entsprechende Maßnahmen und mögliche Folgeschäden.

Maßnahmen gegen Ameisen

Zu allererst ist es notwendig herauszufinden, um welche Ameisenart es sich handelt. Wenn du Holzameisen oder Pharaoameisen in deinem Haus entdeckt hast, solltest du dir professionelle Hilfe besorgen, da diese Ameisen in kurzer Zeit große Schäden anrichten können. Nur mit einer professionellen Schädlingsbekämpfung kannst du dir sicher sein, dass deine vier Wände bald wieder komplett Ameisen-frei sind. Handelt es sich um Wegameisen, dann kannst du die Ameisen-Invasion mit folgenden Maßnahmen selbst bekämpfen.

  • Lebensmittel gut verschließen: Da Wegameisen gierig auf Lebensmittel sind und durch diese auch angelockt werden, ist es am besten, Lebensmittel gut zu verschließen (dicht versiegeln) und für Ameisen unerreichbar zu verstauen.  Das hilft im Kampf gegen die Biester und ist auch eine gute Methode, um der Ameisenplage vorzubeugen.
  • Sauberkeit in der Wohnung: Alles,was Ameisen köstlich empfinden, muss aus der Wohnung entfernt werden. Das bedeutet, Keksbrösel oder Haustierfutterreste unbedingt beseitigen und auch den Müllsack regelmäßig entleeren.
  • Eintrittsstellen ins Haus abdichten: Alle möglichen Stellen, an denen die Ameisen ins Haus gelangen, müssen abgedichtet werden. Alle Fenster und Türdichtungen müssen inspiziert werden. Gegebenenfalls Spalten oder Ritzen abdichten!
  • Durch Gerüche desorientieren: Wenn du auf die Ameisenstraße stark riechende Kräuter wie z.B. Lavendelblüten, Zitronenkraut oder Thymian legst, werden die Ameisen durch den starken Geruch desorientiert und abgeschreckt.
  • Köderfallen: Wer zu radikaleren Maßnahmen greifen will, kann eine Köderfalle im Haus auslegen, wodurch die Ameisen durch das Gift abgetötet werden. Hier musst du auf jeden Fall beachten, dass du den Köder so platzierst, dass ihn Kinder oder Haustiere nicht erreichen können!

2. Tauben

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Tauben sind in Großstädten sehr unbeliebte Bewohner. Foto: Adobe Stock, (c) 29felix01

Tauben halten sich vermehrt in Großstädten auf. Alleine in Wien leben zwischen 130.000 und 150.000 Tauben. Diese hohe Anzahl bringt für Bewohner der Stadt zwei gravierende Probleme: ein wirtschaftliches und ein gesundheitliches. Tauben produzieren viel und sehr aggressiven, säurehaltigen Kot, welcher Fassaden von Gebäuden, Gehsteige, Balkone oder Fensterbänke zerstört. Für Sanierungen fallen allein in Wien jährlich Kosten im Millionenbereich an.

Tauben übertragen auch Krankheiten wie Salmonellen; der Vogelkot ist hoch infektiös und gelangt durchs Aufwirbeln in die Luft. Außerdem sind Tauben sehr oft von Vogelmilben oder Zecken befallen, welche auf den Menschen übergehen können.

Ursachen für Taubenplage

Die Ursache für die Unmenge an Tauben in Großstädten ist ein Überangebot an Nahrung. Ihre Nistplätze bauen sie oft auf Balkonen, in Dachrinnen oder auf Mauerabsätzen, was an diesen Stellen zu häufiger Kotablagerung führt.

Maßnahmen gegen Tauben

Um Taubenkot auf Balkonen und Fensterbänken rund um das Haus oder die Wohnung zu verhindern, müssen Maßnahmen ergriffen werden, die die Tauben von der Wohnung fernhalten.

  • Tauben abschrecken: Die wohl einfachste Art gegen störende Tauben vorzugehen, ist sie abzuschrecken, z.B. durch einen Plastikraben, Windräder oder rotierende Spiegel. Da Tauben als besonders anpassungsfähig gelten, ist es wichtig diese Abschreckungselemente immer wieder wo anders zu platzieren.
  • Spikes installieren: Spikesysteme sind vor allem für Fensterbretter ideal, da sie das Landen von den Tauben verhindern. Spikes sehen zwar nicht besonders gut aus, sind aber äußerst effektiv und verletzen die Tiere nicht.
  • Netz spannen: Wenn eine größere Fläche vor Tauben geschützt werden muss, wie z. B. ein Balkon, dann kann es sich als sinnvoll erweisen, ein Netz über diese Fläche zu spannen.
Tipp: Wenn du wissen möchtest, wer die Kosten für eine professionelle Taubenabwehr trägt und ob Tauben vor der Wohnung ein ausreichender Grund für eine Mietminderung sind, kannst du dich im Artikel „Tauben am Dach? So wirst du sie los!“ informieren.

3. Ratten

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Ratten nagen gerne alle möglichen Gegenstände im Haus an. Foto: Adobe Stock, (c) Holger

„Wer Tauben füttert, füttert Ratten“ – diese Schilder sind in Wien oft anzutreffen und zeigen auch die Gemeinsamkeiten dieser ungewünschten Gäste. Genauso wie Tauben, übertragen Ratten Krankheiten wie z.B. Tuberkulose, Typhus oder Salmonellose. Auch deren Kot verunreinigt den Lebensraum der Menschen. Ratten sind intelligente, hartnäckige und anpassungsfähige Tiere. Sie fressen so gut wie alles und gelangen auch durch nur sehr schmale Spalten in Wohnungen und Häuser.

Ursachen für Ratten im Haus

Ratten gelangen meistens auf der  Sucher nach Futter ins Haus. Sie werden von offenen Mistkübeln, Essensresten am Komposthaufen oder durch Lebensmittel, die über die Toilette entsorgt worden sind, angelockt. Ins Haus oder die Wohnung gelangen Ratten auf vielen verschiedenen Wegen, entweder über Rohrleitungen, Öffnungen für Versorgungsleitungen, Aufzugsschächte oder Spalten in der Mauer. Wenn Ratten ein warmes Heim gefunden haben, machen sie es sich meistens im Dachgeschoss gemütlich und bauen dort ein Nest. Bei einem Rattenbefall ist eine professionelle Schädlingsbekämpfung stark zu empfehlen!

Maßnahmen gegen Ratten

Wenn du Ratten in deinem Haus oder deiner Wohnung gesichtet hast, ist es notwendig, so schnell wie möglich zu handeln. Ratten können große Materialschäden verursachen, da sie mit ihren fast unzerstörbaren Schneidezähnen alles annagen, was ihnen in den Weg kommt. Folgende Maßnahmen kannst du anwenden:

  • Eintrittsstellen in das Haus verschließen: Alle nur möglich denkbaren Eintrittsstellen von Ratten müssen erforscht und beseitigt werden. Darunter fallen Türspalten, Spalten bei Fenstern oder Mauern, Lüftungsschächte oder Abflusssysteme. Diese Eintrittsstellen müssen versiegelt werden, z.B. indem Gitter davor installiert werden. Bei Abflusssystemen können Rückstauklappen eingebaut werden.
  • Ratten keine Nahrungsmöglichkeiten bieten: Das bedeutet, keine Lebensmittel in der Toilette runterspülen, kein gekochtes Essen auf den Komposthaufen werfen, Mistkübel verschließen und keine Haustierfutterreste herumstehen lassen.
  • Katze anschaffen: Ein sehr umweltfreundliches und effektives Mittel gegen Ratten ist, sich eine Hauskatze zuzulegen. Der Stubentiger fängt die Ratten für dich mit Freude.
  • Schlagfallen: Diese funktionieren genauso wie Mäusefallen, die Ratten werden durch einen Köder angelockt und dann mit der zuschnappenden Falle getötet.
  • Lebendfalle: Mit dieser können die Tiere lebend gefangen werden, jedoch muss die Ratte dann möglichst weit vom Haus ausgelassen werden. Sie kommt sonst sofort zurück.
  • Rattengift: Dieses sollte mit großer Sorgfalt eingesetzt werden, da Haustiere oder Kinder damit keinesfalls in Berührung kommen dürfen.
Tipp: Wenn du wissen möchtest, wer die Kosten für eine professionelle Rattenabwehr trägt und ob die Anwesenheit der Nager ein ausreichender Grund für eine Mietminderung sind, kannst du dich im Artikel „Ratten am Häusl? So wirst du sie los!“ informieren.

4. Mäuse

Die Mäuse zählen wie die Ratten zu den Vorratsschädlingen, da sie von Lebensmitteln angelockt werden. Mäuse haben sehr ähnliche Eigenschaften und Verhaltensweisen wie Ratten. Sie sind sehr resistent, anpassungsfähig und vermehren sich daher auch ziemlich schnell. Mäuse ernähren sich von allem, was sie in der Speis finden, unter anderem Nüsse, Gebäck, Käse, Getreide, delektieren sich aber auch an Insekten. Einen Mäusebefall deiner Wohnung wirst du dadurch feststellen, dass du Nagespuren an unterschiedlichsten Dingen wie Kabeln oder Möbeln findest. Auch Mäuse sind Krankheitsüberträger.

Um sie loszuwerden können dieselben Maßnahmen wie bei Ratten angewendet werden (siehe oben). Detaillierte Informationen über Mäuseabwehr im Haus oder in der Wohnung findest du auch im Blogartikel „Wie werde ich Mäuse los?

Tipp: Ein Mäuseproblem kann man übrigens auch im Garten haben. Wenn sich in deinem grünen Wohnzimmer Wühlmäuse eingenistet haben und du nicht weißt, wie du sie wieder los wirst, kannst du dich im Blogartikel „Wühlmaus im Garten? Wasserratten erolgreich bekämpfen“ über alle notwendigen Maßnahmen informieren.

5. Küchenschaben

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Wenn du eine Küchenschabe in deiner Wohnung entdeckst, solltest du besser schnell handeln. Foto: Adobe Stock, (c) corabelli

Küchenschaben sind gefürchtete Besucher in der Küche – und das nicht zu Unrecht! Diese Schädlinge verunreinigen Lebensmittel und übertragen Krankheiten. Daher solltest du einen Befall sehr ernst nehmen und sofort Maßnahmen dagegen setzen! Die meist verbreiteten Schaben in Österreich sind die Deutsche Schabe und die Orientalische Schabe. Die Deutsche Schabe wird auch gemeine Küchenschabe genannt, ist ca. 13 mm groß und gelbbraun mit 2 dunklen Streifen am Körper. Die Orientalische Schabe, auch Küchenschabe oder Kakerlake genannt, ist mit ca. 25 mm schon relativ groß. Die männlichen Küchenschaben sind braun, die weiblichen schwarz. Schaben gelten als unglaublich resistent. Angeblich haben sie sogar einen Atombombentest auf dem Bikini-Atoll überlebt. Schaben sind nachtaktiv und leben überwiegend an dunklen und feuchten Orten. Sie sind Allesfresser, was bedeutet, sie vergnügen sich mit allem, was sie finden können, auch mit Stoffen oder faulen Lebensmitteln.

Wichtig: Wenn der Befall von Küchenschaben in einer Mietwohnung stattfindet, musst du dem Vermieter den Befall innerhalb von 2 Wochen melden. In den meisten Fällen zahlt der Vermieter die Kosten für die Schädlingsbekämpfung, sofern der Mieter den Befall nicht verursacht oder dazu beigetragen hat.

Ursachen für Küchenschaben im Haus

Die Ursachen für einen Schabenbefall sind vielfältig, meistens liegt es aber daran, dass Schaben oder deren Eier in die Wohnung hinein getragen wurden. Dies kann z.B. durch gekauftes Obst geschehen oder man bringt die ungebetenen Gäste aus dem Urlaub mit. Manchmal finden Schaben auch den Weg über Rohre von einer bereits befallenen Wohnung zu einer anderen. Mangelnde Hygiene in der Wohnung ist meistens nicht die Ursache für das Auftreten von Kakerlaken, wobei veraltete Lebensmittelreste Schaben schon anlocken können.

Maßnahmen gegen Küchenschaben

Es ist sinnvoll, sich zuerst auf die Suche nach dem Versteck der Schaben zu machen. Du hältst am besten an warmen, finsteren Orten, wie z.B. im Waschraum, im Heizkeller, in der Küche, in Ecken oder Ritzen nach ihnen Ausschau. In der Nacht kommen Schaben meistens aus ihrem Versteck, da kannst du sie am besten ertappen. Mit Klebefallen kannst du anhand der Schaben, die daran picken bleiben, erkennen, ob und wie viele Schaben sich in deiner Wohnung befinden. Schaben können fast ausschließlich nur von professionellen Kammerjägern entfernt werden, da sie selbst und auch ihre Eier unglaublich resistent sind. Wenn sie eine Atomexplosion überleben können, ist es eher unwahrscheinlich, dass du sie mit ätherischen Ölen verscheuchen kannst. Was du aber selbst tun kannst, um die Situation zu verbessern, ist Folgendes:

  • Alle Essensvorräte gut verschlossen verstauen
  • Gründliche Reinigung der befallenen Orte
Tipp: Bei einem Küchenschabenbefall geht kein Weg an der professionellen Schädlingsbekämpfung vorbei. Im Blogbeitrag „So wirst du Küchenschaben los!“ kannst du nachlesen, wie der Profi vorgeht und was du selbst tun kannst, damit der Einsatz so schnell und so effizient wie möglich über die Bühne geht.

6. Fliegen

Schädlingbekämpfung

Kleine Stubenfliege, Foto: Adobe Stock, (c) Schwoab

Es gibt zahlreiche Arten von Fliegen – die Stubenfliege, die Fleischfliege, die Schmeißfliege, die Fluchtfliege – alle sind lästig. Was sie darüber hinaus noch alle gemeinsam haben, sind große Punktaugen und einen recht kompakten Körper. Fliegen zählen zu den Gesundheitsschädlingen, da sie Lebensmittel verderben. Dies kann passieren, indem Fliegen Eier auf die Lebensmittel legen oder Bakterien auf die Lebensmittel übertragen. Denke immer daran: Die Fliege, die zuvor auf einem Kothaufen gesessen ist, könnte dieselbe Fliege sein, die nun auf deinem Kuchen herumklettert.

Ursachen für Fliegen im Haus

Fliegen gelangen zumeist durch das Fenster in die Wohnung oder das Haus. Angelockt werden sie oft durch das Essen.

Maßnahmen gegen Fliegen

Meistens lassen sich einzelne Fliegen durch einfache Mittel entfernen bzw. fernhalten.

  • Klebeband: Klebebänder werden in befallenen Räumen aufgehängt. Durch einen Duftstoff werden die Fliegen angelockt und bleiben daran kleben.
  • Fliegenklatsche: Die klassische Fliegenklatsche ist ein effektives und schnelles Mittel gegen einzelne Fliegen.
  • Fliegengitter: Um Fliegen vorzubeugen zahlt es sich schon aus, Fliegengitter auf den Fenstern zu installieren.
  • Lebensmittel abdecken: Viele Fliegen werden von herumstehenden Lebensmitteln angelockt. Das bedeutet, Essen sollte für Fliegen unerreichbar aufbewahrt werden.
  • Müll verschließen: Der Müll sollte für Fliegen nicht erreichbar sein.
  • Essensreste entsorgen: Lebensmittelreste am besten immer sofort entsorgen und das Geschirr abwaschen oder im Geschirrspüler verstauen.

7. Bettwanzen

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Bettwanzen sind nur 3-5 mm groß. Foto: Adobe Stock, (c) smuay

Bettwanzen können als kleine, lästige Vampire bezeichnet werden – sie saugen Menschenblut und sind nachtaktiv. Sie sind papierdünn, haben eine rotbraune Farbe und werden ca. 3-5mm lang. Bettwanzen halten sich immer in der Nähe von Menschen auf, da sie von deren Blut leben. Zu finden sind sie oft hinter Tapeten, Ritzen in der Wand, hinter Lichtschaltern oder unter Teppichen. Sie hinterlassen am Menschen oft reihenartige Bissspuren auf der Haut.

Ursache für Bettwanzen im Haus

Am häufigsten werden Bettwanzen aus dem Urlaub vom Hotel mit in die eigene Wohnung gebracht. Auch in älteren Möbelstücken oder gebrauchten Decken und Polstern können sich Bettwanzen versteckt haben.

Maßnahmen gegen Bettwanzen

Das Versteck der Biester finden – und vernichten! Doch das ist leichter gesagt als getan!

  • das Versteck finden: Mit einer Lupe bewaffnet sollte man sich auf die Suche machen und in allen möglichen Ritzen und Spalten der Wohnung nachsehen.
  • Das befallene Möbelstück, wenn möglich, entsorgen.
  • Bettwäsche waschen: Wichtig ist auch, die Bettwäsche so heiß wie möglich zu waschen.
  • Der Rest, also Matratzen, Polster, etc. müssen mit einem Dampfreinigungsgerät behandelt werden. Dieser kann z.B. bei Boels ausgeborgt oder im Lagerhaus gekauft werden.

Bei einem Bettwanzenbefall ist eine professionelle Schädlingsbekämpfung stark zu empfehlen!

Tipp: Bloggerin Nele hat einen umfassenden Ratgeber zum Thema „Blutsauger in meinem Bett“ geschrieben und informiert detailliert über entsprechende Maßnahmen und Folgeschäden einer Bettwanzen-Invasion.

8. Wespen

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Wespen lieben zuckerhaltige Lebensmittel. Foto: Adobe Stock, (c) Antje Lindert-Rottke

Wespen sind hier eigentlich zu Unrecht auf der Liste, da sie zu den Nützlingen und nicht zu den Schädlingen zählen. Wespen ernähren sich sogar von Schädlingen, z.B. von Blattläusen und sorgen für ein ökonomisches Gleichgewicht. Dennoch leiden Menschen oft unter Wespen – meist unter der Deutschen Wespe und der Gemeinen Wespe, weil diese das gemütliche Essen am Balkon oder im Garten stören und mitessen möchten. Besonders gefährlich sind Wespen für jene Menschen, die bei Wespenstichen allergische Reaktionen zeigen.

Ursachen für Wespen im Haus oder Garten

Wespen werden meist von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Fleisch angelockt. Sie haben einen extrem guten Geruchssinn und finden dadurch den Weg zu deinem Essen am Balkon. Wenn du es mit ungewöhnlich vielen Wespen zu tun hast, dann könnte es sein, dass sich in der Nähe ein Wespennest befinden.

Maßnahmen gegen Wespen

Wespennester in direkter Nähe der Wohnung oder des Hauses sollten von einem Experten für Schädlingsbekämpfung entfernt werden. Es ist nicht ratsam, hier selbst Hand anzulegen. Hast du es nur mit vereinzelten Wespen zu tun, dann können folgende Maßnahmen gegen Wespen hilfreich sein:

  • Getränke und Lebensmittel im Freien abdecken
  • Gefallenes Obst entfernen
  • Keine farbenprächtige Kleidung und kein blumiges Parfum tragen
  • Auf einer entfernten Stelle kann den Wespen süßes Obst angeboten werden, so dass sie den Mittagstisch in Ruhe lassen.
  • Mit Zitronenscheiben, Teebaumöl oder Nelken können Wespen fern gehalten werden.

9. Silberfischchen

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Silberfischchen, Foto: Adobe Stock, (c) Eugen Thome

Silberfischchen sind ca. 1 cm große, metallisch aussehende und sehr flinke Insekten. Sie sind nachtaktiv und wohnen an warmen Orten mit hoher Luftfeuchtigkeit, also zumeist im Badezimmer oder in der Waschküche. Als gesundheitsgefährdend werden Silberfische nicht eingestuft. Ganz im Gegenteil, sie essen sogar Schimmelpilz und Hausstaubmilben und tun dem Menschen damit eigentlich einen Gefallen, aber wir empfinden sie dennoch als abstoßend.

Ursachen für Silberfischchen im Haus

Wenn sie genügend Nahrung (Hausstaubmilben, Kleidung, Tapeten) finden, die Luftfeuchtigkeit im Raum hoch ist und Ritzen in Tapeten oder Böden zum Wohnen vorhanden sind, können Silberfischchen auftreten. Bei derart optimalen Lebensbedingungen können sie sich auch gut vermehren.

Maßnahmen gegen Silberfischchen

  • Gut lüften! Dies ist die wichtigste Maßnahme gegen die flinken Insekten. Am besten mehrmals täglich und vor allem nach dem Duschen oder Wäsche trocknen.
  • Alle Spalten und Ritzen im Badezimmer verschließen. Dadurch haben sie keinen Wohnraum mehr.
  • Silberfische können mit einem feuchten Tuch, welches mit Zucker bestäubt wurde, gefangen werden.

10. Lebensmittelmotten

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Dörrobstmotte, Foto: Adobe Stock, (c) JuergenL

Die Motten, die am häufigsten in der Küche zu finden sind, sind die Dörrobstmotte, die Mehlmotte und der Mehlzünsler. Lebensmittelmotten können bis zu 2 cm groß werden. Am liebsten ernähren sie sich von Mehl, Müsli, Trockenobst oder Nüssen.

Ursache für Lebensmittelmotten im Haus

Meistens werden Lebensmittelmotten über bereits befallene Produkten aus dem Lebensmittelhandel eingeschleppt. Manches Mal finden Motten auch ihren Weg durch das Fenster in die Küche. Leider hat man es bei einem Motten-Befall nicht nur mit den fliegenden Motten selbst zu tun, sondern auch mit deren Larven, welche sich gnadenlos durch die Verpackungen der Lebensmittel fressen. Zu erkennen sind Motten durch versponnene Larven, Fäden in Lebensmitteln, Fressschäden oder Häutungsreste.

Maßnahmen gegen Lebensmittelmotten

  • Befallene Lebensmittel müssen sofort entsorgt werden.
  • Mit einem Föhn kann man die Kästen ausblasen – die Hitze tötet die versteckten Eier ab.
  • Neue Lebensmittel luftdicht verschließen.
  • Mottenpapier lockt mit einem Wirkstoff Motten an, welche dann auf dem Papier kleben bleiben. So kann auch getestet werden, ob es in der Küche noch Motten gibt.
  • Bei starkem Befall können Schlupfwespen zu Hilfe genommen werden. Diese legen ihre Eier in die Eier der Motten und vernichten sie auf diese Weise. Die Schlupfwespen sterben daraufhin selbst.
Tipp: Wenn du wissen möchtest, ob Lebensmittelmotten ein gesundheitliches Risiko für dich und deine Familie darstellen, kannst du dich im Blogartikel „Maden im Müsli? Lebensmittelmotten erkennen, Lebensmittelmotten bekämpfen!“ informieren.

Einen kompetenten Experten zur Schädlingsbekämpfung in deinem Bundesland findest du hier:



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